To Do – im Juli

Guten Tag, ich weiß ich bin spät dran!
Der Juni raste an mir vorbei und ich weiß nicht genau, was alles in dem Monat passiert ist.
Obwohl das Motto StreetArt war, habe ich zwar einiges vorbereitet, aber nichts gemacht. Ich war wieder mal erkältet und es gab dann doch noch den ein oder anderen Zwischenfall, der mehr Zeit und Nerven gekostet hat, als erwartet.
Die ganzen Geburtstage feiern war zwar schön, aber auch anstrengend. Die beste Feier war zeitlich reglementiert von 14-18 Uhr und das war für mich so soooo gut. Ich glaube, das werde ich mir abschauen, für den Fall, dass ich irgendwann mal meinen Geburtstag feiern sollte.
Die Walking Challenge hat kaum angefangen, da wurde ich schon wieder krank! Die Mischung aus schattigem Rathausmarkt und klimatisierten Wissenszelt mit trockener Klimaanlagenluft hat mich wieder mal gekillt. Als hier dann endlich mal der Sommer ausbrach mit 30 Grad draußen, lag ich im Bett frierend unter der Heizdecke. (Mein Körper kann kein Fieber) Altbauwohnungen, die im Sommer max. 22 Grad erreichen sind dann doch ganz geil. Tja. Und jetzt haben wir hier Herbst bei gefühlten 9 Grad und es.kotzt.mich.an.
Was mich auch ankotzt, ist, dass ich nix mehr richtig schmecke und riechen kann. Das hat nach ca. 1,5 Wochen Intervallfasten angefangen und hat bisher nicht mehr aufgehört. Meine Ärztin meinte, das gibt sich nach 3 Monaten. Hat da irgendwer Erfahrung damit??

Ich versuche, mir die Laune nicht verderben zu lassen! Und mache das:

  • emotionalen Essanfällen auf die Spur kommen
  • ins Kino. So oft wie möglich. Unbedingt.
  • lesen, lesen, lesen: vorallem Dinge, die gut für meine Seele sind
  • ausmisten und aufräumen, weils mal wieder sein muss
  • die Hobenköök ausprobieren
  • meinen Urlaub im August planen

So und damit es nicht langweilig wird, hier die neue

#Zufallskunst
Geh nach draußen. Identifiziere und dokumentiere vorhandene „Kunstwerke“, die du entdeckst – Dinge, die nicht mit Absicht gemacht wurden. Das könnten zum Beispiel Flecken auf dem Gehweg sein. Verschüttete Farbe, Vogelscheisse, Überbleibsel, Abgeblätterte Teile, Rost, Beschädigte Dinge. Zufällige Anordnungen von Gegenständen, die du interessant findest. Eine Tüte, die im Wind tanzt.
Dokumentiere Sie fotografisch.

Nimmst du diese Quest an?

(Was daraus geworden ist, steht dann in der nächsten To Do Liste bzw. in meinem Channel, Accountability und so)

Cheat-Sheet für ein Level up in deinem Leben

Richtig geil ist, dass ich seit laaanger Zeit mal wieder Dr. Kawashimas Gehirntraining auf meinem Nintendo DS mache. Es tut sich nix mit meinem Gehirn, ich schalte nur die Bazillenjagd zur Entspannung ein und ich hab neulich nach 2000 Jahren endlich meinen Highscore geknackt!!! (Da es nur zur Entspannung dient und eine Dr Mario Version für Arme ist, kann man fatalerweise nur einmal am Tag abspeichern) Naja jedenfalls ist ein Highscore ein geiles Gefühl.
Ich hab mir heute morgen Gedanken zum Highcore und nächsten Level Aufstieg gemacht und fragte mich, wie sowas im echten Leben aussehen kann.
Bei superbetter bekommt man ja ständig Punkte für das Absolvieren von Quests, Power-ups oder Bösewichte bekämpfen. Aber sonst? Was hat meinen Leben im letzten Jahr bis heute ein Level-Up verpasst?

Das Mikrobiom hegen und pflegen
Ich bin Darmbakterienfan, das darf das ganze Internet wissen. Da is die Forschung rund um die „Darmflora“ die heute fancy Mikrobiom heißt ziemlich dran. Sie finden für fast jedes Problem eine Lösung im Darm :D
Was es bei mir bewirkt hat: 13 kg Gewichtsverlust, weil kein Heißhunger auf Süßes mehr.
Lesen: Schlank/Schön/Schlau mit Darm oder eines der anderen Darmbücher, die gerade überall erhältlich sind
Machen: Fermentiertes essen und erforschen ob es dir danach besser geht. Falls du in letzter Zeit Antibiotika einnehmen musstest, solltest du dich intensiv darum kümmern, deine Darmflora in Ordnung zu bringen. Lass dich von deinem Arzt oder Apotheker beraten.

Superbetter spielen
Spielen macht Spaß und sein eigenes Leben zu spielen erst Recht. Hier hab ich die Details notiert. Die App braucht man dazu nicht unbedingt, ist aber hilfreich. Endlich benutze ich mein Handy mal
Was es bei mir bewirkt hat: Mithilfe der Quests und der Bösewichte habe ich einige meiner „Denkfehler“ ausmerzen können und bin mir selber sehr gut auf die Schliche gekommen, durch die Power-ups werde ich auch tagtäglich daran erinnert, gut für mich selber zu sorgen.
Lesen: „Gamify your life“ von Jane McGonical
Machen: ausprobieren!

Body2brain Übungen durchführen
Über das Thema Resilienz bin ich auf diese Methode gestoßen. Das sind kleine neurologische „Hacks“, die aus der Traumatherapie kommen und ein bisschen Selbstfürsorge für Zwischendurch. Die Übungen sind babyleicht und sogar manchmal heimlich anzuwenden.
Was es bei mir bewirkt hat: Wenn ich traurig, frustiert oder nervös bin oder einfach in so nem „Meh“ Sumpf feststecke, mache ich die Übungen. Meine Lieblingsübung gegen Nervosität ist die Schlürfatmung. (Dazu die Luft einsaugen wie durch nen Strohhalm; Probier das mal kurz vor deinem nächsten Vortrag). Wenn ich im Sumpf hänge, schwinge ich die Arme oder schnipse und schaue dabei nach oben. Wenn ich Trost brauche, lege ich meine Hand aufs Herz. Die Methode ist so einfach, man kann sie allen möglichen Leuten sofort beibringen. Auch Kindern!
Lesen: „Kraft“ von Claudia Croos-Müller oder auch alle anderen Olaf-Bücher
Machen: Du könntest dir z.B. sofort die Body2Brain App runterladen und dir vornehmen, sie für den Rest der Woche auszuprobieren.

Werte, Leitmotive und Charakterstärken rausfinden
Was treibt dich an? Was motiviert dich? Wie kannst du die beste Version deiner selbst werden? So viele gute Fragen, aber wo anfangen? Da helfen Selbsteinschätzungstest ganz enorm, wenn du so viel wie möglich über dich herausfinden willst.
Was es bei mir bewirkt hat: Ich fühle mich sicherer. Wenn man so viel wie möglich über sich selber weiß, seine Werte kennt, seinen Geschmack, seinen Humor usw. macht man sich nicht mehr so viele Gedanken darüber, was die anderen von einem halten. Ich fand die Signaturstärken-Tests ganz praktisch und habe mir das, was für mich brauchbar ist, auch in meinem Nachdenkbuch notiert.
Lesen: wühl mal im Anhang in einem der Selfhelp-Bücher, die bei dir im Regal verstauben. Da wird bestimmt auch so ein Test erwähnt, den es in irgendeiner Form online gibt.
Machen: auf charakterstaerken.org gibt es zu jeden erdenklichen Bereich einen sehr guten Fragebogen. Manchmal sind die ganz schön lang, aber es lohnt sich. Du kannst auch erstmal mit den Myer-Briggs anfangen oder einfach irgendwas anderes testen. Wichtig: Die Tests nicht bierernst nehmen, sondern als Kompass und von da an weiterforschen.

Ein Sonnentagebuch schreiben
Über das Sonnentagebuch habe ich auch mal in einem Resilienz-Ratgeber gelesen. Es ist nichts weiter als ein Notizbuch voll mit schönen Erlebnissen, Gedanken, Komplimenten und Dankbarkeit, die dir widerfahren sind.
Was es bei mir bewirkt hat: Ich habe 3 Monate lang jeden Tag alles notiert, was mir gefallen hat. Vom schönen Wetter bis zum netten Gespräch, von Eis bis Kaffee von Lob bis Ehrlichkeit. Von Hundestreicheln bis an Blumen schnuppern. Plötzlich war der Langweiler-Nebel aus meinem Alltag fort, ich bin achtsamer geworden und weiß: Freude kann man auch wie einen Muskel trainieren.
Lesen: eigentlich muss man nix darüber lesen, aber falls es dich interessiert, hier sind ein paar Studienergebnisse: Gratitude and Well-Being, Counting your blessings: Positive memories among grateful persons und Gratitude and prosocial behavior
Machen: egal ob im Kalender, ins Bullet Journal oder per Handyapp – schreib jeden Tag auf was dich gefreut hat.

edit: 12.6.2019
Hab ja noch was vergessen!

Selbstmitgefühl üben
Selbstmitgefühl verbindet die westliche Psychologie mit dem Buddhismus. Herauskommt eine tolle und einfache Bewältigungsstrategie. Die Komponenten von Selbstmitgefühl sind 1. Achtsamkeit („Wow, das ist ja jetzt dumm gelaufen!“) 2. Verbundenheit mit allen („Ich bin ja nicht die einzige die Fehler macht. Das ist menschlich“) und 3. Selbstfreundlichkeit („Was brauche ich jetzt damit es mir besser geht?“)
Was es bei mir bewirkt hat: Selbstmitgefühl ist babyleicht zu erlernen und üben. Ich kombiniere diese Gedankenfolge die ich so oder so ähnlich denke, wenn es mir schlecht geht gern mit ein paar Body2Brain Übungen und komm so schnell aus dem Sumpf. Scham wird größer, wenn man sie verstecken will. Also benenne ich diese blöden Gefühle, erzähle mir tröstende Sätze, die ich einem Freund auch sagen würde und hexhex, schon isses weniger blöd. Das hätte man mir auch schon vor 25 Jahren erklären können, aber gut.
Lesen: „Selbstmitgefühl“ von Kristin Neff oder diesen Beitrag
Machen: Stöbern auf selfcompassion.org und gleich mal netter zu sich selbst sein. Wie ist dein innerer Monolog? Bist du zu dir wie zu einem guten Freund?

Das waren meine Ideen. Vielleicht hat dich diese Auflistung ja inspiriert, mal über deine Cheats nachzudenken, mit denen du dich seit Jahresanfang in den nächsten Level katapultiert hast.
Wer oder was hat dich weitergebracht? Was ist dein Lifehack, dein ultimativer Tipp?

To Do – im Juni + Quest

Hallo, Hallooooo!
Ich weiß natürlich, dass heute Freitag und nicht Mittwoch ist, aber meine Güte, ich hätte auch nicht gedacht, dass schon Juni ist und Pfingsten hinter der Ecke lauert. Irgendwie geht das Jahr ratzfatz rum oder?!

Okay, also kurzer Rückblick auf den Mai!
Das Intervallfasten war gut und schlecht. Die Kurzfassung: ich habs wieder aufgegeben, weil mein Körper Dinge macht, die so nicht in den Büchern standen und ich glaube nicht, dass das für mich gut ist. Die Langfassung kommt – wenn gewünscht – gerne als Blogbeitrag nachgereicht.
Weil mit meinem Körper so viel durcheinander war, war ich demnach immer noch nicht Blutspenden und das find ich völlig daneben. Die Social Design Ausstellung hab ich nicht gesehen, dafür aber die neue Ausstellung im Bucerius Kunstforum und die ist unbequem und lohnt sich. Am besten haben mir die großformatigen Bilder von Trevor Paglen mit seinen Reaper Drones gefallen. Kunst muss manchmal auch unbequem sein.

Ich habe meine Gewohnheiten und Ziele noch mal geprüft und bin beim Abnehmen tatsächlich wieder zurück auf Start gegegangen. Und meine Muster, die ich durchbrechen wollte? Das hab ich auch gemacht und es ist gruselig und fantastisch. Das sind dann aber keine Babysteps aus der Komfortzone sondern ein Bungee Jump und das muss man wohldosiert machen, um sich nich zu schocken bzw. – und das ist megastressig – diesen „Schock“ aushalten. Puh.

Tja…und die Quest? Oft war ich zu müde, um mit meiner Fantasie etwas Neues zu erschaffen und irgendwie habe ich mir immer nur vorgestellt, wie es ist, plötzlich Zauberei zu sehen. So ein bisschen wie in „Phantastische Tierwesen“, wenn sich die Muggels wundern, dass irgendwas seltsam ist. Ich habe mir auch vorgestellt, wie es ist, wenn ständig magische Kräfte am Werk sind. Und ich bin fest überzeugt, dass riesige Oktopuswesen in der Kanalisation lauern, denn wenn man ab und an genau hinguckt, sieht man die Tentakel aus dem Gullideckel winken. Ischwööör.
Nun, das mit der Magie ist wirklich eine tolle Sache. Wenn man daran glaubt, dass es Magie gibt und morgens nach dem Aufwachen sich sofort ausdenkt, dass etwas Magisches passieren wird, passiert auch was Magisches. Das ist lustig und macht den Alltag spannend und passenderweise habe ich sogar in der Büchrei ein Buch dazu gefunden, dass das Ganze mit Selbstcoaching vermixt.

Aber gut, wollen wir mal sehen, was der Juni noch so bringt:

  • ins Kino: Godzilla, John Wick 3…
  • gefühlt 20.000* Geburtstage feiern (warum haben alle meine Freunde und Kolleginnen im Juni Geburtstag?!??!)
  • …und deshalb auf ausreichend Alleinpause achten, damit ich nicht verrückt werde
  • Die Walking Challenge neu starten
  • mind. 3 Romane lesen zum Hirn auslüften #emotionalselfcare
  • Prof. Layton und die Schatulle der Pandora spielen
  • Ausflug in die Hauptstadt

*natürlich habe ich keine 20.000 Freunde.

Für den Juni habe ich folgende

Streetart!
Möglichkeit 1: Fotografiere Streetart, die dir ins Auge fällt und teile sie
Möglichkeit 2: Mach selber Streetart – Have Fun!

Nimmst du diese Quest an?

(Was daraus geworden ist, steht dann in der nächsten To Do Liste, Accountability und so)

Back on track – zurück auf Start!

Okay, Zeit für ne Bilanz, oder? Das 1. Quartal is schon lange rum, die Fitnessstudios, Schwimmbäder und Laufstrecken sind deutlich weniger überfüllt, die Hanteln verstauben in der Ecke, im Vorratsschrank sind wieder Kekse (falls Besuch kommt natürlich) und auf der einen Party hast du dann doch mal eine geraucht, weils so gut zum Bier passte.
Es ist ja doch immer dasselbe: Voller Motivation startet man am Jahresanfang, am Monatsanfang, weil Montag ist – mit guten Vorsätzen in den Tag und zack! Dann kommt eine Erkältung, ein stressiges Projekt oder Urlaub. Schon schleift sich der Alltag wieder ein und die guten Gewohnheiten bleiben auf der Strecke.

So schnell gebe ich aber dieses Mal nicht auf, dafür bin ich schon zu weit gekommen. Und ich las und lese gerade sehr viel über Verhaltensmuster und Gewohnheiten, daher probiere ich fleissig aus und lasse dich an meinen losen Erkenntnissen teilhaben. Denn #funfact – es ist so, wie alle Gewohnheitsfreaks im Internet schreiben: Gewohnheiten ändern ist wie Socken wechseln, wenn man mal geschnallt hat wie das geht und wie man dabei funktioniert.
Also – *trommelwirbel* – wie kommt man wieder zurück zum Anfängergeist, der voller Motivation und Disziplin an die Sache mit den Gewohnheitsänderungen rangeht? Was tue ich, wenn meine guten Gewohnheiten und Ziele abhanden gekommen sind?

Keine Panik, ich werde das Rad nicht neu erfinden. Diese Freaks haben das schon aufgeschrieben. Zum Beispiel Leo Babauta von zenhabits. Der schreibt nämlich in seinem Blogbeitrag: „getting off track and getting back on track is all about mood.“

Und das ist eigentlich schon alles, was man wissen muss. Es ist einfach und schwierig, sich selbst in die Stimmung zu bringen wieder zu starten, aber man kann sich ganz gut selber betrügen.
Da „Selbstbetrug“ mein zweiter Vorname ist, habe ich herumprobiert:

1. Selbstakzeptanz und Selbstmitgefühl

Ändere deinen inneren Monolog: Verzeihe dir, dass du dich so hast hängen lassen und sehe die positiven Aspekte daran (du hast die Pause gebraucht, weil was anderes vielleicht sogar noch wichtiger war?). Rede dir gut zu, umarme dich selbst. Tröste dich, dass es halt nich so geklappt hat, wie du es wolltest. Motiviere dich und rede dir gut zu, so, wie du einen guten Freund unterstützen würdest.

2. Motivation überprüfen
Ich habe mir immer wieder vor Augen gehalten, warum ich eigentlich abnehmen will. Interessanterweise ist das Ziel gar keine bestimmte Anzahl an kg mehr sondern das Gefühl, mich leicht und vital und voller Energie zu fühlen. Das könnte ich auch durch mehr Schlaf und Spaß bekommen und das wiederrum schlägt sich auf die Laune nieder, die mich wiederrum motiviert, mich besser zu ernähren. Also: Warum willst du Gewohnheit x ändern oder das Ziel, das du dir gesetzt hast, erreichen? Falls du dein ursprüngliches Ziel nich mehr so herausfordernd findest: Was hat sich verändert? Oder kannst du das ursprüngliche Ziel auch noch anders erreichen? Und: Erinnere dich daran, was du alles schon geschafft hast. Feiere deine bisherigen Erfolge, auch wenn sie noch so klein sind und lobe dich, bis du glühst.

3. Sammle Hinweise über dich
Sammle so viele Informationen über dich wie du nur kannst. Was ist genau schief gegangen? Gab es einen Trigger? Was genau hat dazu geführt, eine bestimmte Verhaltensweise wieder fallen zu lassen und wie hast du reagiert? Ich war drei Wochen schlimm erkältet, ich konnte weder was schmecken noch Sport treiben. Dann kam Bildungsurlaub und dann war ich von dieser Pause sofort auf 100% in der Arbeit. Durch den Stress hat sich mein Wunsch nach Bewegung immer weiter nach hinten verschoben, weil ich abends müde war.

4. Informationen auswerten
Wenn du die unter Punkt 3 gesammelten Informationen auswertest, erkennst du vielleicht, dass es einige Hindernisse oder Neuerungen gab, die du nicht vorhersehen konntest. Vielleicht wurde die Bushaltestelle verlegt und sie führt dich nun an der Bäckerei vorbei, die immer so gute Teilchen macht. Zack! Schon in die Falle geraten. Manchmal ist es echt nur eine winzige Kleinigkeit. Falls ich das nächste Mal erkältungsbedingt den Sport ausfallen lassen muss, habe ich mir vorgenommen, wenigstens abends eine Runde um den Block zu gehen. Bei superbetter habe ich übrigens gelernt, dass man am leichtesten Dinge aufgibt, in dem man überlegt, wann man Gewohnheit x zum ersten Mal am Tag macht und diese Handlung dann durch was neues ersetzen. Nach 2 Tagen war es morgens überhaupt kein Problem mehr, auf Kaffee zu verzichten. Das hat mich schon sehr überrascht und ich werde auf die ganzen Kleinigkeiten besser achten!

5. Zeit für einen neuen Plan
Wenn du die Informationen ausgewertet hast, ploppt dir vermutlich gleich eine Idee in deinem Hirn auf, was du anders machen könntest. Plane das ein und denke dabei möglichst unkonventionell. Weil ich gerade arge Schwierigkeiten habe, an dem Süßkram im Aufenthaltsraum vorbeizugehen, hab ich die Schale in einen kleinen Schrank gestellt, mache die Schranktür zu und schließe die Tür zu dem Raum. Ich muss also jetzt schon ein bisschen mehr Aufwand betreiben, um tatsächlich an die Schale zu gehen und weil ich stinkfaul bin lass ich es. Es ist bekloppt, funktioniert aber.

6. Egal, was du planst, mach es in den nächsten 3 Tagen
Also erstmal klitzeklein anfangen. Wenn man sich nich aufraffen kann, 1 Stunde zu joggen, dann eben nur ne Runde um den Block. Egal was du dir aussuchst: Mach es innerhalb von 3 Tagen. Idealerweise kannst du es noch früher umsetzen. Und dann noch mal. Und dann noch mal. Bis du eine perfekte Woche hinkriegst. Und dann noch eine. …

7. Mini-Detox
Das war das Beste, was ich gemacht habe. Dabei hat mir das Konzept Minimalismus geholfen. Ich hab mich hingesetzt und mir für mein Vitalitätsziel überlegt: Von all meinen guten Gewohnheiten und Zielvorstellungen, was wäre jeweils der kleinste Mini-Start, den ich machen kann, um mich sofort (innerhalb von 3 Tagen) besser zu fühlen? Mein Ergebnis: 15 Min. Walking, etwas mit Vollkornbrot und Salat oder Suppe essen und mindestens 1,5 Liter trinken. Dazu lobe und preise ich mich morgens vorm Spiegel und klopfe mir auf die Schulter, ein thumbs-up und schon ist die Stimmung da. Diese eingedampfte Version meiner Wunschgewohnheiten, die ich jeden Tag umsetzen kann, hilft mir wieder auf Spur zu kommen und ist gar nicht schwer. Denn das ist es, was zählt: Ich tue was für mich und zwar etwas, das mir gut tut bzw. sich gut anfühlen soll. #selfcare

8. Triff eine bessere Entscheidung
Diese Alles-oder-nichts Einstellung ist bei Gewohnheitsänderungen fatal. James Clear hat das hier schon mal besser aufgeschrieben. Also: Beruhigen, die Tafel Schokolade geil finden und bei der nächsten Mahlzeit eine bessere Entscheidung treffen. Kein Grund, sich fertig zu machen.

9. Never miss twice
Der Gute James Clear hat in seinem Buch Atomic Habits übrigens noch viel mehr aufgeschrieben und es lohnt sich, das Buch zu lesen. Am Besten hat mir der Rat „Never miss twice“ gefallen. Im Urlaub und an Feiertagen gehen gute Gewohnheiten ja schnell mal unter. Aber mit diesem eingängigen „Never miss twice“ klappt es besser. Auch wenn es am nächsten Tag nur ein Mini-Detox ist.

10. Fortschritte aufzeichen und feiern
Gewohnheiten (wieder) zu tracken ist wirklich richtig gut. Es motiviert mich und gibt mir nützliche Informationen (s. Punkt 4). Zum Beispiel habe ich gelernt, wie sich Schlaf auf meine Essgewohnheiten auswirkt. Bei Schlafmangel ist quasi NULL Willenskraft vorhanden. :D

Okay, ich hör jetzt auf.
Ich hoffe, das war irgendwie nützlich und hat dich motiviert, deine Gewohnheiten und Ziele zu überdenken. (Das Aufschreiben von all dem Zeug hat mich jedenfalls wieder sehr motiviert!!)

Jeder Tag ist ein neuer Anfang, eigentlich jede Stunde.
Jede Minute.
Jede Sekunde.
Du musst dich nur entschließen.

To Do – im Mai + Quest

Okay, wieder da. Irgendwie. Zu viele Baustellen sind nicht gut. Ich zwinge mich jetzt ehrlich gesagt auch ein bisschen dazu, den Blogrhythmus wieder hinzukriegen, damit ich nicht noch mehr versumpfe. Mal sehen ob es mir in diesem Monat besser gelingt.
Mein Heuschnupfen hat mich doch stärker aus der Bahn geworfen als gedacht, dazu ein paar kleine und größere Katastrophen in der Nachbarschaft und so weiter.
Und ja, es war nicht meine beste Idee, eine Geruchs-Quest mitten in der Allergie-Saison zu starten :D
Ein bisschen habe ich aber trotzdem gerochen und das war schön. Ich werde öfter mal schnuppern und die Gerüche benennen, das hilft bei der Achtsamkeit. Aufgrund der verstopften Pollennase habe ich einfach alle Gerüche notiert, nicht nur die aus meinem Viertel:

  1. der blühende Flieder im Hinterhof
  2. Pferdekoppel in Quickborn am Karfreitag
  3. ein älterer Herr, der sich gut parfümiert hat (nicht zu viel und nicht zu wenig)
  4. die nach Staub und Schmutz riechenden Kinder in der Bücherei
  5. Waffeln, die der koreanische Kaffeeröster zubereitet hat und mit Eis serviert
  6. Das Haarwachs der Kollegin, das ich manchmal benutzen darf, wenn ich erst auf Arbeit bemerke, dass mir die Haare zu Berge stehen
  7. der von der Sonne frisch erwärmte Waldboden um 7 Uhr morgens in der Fischbeker Heide
  8. Buchseiten (habe mir einen Wanderführer gekauft)

Das Leben wird ein bisschen magischer, wenn man solche Dinge bemerkt. Ich habe sie daher in mein Sonnentagebuch geschrieben.

Ansonsten war der Monat April eher mau. Kein Blutspenden, dafür aber ein Kompliment der Zahnärztin. Captain Marvel und Avengers: Endgame habe ich auch geschafft und war begeistert. Und ganz schön viel Schokolade gegessen. Das hat mich nich sooo begeistert.
Übrigens ging ja auch die Fastenzeit zu Ende. Nach 4 Wochen Verzicht auf Kaffee und Süßkram habe ich beschlossen, dass ich so ein Pseudofasten nie wieder machen werde. Der Verzicht auf Kaffee hat nur dazu geführt, dass ich Dinkelkaffee probiert habe und schätzen lernte. Ansonsten hatte es keinen Effekt. Der Verzicht auf Süßkram hat wohl diese Gier nach Schokolade ausgelöst, weil ich mir permanent ein Verbot eingeredet habe. (Eine andere Erklärung hab ich nicht)
Das Tollste im April war aber das Wandern an Ostern. Am Ostersamstag sind wir um 2 h morgens losgefahren um eine Wanderung durch die Fischbeker Heide zu machen. Der Weg bei Vollmond ist schwierig und verwunschen, lohnt sich aber alle mal, wenn man morgens gegen 8 Uhr zurück zur S-Bahn Station tapert und dabei Ziegenmelker und Buchfinken hört und einen jungen Damhirsch bei seiner Morgentoilette beobachten kann.

Kommen wir zum Mai!

Der Mai steht unter dem Motto: Ausprobieren und Entdecken. Die letzten 2 Monate haben mich so rausgerissen, es gilt also wieder ein bisschen Forschergeist und Entdeckerdrang zu kultivieren:

  • Intervallfasten 16:8 ausprobieren (im Sinne der Einfachheit, weil ich es einfacher finde, eine Mahlzeit weniger zu planen)
  • Blut spenden. Jetzt aber wirklich
  • die Social Design Ausstellung im MKG besuchen
  • Es ist Europawahl – deshalb: Wählen
  • zurück auf Start und meine Gewohnheiten und Ziele überprüfen
  • mit Körpersprache experimentieren und erforschen, was das im Alltag mit den Gesprächen macht
  • alte Fernsehserien gucken
  • Muster durchbrechen

Der letzte Punkt ist wohl der Schwerste, weil ich 1. noch nicht genau weiß was das konkret bedeutet und ich 2. dadurch meine Komfortzone verlassen muss und ich 3. überhaupt noch nicht weiß, wie das gehen soll und ob ich 4. überhaupt dafür genügend Energie haben werde.
Das bereitet mir ein bisschen Kopf zerbrechen, aber beim Spielen gibts ja sehr viel Freiraum, also spiele ich mit Rollen und Möglichkeiten

Und weil der Mai so nagelneu ist, hier noch eine

Die unsichtbare Stadt
Benutz deine Fantasie und erschaffe das Bild deiner Stadt, in der alles, dem du begegnest irgendwie magisch, übertrieben oder ein bisschen anders ist. Nutze eine Dokumentationsquelle deiner Wahl.

Nimmst du diese Quest an?

(Was daraus geworden ist, steht dann in der nächsten To Do Liste, Accountability und so)

To Do – im April

Ta-Da – der April ist da!
Diesmal war ich erfolgreich mit meiner Quest und es ist ein bisschen schade, dass es schon vorbei ist.
Das sind meine Fundstücke:

Wie man sieht, habe ich keine 30 Gegenstände gefunden, was mich einerseits sehr wundert (es liegt überall so viel Zeug herum, es ist Wahnsinn) andererseits auch nicht (zu lange krank, daher kein täglicher Weg). Das Puzzleteil ist auch nur 1 Teil, aber durch den Regen hat es sich aufgelöst in 3 Schichten. Was das runde Teil ist kann ich nicht rekonstruieren – vielleicht ein Ring?
Jedenfalls hat es Spaß gemacht, seine Augen aufzumachen und zu gucken was herum liegt. Das Aufbewahrungstütchen existiert ja noch, vielleicht mach ich also einfach weiter :D
Was hast du gefunden?

Kommen wir zu der…

Der Bildungsurlaub in Berlin war trotz Kälte klasse, Blut spenden war ich aufgrund meiner Erkrankung nicht und „Captain Marvel“ hab ich auch noch nicht geschafft, weil es mit meiner Superheldenfilmguckkollegin zeitlich nich gepasst hat. Dafür konnte ich neben meiner Quest auch mein „Erneuerungsshopping“ abhaken. Ich habs einigermaßen stressfrei hinbekommen, weil ich mir vorher einen genauen Plan zurecht gelegt habe und ich das meiste auch an einem Tag in einem Geschäft abhaken konnte. Und wie es sich für Minimalisten so gehört, verschwanden auch gleich 3 Säcke voll mit Klamotten, die mir zu groß geworden sind. (*luxusproblem*)

Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben:

  • Ins Kino: Shazam!, Captain Marvel und natürlich Avengers Endgame
  • Blut spenden
  • zum Zahnarzt
  • die Walk Challenge weiter machen ab Woche 3
  • evtl. Heilfasten
  • ins Kunstforum

So, und weils ja nich langweilig werden soll:

Gefundene Gerüche:
Geh nach draussen. Fertige eine Liste aller Gerüche in deinem Viertel an. Sei so detailgenau wie möglich. Versuch, die Quellen zu identifizieren.

Nimmst du diese Quest an?

(Was daraus geworden ist, steht dann in der nächsten To Do Liste, Accountability und so)

To Do – im März

Der letzte Monat im Quartal ist angebrochen und eigentlich wünsch ich mir genau das: einen Bruch. Keinen Knochenbruch! Eher einen Schnitt, so wie Silvester. Einen kleinen Neustart. Ich bin gerade nicht fähig, mir selbst sowas zu basteln, denn seit 3 Wochen ist der Wurm drin. Meine Walk-at-home Challenge, die ich im Februar begonnen hatte, lief super. Nach 3 Wochen habe ich schon einen Unterschied gemerkt und ich war sogar traurig, dass diese durch den Urlaub ein bisschen unterbrochen wurde.  Dann wurde ich krank und nun bin ich raus. Wie blöd. Gespielt habe ich auch nicht, meine Comics aber schon gelesen. Aus der Quest mit der Brille ist auch nichts geworden!

Also keine Ahnung warum da so der Wurm drin ist. Vielleicht muss man in solchen Fällen so tun, als wär gar keiner da und sich nicht irritieren lassen?

Zum Beispiel mit Verzicht – schließlich ist ja „Fastenzeit“. Eigentlich halte ich nichts von diesem Pseudo-Fasten, weil es im Vergleich zum Heilfasten ja eher pillepalle ist, aber ich mach trotzdem mal mit. Vielleicht tut es mir ja gut? Ich will auf Kaffee und Süßigkeiten in jeglicher Form verzichten. Verpackte Süßigkeiten habe ich mir schon so gut wie abgewöhnt, aber jetzt müssen auch Torten, Kuchen, Eis und Gebäck dran glauben. Da geh ich cold turkey. Weil mir das mit dem Koffein immer schwerfällt, habe ich letzten Freitag schon damit angefangen und es ist eigentlich gar nicht mehr schlimm, wenn man es übers Wochenende mit viel Schlaf ausgleichen kann. Ersetzt wird Kaffee mit Decaf oder Schwarztee, aber ich merke jetzt schon, dass auch ein guter Grüntee oder Kräutertee völlig ausreicht. Ist immerhin gut geeignet um seinen Tee aufzubrauchen :D

Was sonst noch?

  • „Captain Marvel“ angucken
  • Bildungsurlaub in Berlin!
  • Blut spenden
  • Erneuerungsshopping

Letzter Punkt bereitet mir Unbehagen. Eigentlich steht in diesen Diätbüchern, man solle sich mental drauf vorbereiten, das Ziel als schlanke Person visualisieren und sich dann auf das neue Einkleiden in kleinerer Größe freuen.

Tja. Es stand aber bisher nirgends was davon, wie man das als Minimalistin, die Shopping kacke findet, macht :D Und ich brauch leider so ziemlich alles neu. Das was noch passen würde, löst sich nämlich auch schön langsam auf. Kurz: ich sehe aus wie ein Lump und will das nicht. Das Projekt Hosen secondhand zu finden, habe ich nach dem letzten Reinfall aufgegeben. Und nun brauche ich dringend einen Plan, wie ich das angehe, ohne wahnsinnig zu werden. Mal sehen.

Und weil März ist, versuche ich es mit einer neuen

Der tägliche Weg:

Sammle jeden Tag auf dem Weg zur Arbeit oder zur Schule Gegenstände (Versuche 30 zusammen zu bekommen)

Ich habe mir eine kleine Tüte in die Tasche gesteckt, wo ich alles hineintun werde!

Nimmst du diese Quest an?

(Was daraus geworden ist, steht dann in der nächsten To Do Liste, Accountability und so)

To Do – im Februar

Guten Tag!

Ein brandneuer Monat liegt vor uns! Nachdem der Januar dann doch im Endeffekt eine merkwürdige Mischung aus Neujahrspower und „hä- wie geht das eigentlich noch mal mit Essen, Arbeiten, Schlafen, Leben?“ war, geht es nun in die 2. Runde. Im Januar wollte ich nur meine Weihnachtswampe loswerden, das hab ich auch geschafft. Ich wollte eigentlich noch viel mehr, z.b. meine reduzierte Arbeitzeit sprich mein Mehr an Freizeit genießen, das hat aber irgendwie nicht so richtig geklappt. Ich hab eigentlich immer den Montag frei, aber leider sind an diesem Tag auch immer viele Besprechungen und Fortbildungen. Im Februar wirds auch so sein. Routine aufbauen? Ha. HAHA. Es ist scheißeschwer sich etwas Neues anzugewöhnen, wenn einem permanent alles um die Ohren fliegt und man sich um sowas auch noch kümmern muss. Warum wird in Ratgebern sowas nicht erwähnt??

Gut, ich schieb den Frust beiseite und mach das Beste draus. Jammern hilft eh nicht:

  • Für den Februar wage ich mich an eine Sportchallenge. Ich hab da irgendwie Lust drauf, weil ich wissen will, ob ich mit dem Challenge Gedanken diese Alltagsgrütze wegballern kann.  Ich hab mir diese Challenge hier ausgesucht. Ganz simples walking, was ich zuhause machen kann, egal ob es regnet oder schneit. Ja, die läuft schon seit 1. Januar, aber ich mach die einfach jetzt und fange bei Woche 1 an. Ganz toll finde ich ja, dass in dem Start-Video alle anderen Walkings die man nutzen kann schon verlinkt sind. Sehr nützlich, mal sehen ob ich durchhalte.
  • Lesen, lesen, lesen! Vor allem meine Comics. Das ist ja ein großes Jahresziel – den Stapel weglesen. Ich schaffe meine Captain Marvel Bände hoffentlich noch vor dem Kinostart im März…
  • Blutspenden
  • wieder mal ein bisschen spielen. Das hab ich eigentlich nur in der ersten Januarwoche gemacht. Und ich hab keine Ahnung, wie ihr das hinkriegt. Mir bluten nach maximal 2 Stunden die Augen und ich glaube nicht, dass ich es jemals schaffe ein Spiel durchzuspielen?! Ich mein ja, es macht schon Spaß und so, aber woher habt ihr  denn die Zeit? :D (Frage is rhetorisch zu verstehen) Spielen ist für mich noch irgendwie „Arbeit“. Ich sitz den ganzen Tag vorm Computer, da is meine Freizeit eher Bildschirmfrei. Hm. Naja.

…und nun….die erste

  • …die Brille der optimierten Wahrnehmung!

Sie verändert die Wahrnehmung des Trägers und ermöglicht es ihm, nie zuvor gesehene Details im Alltag zu entdecken. Material: Karton, Klebeband, Draht, Plastik, usw.

Also: Brille(n) basteln, auslegen und beobachten was passiert. Und am Besten selber durchgucken. So oft wie möglich.

Nimmst du diese Quest an?

(Was daraus geworden ist, steht dann in der nächsten To Do Liste, Accountability und so)

Power-ups, Quests und Bösewichte – wie man sein Leben gamifiziert

Ja, ich erwähne oft superbetter, egal ob auf Arbeit, im Freundeskreis oder hier auf dem Blog. Muss man das Buch gelesen haben? Nein. Muss man die App laden? Nein. Muss man sich über die Browser-Seite anmelden? Nein.

Es geht einfach darum, seine Ziele, die man sich ausgedacht hat, mit inneren Bildern auszustaffieren, damit sie leichter zu erreichen sind.  Dabei erlernt man ganz nebenbei die Grundprinzipien der Resilienz um gesunder, glücklicher und optimistischer an Dinge ranzugehen bzw. sich eben nicht vom Leben umwerfen zu lassen. Ich bin deshalb Fan von dem Prinzip, weil es für mich sehr vieles vereinfacht hat und sich dadurch mein kompletter innerer Monolog veränderte. Du willst mehr Selbstliebe für dich empfinden? Selbstwert steigern? Nicht mehr Naschen oder Knabbern? Rauchen aufhören? Dich aus deiner Komfortzone wagen? Das geht alles. Du weißt auch schon wie es geht.  Du weißt auch, dass dein Weg ein anderer ist. Nur ist der Weg zum Ziel meistens ganz schön öde (vor allem wenn man erstmal rumprobiert, wie es die anderen gemacht haben) und wenn er langweilig ist, verliert man gerne mal das Ziel auch aus den Augen. Mit superbetter bzw. diesen Gamify your Life-Ansatz bleibe ich schon seit November am Ball.

Da ich immer wieder Nachfragen dazu bekomme, gibt es hier nun eine  Skizzierung, sozusagen als Ideenbörse. Los geht’s:

Es kann nie genügend Power-ups geben! Auch in Videospielen nimmt man vielleicht einen kurzen Umweg in Kauf, um das eine oder andere Medi-Pack aufzuheben oder man springt zusätzlich auf verdächtig aussehende Kisten, damit was Brauchbares rauskommt, was den weiteren Weg erleichtert. Was ist also ein Power-up? Ein Power-up kann im echten Leben alles sein: Ein witziges Video, ein toller Song, der dir Energie gibt, Meme-Witze, die dir dein Kumpel geschickt hat, eine Tasse Tee, Gerüche, bestimmtes Essen, Sport, eine Website, ein Kraftort, eine Entspannungstechnik, ein Buch, ein Hobby usw.

Was gibt dir einen Energieschub? Was hilft dir, dich in irgendeiner Art und Weise besser zu fühlen?

Aktiviere mindestens 3 Power-ups pro Tag. Schaffst du auch 5? Oder 20?

Bei mir hatte das nur daran denken schon positive Gefühle ausgelöst, da ich gleich den Gedanken hatte: „Hey, du kümmerst dich gerade gut um dich“ – das hat mir sehr viel Kraft gegeben.

Hä? Was solln dat sein?

Wikipedia definiert das sehr schön, nämlich so: „Das Wort Quest bezeichnet ursprünglich in der Artusepik die Heldenreise oder Âventiure eines Ritters oder Helden, in deren Verlauf er verschiedene Aufgaben löst, Abenteuer besteht, Feinde besiegt, Objekte findet, Schwierigkeiten überwindet und dadurch Ruhm und Erfahrung erntet oder sein angestrebtes Ziel erreicht (zum Beispiel den heiligen Gral). Sinn der Quest ist im Allgemeinen die Erfüllung ehrenvoller Pflichten, aber auch die innere Reifung und Reinigung eines Helden.“

Klingt das nicht episch? Ich mach irgendwas, was mich meinen Zielen näher bringt und ich kann mich dabei „innerlich reif“ und heldenhaft fühlen. Das kann man doch im Alltag gut gebrauchen, non?

Quests sind nichts anderes als Unterziele oder Miniziele. Du willst abnehmen? Eine Quest könnte sein, auf Zucker im Kaffee verzichten. Oder jeden Tag eine Haltestelle früher aussteigen. Mindestens 10000 Schritte schaffen. Du willst deinen Selbstvertrauen steigern? Eine Quest könnte sein, jeden Tag zu notieren, was alles gut geklappt hat, sich selbst zu umarmen und zu trösten oder sich ein Vorbild aussuchen, und einen Tag lang ausprobieren wie diese Person lebt.

Alles ist erlaubt, es sollte nur interessant und herausfordernd sein und dich deinem Ziel irgendwie näher bringen. Damit das klappt, gibt es nur 4 Dinge zu beherzigen:

  1. Große Ziele auf kleine Häppchen runterbrechen. Idealerweise sind diese Unterziele etwas, was man innerhalb eines Tages oder sogar in einer Stunde erreichen kann. Jepp, genau: tägliche Gewohnheiten!
  2. Plan ausdenken, wie, wann und wo man diese Unterziele erreicht
  3. Handeln und flexibel auf Hürden reagieren (je vorrausschauender man die Hürden mit eingeplant hat, desto besser kann man darauf reagieren; man delegiert sozusagen seine Willenskraftanstrengung auf die Umwelt)
  4. Ziele regelmäßig prüfen und evtl. verändern

Du hast dich bestimmt schon gefragt, wann es ungemütlich wird, ne? Jetzt. Bösewichte sind in jedem Spiel die größte Bedrohung. Egal ob am Ende des Levels oder als Energieabsauger zwischendurch: Es braucht verschiedene Strategien, um sie zu besiegen. Dabei muss man aber die Bösewichte erst einmal auch erkennen! Es gibt:

Fallen – alles, was man vermeiden muss, um superbesser zu werden.

Mentale Blockaden – Ausreden, Selbstzweifel, Faulheit…

Symptome – alles, was dir Schmerzen oder Unbequemes verursacht und dich dazu zwingt, mit einer neuen Gewohnheit aufzuhören.

Trigger – die sind ganz gemein! Trigger = Auslöser; d.h. es könnten Dinge sein, die du zwar gern hast, mit denen du aber vorsichtig umgehen musst, damit du nicht in schlechtes Verhalten abrutscht. Z.b. genügend Schlaf vs. Kaffee nach 15 Uhr.

Kurz: Bösewichte sind all das, was den eigenen Fortschritt behindert oder Angst, Schmerz oder Verzweiflung auslöst. Dabei sind die alle miteinander verzahnt und man braucht verschiedene Strategien, um sie zu bekämpfen:

  • Vermeiden
  • Standhalten
  • Anpassen
  • Herausfordern
  • Umwandeln in ein Power-up

Es hilft auch, den Bösewichten einen kreativen Namen zu geben und sie sich wie Bösewichte vorzustellen. Ich hab diverse Bösewichte, einer davon ist z.B. „Die Giftmülldeponie“ und ist ne Falle bzw. ein Trigger. Es ist dieser Süßkram und Knabberkram der überall herumfliegt: Im Aufenthaltsraum, bei Besprechungen oder Parties, bei Freunden auf dem Couchtisch – und ja, noch vor einem halben Jahr hatte ich auch immer noch kleine Mengen Naschzeug im Schrank. Für Besuch (<- LOL).

Also wie kämpfe ich gegen die Giftmülldeponie? 1. Vermeiden, in dem ich nichts kaufe und einlagere; mich zur Mittagspause woanders hinsetze oder die Süßigkeiten wegpacke, mich bei Besprechungen am Ende des Tisches aufhalte und wenn die Keksschachtel rumgeht, einfach kommentarlos weitergeben. 2. Standhalten: Der Stress ist groß, die Seele braucht ein Trösterchen – zack! Schokolade. Das geht aber auch anders, in dem ich mir seit einiger Zeit einfach selber zuhöre, meinen Bedürfnissen nachspüre und mir gut zurede. Selbstumarmung, Peptalk – Fertig. 3. Anpassen: Süßkram ist okay, aber nur unverpackt und  nur am Wochenende essen und dann aber Wert legen auf die richtig guten Sachen wie Torten oder Eis. 4. Ich genehmige mir ein Stück Schokolade und genieße es in Ruhe mit größtmöglicher Achtsamkeit und spüre dem Genuß nach. (= BAM! Power-up!)

Das ist die Basis. Natürlich könnte ich jetzt lang und breit darüber erzählen, was es braucht Verbündete zu finden bzw. selber ein guter Verbündeter zu sein, aber das führt an dieser Stelle zu weit und kommt eigentlich auch irgendwann ganz von selbst.

Vielleicht kannst du dir anhand dieser Ideen selbst ein Spiel für deine Gewohnheiten ausdenken. Was ist dein epischer Sieg, den du erreichen willst? Wie belohnst du dich dafür? Wie könnten deine Bösewichte heißen? Was ist der Endgegner? Wie viele Power-ups kannst du sammeln und aktivieren? Was ist mit deinem Inventar? Gibt es hilfreiche, magische Gegenstände, die dich auf deiner Heldenreise unterstützen könnten?

Hallo, 2019!

Herzlich Willkommen im neuen Jahr!

Mein Silvesterabend war megaruhig. So richtig rentnermäßig. Ich habe eine Limo getrunken und Sims 4 gespielt, wurde in dem Spiel zur Seniorin, habe um Mitternacht ein paar „Frohes Neues“ gifs herumgeschickt und bin um 2 Uhr morgens ins Bett gestolpert. (Das fasst eigentlich mein komplettes 2018 zusammen LOL)

Nach dem Aufstehen habe ich Mails gecheckt und hatte daraufhin eine Idee. Deshalb habe ich diese Idee sofort an den Menschen, der sie gebrauchen kann, geschickt. Und eigentlich sollte so immer jedes neue Jahr beginnen, oder?

Meine Idee für das neue Jahr heißt „Spielen“. Das Motto fiel mir vor die Füße und es war plötzlich völlig glasklar, dass es „spielen“ sein musste. Ich war ja auf der PLAY! mit einer Kollegin und sie sah diese Fortbildung als Belohnung. Ich dachte „wow, ja spielen als Belohnung warum nicht“ und wenn man halt dann den ganzen Tag Videospiele spielt und das dann auch noch voll Spaß macht und man merkt, dass man das ganze Jahr über kaum Spaß hatte, kommt man ins Grübeln. Die Welt ist ernst geworden, als Erwachsener muss man sich oft mit langweiligen Zeug beschäftigen und naja…der Alltag, die Arbeit und das Internet können auch ganz schön langweilen… Durch die Auseinandersetzung mit den Videospielen an dem Tag, hatte ich Lust, mich in das Thema einzulesen. Und dann war dieses „Gamify your Life“ von Jane McGonigal auch noch so toll und bereichernd für mich, dass ich das Gamification-Prinzip jetzt auf 2019 wie eine dicke Schicht Marmelade aufstreichen will.
Also…was bedeutet Spielen für mich konkret? Es geht mir nicht darum, das ganze Jahr mit Videospiele durchzusuchten und eine Realitätsflucht zu erschaffen. Es geht mir in erster Linie um Spaß haben, ausprobieren, experimentieren, mich leicht und voller Kraft und Freude zu fühlen und auch mal zum guten Verlierer zu werden, wenn es sein muss. Und zwar im Alltag, auf der Arbeit, in Beziehungen. Warum quälen wir uns Menschen ständig so? Und: Muss das sein? Warum nicht einfach Spaß dabei haben, sein Leben zu leben, in voller Freude und mit Begeisterung?

Konkret sieht das für mich so aus:

  • die superbetter App weiter nutzen
  • Resilienz trainieren und mich mit dem Thema weiter beschäftigen
  • ja klar, Videospiele spielen :D
  • aber auch Brettspiele probieren
  • alle meine noch ungelesenen Comics lesen
  • so oft wie möglich was Neues ausprobieren

Diese anderen Sachen wie gesund essen, abnehmen, fit werden usw. stehen auch irgendwo zwischen den Zeilen auf der Liste, aber nicht verkrampft sondern eben gamifiziert. Ich will dieses Jahr mein Zielgewicht erreichen und meine Schwimmtechnik verbessern, aber mein Hauptaugenmerk liegt in erster Linie darauf, dass ich superbesser darin werde, meine eigene, fröhliche, kraftvolle Version meiner Selbst zu sein.

Oh und übrigens…ich habe auch ein paar Challengens und Ideen für den Blog (Stichwort Bloggen 4.0, du erinnerst dich?)!

Also, spielst du mit?