Tschüss, 2016!

Doch keine Lust auf einen Wochenrückblick. Ich will mir lieber nochmal 2016 angucken, auch wenn viele denken: „Oh Gott, lass das Jahr endlich vorbei sein!“.
2016 war wirklich ein sehr heftiges Jahr für mich. Es ist rasend schnell vorbeigegangen und auch gesellschaftlich betrachtet sind einige krasse Sachen passiert, die mich sehr überrascht und verängstigt haben (Brexit, Türkei, Trump). Und trotzdem lächle ich und stimme nicht ein in dieses kollektive „2016 war ein Scheißjahr!“

Das mag euch vielleicht ein bisschen seltsam vorkommen, da ich dieses Jahr meine Mutter beerdigt habe.
Ich war auch ziemlich oft krank, und einige meiner Vorhaben, die ich gerne gemacht hätte, klappten nicht und zwischendurch gabs auch mal ein paar Katastrophen, die auch nicht hätten sein müssen. Ich hätte also allen Grund dazu, 2016 kacke zu finden.

Aber durch den Tod meiner Mutter habe ich etwas entdeckt, dass mir niemand mehr nehmen kann und das stimmt mich so dermaßen froh und glücklich, dass ich bald Glitzer furze.

Ich kann nicht genau beschreiben, was es ist, aber es fühlt sich so an, als hätte ich einen goldenen Anker in mir gefunden, der mich am Boden hält, damit ich mit dem Kopf im Weltall (oder in der Zukunft) sein kann.

Durch mein Biografie-Projekt konnte ich das ganze Jahr über sehr viel über mich lernen, was mich enorm weitergebracht hat.
Ich habe nicht mehr so viel Angst. Ich bin stolz auf alles, was ich dieses Jahr geleistet habe. Ey, ich hab sogar mal wieder ne Woche ohne Essen ausgehalten – einfach so! Diese Wiederentdeckung meiner eigenen Willenskraft kommt mir wie Magie vor. Ich habe einige Sachen, die ich mich früher nicht getraut hätte oder die mich deprimiert haben, selbst und ganz alleine geschafft. Ich bin mir selbst zum guten Freund geworden, habe mich auf die Suche nach meinen Werten gemacht, die mich seitdem ganz klar durch den Tag tragen und ich durfte viele tolle Menschen kennenlernen, die mich inspirieren.
Sich selbst akzeptieren ist nicht immer ganz einfach, aber sobald man mal anfängt damit, es überhaupt zu beschließen, gehts irgendwie voran. Hätte man mir auch mal sagen können. Gut, das mit den Sozialen Medien is noch ein Problem, aber auch daran arbeite ich :D Die kleinen Schritte zählen.

Tja, was noch? Eigentlich nichts. Ich freue mich auf die Zukunft.

Guten Rutsch!

Was ich durch mein Biografie-Projekt gelernt habe

Wir erinnern uns: Mein Jahresmotto heißt dieses Jahr „Masterteacher“ und dazu gab es auch ein Leseprojekt mit Biografien, Tagebüchern, Erinnerungen und Briefen. Als Mini-Ziel habe ich beschlossen, mir selbst im Tagebuch 52 Fragen über mich selbst zu stellen, damit am Jahresende sowas wie eine Autobiografie herauskommt. Das ist natürlich ein bisschen hochtrabend, weil ich ja noch so jung bin und nicht sooo viel erlebt habe, dass es zu einem Buch taugen würde, aber ich wollte mich mit Fragen ein bisschen entlang hangeln, damit ich den Faden nicht verliere.
Was ich durch mein Biografie-Projekt gelernt habe | Frau DingDongs Leben.
Diese Nabelschau war furchtbar anstrengend und hat mich manchmal ganz schön runtergezogen. Aber: Ich habe mich dadurch sehr viel besser kennengelernt und ich habe das Gefühl, dieses Jahr persönlich richtig gewachsen zu sein.
Dabei halfen mir viele liebe nette Herzensmenschen, die ich kennenlernen durfte und immer noch kennenlerne. Masterteacher gibts genug, jeder ist das. Man muss sich nur mal jemanden genauer anschauen und Gespräche sehr bewusst führen.

Ich mochte es, wie sich beim Lesen von dicken Biografien ein rundes Bild eines mir unbekannten Menschen formt. Ich kann dadurch sein/ihr Leben in einem Zusammenhang sehen und einordnen. Das ist ziemlich spannend.
Und: Das kann ich bei mir auch, wenn ich über mich schreibe. Ich kann Leitmotive erkennen und einen roten Faden sehen, an dem ich zupfen kann. Ich kann erkennen: Bin ich am richtigen Platz? Ja? Nein? Wieso nicht? Und: Wie komme ich da hin?

Mein eigenes Biografie-Projekt half mir dabei, meine Handlungsmuster zu erkennen. Ich bin zwar noch weit davon entfernt, konkret in bestimmten Situationen anders zu reagieren als ich will, aber bewusst darauf zu achten und es überhaupt zu erkennen, ist für mich schon sehr viel wert!
Mittlerweile glaube ich, dass das genau der Punkt ist, an dem man blöde Handlungsmuster, die einen nicht weiterbringen, aktiv loslassen kann. #minimalismus
Ich kann das noch nicht so gut. Vielleicht können das andere besser.

Das Lesen von Biografien hat wirklich Spaß gemacht. Das Genre selbst ist supergut geeignet, etwas historisch einzuordnen und sich selbst zu reflektieren. Ich mochte auch biografische Portraits zu einem bestimmten Thema, z.B. die Frauen aus Weimar und deren Einfluss. Oder Briefsammlungen, die entweder einen Charakter zeichnen oder Lust auf Biografien lesen machen.
Ich glaube am meisten Spaß bringen Biografien, von Leuten, die ähnlich ticken wie man selbst. Oder wo man es sich zumindest einbilden kann, dass es so ist. Bei mir waren das Virginia Woolf und Hannah Arendt. (Letztere hat mich mit ihren politischen Gedanken echt gut durch den Sommer gebracht und hat meine Lust am Denken gefördert). Biografien können inspirieren, sich selbst zu hinterfragen und gute Ideen und Eigenschaften zu übernehmen und auszuprobieren.

Übrigens: Genau daran erkennt man eine gute Biografie! Sie macht es möglich, dass wir das Denken, Handeln und Fühlen der portraitierten Person nachempfinden können und lässt uns an ihrer Entwicklung teilhaben und auch Dinge im größeren Zusammenhang sehen.
Und auch noch interessant: Biopics, also verfilmte Biografien fand ich bisher immer ziemlich unsinnig und öde. Aber durch das Lesen von Biografien habe ich diese Art von Filmen auch besser verstanden. Jetzt kann ich Biopics sogar genießen, weil ich weiß, dass sich die FIlmemacher immer auf einen bestimmten Aspekt konzentrieren und davon ausgehend die Person herausarbeiten. Weißt du vermutlich schon längst. Ich hab das bisher noch nicht so wahrgenommen.

Lust, eine Biografie zu lesen?
Diese Fragen können dein Leseerlebnis verstärken:

  • Was hat diese Person mit mir hier und heute zu tun?
  • Welche 3 Fakten, die du über die Person erfahren hast, interessieren dich am meisten oder haben dich erstaunt? Warum?
  • Welche Hindernisse musste die Person in ihrem Leben überwinden?
  • Welche Eigenschaften haben der Person geholfen, erfolgreich zu sein?
  • Welche Lektionen kann ich lernen, wenn ich etwas über andere lese?
  • In welcher Art und Weise beeinflussen sich Leute in dem Umfeld der Person gegenseitig?


Welche gute Biografie hast du zuletzt gelesen? Hat sie dir gefallen? Hast du auch mal eine Biografie von jemanden gelesen, der dir unsympathisch war? Wie war es?
Könntest du dir vorstellen, mal deine Biografie zu schreiben?

Minimalismus und Zukunftsfähigkeit

Aufmerksame Leser haben es sicherlich schon bemerkt. Ich habe heimlich, still und leise die Kategorie „Minimalismus“ ergänzt durch einen Schrägstrich und das Wort „Zukunftsfähigkeit“.
Das hat einen Grund.

Nein, eigentlich mehrere:

1. Minimalismus als Thema ist irgendwie ausgelutscht. Jeder Beauty-Vlogger kuratiert seine 50 Teile Garderobe und jeder weiß, wie man seine Sachen los wird. Sämtliche Medien haben die immer gleichen Fragen gestellt, die immer gleich beantwortet wurden. Daran ist nichts Schlechtes, es ist nur für mich (und bestimmt auch für alle anderen, die sich schon länger mit dem Thema beschäftigen) mittlerweile ziemlich langweilig. Weil es zum Alltag gehört. Es ist nichts besonderes mehr.

2. eine minimalistische Lebensweise ist für mich die Basis für alles was da zukünftig auf uns zu kommt. Das fängt an mit meiner konsumreduzierten Lebensweise und endet bei selbstverantwortlicher Lebensgestaltung für sich und andere. Dazwischen ist ordentlich Platz für (gedankliche) Abenteuer. Trennen kann ich das alles irgendwie nicht.

3. was da alles genau kommt weiß ich noch nicht, find ich aber spannend. Ich bin an der Zukunft interessiert und möchte daran teilhaben. Mehr dazu steht in meinem Artikel „Kommt nach dem Minimalismus jetzt der Solarpunk?“

Also…was kommt jetzt?

To Do – im Oktober (17 bis 2017 oder so ähnlich)

Zack, da ist er – der Oktober.
Das Internet dreht schon wieder wegen Pumpkin Spice Latte und Halloween durch, das sind zwei Sachen, die mir völlig egal sind. (Pumpkin Pie ist mir aber nicht egal! :D)
Ich interessiere mich nur für das frisch-knisternde Morgenwetter, das meine Wangen rosig aussehen lässt :D
Von der Septemberliste hab ich einiges geschafft, aber eben nicht alles. Meine Vorhaben wurden durch Krankheit vereitelt und ich hoffe, dass das jetzt endlich mal aufhört. Ich schniefe schon wieder!
Verdammt.

Jetzt speziell im Oktober habe ich nichts Großes vor. Besuch bekommen, ins Konzert gehen, ansonsten gönn ich mir Ruhe. Der September war anstrengend genug.
Ich vermix meine Oktobervorhaben lieber mit einer 17 before 2017 Challenge, die mir Sunray neulich in die TL gespült hat. Im Grunde gehts darum, für den Rest des Jahres seinen Arsch hochzukriegen und alle unfertigen Projekte und Vorhaben anzupacken. So wie ich es verstanden habe, gehts nicht um beenden (das wäre natürlich spitze), aber überhaupt mal was anleiern und starten. Irgendwie bleibt im Laufe der Zeit ja doch immer was zurück.

Das soll sich ändern! Und weil ich mich eh kenne und es mit den Listen ständig übertreibe, bin ich nur auf 10 Sachen gekommen. Und ich habe beschlossen: Reicht auch.
Das will ich angehen:

  • Schwimmen
  • Das Biografie-Projekt beenden
  • Das Hansemuseum in Lübeck besuchen
  • Den Schal fertig stricken und meine Angst vor dem Scheitern damit besiegen (ja, genau. Ich rede von DEM Schal…)
  • In die Kunsthalle!
  • mindestens zweimal Kuchen backen und Freunde einladen
  • Einen neuen alten Wintermantel finden. Es ist Zeit, sich von meinem Omamantel zu verabschieden. Das Teil hat mehr als 50 Jahre auf dem Buckel und zerfällt schön langsam…
  • Einen laaaangen Waldspaziergang machen
  • Das Schlafzimmer fertig renovieren
  • Ein neues Paar Schuhe kaufen, weil ich da auch zwei Kandidaten habe, die mir unter den Füßen wegfallen

Und du? 17 vor 2017 oder lieber langsam und stetig? Welche Glücksmomente planst du für den deinen Herbst?

Mein minimalistisches Sportprogramm

Neulich wurde ich per Mail gefragt, was eigentlich aus meinem 3 Minuten-Bewegungsprojekt geworden ist.

Ich mache sie nicht mehr. Wie üblich bin ich irgendwann krank geworden, dann war ich im Urlaub und dann isses eingeschlafen.
Aber gelernt habe ich trotzdem was Entscheidenes: Ich weiß jetzt wie ich mich selbst austricksen kann, um mehr Sport zu machen. Durch dieses 3-Minuten-Dings habe ich nämlich ein paar Kriterien für ein minimalistisches Sportprogramm aufgestellt.

Ein minimalistisches Sportprogramm muss für mich folgende Kriterien erfüllen:

  1. es muss einfach sein
  2. möglichst ohne Geräte auskommen
  3. es muss überall machbar sein
  4. wetterunabhängig
  5. Tag und Nacht
  6. ich kann es allein tun

Boom! Magic. Ich habe was gefunden, was für mich tatsächlich mehrmals die Woche nach Feierabend klappt:

1. Walk @ home
Das ist ein ganz stinkend einfaches Cardioprogramm von Leslie Sansone. Man braucht nicht mal viel Platz und wenn man die Clips schon ein bisschen kennt, kann man sie sogar übers Smartphone im Hotelzimmer abspielen und ein bisschen Ausdauertraining machen. Bei viel Zeit mache ich den 3 Mile Walk, bei wenig Zeit dann eben nur 15 Min.


2. 10 Min. Solution

10 Min. Kurz und Knackiges Kraftworkout. Gibt diverse Videos, z.B. Dance Workout (und ja, ein bisschen muss ich über dieses „Fat Blasting Dance Mix“ lachen) oder Pilates. Es gibt wenige Übungen, aber viele Wiederholungen. Den Anleitungen kann man folgen und es haut teilweise ganz schön rein. Und ey, Bauchworkout ohne Rücklage!

Um dran zu bleiben, habe ich mit ner Kollegin nen Deal: Wenn einer von uns beiden Sport in irgendeiner Form macht, schickt man der anderen ein Foto/Video/Screenshot von der App und die andere muss nachziehen! Es gibt 4 Joker pro Monat, um mal auszusetzen. Anfangs lief gut, dann wurden wir abwechselnd krank, aber da wir ja von niemanden Elektroschocks bei Nicht-Einhaltung des Deals bekommen, versuchen wir es jeden Tag neu :D

Ich weiß, für euch Sportskanonen ist das Pillepalle, aber ich muss mich immer ein bisschen betrügen.

Wie sieht dein minimalistisches Sportprogramm aus? Welche Kriterien hast du dafür?

Werte finden und zufrieden leben: Klarer denken, besser entscheiden

Kennst du eigentlich deine Werte?
Komische Frage, oder?
Denn üblicherweise denkt man da überhaupt nicht drüber nach. Zumindest habe ich es bislang nicht getan, weil es mir immer zu komplex war und ich nicht wusste, wo anfangen.
Und es geht ja auch irgendwie so, das Leben. Ohne Nachdenken.
Ich bin über das Thema gestolpert, weil alle immer vom „Wertewandel der Gesellschaft“ reden. Irgendwie hat mein Gehirn dann einen Umweg genommen und dachte: Hey, das Thema ist ja essentiell und passt zum Minimalismus (Oder?)

Denn wenn man sich mit Minimalismus beschäftigt und sämtliches Zeug rausgeworfen hat, fängt man an, sein Leben selber zu designen. Man streift Schicht für Schicht seine Ideen, Gedanken und Gewohnheiten ab und guckt nach, was da sonst noch ist.
Werte sind toll. Wenn man Werte für sich herausgefunden hat, wird es irgendwie leichter. Zumindest empfinde ich es so. Ich muss mich dann immer nur fragen: Lebe ich im Einklang mit meinen Werten? Und wenn die Antwort „nein“ heißt, kann ich etwas anpassen und mir so ein gutes Leben basteln. Das steckt auch in diesen ganzen Jahresmottos und „Word of Year“ Zeugs mit drin.

Entscheidungen – ich meine die heftigen, die einen neuen Job oder eine neue Beziehung u.ä. betreffen, kann man dann irgendwie einfacher treffen. Weil man gar nicht mehr wirklich drüber nachdenken muss. Weil man sich selbst besser kennengelernt hat.
Schade, dass ich die Sache mit den Werten nicht in der Schule gelernt habe.

Nun, wie findet man seine Werte?
Die Liste ist lang und geht von A wie Abenteuer bis Z wie Zufriedenheit…wer Inspiration braucht, kann ja mal nach Werte-Listen gogolen.

Ich habs mir einfach gemacht und mich gefragt:

Was ist mir wichtig? Und welcher Wert steckt dahinter?
Beispiel: „Ich möchte viel reisen und finanziell unabhängig sein“ – Wert, der möglicherweise dahinter steht: Freiheit

Weitere mögliche Fragen, um deine Werte zu finden:
– Wovon braucht die Welt mehr? Wovon weniger?
– Wie reagiere ich bei Stress oder Konflikten (und welcher Wert wird hier missachtet?)
– Worüber rege ich mich ständig auf? (und welcher Wert wird hier missachtet?)
– Wann fühle ich mich richtig wohl in meiner Haut?
– Was möchtes ich in meinem Leben erreichen?
– Woran sollen sich meine Freunde erinnern, wenn ich nicht mehr bin?

Hast du ein paar Werte gesammelt? Auf wie viel bist du gekommen?
5? 30? 200? 10?
Wie immer gilt: Fokussieren und Prioritäten setzen!
Welcher Wert ist der Wichtigste? Welcher kann als Leitprinzip in deinem Leben gelten?
Sortiere deine Liste neu, setze den wichtigsten Wert nach oben, den nicht ganz so wichtigen nach unten auf die Liste. Lass die Liste ein paar Tage liegen, denk drüber nach, streich was durch, füge etwas hinzu.

Bist du es wirklich? Lebst du diese Werte? Falls nicht: Zeit was zu ändern.

Wie kannst du diese Werte leben?
Wie definierst du ganz persönlich diese Werte?
Was passt jetzt gerade nicht gut zu dem Wert?

Wenn dein Wert „Freiheit“ ist, du dir aber keine Fernreisen leisten kannst oder willst, überlege dir, wie du den Wert trotzdem ausleben kannst.
Vielleicht reicht ja schon ein Tagesausflug an die See oder in die Berge oder mit der U-Bahn bis zur Endstation?

Ich glaub, du verstehst schon was ich meine.

Da steckt ganz schön viel Kraft drin, non? Ich muss das noch weiter durchdenken, aber das ist schon mal ein guter Ausgangspunkt.

Was sind deine Werte?

To – Do und Blogpause Juli 2016

blogpause3

Es ist Juli und ich verabschiede mich in eine Sommer-Blogpause.
Weil es bisher mit meinen Projekten nicht geklappt hat, werde ich ein paar Tage meines Sommerurlaubs opfern, um mich endlich um den Schweinehund zu kümmern! Aus Thüringen wurde doch nix, dafür ist Dessau dran. Bauhaus und so. Wer Tipps für Dessau parat hat, immer gerne her damit!

Damit es nicht allzu fad wird, habe ich mir eine Instagram-Photochallenge für den Juli überlegt und ich würd mich freuen, wenn du mitmachen würdest!

Keine Panik, sie geht nur 14 Tage! (Mehr würd ich selber auch nicht durchhalten, glaub ich :D)
Wichtig ist: Forder dich selbst mal ein bisschen heraus! Fotografierst du nur schwarz-weiß? Dann knips in Farbe! Du benutzt nie Filter? Dann versuchs mal damit. Lerne, anders zu sehen. Mach Bilder aus der Hocke, versuch ein Panorama, denke in Linien, benutze negativen Raum, Makro oder nur Hochkant – fotografier anders als sonst! Wer keine Lust auf Fotos hat, kann natürlich auch zeichnen, malen, kleben oder Videos drehen. Muss auch nicht unbedingt bei Instagram sein, du kannst auch deinen Blog/Tumblr/Twitter benutzen, hauptsache du verlinkst mir das irgendwie!
Erlaubt ist, was Spaß bringt und das Denken erfrischt. Denn dazu ist der Sommer ja da!

Die Photochallenge geht los am 4.7. und endet am 17.7.2016

Und hier sind die Prompts:

1. minimalistisch
2. bunt
3. kontrast
4. unterwegs
5. Wetterlage
6. lecker
7. weniger
8. mehr
9. türkis
10. Dreieck
11. Morgenroutine
12. Linie
13. klein
14. Punkt

#fddblogpause16

#fddblogpause16

Also mal sehen was die Blogpause so bringt! Der nächste Beitrag erscheint hier wieder am 3.8.2016

Machst du mit?

Ein Rezept von Goethes Mutter

Ich weiß leider nicht mehr genau, wie ich darauf gestoßen bin und ich weiß auch nicht, ob es WIRKLICH von Goethes Mutter stammt. Aber alles, was ich bisher in seiner Biografie über ihn und seine Mutter gelesen habe, gibt mir das Gefühl, dass das hinkommt. Anscheinend war Catherina Elisabeth Goethe eine sehr kluge, selbstbewusste und warmherzige Philanthropin, eine gute Gastgeberin, Gesprächspartnerin und ja, auch manchmal eine genervte Mutter, weil ihr Sohn sie nicht oft genug besuchen kam. (Was er nach ihrem Tod – wenn ich mich recht erinnere – auch bereut hat…)

Jedenfalls wird ihr dieses Rezept zugeschrieben und weil ich es witzig finde, möchte ich es mit dir teilen:

rezept von goethes mutter

Ich stelle mir das fertige „Gericht“ sehr gut vor und frage mich, wo ich persönlich eine mehr als eine Prise Takt nötig habe oder ob es ab und an mal ein Esslöffel mehr Optimismus sein sollte. Vielleicht sollte man seinen Alltag mehr in diesem Hinblick betrachten und sich die Zutaten vorher genau bereitlegen. Gibt es Allergien? Wie Zeitaufwändig ist das Gericht? Hilfreiche Werkzeuge, wie scharfe Messer oder Töpfe in einer guten Größe sind auch wichtig. Ich muss unbedingt mal ein Rezept mit mehr Geduld und weniger Angst probieren und vielleicht auch mal ein anderes Messer benutzen um den Tag zu zerteilen :D

Also, wie kochst du dir deinen Tag?

25 Ideen für ein persönliches Reisetagebuch

In meinem Kurzurlaub über Ostern habe ich zum ersten Mal ein Reisetagebuch geschrieben. Warum? Weil ich 1. gerne Sachen aufschreibe, damit ich mich besser daran erinnern kann und 2. meinen Lagerbestand an Notizbüchern reduzieren möchte. #minimalismus

Anstatt typische Souvenirs zu kaufen, habe ich meine Eindrücke und Erfahrungen im Büchlein sichtbar gemacht. Traditionell war es in den letzten Urlauben auch schon immer so, dass wir uns abends nach einem langen Tag voller neuer Begebenheiten unsere Fotos anschauten und so den Tag Revue passieren ließen. Das macht total viel Spaß! Aber nach ein paar Monaten verblasst die Erinnerung und man hat echt Schwierigkeiten die ganzen Ereignisse den einzelnen Tagen zuzuordnen. Vor allem muss das Gehirn joggen, wenn man mehrere Male am selben Ort war.
Da vermischt sich einfach alles!

25 Ideen für ein Reisetagebuch

Ein Reisetagebuch ist für mich ein ideales Hilfsmittel, um ganz bewusst zu reisen und den Urlaub richtig zu genießen.
Außerdem hilft es super, wenn man sich alleine im Lokal ein bisschen verloren vorkommt oder es durch Regenwetter kurzfristig zu Planänderungen kommt. Man kann drin rumkritzeln, schreiben, blättern, sich dran festhalten und sich so die Zeit vertrödeln.
Ich finde es immer ein bisschen traurig, wenn ich daran denke, dass für viele der Urlaub erst am Zielort anfängt. Dabei fängts doch schon mit Koffer packen und vor-sich-hin-träumen an, oder? Es wird zwar alles geknipst und gefilmt, aber die vielen neuen Eindrücke werden irgendwie dann doch nicht verarbeitet und die Fotos bleiben unbeachtet auf der Festplatte und schmurgeln vor sich hin. Good old Goethe meinte „Für Naturen wie die meine ist eine Reise unschätzbar: sie belebt, berichtigt, belehrt und bildet.“, aber was bringt eine Reise, ein (für die eigene Geldbörse und die Natur kostspieliger) Urlaub, wenn man nix davon wirklich mitkriegt? Der Urlaub schrumpft zum Konsumgut zusammen, nur damit man ein bisschen was für seinen Instagramfeed hat. Das ist doch traurig, non?

Dinge aufschreiben ist schwierig, wenn man keine Übung drin hat. Wenn du gerne zu den Tagebuchschreibern gehören willst, es aber bisher nie durchgehalten hast: Versuchs mit einem Reisetagebuch! Der Zeitraum des Schreibens ist begrenzt, du hast ein vorgefertigtes Thema (der Urlaub) und es ist ein schönes Ritual, um den Tag anzufangen oder zu beenden.

Reisetagebuch führen für Dummies - 25 Schreibideen


Und was soll ich da reinschreiben?
Hier ein paar Ideen:

1. Am Anfang der Reise: Wie stellst du dir den Urlaub vor? Ist es das erste Mal im Ferienhaus/Hostel/Gruppenreise/Luxusressort?
2. Was möchtest du dort unternehmen? Worauf freust du dich?
3. Gibt es etwas, was dich verunsichert?
4. Ich packe meinen Koffer und nehme mit: _______ [eine Liste]
5. Angekommen! Dein erster Eindruck?
6. Beschreibe dein Hotel/-zimmer, Ferienwohnung
7. Wo und was hast du gegessen? Wie hat es dir geschmeckt? Beschreibe ortstypische Speisen und das Lokal. Hat dir das Lokal ein Einheimischer empfohlen?
8. Beschreibe dein Stadtteil/Ortschaft/Nachbarschaft in der du dich befindest. Was ist daran besonders?
9. Skizziere eine Sehenswürdigkeit, die du besucht hast
10. Wie hört sich die Stadt/das Land dort an?
11. Wie riecht es dort?
12. Wie ist das Klima und das Wetter? Kommst du gut damit zurecht? Ist es die gleiche Wärme/Kälte, wie an deinem Heimatort?
13. Beschreibe die Einheimischen. Worin unterscheiden sie sich? Was ist anders? Was habt ihr gemeinsam?
14. Was sind landestypische Souvenirs? Fertige eine Liste an oder zeichne sie.
15. Wer ist/sind dein/e Reisepartner? Welche Meinung haben sie zum Reiseort? Was gefällt ihm/ihr/ihnen? Was nicht?
16. Vergleiche den Zielort mit deiner Heimat – was ist anders? Was ist gleich?
17. Hast du ein paar Slang- Wörter (Dialekt?) aufgeschnappt? Wenn ja, welche?
18. Was hat dich – im Gegensatz zu deinen Erwartungen – am meisten überrascht?
19. Wie fühlst du dich?
20. Was hast du bei dieser Reise über dich gelernt? Hat dich die Reise verändert?
21. Hast du deine Komfortzone verlassen? Was war der Auslöser/Anlass?
22. Was hast du bei dieser Reise über die Leute und das Land gelernt?
23. Gibt es irgendetwas, was du für deinen Alltag übernehmen willst? Wenn ja, was?
24. Wovor hattest du Angst? Hast du eine Mutprobe überstanden?
25. Was wirst du am meisten vermissen, wenn du wieder zuhause bist? Was überhaupt nicht?

Reisetagebuch führen für Dummies - 25 Schreibideen

Und noch ein kleiner Organisations-Tipp:
Hinten ins Notizbuch einen Umschlag kleben für Eintrittskarten, Bierdeckel etc. die du dann zuhause einkleben kannst (dann musst du nicht Klebstoff und Schere mitschleppen), dazu Briefmarken und eine Adressliste für Leute, die eine Postkarte bekommen sollen. Denn Postkarten schreiben ist auch etwas, was man alleine im Café erledigen kann.

Ich beschäftige mich momentan in meinem Reisetagebuch mit den verschiedenen Arten der Unterkünften und der Art des „Urlaubens“ und wie das zu mir passt…

Hast du schon mal ein Reisetagebuch geführt? Klebst du oder schreibst du?
Hast du weitere Ideen für Gedanken, die man sich im Reisetagebuch notieren kann?

Meine 3 Tricks für einen vereinfachten Alltag

Auf Pinterest stolpert ja manchmal über diese ganzen „Life-Hacks“ von Leuten, die so dermaßen clever sind, dass man sich fragt, warum man da nicht selbst drauf gekommen ist! Vielleicht gehts nur mir so, aber ich finde einige dieser Lifehacks so nützlich, dass sich mein Leben vereinfach und dadurch verbessert hat.
Daraufhin habe ich überlegt, ob ich nicht auch solche Tricks auf Lager habe und nach einer Woche nachdenken (ja echt!), habe ich doch 3 Sachen gefunden, die ich mache, um mir selbst das Leben zu vereinfachen:

1. Nur schwarze Socken anziehen.
Da gibts beim Kaufen nix zu überlegen (ich find bunte Socken immer ein bisschen stillos, kindisch und zu klein) und die Socken passen immer zusammen. Und ja, ich zieh auch verschiedenartige Socken an, wenn ich sie mal falsch zusammengefügt habe. Is mir egal. Ist ein wirksamer Schutz gegen Pixie-Schabernack und beim nächsten Waschen hab ich ja wieder die Chance es richtig zu machen :D
3 tricks für einen einfachen Alltag | Welche Tricks hast du? - Frau DingDongs Leben.

2. Ein Glöckchen am Schlüsselbund tragen.
Seit Jahren ein ständiger Begleiter. So kann ich hören, ob ich den Schlüssel in der Tasche habe, in dem ich einfach nur Rucksack oder Tasche schüttle. Kein nerviges Herumkramen mehr.
3 tricks für einen einfachen Alltag | Welche Tricks hast du? - Frau DingDongs Leben.

3. Statt Strumpfhosen – (Kokos-)öl oder Fettcreme verwenden.
Ich trage eigentlich nur Hosen. Und alle Hosenträger wissen: Lange Unterhosen oder Strumpfhosen sind unter Hosen nervig. Entweder man muss sich im Büro wieder ausziehen oder man friert unterwegs. Ich schmiere mir seit Jahren Fett auf die Unterschenkel. So wird meine Haut nicht nur gepflegt, nein, die Fettschicht lässt die Kälte nicht so schnell durch! Es erstaunt mich immer wieder, wie gut das hilft.
3 Tricks für einen einfachen Alltag | Welche Tricks hast du? - Frau DingDongs Leben.

Vielleicht hab ich in Wirklichkeit noch Tricks auf Lager, die ich in den Pool werfen könnte, aber mir fällt gerade nix mehr ein. :D
Welche Tricks hast du auf Lager? Was kann ich mir von dir abschauen?