Selbstfürsorge und Minimalismus

In diesem Beitrag gehts darum, wie man einen individuellen Selbstfürsorge-Plan für sich entwickelt und umsetzen kann. Ich weiß, das Thema „Selfcare“ geistert schon seit Jaaaahren durch die Blogosphäre. Aber vorher war ich einfach noch nicht soweit, mich dafür zu interessieren. Ging auch ja auch so. Irgendwie.
Im Job voll eingebunden, interessiert von so ziemlich allem, was auf dem Planeten existiert, teilhaben wollen, sich einbringen. Da kann man sich schnell selbst aus dem Blick verlieren. Das ist nicht gut. Ich glaube auch nicht, dass das so gedacht ist.
Nun, mit einer minimalistischen Einstellung habe ich mich selbst verwandelt und bin eben nun bei diesem Thema angekommen. Das Jahresmotto „Ubuntu“ bedeutet zwar, dass ich mich mehr im „Außen“ bewege, aber ich brauche auch meine Zeit des Rückzugs, um meine Batterien aufzuladen. Deshalb steht auf meiner Liste für 2017, dass ich für mich einen Selbstfürsorgeplan entwickle und mich gut um mich kümmere.

Ich muss darüber schriftlich nachdenken, weil mich die bisherigen Informationsquellen nicht weitergebracht haben. In gefühlt jedem Selfcare Blogpost steht, dass man sich ne Kerze anzünden soll und sich ein Vollbad einlassen soll. Bei Kerzenlicht kann ich nicht lesen und ne Wanne hab ich auch nicht!
Hat ein bisschen gedauert, bis ich darauf kam, dass solche vorgefertigen Pläne nix bringen und die meisten Blogposts sagen einem auch nicht, wie man sowas angeht. Also vielleicht hilft dir das hier, besser auf dich aufzupassen. Es macht kein anderer für dich. Du bist groß genug. Du kannst für dich einstehen und das solltest du auch.

Und genau dieser Beschluss „Ich steh jetzt für mich ein und kümmer mich auch mal um mich“ ist der Schlüssel für ein selbstbestimmtes Handeln und einen erfolgreichen Selbstfürsorgeplan. Doch wirklich. Sei nett zu dir und sag dir morgens mal „Ich kümmer mich heute gut um mich!“ – das macht einen gewaltigen Unterschied.
Dann gehts weiter:

1) Herausfinden, wann man sich wirklich am Wohlsten fühlt.
Also: Wann fühlst du dich wohl? Was tust du dabei? Mit wem? Alleine? Wo? Was lädt deine Batterien auf?
Wichtig ist, dabei so spezifisch wie möglich zu werden, also in meinem Fall z.B. Statt „Filme gucken“ heißt es „Sci-Fi-Filme gucken“ (es ist einfach mein Lieblingsgenre, dicht gefolgt von Revuefilmen :D) oder statt „Bewegung/Sport“ – „Schwimmen“.

Mach ne Liste. Schreibs auf.

2) Wie kann eine minimale Zeiteinheit aussehen?
Wie oft tust du etwas für dich aus oben erstellter Liste? Was ist das Minimum, dass du jederzeit im Alltag einbauen kannst? Wann könntest du es einbauen?
Schwimmen ist zeitlich manchmal schwierig in den Alltag einzubasteln, aber ich geh auch gern spazieren, das macht meinen Kopf frei. Eine Runde um den Block dauert 10 Minuten, die große Runde 20 Minuten. Das kann ich in der Mittagspause machen!
Was davon kannst du machen, wenn du mehr Zeit hast?

3) Im Alltag verankern
Ein Plan ist zwar schön, bringt aber nix, wenn man ihn nicht umsetzt. (Und ja, ich weiß wovon ich rede. ähem.)
Ich mache ja liebend gern Listen und Pläne, aber ich verzettel mich im wahrsten Sinne des Worte und komm vom Hundersten ins Tausendste. Ich brauche also Symbole, die als Signale für mich fungieren. Dazu muss ich keine Dekoeule kaufen, um mich ans Lesen zu erinnern, da reicht ein aufgeräumtes Sofa, wo das Kissen aufgeschüttelt und die Heizdecke sowie das Buch/eReader/Comic bereit liegt. Da kann abends schon die ausgespülte Lieblingsteetasse mit nem Teebeutel bereitstehen, damit man sich morgens schon beim Anblick erfreut. Die Glitzertasche mit den Schwimmsachen steht gepackt bereit.
Da gibts viele Möglichkeiten. Schreibs dir in den Kalender, lass dich vom Handy dran erinnern, nutze ne App. Oder zünd ne Kerze an.

Probier damit rum. Das mach ich auch und es läuft erstaunlich gut.

Auf meiner Liste stehen Sachen wie:

  • Kuchen essen und sehr guten grünen oder schwarzen Tee dazu trinken
  • lesen, mindestens 1 Stunde. Comics, Romane, Sachbücher egal.
  • Stille. Rumliegen und sich Sachen ausdenken gibt mir erstaunlich viel Energie.
  • Schwimmen
  • Ausreichend Schlafen
  • schöne und interessante Gespräche führen
  • Spazieren gehen, eine Runde durch den Park ist schon ausreichend
  • Bummeln.
  • Ein Museum besuchen. Idealerweise Kunst. Das entspannt mich total.
  • Zu einem bestimmten Thema recherchieren und etwas Neues lernen. Auf Wikipedia öfter mal den Zufallsbutton drücken. :D
  • usw.

Ich werd versuchen, morgens mal mehr Zeit für diese Sachen einzuräumen, damit mein Tag gleich gut beginnt. Die Idee hab ich von blissful mind und das Buch „miracle morning“ werde ich wohl mal lesen.

War das nützlich für dich? Wie gut kümmerst du dich um dich? Was lädt deine Batterien auf?

Mein Biografie-Projekt – Fragen zum Download

Mir wurde über verschiedene Kanäle zugetragen, dass ihr da Interesse an den Fragen habt, die ich für mein Biografie-Schreibprojekt verwendet habe. Also habe ich mir mal die Mühe gemacht, meine Fragen nochmal abzutippen und als .pdf zum Download bereitzustellen.
Ta-Da!
Die Fragen sind zusammengewürfelt. Pinterest ist da eine echte Fundgrube, vor allem für Tagebuchschreiber, Bujo-Fans und Scrapbookbastler. Viele der Fragen habe ich von familysearch.org, den Rest hab ich eben selbst ergänzt. Es passen nicht alle Fragen, weil wir ja alle unterschiedlich alt sind und unterschiedliche Lebenserfahrungen haben. Aber auch an das ist gedacht! Ich habe noch 20 Bonusfragen mitnotiert, damit man sie austauschen kann. Einige Fragen sind sehr unbequem, andere sehr leicht.
Auch wenn du nicht vor hast, deine Biografie zu schreiben, kannst du dir ein paar spanennde Fragen aussuchen und deinen Freunden stellen.
Damit kommt man garantiert in ein gutes Gespräch.

Viel Spaß und viele interessante Erkenntnisse!

Download Biografie-Projektfragen als .pdf

Hallo 2017!!!

Willkommen im neuen Jahr! Ich finde immer, dass das neue Jahr wie frischgewaschene Wäsche riecht. Das Gefühl, wenn man in ein frischbezogenes Bett steigt. So ist das neue Jahr. Und ich freu mich tierisch drauf, weil 2016 gut zu mir war. Es war so gut, dass ich am liebsten mein Jahresmotto „Masterteacher“gar nicht aufgeben wollte. Nun, muss ich auch nicht. Weil mir mein neues Motto auch wieder wie durch Zauberhand in den Kopf gesteckt wurde.

Mein neues Jahresmotto für 2017 heißt „Ubuntu“.

2016 war eine Zeit der Nabelschau, des Sich-Entdeckens. 2017 will ich das ein bisschen mehr nach Außen tragen; Gemeinsinn erforschen und gemeinsam mit anderen Dinge anpacken, die ich alleine nicht machen kann oder würde.
Desmond Tutu erklärt das Prinzip so:

„Ich brauche dich, damit ich ich sein kann. Du brauchst mich, damit du du sein kannst.“

Das finde ich ziemlich einleuchtend und spannend. Aber auch für mich als Intro ziemlich schwierig. Jedenfalls kam der Aspekt mit „den anderen“ letztes Jahr ein bisschen zu kurz für meinen Geschmack, deshalb erschien es mir richtig, den „Masterteacher“ in ein „Ubuntu“ zu verwandeln.
Es ist erstaunlich, wie mir diese Mottos zufliegen. Im Herbst dachte ich noch daran, ein Philosophie-Projekt für 2017 zu planen, weil mir Hannah Arendt so gut gefiel und ich früher auch schon viel Philosophie gelesen habe. Dann entdeckte ich das Wort im Buch „Der leise Atem der Zukunft: Vom Aufstieg nachhaltiger Werte in Zeiten der Krise“ von Ulrich Grober und wusste sofort: DAS IST ES!

Bam! Obwohl ich dieses Jahr kein Leseprojekt habe, kann ich mir doch den einen oder anderen Philosophie-Schmöker gönnen :D

Und jaa, bestimmt hast du bei dem Wort an die Software denken müssen. Das passt auch, denn ich will mich in diesem Jahr auch ein bisschen mehr mit Technik auseinandersetzen. Ich liebe Science-Fiction-Filme und gucke mir gerne Technikvideos an, aber mich selbst mal länger mit einen Computerproblem beschäftigen? Nö, keine Geduld.
Der Minimalist in mir hat etwas gegen komplizierte Dinge, deshalb tendiere ich eher dazu, Technik zu verweigern. Ich will keine Touch-Lampe, ich will einen einfachen Lichtschalter. Ich will keinen Kühlschrank programmieren, ich will ihn nur öffnen und mein Essen rausholen. Dazu braucht es keine Software. Und ja, bis letzten August hab ich noch Nachrichten mit meinem Zeigefinger getippt, weil mir das mit den Daumen einfach nie gezeigt wurde.
Aber gut. Digitalisierung ist in aller Munde, die Zukunft steht vor der Tür und bevor ich den Anschluss komplett verliere, werde ich mich dieses Jahr mal ein bisschen bemühen.
Ich will Programmieren lernen und einen Roboter bauen. Vielleicht auch mal bei der Codeweek mitmachen oder bei einer Cryptoparty. Mal sehen, was sich alles vor mir auftut.

Für den Januar selbst habe ich mir außer regelmäßigem Schwimmen nichts vorgenommen, da ich viel Besuch bekomme und damit meine Freizeit schon ausgefüllt ist.

Was ist dein Jahresmotto? Was wünscht du dir für 2017?

Falls du einen Blogbeitrag darüber geschrieben hast, verlink ihn mir bitte. Ich liebe sowas zu lesen!!

Was ich durch mein Biografie-Projekt gelernt habe

Wir erinnern uns: Mein Jahresmotto heißt dieses Jahr „Masterteacher“ und dazu gab es auch ein Leseprojekt mit Biografien, Tagebüchern, Erinnerungen und Briefen. Als Mini-Ziel habe ich beschlossen, mir selbst im Tagebuch 52 Fragen über mich selbst zu stellen, damit am Jahresende sowas wie eine Autobiografie herauskommt. Das ist natürlich ein bisschen hochtrabend, weil ich ja noch so jung bin und nicht sooo viel erlebt habe, dass es zu einem Buch taugen würde, aber ich wollte mich mit Fragen ein bisschen entlang hangeln, damit ich den Faden nicht verliere.
Was ich durch mein Biografie-Projekt gelernt habe | Frau DingDongs Leben.
Diese Nabelschau war furchtbar anstrengend und hat mich manchmal ganz schön runtergezogen. Aber: Ich habe mich dadurch sehr viel besser kennengelernt und ich habe das Gefühl, dieses Jahr persönlich richtig gewachsen zu sein.
Dabei halfen mir viele liebe nette Herzensmenschen, die ich kennenlernen durfte und immer noch kennenlerne. Masterteacher gibts genug, jeder ist das. Man muss sich nur mal jemanden genauer anschauen und Gespräche sehr bewusst führen.

Ich mochte es, wie sich beim Lesen von dicken Biografien ein rundes Bild eines mir unbekannten Menschen formt. Ich kann dadurch sein/ihr Leben in einem Zusammenhang sehen und einordnen. Das ist ziemlich spannend.
Und: Das kann ich bei mir auch, wenn ich über mich schreibe. Ich kann Leitmotive erkennen und einen roten Faden sehen, an dem ich zupfen kann. Ich kann erkennen: Bin ich am richtigen Platz? Ja? Nein? Wieso nicht? Und: Wie komme ich da hin?

Mein eigenes Biografie-Projekt half mir dabei, meine Handlungsmuster zu erkennen. Ich bin zwar noch weit davon entfernt, konkret in bestimmten Situationen anders zu reagieren als ich will, aber bewusst darauf zu achten und es überhaupt zu erkennen, ist für mich schon sehr viel wert!
Mittlerweile glaube ich, dass das genau der Punkt ist, an dem man blöde Handlungsmuster, die einen nicht weiterbringen, aktiv loslassen kann. #minimalismus
Ich kann das noch nicht so gut. Vielleicht können das andere besser.

Das Lesen von Biografien hat wirklich Spaß gemacht. Das Genre selbst ist supergut geeignet, etwas historisch einzuordnen und sich selbst zu reflektieren. Ich mochte auch biografische Portraits zu einem bestimmten Thema, z.B. die Frauen aus Weimar und deren Einfluss. Oder Briefsammlungen, die entweder einen Charakter zeichnen oder Lust auf Biografien lesen machen.
Ich glaube am meisten Spaß bringen Biografien, von Leuten, die ähnlich ticken wie man selbst. Oder wo man es sich zumindest einbilden kann, dass es so ist. Bei mir waren das Virginia Woolf und Hannah Arendt. (Letztere hat mich mit ihren politischen Gedanken echt gut durch den Sommer gebracht und hat meine Lust am Denken gefördert). Biografien können inspirieren, sich selbst zu hinterfragen und gute Ideen und Eigenschaften zu übernehmen und auszuprobieren.

Übrigens: Genau daran erkennt man eine gute Biografie! Sie macht es möglich, dass wir das Denken, Handeln und Fühlen der portraitierten Person nachempfinden können und lässt uns an ihrer Entwicklung teilhaben und auch Dinge im größeren Zusammenhang sehen.
Und auch noch interessant: Biopics, also verfilmte Biografien fand ich bisher immer ziemlich unsinnig und öde. Aber durch das Lesen von Biografien habe ich diese Art von Filmen auch besser verstanden. Jetzt kann ich Biopics sogar genießen, weil ich weiß, dass sich die FIlmemacher immer auf einen bestimmten Aspekt konzentrieren und davon ausgehend die Person herausarbeiten. Weißt du vermutlich schon längst. Ich hab das bisher noch nicht so wahrgenommen.

Lust, eine Biografie zu lesen?
Diese Fragen können dein Leseerlebnis verstärken:

  • Was hat diese Person mit mir hier und heute zu tun?
  • Welche 3 Fakten, die du über die Person erfahren hast, interessieren dich am meisten oder haben dich erstaunt? Warum?
  • Welche Hindernisse musste die Person in ihrem Leben überwinden?
  • Welche Eigenschaften haben der Person geholfen, erfolgreich zu sein?
  • Welche Lektionen kann ich lernen, wenn ich etwas über andere lese?
  • In welcher Art und Weise beeinflussen sich Leute in dem Umfeld der Person gegenseitig?


Welche gute Biografie hast du zuletzt gelesen? Hat sie dir gefallen? Hast du auch mal eine Biografie von jemanden gelesen, der dir unsympathisch war? Wie war es?
Könntest du dir vorstellen, mal deine Biografie zu schreiben?

Minimalismus und Zukunftsfähigkeit

Aufmerksame Leser haben es sicherlich schon bemerkt. Ich habe heimlich, still und leise die Kategorie „Minimalismus“ ergänzt durch einen Schrägstrich und das Wort „Zukunftsfähigkeit“.
Das hat einen Grund.

Nein, eigentlich mehrere:

1. Minimalismus als Thema ist irgendwie ausgelutscht. Jeder Beauty-Vlogger kuratiert seine 50 Teile Garderobe und jeder weiß, wie man seine Sachen los wird. Sämtliche Medien haben die immer gleichen Fragen gestellt, die immer gleich beantwortet wurden. Daran ist nichts Schlechtes, es ist nur für mich (und bestimmt auch für alle anderen, die sich schon länger mit dem Thema beschäftigen) mittlerweile ziemlich langweilig. Weil es zum Alltag gehört. Es ist nichts besonderes mehr.

2. eine minimalistische Lebensweise ist für mich die Basis für alles was da zukünftig auf uns zu kommt. Das fängt an mit meiner konsumreduzierten Lebensweise und endet bei selbstverantwortlicher Lebensgestaltung für sich und andere. Dazwischen ist ordentlich Platz für (gedankliche) Abenteuer. Trennen kann ich das alles irgendwie nicht.

3. was da alles genau kommt weiß ich noch nicht, find ich aber spannend. Ich bin an der Zukunft interessiert und möchte daran teilhaben. Mehr dazu steht in meinem Artikel „Kommt nach dem Minimalismus jetzt der Solarpunk?“

Also…was kommt jetzt?

To Do – im Oktober (17 bis 2017 oder so ähnlich)

Zack, da ist er – der Oktober.
Das Internet dreht schon wieder wegen Pumpkin Spice Latte und Halloween durch, das sind zwei Sachen, die mir völlig egal sind. (Pumpkin Pie ist mir aber nicht egal! :D)
Ich interessiere mich nur für das frisch-knisternde Morgenwetter, das meine Wangen rosig aussehen lässt :D
Von der Septemberliste hab ich einiges geschafft, aber eben nicht alles. Meine Vorhaben wurden durch Krankheit vereitelt und ich hoffe, dass das jetzt endlich mal aufhört. Ich schniefe schon wieder!
Verdammt.

Jetzt speziell im Oktober habe ich nichts Großes vor. Besuch bekommen, ins Konzert gehen, ansonsten gönn ich mir Ruhe. Der September war anstrengend genug.
Ich vermix meine Oktobervorhaben lieber mit einer 17 before 2017 Challenge, die mir Sunray neulich in die TL gespült hat. Im Grunde gehts darum, für den Rest des Jahres seinen Arsch hochzukriegen und alle unfertigen Projekte und Vorhaben anzupacken. So wie ich es verstanden habe, gehts nicht um beenden (das wäre natürlich spitze), aber überhaupt mal was anleiern und starten. Irgendwie bleibt im Laufe der Zeit ja doch immer was zurück.

Das soll sich ändern! Und weil ich mich eh kenne und es mit den Listen ständig übertreibe, bin ich nur auf 10 Sachen gekommen. Und ich habe beschlossen: Reicht auch.
Das will ich angehen:

  • Schwimmen
  • Das Biografie-Projekt beenden
  • Das Hansemuseum in Lübeck besuchen
  • Den Schal fertig stricken und meine Angst vor dem Scheitern damit besiegen (ja, genau. Ich rede von DEM Schal…)
  • In die Kunsthalle!
  • mindestens zweimal Kuchen backen und Freunde einladen
  • Einen neuen alten Wintermantel finden. Es ist Zeit, sich von meinem Omamantel zu verabschieden. Das Teil hat mehr als 50 Jahre auf dem Buckel und zerfällt schön langsam…
  • Einen laaaangen Waldspaziergang machen
  • Das Schlafzimmer fertig renovieren
  • Ein neues Paar Schuhe kaufen, weil ich da auch zwei Kandidaten habe, die mir unter den Füßen wegfallen

Und du? 17 vor 2017 oder lieber langsam und stetig? Welche Glücksmomente planst du für den deinen Herbst?

Mein minimalistisches Sportprogramm

Neulich wurde ich per Mail gefragt, was eigentlich aus meinem 3 Minuten-Bewegungsprojekt geworden ist.

Ich mache sie nicht mehr. Wie üblich bin ich irgendwann krank geworden, dann war ich im Urlaub und dann isses eingeschlafen.
Aber gelernt habe ich trotzdem was Entscheidenes: Ich weiß jetzt wie ich mich selbst austricksen kann, um mehr Sport zu machen. Durch dieses 3-Minuten-Dings habe ich nämlich ein paar Kriterien für ein minimalistisches Sportprogramm aufgestellt.

Ein minimalistisches Sportprogramm muss für mich folgende Kriterien erfüllen:

  1. es muss einfach sein
  2. möglichst ohne Geräte auskommen
  3. es muss überall machbar sein
  4. wetterunabhängig
  5. Tag und Nacht
  6. ich kann es allein tun

Boom! Magic. Ich habe was gefunden, was für mich tatsächlich mehrmals die Woche nach Feierabend klappt:

1. Walk @ home
Das ist ein ganz stinkend einfaches Cardioprogramm von Leslie Sansone. Man braucht nicht mal viel Platz und wenn man die Clips schon ein bisschen kennt, kann man sie sogar übers Smartphone im Hotelzimmer abspielen und ein bisschen Ausdauertraining machen. Bei viel Zeit mache ich den 3 Mile Walk, bei wenig Zeit dann eben nur 15 Min.


2. 10 Min. Solution

10 Min. Kurz und Knackiges Kraftworkout. Gibt diverse Videos, z.B. Dance Workout (und ja, ein bisschen muss ich über dieses „Fat Blasting Dance Mix“ lachen) oder Pilates. Es gibt wenige Übungen, aber viele Wiederholungen. Den Anleitungen kann man folgen und es haut teilweise ganz schön rein. Und ey, Bauchworkout ohne Rücklage!

Um dran zu bleiben, habe ich mit ner Kollegin nen Deal: Wenn einer von uns beiden Sport in irgendeiner Form macht, schickt man der anderen ein Foto/Video/Screenshot von der App und die andere muss nachziehen! Es gibt 4 Joker pro Monat, um mal auszusetzen. Anfangs lief gut, dann wurden wir abwechselnd krank, aber da wir ja von niemanden Elektroschocks bei Nicht-Einhaltung des Deals bekommen, versuchen wir es jeden Tag neu :D

Ich weiß, für euch Sportskanonen ist das Pillepalle, aber ich muss mich immer ein bisschen betrügen.

Wie sieht dein minimalistisches Sportprogramm aus? Welche Kriterien hast du dafür?

Werte finden und zufrieden leben: Klarer denken, besser entscheiden

Kennst du eigentlich deine Werte?
Komische Frage, oder?
Denn üblicherweise denkt man da überhaupt nicht drüber nach. Zumindest habe ich es bislang nicht getan, weil es mir immer zu komplex war und ich nicht wusste, wo anfangen.
Und es geht ja auch irgendwie so, das Leben. Ohne Nachdenken.
Ich bin über das Thema gestolpert, weil alle immer vom „Wertewandel der Gesellschaft“ reden. Irgendwie hat mein Gehirn dann einen Umweg genommen und dachte: Hey, das Thema ist ja essentiell und passt zum Minimalismus (Oder?)

Denn wenn man sich mit Minimalismus beschäftigt und sämtliches Zeug rausgeworfen hat, fängt man an, sein Leben selber zu designen. Man streift Schicht für Schicht seine Ideen, Gedanken und Gewohnheiten ab und guckt nach, was da sonst noch ist.
Werte sind toll. Wenn man Werte für sich herausgefunden hat, wird es irgendwie leichter. Zumindest empfinde ich es so. Ich muss mich dann immer nur fragen: Lebe ich im Einklang mit meinen Werten? Und wenn die Antwort „nein“ heißt, kann ich etwas anpassen und mir so ein gutes Leben basteln. Das steckt auch in diesen ganzen Jahresmottos und „Word of Year“ Zeugs mit drin.

Entscheidungen – ich meine die heftigen, die einen neuen Job oder eine neue Beziehung u.ä. betreffen, kann man dann irgendwie einfacher treffen. Weil man gar nicht mehr wirklich drüber nachdenken muss. Weil man sich selbst besser kennengelernt hat.
Schade, dass ich die Sache mit den Werten nicht in der Schule gelernt habe.

Nun, wie findet man seine Werte?
Die Liste ist lang und geht von A wie Abenteuer bis Z wie Zufriedenheit…wer Inspiration braucht, kann ja mal nach Werte-Listen gogolen.

Ich habs mir einfach gemacht und mich gefragt:

Was ist mir wichtig? Und welcher Wert steckt dahinter?
Beispiel: „Ich möchte viel reisen und finanziell unabhängig sein“ – Wert, der möglicherweise dahinter steht: Freiheit

Weitere mögliche Fragen, um deine Werte zu finden:
– Wovon braucht die Welt mehr? Wovon weniger?
– Wie reagiere ich bei Stress oder Konflikten (und welcher Wert wird hier missachtet?)
– Worüber rege ich mich ständig auf? (und welcher Wert wird hier missachtet?)
– Wann fühle ich mich richtig wohl in meiner Haut?
– Was möchtes ich in meinem Leben erreichen?
– Woran sollen sich meine Freunde erinnern, wenn ich nicht mehr bin?

Hast du ein paar Werte gesammelt? Auf wie viel bist du gekommen?
5? 30? 200? 10?
Wie immer gilt: Fokussieren und Prioritäten setzen!
Welcher Wert ist der Wichtigste? Welcher kann als Leitprinzip in deinem Leben gelten?
Sortiere deine Liste neu, setze den wichtigsten Wert nach oben, den nicht ganz so wichtigen nach unten auf die Liste. Lass die Liste ein paar Tage liegen, denk drüber nach, streich was durch, füge etwas hinzu.

Bist du es wirklich? Lebst du diese Werte? Falls nicht: Zeit was zu ändern.

Wie kannst du diese Werte leben?
Wie definierst du ganz persönlich diese Werte?
Was passt jetzt gerade nicht gut zu dem Wert?

Wenn dein Wert „Freiheit“ ist, du dir aber keine Fernreisen leisten kannst oder willst, überlege dir, wie du den Wert trotzdem ausleben kannst.
Vielleicht reicht ja schon ein Tagesausflug an die See oder in die Berge oder mit der U-Bahn bis zur Endstation?

Ich glaub, du verstehst schon was ich meine.

Da steckt ganz schön viel Kraft drin, non? Ich muss das noch weiter durchdenken, aber das ist schon mal ein guter Ausgangspunkt.

Was sind deine Werte?

To – Do und Blogpause Juli 2016

blogpause3

Es ist Juli und ich verabschiede mich in eine Sommer-Blogpause.
Weil es bisher mit meinen Projekten nicht geklappt hat, werde ich ein paar Tage meines Sommerurlaubs opfern, um mich endlich um den Schweinehund zu kümmern! Aus Thüringen wurde doch nix, dafür ist Dessau dran. Bauhaus und so. Wer Tipps für Dessau parat hat, immer gerne her damit!

Damit es nicht allzu fad wird, habe ich mir eine Instagram-Photochallenge für den Juli überlegt und ich würd mich freuen, wenn du mitmachen würdest!

Keine Panik, sie geht nur 14 Tage! (Mehr würd ich selber auch nicht durchhalten, glaub ich :D)
Wichtig ist: Forder dich selbst mal ein bisschen heraus! Fotografierst du nur schwarz-weiß? Dann knips in Farbe! Du benutzt nie Filter? Dann versuchs mal damit. Lerne, anders zu sehen. Mach Bilder aus der Hocke, versuch ein Panorama, denke in Linien, benutze negativen Raum, Makro oder nur Hochkant – fotografier anders als sonst! Wer keine Lust auf Fotos hat, kann natürlich auch zeichnen, malen, kleben oder Videos drehen. Muss auch nicht unbedingt bei Instagram sein, du kannst auch deinen Blog/Tumblr/Twitter benutzen, hauptsache du verlinkst mir das irgendwie!
Erlaubt ist, was Spaß bringt und das Denken erfrischt. Denn dazu ist der Sommer ja da!

Die Photochallenge geht los am 4.7. und endet am 17.7.2016

Und hier sind die Prompts:

1. minimalistisch
2. bunt
3. kontrast
4. unterwegs
5. Wetterlage
6. lecker
7. weniger
8. mehr
9. türkis
10. Dreieck
11. Morgenroutine
12. Linie
13. klein
14. Punkt

#fddblogpause16

#fddblogpause16

Also mal sehen was die Blogpause so bringt! Der nächste Beitrag erscheint hier wieder am 3.8.2016

Machst du mit?

Ein Rezept von Goethes Mutter

Ich weiß leider nicht mehr genau, wie ich darauf gestoßen bin und ich weiß auch nicht, ob es WIRKLICH von Goethes Mutter stammt. Aber alles, was ich bisher in seiner Biografie über ihn und seine Mutter gelesen habe, gibt mir das Gefühl, dass das hinkommt. Anscheinend war Catherina Elisabeth Goethe eine sehr kluge, selbstbewusste und warmherzige Philanthropin, eine gute Gastgeberin, Gesprächspartnerin und ja, auch manchmal eine genervte Mutter, weil ihr Sohn sie nicht oft genug besuchen kam. (Was er nach ihrem Tod – wenn ich mich recht erinnere – auch bereut hat…)

Jedenfalls wird ihr dieses Rezept zugeschrieben und weil ich es witzig finde, möchte ich es mit dir teilen:

rezept von goethes mutter

Ich stelle mir das fertige „Gericht“ sehr gut vor und frage mich, wo ich persönlich eine mehr als eine Prise Takt nötig habe oder ob es ab und an mal ein Esslöffel mehr Optimismus sein sollte. Vielleicht sollte man seinen Alltag mehr in diesem Hinblick betrachten und sich die Zutaten vorher genau bereitlegen. Gibt es Allergien? Wie Zeitaufwändig ist das Gericht? Hilfreiche Werkzeuge, wie scharfe Messer oder Töpfe in einer guten Größe sind auch wichtig. Ich muss unbedingt mal ein Rezept mit mehr Geduld und weniger Angst probieren und vielleicht auch mal ein anderes Messer benutzen um den Tag zu zerteilen :D

Also, wie kochst du dir deinen Tag?