5 Tipps, um die eigene Einkaufsroutine zu überdenken

Es ist mal wieder Zeit für ein Update des eigenen Alltags!
Als HSPlerin beobachtet man die Welt anders und hat so seine ganz eigenen Methoden, um möglichst entreizt und stressfrei durch den Tag zu kommen. Dazu gehört Einkaufen von Lebensmitteln als Teil des Alltags dazu. Leider ist es durch die „Coronakrise“ nochmal nerviger geworden, daher muss ich meine Einkaufsroutine wieder überdenken und ausprobieren. Vielleicht ist das auch für dich nützlich, wenn du auch genervt bist vom Einkaufen.

Bisher ging ich immer 2 x die Woche einkaufen. 1 x für frische Lebensmittel wie Milchprodukte und Gemüse und einmal für den ganzen Rest inkl. Getränke. Das legte sich meistens auf Freitagabend nach 20.00 Uhr und auf den Samstag(vor-)mittag. Seit den Hamsterkäufen von Klopapier und Nudeln ist alles ein bisschen anders und ich bin schon genervt, wenn ich schon die Schlange vorm Eingang des Supermarkts erblicke! Dazu diese Anstrengung sich pro Geschäft diverse Regeln merken zu müssen (mit Handschuhe oder ohne, Mund-Nase-Schutz oder nicht, hier dürfen nur 30 Leute gleichzeitig rein – ohne Kontrolle, da wird per Einkaufswagen abgezählt, auch wenn man nur ne Packung Chips holen will…es nervt.) UND obendrauf evtl. noch versperrte Wege durch Sonderaktionen, Kommissonierer und natürlich mein Favorit: ätzende Supermarktradiomusik, die einem die letzten Nervenstränge dünn fräst.

Es folgen nun meine Tipps für ein reizarmes Einkaufen:

  1. Verzichten
  2. Das hier wäre kein Minimalismusblog, wenn ich das nich zuerst schreiben würde :D
    Also: Prüfe, was du hast und was du wirklich brauchst. Vielleicht ist es ja sinnvoll überhaupt erstmal Vorräte aufzubrauchen. Eine bessere Zeit für Aufbrauch- oder No Spend Challenges gibt es nicht. Oh und wenn du gerade nicht weißt, was du alles im Schrank hast: Nimm dir die Zeit und inventarisiere mal deine Schränke. Du wirst Überraschungen finden, das garantiere ich :D

  3. Einkaufsliste nutzen
  4. Da draußen fliegen Viren rum, die nich gut für uns sind. Also vorher checken, was man braucht, sich ne Liste schreiben oder meinen Hack nachmachen und sich kurz fassen. Nicht lange im Laden gucken und überlegen, sondern zielgerichtet einkaufen.

  5. Intelligente Vorratshaltung
  6. Ha! Zuerst verzichten schreiben und dann was von bevorraten faseln? So ein Widerspruch! Aber ja, das geht für mich zusammen. Es macht Sinn, sich zu überlegen, was man oft und viel konsumiert und dann entsprechend einzukaufen, um ein erneutes Aufsuchen eines Supermarktes bleiben lassen zu können. Gerade als Mehrpersonenhaushalt in dem bestimmte Nahrungsmittel oft und viel verzehrt werden, lohnt eine passende Lagerhaltung und ein entsprechender Großeinkauf. Wer einen Ansatzpunkt für eine sinnvolle Vorratshaltung benötigt, klickt hier.

  7. Andere Zeiten, andere Orte
  8. Wie gesagt, normalerweise geh ich immer abends in den 3 min. entfernten Supermarkt einkaufen. Da war immer Schlange oder von Türstehern angemeckert werden. Also habe ich die Lage beobachtet und auch mal bei Geschäftsinhabern erfragt, wann denn viel los ist oder nicht. In meinem Viertel tauen alle erst so gegen 11 Uhr auf, daher ist es eine gute Zeit vorher alles zu erledigen. Heute war ich um 7:15 Uhr in einem anderen Supermarkt ein paar Straßen weiter einkaufen und der Laden war LEER. Ein Traum!
    Frage also in deinem Supermarkt wann am wenigsten los ist. Du kannst auch deinen Supermarkt in der Nähe bei google eingeben und siehst dann rechts, wann die Stoßzeiten sind und wann es leer ist. Such dir eine Zeit aus und prüfe, ob das stimmt und für dich angenehm ist. (So mach ich das übrigens auch mit allem anderen Einrichtung, z.B. Schwimmbad oder Museum. Supergut auch für die Urlaubsplanung)

  9. Müllfrei einkaufen
  10. So gut es geht abfallarm einkaufen bedeutet: Keine Supermärkte sondern Wochenmarkt, Gemüsehändlerin oder Zero Waste Laden. Kleiner Laden, lokale Unterstützung, kein bzw. kaum Müll, keine kreischend-bunten Werbeaufsteller oder bunte Etiketten, keine nervige Musik, übersichtliches Sortiment


Hier noch ein paar weitere Goldies aus dem Archiv:

Der Klamotten-Kalender zur Vorbereitung
Online-Shopping, Minimalismus und Umweltschutz
Einkaufen, minimalistisch
Secondhand-Shoppingtipps


Verrate mir: Hat sich durch Corona deine Einkaufsroutine schon geändert? Ist dir das egal? Was machst du dir einfacher?

Übrigens, meinen microblogging-social-media-mashup-blog-Kanal findest du auf Telegram: https://t.me/fraudingdongsleben

Neue Krise, neue Chancen – Minimalismus reloaded

Minimalismus, Klappe, die Dritte.

Die Welt steht still, die Menschen verstecken sich zwischen Türmen aus Pastaboxen und Klopapierrollen. Jeder der laut niest, hustet oder eine Haltestange im Bus anfasst, wird mit empörtem Blick zurecht gewiesen. Es ist Frühling in Deutschland, im Zeichen des Coronavirus.
Willkommen in der Zukunft.

Nach 2 Wochen Dauerberieselung durch „Liveticker“ auf allen Kanälen war mein Hirn so voll, dass ich gestern in der Natur war. Dort gabs keine Nachrichten und ich konnte Nachdenken und in meinem Gehirn sortieren.

Red Cross Christmas Parcels / 1952. Photograph. Britannica ImageQuest, Encyclopædia Britannica, 25 May 2016.
Accessed 16 Mar 2020.

Funfact: Ich bin unfähig, mir die nächsten zwei Wochen vorzustellen. Ich kann nur langfristig denken und mich nicht gut auf Details konzentrieren. Also denke ich an die Zeit nach der Pandemie, falls es sie gibt, und ich frage mich, wie sich unsere Gesellschaft entwickeln wird. Denn plötzlich scheint alles möglich, was in den letzten Jahren frustriert im Zuge des Klimawandels gefordert, verhandelt und ausgedacht wurde.
Plötzlich gibt es Ansagen der Politik. Mobilität wird eingeschränkt, wir sollen zu Hause bleiben. Keine Hamsterkäufe tätigen, Ruhe bewahren, Treffen abblasen. So viele Ansagen ist man gar nicht gewöhnt.
Aber die hätte man sich oftmals gewünscht: Auf unnötige Reisen wegen CO2 Ausstoß verzichten. Home-Office is okay, bitte allen ermöglichen. Bitte denkt an Mehrweg-Geschirr, wer Einweg nutzt und erwischt wird, zahlt Strafe.
Plötzlich geht alles, was vor ein paar Wochen noch als UNMÖGLICH angesehen wurde.

Faszinierend, oder?

Das Leben so wie wir es kennen, ist ausgesetzt. Wir sind im Warte-Modus. Sind vorsichtig und kämpfen gegen einen unsichtbaren Feind, den man weder riechen, hören noch schmecken kann.
„Es ist nur eine Frage der Zeit, bis es mich/uns erwischt“ denke ich und gehe mit der Angst spazieren.

Und doch, da, mitten in der Krise, sehe ich die Chance blühen wie die sich ausrollenden Blättchen an den Bäumen und Sträuchern, denen der Virus völlig egal ist:
Die Chance, etwas ganz bewusst anders zu machen als bisher.
Das ist ein sehr großes Geschenk und eine massive Verantwortung.

Wir brauchen einen angespannten, vorsichtig-produktiven Optimismus, damit wir da heil durchkommen. Das Beste daraus machen und gucken, wie sich das für uns anfühlt.

  • Ist mein Job home-office tauglich? Ist er überhaupt zukunftstauglich, oder kann die Gesellschaft auch darauf verzichten!? Will ich was anderes machen und merke ich das jetzt erst, dass er mir gar nicht fehlt? Was und wie kann ich anders arbeiten?
  • Muss ich immer durch die Welt jetten? Für Meetings und Geschäftsreisen sind E-Mails und Videotelefonie doch gar nicht so schlimm, wie man immer dachte und vielleicht sogar besser?
  • Reicht der Urlaub zuhause in der Heimat auch? Oder muss es immer für das beste Instagram-Bild von möglichst weit weg sein? Was erwarte ich von „Urlaub“ und „Erholung“? Für wen mache ich das? Geht es auch anders? Was entspannt mich eigentlich?
  • Wie sieht mein Sozialleben aus? Was brauche ich, damit ich mich wohlfühle? Oder ist es auch ganz schön mal, nicht immer irgendwo sein zu müssen?
  • Kann ich Langeweile aushalten und was macht das mit mir?
  • Wie schnell ist mein Leben und ist langsamer nicht besser für mich/meine Familie/meine Partnerschaft?
  • Was brauche ich, um mich wohl zu fühlen?
  • Wie viel von dem Zeug daheim tut mir gut? Muss ich wirklich hamstern und mich eindecken oder kann ich das nutzen, was ich habe? Was fehlt mir, was brauche ich wirklich?

Wir erproben anders zu lernen und arbeiten als sonst.
Wir erproben einen ÖPNV ohne Kontrollen.
Wir erproben eine neue Wir-Kultur.
Wir erproben neue Konsummuster.
Wir erproben eine neue Umwelt.

Manchmal muss man das Leben einfach ausprobieren. Wann, wenn nicht jetzt?

Offline ist das neue Bio

(Achtung, random Gedankengeschwurbel, noch nicht zu Ende gedacht)

Vor mir ging ein junger Mann, mit einem Button an seinem Rucksack. Auf dem Button stand: „Offline ist das neue Bio“.

Ich musste darüber kurz schmunzeln.
Mein erster Gedanke war „stimmt!“ – mein zweiter Gedanke war: „Nicht für jeden“.

Im Internet ist es kalt geworden.
Ich muss mich wärmer anziehen.

Es ist so: Ich bin Offliner geworden. Ich mag das echte Leben da draußen jetzt lieber als das Internet. Es ist ruhig da draußen. Langsam.
Das Internet kommt mir langweilig und kreischig vor, alles ist zu viel, ich komme nicht mehr mit. Ich will ehrlich gesagt auch nicht mehr mitkommen, weils keinen Spaß mehr macht.
Ab und an verklicke ich mich und lande auf Twitter und bin richtig schockiert. Ich verstehe nicht mehr, wie ich das damals gemacht habe. Wie habe ich das ausgehalten?
Ständig frage ich mich, wie die anderen das aushalten. Und nein, mich wunderts nicht, wie die Welt da draußen is, wenn sich alle im Internet nur über irgendwas aufregen und oberflächlichen Kackmüll austauschen.
Wie kriegen die das hin? Diese Aufreger-Hate-Entertainment Kultur auf Twitter, Facebook und Instagram, dazwischen die ganze Werbung und Pop-ups und natürlich: zwölftrilliarden Mal das Rad neu erfinden, ein endloses Wiederkauen von Ideen, die es schon immer gab. Also wie geht das? Dieser „Spam“, das andere Ich im Internet, in Einklang zu bringen „mit dem da draußen“, in der offline Welt??
Wie geht das, sich nich selber zu langweilen mit den blöden Postings auf Instagram? Das Teilen von Gedanken von Gedanken auf die man kein Feedback bekommt? Dieses Flüchten vor Leuten, die einem etwas andrehen wollen…

In meinem Notizbuch befinden sich so viele Blogartikel-Ideen, dass ich vermutlich schon das komplette nächste Jahr vorplanen könnte, aber – erstaunlicherweise – habe ich überhaupt kein Mitteilungsbedürfnis mehr. Gedanken für sich allein reflektieren, ohne sie in einen virtuellen Raum hinauszupressen…das fühlt sich gut an. Es ist geheim. Es hinterlässt ein warmes Gefühl in meinem Herzen.

Ich frage mich, ob mein Blog noch ein Lagerfeuer sein kann, oder ob ich es aufgebe. Es ist mir bis jetzt nicht gelungen, eine frische Bloggingroutine auszudenken, die mich selber wieder inspiriert oder ob das Thema Bloggen 2020 einfach tot ist.

Keine Ahnung was passiert. Ich erkunde erstmal weitere Möglichkeiten. In der echten Welt.

Cheat-Sheet für ein Level up in deinem Leben

Richtig geil ist, dass ich seit laaanger Zeit mal wieder Dr. Kawashimas Gehirntraining auf meinem Nintendo DS mache. Es tut sich nix mit meinem Gehirn, ich schalte nur die Bazillenjagd zur Entspannung ein und ich hab neulich nach 2000 Jahren endlich meinen Highscore geknackt!!! (Da es nur zur Entspannung dient und eine Dr Mario Version für Arme ist, kann man fatalerweise nur einmal am Tag abspeichern) Naja jedenfalls ist ein Highscore ein geiles Gefühl.
Ich hab mir heute morgen Gedanken zum Highcore und nächsten Level Aufstieg gemacht und fragte mich, wie sowas im echten Leben aussehen kann.
Bei superbetter bekommt man ja ständig Punkte für das Absolvieren von Quests, Power-ups oder Bösewichte bekämpfen. Aber sonst? Was hat meinen Leben im letzten Jahr bis heute ein Level-Up verpasst?

Das Mikrobiom hegen und pflegen
Ich bin Darmbakterienfan, das darf das ganze Internet wissen. Da is die Forschung rund um die „Darmflora“ die heute fancy Mikrobiom heißt ziemlich dran. Sie finden für fast jedes Problem eine Lösung im Darm :D
Was es bei mir bewirkt hat: 13 kg Gewichtsverlust, weil kein Heißhunger auf Süßes mehr.
Lesen: Schlank/Schön/Schlau mit Darm oder eines der anderen Darmbücher, die gerade überall erhältlich sind
Machen: Fermentiertes essen und erforschen ob es dir danach besser geht. Falls du in letzter Zeit Antibiotika einnehmen musstest, solltest du dich intensiv darum kümmern, deine Darmflora in Ordnung zu bringen. Lass dich von deinem Arzt oder Apotheker beraten.

Superbetter spielen
Spielen macht Spaß und sein eigenes Leben zu spielen erst Recht. Hier hab ich die Details notiert. Die App braucht man dazu nicht unbedingt, ist aber hilfreich. Endlich benutze ich mein Handy mal
Was es bei mir bewirkt hat: Mithilfe der Quests und der Bösewichte habe ich einige meiner „Denkfehler“ ausmerzen können und bin mir selber sehr gut auf die Schliche gekommen, durch die Power-ups werde ich auch tagtäglich daran erinnert, gut für mich selber zu sorgen.
Lesen: „Gamify your life“ von Jane McGonical
Machen: ausprobieren!

Body2brain Übungen durchführen
Über das Thema Resilienz bin ich auf diese Methode gestoßen. Das sind kleine neurologische „Hacks“, die aus der Traumatherapie kommen und ein bisschen Selbstfürsorge für Zwischendurch. Die Übungen sind babyleicht und sogar manchmal heimlich anzuwenden.
Was es bei mir bewirkt hat: Wenn ich traurig, frustiert oder nervös bin oder einfach in so nem „Meh“ Sumpf feststecke, mache ich die Übungen. Meine Lieblingsübung gegen Nervosität ist die Schlürfatmung. (Dazu die Luft einsaugen wie durch nen Strohhalm; Probier das mal kurz vor deinem nächsten Vortrag). Wenn ich im Sumpf hänge, schwinge ich die Arme oder schnipse und schaue dabei nach oben. Wenn ich Trost brauche, lege ich meine Hand aufs Herz. Die Methode ist so einfach, man kann sie allen möglichen Leuten sofort beibringen. Auch Kindern!
Lesen: „Kraft“ von Claudia Croos-Müller oder auch alle anderen Olaf-Bücher
Machen: Du könntest dir z.B. sofort die Body2Brain App runterladen und dir vornehmen, sie für den Rest der Woche auszuprobieren.

Werte, Leitmotive und Charakterstärken rausfinden
Was treibt dich an? Was motiviert dich? Wie kannst du die beste Version deiner selbst werden? So viele gute Fragen, aber wo anfangen? Da helfen Selbsteinschätzungstest ganz enorm, wenn du so viel wie möglich über dich herausfinden willst.
Was es bei mir bewirkt hat: Ich fühle mich sicherer. Wenn man so viel wie möglich über sich selber weiß, seine Werte kennt, seinen Geschmack, seinen Humor usw. macht man sich nicht mehr so viele Gedanken darüber, was die anderen von einem halten. Ich fand die Signaturstärken-Tests ganz praktisch und habe mir das, was für mich brauchbar ist, auch in meinem Nachdenkbuch notiert.
Lesen: wühl mal im Anhang in einem der Selfhelp-Bücher, die bei dir im Regal verstauben. Da wird bestimmt auch so ein Test erwähnt, den es in irgendeiner Form online gibt.
Machen: auf charakterstaerken.org gibt es zu jeden erdenklichen Bereich einen sehr guten Fragebogen. Manchmal sind die ganz schön lang, aber es lohnt sich. Du kannst auch erstmal mit den Myer-Briggs anfangen oder einfach irgendwas anderes testen. Wichtig: Die Tests nicht bierernst nehmen, sondern als Kompass und von da an weiterforschen.

Ein Sonnentagebuch schreiben
Über das Sonnentagebuch habe ich auch mal in einem Resilienz-Ratgeber gelesen. Es ist nichts weiter als ein Notizbuch voll mit schönen Erlebnissen, Gedanken, Komplimenten und Dankbarkeit, die dir widerfahren sind.
Was es bei mir bewirkt hat: Ich habe 3 Monate lang jeden Tag alles notiert, was mir gefallen hat. Vom schönen Wetter bis zum netten Gespräch, von Eis bis Kaffee von Lob bis Ehrlichkeit. Von Hundestreicheln bis an Blumen schnuppern. Plötzlich war der Langweiler-Nebel aus meinem Alltag fort, ich bin achtsamer geworden und weiß: Freude kann man auch wie einen Muskel trainieren.
Lesen: eigentlich muss man nix darüber lesen, aber falls es dich interessiert, hier sind ein paar Studienergebnisse: Gratitude and Well-Being, Counting your blessings: Positive memories among grateful persons und Gratitude and prosocial behavior
Machen: egal ob im Kalender, ins Bullet Journal oder per Handyapp – schreib jeden Tag auf was dich gefreut hat.

edit: 12.6.2019
Hab ja noch was vergessen!

Selbstmitgefühl üben
Selbstmitgefühl verbindet die westliche Psychologie mit dem Buddhismus. Herauskommt eine tolle und einfache Bewältigungsstrategie. Die Komponenten von Selbstmitgefühl sind 1. Achtsamkeit („Wow, das ist ja jetzt dumm gelaufen!“) 2. Verbundenheit mit allen („Ich bin ja nicht die einzige die Fehler macht. Das ist menschlich“) und 3. Selbstfreundlichkeit („Was brauche ich jetzt damit es mir besser geht?“)
Was es bei mir bewirkt hat: Selbstmitgefühl ist babyleicht zu erlernen und üben. Ich kombiniere diese Gedankenfolge die ich so oder so ähnlich denke, wenn es mir schlecht geht gern mit ein paar Body2Brain Übungen und komm so schnell aus dem Sumpf. Scham wird größer, wenn man sie verstecken will. Also benenne ich diese blöden Gefühle, erzähle mir tröstende Sätze, die ich einem Freund auch sagen würde und hexhex, schon isses weniger blöd. Das hätte man mir auch schon vor 25 Jahren erklären können, aber gut.
Lesen: „Selbstmitgefühl“ von Kristin Neff oder diesen Beitrag
Machen: Stöbern auf selfcompassion.org und gleich mal netter zu sich selbst sein. Wie ist dein innerer Monolog? Bist du zu dir wie zu einem guten Freund?

Das waren meine Ideen. Vielleicht hat dich diese Auflistung ja inspiriert, mal über deine Cheats nachzudenken, mit denen du dich seit Jahresanfang in den nächsten Level katapultiert hast.
Wer oder was hat dich weitergebracht? Was ist dein Lifehack, dein ultimativer Tipp?

Woran uns Minimalismus erinnert

Dieses Zitat ist von François de La Rochefoucauld und ich habe es in dem Buch von Kristin Neff über „Selbstmitgefühl“ gefunden.

Sich selbst Mitgefühl für schwierige Situationen zu schenken kann sehr hilfreich und tröstend sein. Ein Teil einer selbstmitfühlenden Haltung ist auch die Selbstwertschätzung, wenn man Dankbarkeit und Genuss empfindet. Glücklicherweise sind das beides Sachen, die man kultivieren kann. Dankbarkeit und Genuss zu empfinden bereitet Freude und Freude feiert Stärken, während das Selbstmitgefühl Schwächen akzeptiert und man sich so sein Leiden erleichtern kann.
Was passiert da? Man nimmt sich selbst die Schwere.
Ganz einfach. Es ist Magie!

Ich brauche mich nicht mit materiellen Dingen zu trösten.
Ich muss blöde Gefühle und schwierige Situationen nicht mit einer Shoppingtour ersticken. Keine Teller an die Wand werfen. Kein Verstecken hinter verstaubten „Sammlungen“, die mir nichts mehr bedeuten.

Ich kann mich einfach nur hinsetzen, mir über den Arm oder die Wange streichen, mir sagen „Das ist gerade blöd, wie du dich fühlst“;
mir vorstellen, dass ich nicht die Einzige auf der Welt bin, die so empfindet.
…mich achtsam fragen: Was brauche ich jetzt wirklich im Moment, damit ich glücklicher werde?
Ich erkenne das Gefühl an – und lasse los.

Innehalten.
Staunen, wundern, weitermachen.

Die einzige Stilregel, die du brauchst

Okay wenn ich noch einmal irgendwo lese, dass jede Frau ein kleines Schwarzes oder ein Tuch von Hermès braucht um als stilvoll zu gelten, dann werde ich vermutlich verrückt. Was ist das bei den Herren? Die Rolex und das Einstecktuch? Ich verstehe nicht, woher diese altbackenen Stilregeln herkommen und warum man im 21. Jahrhundert immer noch glaubt, dass diese Sinn machen? Sie werden von Zeit zu Zeit immer wiedergekäut – anstatt das man Menschen beibringt, wie man sich richtig Schnitte und Farben für seinen Körper aussucht, damit man immer gesund und strahlend aussieht. Man sagt uns, wir sollen uns Dinge wünschen und kaufen, obwohl sie teuer sind „weil man das nun mal braucht, wenn man stil- und niveauvoll durch die Welt schreitet“.

Ich sehe das anders.

Superheldenstil

Die einzige Stilregel, die wir brauchen ist die:

Kleide dich so, dass du dich wie ein/e Superheld/in fühlst.

(Das haben mir 10 Jahre Superheldenfilme anschauen beigebracht)

Merkmale eines Superhelden-Outfits:

  1. Hoher Wiedererkennungseffekt
  2. Funktional
  3. Schnell anzuziehen
  4. Hat diverse Eigenschaften, wie z.B. wasserdicht, gepanzert, Tarneffekt, eingebaute Features…
  5. Angepasst an die Körperform des Helden
  6. Zeitlos
  7. keine Markennamen, das Heldenhafte ist die Marke!

Ich habe überlegt, wie sich das vielleicht auf die Normalo-Klamotten in den Läden übersetzen ließe und freue mich über mein Stilmotto. Natürlich ist so dieses „Erneuerungs-Shopping“, was mir eh bevorsteht – ein bisschen schwieriger, aber es muss ja nicht alles auf einmal sein. Hauptsache sie erfüllen o.g. Eigenschaften. Und das kann man alles ja prima mit einer Capsule Wardrobe / Grundgarderobe vereinbaren, oder?

  • Welche Kleidungsstücke machen dich stark und unverwundbar?
  • Welche klare Botschaft senden sie aus? Will ich das?
  • Wohinter möchtest du deine normale Identität verbergen? Dachtest du an Make-up oder an einen Helm? Eine Brille?
  • Wie komfortabel ist deine Kleidung?
  • Wie funktional ist deine Kleidung?

Also – zieh das an was du magst und dich cool, stark, schön, heldenhaft macht. Mehr Stilregeln braucht es nicht.

Tschüss, 2018! (Machen Sie sich bitte frei!)

Okay, das Motto „Freiheit“ war eines der Schwierigsten, das ich mir die letzten Jahre herausgepickt habe.
Zugegeben, ich bin da ein bisschen naiv rangegangen, aber meistens hilft ja der Anfängergeist. Mir ist relativ schnell klar geworden, dass das Wort „Freiheit“ wahnsinnig aufgeladen ist. Zwischendurch überkam mich sogar der Ekel vor dem Wort, weil ich es so oft in der Werbung gesehen habe!
Freiheit wird im Kapitalismus gleichgesetzt mit „Konsumiere und du bist frei!“ – Aber warum eigentlich? Warum soll ich mich freier fühlen, wenn ich „unbegrenztes“ Datenvolumen habe? wenn ich durch Fast Fashion meine „Individualität ausdrücken“ kann oder wenn ich ständig in der Welt umherjette ohne zur Ruhe zu kommen? Fühle ich mich dann wirklich frei? Und wenn ja, was bedeutet meine Konsumfreiheit für andere Menschen, die das nicht können?
Konsum und Werbung, immer und überall – schränkt mich ein. Statusängste und Vergleiche schränken mich ein. Ungesunde Gewohnheiten und Einstellungen beschränken mich in meiner Freiheit.
Aber: Finanzielle Mittel bieten Sicherheit und die wiederrum lässt einen sich freier fühlen – oder?

Du merkst schon, das Thema ist kompliziert und ich bin eigentlich auch noch nicht fertig mit dem Denken. Ich taste mich voran.
Ich habe schnell gemerkt, dass Freiheit ein flutschiges Stück Seife ist. So richtig greifbar ist es nicht. Deshalb habe ich mich an meiner Mini-Zitatsammlung, die ich zu jedem Motto erstelle, festgehalten:

Schwing‘ dich aus allem heraus, was dich beschränkt.“ – Bettina von Arnim

Dieses Zitat ist super. Da ist Schwung drin. Da will man sich gleich aus blöden Situationen rauswiggeln. Auf der Schaukel, himmelhoch, kurz vorm Abspringen. Energie.

Blöde Situationen gab es dieses Jahr viele. Die Kurzfassung ist: ich fühlte mich nicht wohl (<-- Untertreibung des Jahrhunderts :D) Nirgends. Nicht daheim, nicht auf Arbeit, nicht mit meinen Mitmenschen, nicht in meinem Körper, nicht in meinem Kopf. Grund: Eine enorme Kraftlosigkeit, die dann auch noch einem B12-Mangel gipfelte. Alles war anstrengend, ich wurde anstrengend. Es hat mich um den Verstand gebracht, nicht herausfinden zu können, was da eigentlich los war oder wie ich mir selber helfen konnte oder wie ich andere konkret um Hilfe bitte konnte. Das war alles irgendwie zuviel. Und dann puff! Lösen sich manche Probleme tatsächlich von selbst. Und sitzt da und lacht sich selbst aus, weil mit einem alles völlig in Ordnung ist. Ich habe daraus 3 Sachen gelernt: 1. ich muss mich als HSP/Empath viel viel besser vor der Gefühlsscheisse anderer Menschen beschützen 2. herumdoktorn mit diesem inneren Kind Zeugs braucht echt viel Aufmerksamkeit und is megaanstrengend, tut aber immer gut, wenn man in Kontakt tritt. Wenn man sich sowas vornimmt, sollte man alles andere ruhen lassen und sich nur darauf konzentrieren. 3. klar kann man bei sich selbst anfangen und evtl. die Einstellung zu einer Situation ändern, aber es ist wichtig auch mal "Fuck off" zu denken und anderen die Schuld an der Misere zu geben. Bockig werden. Jammern. Sauer werden. Punkt 3 ist neu in meinem Denken. Das finde ich sehr interessant. Und so schön einfach! :D

„Freiheit besteht im Erkennen der Grenzen“ – Krishnamurti

Erkenne ich Freiheit, wenn ich an meine Grenzen komme? Wenn ich diese Grenzen dann überwinde? So ganz habe ich Krishnamurti nich verstanden, aber an meine Grenzen bin ich oft gestoßen. Vor allem diese Kraftlosigkeit durch sozialisieren mit anderen Biowesen, durch diesen B12-Mangel, durch Ideenlosigkeit. Ich habe erforscht, welche „unterbewussten“ Programme in meiner Kommunikation ablaufen, festgestellt welche mich davon behindern und versucht, diese durch neue Verhaltensmuster abzubauen. Das ist mir nicht zu 100 % gelungen, aber ich arbeite daran und ich erkenne Fortschritte, die mir gut tun, weil sie meine Selbstliebe steigern. Aber es ist ultramegaanstrengend im Sinne von: Endgegner!

Also, was hat sich mit dem Motto „Freiheit“ im Hinterkopf alles verändert? Fühle ich mich freier als vorher?

  • Ich bin von meiner Teamleiter-Stelle als Assistenz der Geschäftsführung zurückgetreten und das war eines der besten Sachen, die ich dieses Jahr gemacht hab :D
  • Die zweitbeste Sache ist, dass ich für 2019 meine Arbeitszeit reduziert habe, somit habe ich immer einen Tag zusätzlich frei.
  • Ich habe nach 17 Jahren meine Frisur verändert. Die Zeit war einfach dafür reif. Interessant daran ist, dass ich dadurch öfter gesehen werde. Kann mein Gesicht jetzt nich mehr verstecken. Und ich musste lernen Komplimente auszuhalten (gut, aushalten ist relativ :D ich hab „danke“ gesagt und bin schnell weggelaufen :D)
  • Ich habe meine Höhenangst abgelegt!
  • Stichwort: Mentale Autonomie: Ich habe mich von meinen Social Media Kanälen verabschiedet (Twitter und Instagram) und vermisse gar nichts. Es ödet mich auch zu sehr an und weiß auch gar nicht mehr was das alles soll. (Pinterest steht übrigens auf der Kippe. Dieser Beliebtheitsalgorithmus spült mir nur hässliches Zeug in meinen Feed, das macht mich echt wütend.)
  • Nach dem Fasten (frei von Nahrung) kam die Vollwertkost (mehr freie Zeit, weil das Essen wirklich sehr einfach wird) und damit auch ein niedrigeres Gewicht! Die zweite Fastenwoche während der Arbeitszeit war zwar echt Hardcore, aber dafür hat es alle meine emotionalen Esstrigger nachhaltig hinweggefegt. Frei sein von diesen Stress-Langeweile-Keiner-hat-mich-lieb-futtern ist wirklich richtig gut.
    Und mit meinen Faul-Schlau-Essregeln nehme ich sogar noch weiter ab. Endlich hab ich es geschnallt ey.
  • Nach 10 Jahren habe ich mein Zimmer umgestellt, weiter ausgemistet, die Organisation der übrigen Dinge verbessert und noch eine Wand mehr türkis gestrichen.

Hm. Ich weiß eigentlich gar nicht, ob ich mich jetzt freier fühle. Ich glaube nicht. Die Fülle kommt immer sofort nach.

Online-Shopping, Minimalismus und Umweltschutz

Okay, Zeit für ein Geständnis:

Ich bestelle fast nie was online. Ich habe auch keinen Account bei Amazon. Und ich habe vor 3 Wochen zum allerersten Mal in meinem 33-jährigen Leben etwas aus dem EU-Ausland online bestellt. Das war wirklich sehr aufregend für mich!
Es hat auch geklappt.
5 Sterne, gerne wieder.
Oder?

Ich weiß, dass das vielen lächerlich erscheint. Man hat so seine Wunschlisten und wenn man was will, dann kauft man sich es halt. Egal woher das Zeug dann kommt. Und bevor ich Samstags in das überfüllte, stickige Einkaufszentrum pilgere, bestell ich es lieber ganz bequem abends vorm Abendbrot. Schön einfach.

Aber ich frage mich – ist das wirklich so? Machen wir uns zu wenig Gedanken darum?
Was ist, wenn wir nur denken, dass es bequem ist?

Ich sehe die Berge an Kartonagen in der Straße stehen. Die muss man ja vorher da hin tragen.
Ich beobachte Menschen, die genervt sind, weil ihr Paket nicht ankam, es irgendwo abgelegt wurde, oder sie es irgendwo abholen müssen.
Ich sehe Menschen, die gernervt sind, weil sie sich wieder irgendwo anstellen und warten müssen, damit das Zeug das nicht gefällt oder passt wieder zurückgeschickt wird.

Einige bestellen Zeug nur für das Instagram-Foto, andere weil sie nirgendwo was finden (was in Dörfern und Kleinstädten echt ein Problem ist)
Die Retour-Ware, die technisch gesehen noch Neuware ist? Kommt auf den Müll. (Und ja, mir wurde richtig schlecht, als ich das gehört habe)
Fahrer kurven mit halbgefüllten Wagen durch die Straßen, ist ja schließlich Express-Versand. Da lassen sie manchmal den Motor laufen, weil sie sich ja für den mickrigen Stundenlohn auch noch beeilen müssen. Dann is da niemand, der das Paket annehmen kann, also wird es woanders hingefahren.
Wie viel CO2 kommt da eigentlich zusammen?
Und dann der ganze Verpackungsmüll!
Oh und noch geiler ist ja, wenn man sich im Fachhandel beraten lässt und dann trotzdem online kauft. Klar, kann man machen. Ist aber unfair und die lokalen Händler verkommen zu Amazon-Showrooms. Dann wird sich gewundert, warum so viele kleine Läden sterben und jede Fußgängerzone in Deutschland gleich aussieht.

Also ist das wirklich bequem? Wollen wir das so?

Wenn man spezielle Sachen sucht, die man nirgends bekommt – ja.
Bei besonderen Kleidungsstücken oder Sondergrößen oder fehlender Transportmöglichkeit bei Möbeln finde ich das durchaus okay.

Wenn man wirklich Schnäppchenjäger ist und sich Teil xy unbedingt wünscht und es das ausgerechnet online günstiger zu haben ist, okay – warum nicht?

Aber wenn man neue Schuhe haben will und sich 10 Paar bestellt und schon weiß, dass man 9 Paare zurück schicken wird – warum muss das sein?

Ich finde es ja eher nervig, Pakete irgendwo abholen zu müssen, weil das mit der Lieferung nicht geklappt hat.
Ich finds auch blöd, wenn ich Sachen zurückschicken muss (bisher ist das gottseidank nur 2 x passiert)

Eine Arbeitskollegin hat gefragt, wie ich denn einkaufe, so ganz ohne Online-Handel. (Für sie wäre es eine Strafe an einem Samstagnachmittag ein Einkaufszentrum zu besuchen – für mich auch.)

Meine Art ist vielleicht auch nicht bequem, aber es macht mir Spaß, weil ich mir beweisen will, dass ich die Dinge, die ich haben will auch ohne Online-Shopping bekomme. Das kann ich deshalb so einfach, weil ich meine Einkäufe niemals wichtig oder dringend finde. Außerdem finde ich Online-Shopping ein bisschen langweilig. Ich fasse Dinge gerne an.
Als Minimalistin erlaube ich mir den Spaß:

  • Also schreibe ich manchmal Firmen an, die mir dann sagen, welche Händler in meiner Nähe ihre Ware verkaufen. Da fahr ich dann da hin.
  • Ich frage auch manchmal in Geschäften, ob sie Marke xy nicht in ihr Programm aufnehmen wollen.
  • Oder wenn eine bestimmte Größe nicht vorhanden ist, ob und wann sie wieder reinkommt oder bestellbar ist.
  • Einmal ist mir mein To Go Becher runtergefallen und der Deckel war kaputt. Also habe ich auf der Firmenseite nachgesehen, wer in meiner Nähe diese Becher verkauft. Ich rief den Händler an, schilderte mein Problem und ob sie eine Lösung hätten. Da haben sie mir einfach einen Deckel nachbestellt!

  • Ich gucke mir bei diversen Marken die aktuellen Modelle an und weiß, welche Läden ich meiden kann, weil da nur hässlicher Schlonz verkauft wird. Wenn ich was brauche, hilft mir mein Klamotten-Kalender.
  • Meistens kaufe ich ja eh second-hand, aber auch bei Neuware merke ich mir Läden und Marken, die gut passen.
  • Wenn ich dann mal Kleidung online bestellt habe, habe ich mich vorher genau ausgemessen und die Tabellen angesehen, ob da was übereinstimmt. Dann passte es auch.
  • Oh und dann bin ich noch ein großer Fan vom guten alten Warenhaus. Alles, was man glaubt zu brauchen ist dort versammelt. Dazu Verkäufer die man fragen darf und unterm Dach gibts immer Kaffee und Kuchen. :D
  • …und die Click-and-Collect-Magic! Bisher nur im Baumarkt ausprobiert, aber das ist online-shopping und echtes einkaufen gleichzeitig. Da sucht man sich online aus was man haben will und die Fachverkäufer ziehen einem das ausm Regal. Man muss dann nur noch hingehen, abholen und bezahlen.

Mehr Infos:
Amerika, das Land der Hoarder
Video: Retouren für den Müll
Und diese Dame hat eine interessanten Lösungsansatz für dieses Problem
Die Schattenseiten des Online-Handels
Mit gutem Gewissen online einkaufen: E-Commerce schadet der Umwelt nicht
So umweltschädlich ist Onlineshopping

Tja, also keine Ahnung ob Online Shopping gut oder schlecht ist oder das normale Einkaufen besser oder bequemer. Ich glaube, das kann man so auch nicht sagen. Vielleicht ist es auch egal.
Vielleicht muss man sich hierbei auch wieder minimalistisch besinnen und sagen: Brauch ich beides nicht. Wenig geht auch.

Reden wir über Weihnachten

Ja ja, ich weiß schon! Du denkst: „Was will die denn jetzt schon mit Weihnachten?! Das is ja noch ein bisschen hin!“ – stimmt. Aber nachdem der Supermarkt schon seit Ende August alles mit Lebkuchen ausstaffiert hat, dachte ich, dass das gar nicht mal so dumm ist, sich jetzt schon über Weihnachten aufzuregen Gedanken zu machen.
Denn jetzt kann man sich schön viel und in Ruhe überlegen, um dann eben NICHT in diesen (Vor-) weihnachtlichen Stress zu geraten.
Ein bisschen Vorbereitung und man hat einen entspannten Advent. Das klingt doch traumhaft, oder?

Also – was kann man jetzt erledigen, damit man einen stressfreien Dezember hat?
Hier ein paar Ideen:

1. Überlege dir, ob und wie du beschenkt werden willst und fang an, mit allen darüber zu reden.
Mittlerweile krieg ich nur noch brauchbare Geschenke in Form von: „gar nichts“, Nahrungsmittel oder Sachen, die sich selbst verbrauchen. Erlebnisse sind auch toll, aber Gutscheine haben sich immer noch nicht durchgesetzt :D
Worauf ich hinaus will: Menschen lieben es Geschenke zu machen, aber wenn du Angst davor hast, wieder mit sinnlosen Plunder vollgemüllt zu werden, solltest du rechtzeitig mit allen potentiellen Schenkern darüber sprechen, dass du nichts bzw. anders handhaben willst. Schenkt euch gegenseitig ein Loslassen, ein Nichts-schenken-müssen.

2. „Was wünscht du dir?“ – „nichts“.
Der Klassiker: Eigentlich hatte man vereinbart, sich nichts zu schenken, aber dann kam der andere plötzlich an etwas vorbei, das er einfach kaufen und dir schenken MUSSTE.
Um das zu vermeiden gibt es nur zwei Auswege: Konsequent nichts verschenken und an Heiligabend den Zustand aushalten. (Schwierigkeitsstufe: hoch, für sensible Personen: seeeehr hoch)
Und: Für sich definieren, was dem „nichts“ nahe kommt und trotzdem funktioniert. Also sag etwas Spezifisches, wie z.B. 1 Flasche Craft Beer der Marke xy oder 1 Glas deiner selbstgemachten Himbeermarmelade oder: einen Gutschein im Wert von 10 Euro, damit ich mir Musik runterladen kann oder „ich wünsche mir, dass du am (Datum xyz) um (Uhrzeit xyz) zu mir kommst und wir bei Kaffee und Kuchen uns einen schönen Nachmittag machen“ oder sowas. Bedenke bei deinem Wunsch das finanzielle und zeitliche Budget des Schenkers.
Wichtig ist, deutlich zu machen, dass es völlig okay ist, so kleine Geschenke zu machen und man damit völlig zufrieden ist. Aufmerksamkeit ist in unserer heutigen Zeit auch ein Geschenk.

3. Eine Geschenkeliste anlegen: Wer wird mit was beschenkt?
Idealerweise führt man diese Liste das ganze Jahr. Ich notier mir immer schnell, wenn eine Freundin oder ein Freund mal im Nebensatz erwähnt, was er gut findet. Ich versuche dabei, den materiellen Wunsch in ein Erlebnis zu verwandeln.
Wer sparen muss, legt eine Budgetgrenze fest; Wer basteln will, sollte sich auch schon mal eine Zeitplanung überlegen und sich ein freies Zeitfenster im Terminplaner auspicken.

4. Geschenke einkaufen oder basteln
Mit der Liste in der Hand kann man in der Mittagspause oder nach Feierabend bequem schon ein paar Dinge (also Geschenke oder Bastelmaterial) einkaufen. Eine Freundin von mir hat im Flur einen Schrank und darin ist ein Fach nur für Geschenke reserviert. Also immer wenn sie wo ist und sie etwas sieht, was Person xy gefallen könnte, kauft sie es und packt es in dieses Fach und hat das ganze Jahr über Geschenke parat. Darin sind auch Kleinigkeiten, wie eine Packung Buntstifte, ein lustig bedrucktes Paar Socken, eine gute Flasche Wein. Sachen, die auch als Gastgeschenke oder Mitbringsel funktionieren.

5. Feiertagsplanung
Wer kommt zu wem und wann? Wie soll Heiligabend aussehen? Wie die Feiertage? Sind die Tickets für die Reise gebucht? Evtl. Hotelzimmer?
Und: Plan etwas mit ein, was gegen das Durchdrehen hilft. Das ganze gemeinsame Rumsitzen und reden wird schnell zu viel, bei schlechtem Wetter sinkt die Laune, die Kinder werden unruhig und Opa fängt an darüber zu diskutieren, dass früher alles besser war. Also check rechtzeitig die Möglichkeiten. Gibt es ein Museum, das geöffnet hat? Ein Kino? kann man in der Umgebung einen langen Spaziergang machen?

6. Essen! Einkaufen!
Eigentlich Wahnsinn, dass da jedes Jahr immer so ein Aufwand getrieben wird und hinterher jammern alle wieder, dass sie zugenommen haben…und dann diese Einkaufsorgien, als ob die Zombieapokalypse ausbricht. Man versteht es nicht.
Daher: Stöber dich rechtzeitig durch die Rezepte, schreib schon mal eine Einkaufsliste oder halte dich an das traditionelle Weihnachtsgericht deiner Familie. Wenn du keines hast, erfinde eines. Das entstresst, ebenso wie Vorkochen oder Tiefkühlware. Und denk mal über Aufgabenverteilung nach. Es muss ja nich immer einer alles machen. Was das Plätzchen backen angeht – auch das kann man rechtzeitig planen. Und mit einer Teigsorte kann man viele verschiedene Plätzchen backen.
Und lagerfähige Dinge wie Toilettenpapier, Seife oder Waschmittel muss man auch nicht am 24.12. kaufen.

7. Adventskalender basteln
Wer keinen Gekauften mag und selber befüllen will, sollte sich daher auch schon rechtzeitig Gedanken um die Adventskalenderfüllung machen. Ideen en masse gibts auf Pinterest

8. Dekoration
Ich bin ja überhaupt keine Dekofee, aber ein bisschen gemütlich darfs schon sein. Minimaler Aufwand, maximale Wirkung. Und mein Augenmerk liegt auf Deko, die die ganze Wintersaison über sinnvoll ist. Lichterketten, Schneeflocken aus Papier oder mit Fenstermarker – zack hat man Deko von November bis Februar und kann sich genügend Zeit fürs Abbauen lassen.

9. Weihnachtspost verschicken
Ich verschicke so gerne Post! Allerdings definiere ich vorher, wem ich was schreibe und ob es ein Brief oder eine Karte wird. Das klappt mal gut, mal weniger gut, aber wenn man sich rechtzeitig ausdenkt, wer und in welcher Weise Post bekommen soll, gehts eigentlich. In Amerika ist das ja eher so ein Jahresabschlussbrief, wo immer ausführlich die Erfolge der Kinder beschrieben werden, aber warum auch nicht? Is doch nett, wenn man sich wenigstens einmal im Jahr per Brief ein Update gibt.

10. entstresste Terminplanung + Selfcare
Dezember is Zeit für Weihnachtsfeiern, Nikolaus, Gottesdienste usw. Aber es ist auch schön leer: Im Kino, im Museum, in der Bibliothek….herrlich! Meinen 30. Geburtstag damals habe ich gefeiert, in dem ich mir einen Ausflug nach Kiel gewünscht habe und wir waren die einzigen im Naturkundeuseum. Danach gabs Torte. Das war supergut. Weihnachten soll ja besinnlich sein, das vergisst man in dieser Konsumhektik nur leider immer. Dabei ist Dezember als Jahresabschluss-Monat doch total magisch! Also könnte man sich doch auch jetzt schon mal hinsetzen und sich ein paar Dates mit sich selbst ausmachen, damit aus dem hektischen Dezember ein langsamer Monat der Introspektion und Seeligkeit wird. Nachdenken über das vergangene Jahr, sich vorbereiten auf das Nächste…einfach einen Gang runterschalten und sich erlauben, bei der Hektik da nich mitzumachen.


Was sind deine Tipps für eine beSINNliche Adventszeit? Wie und wann bereitest du dich auf Weihnachten vor? Hast du den ultimativen Tipp, der vor Weihnachtsstress bewahrt?