6 Tipps zum Secondhand Shopping – wie der Stoffwechsel auch Minimalisten Spaß macht

Okay – es folgt eine Tatsache und eine Beichte.
Die Tatsache: Ich hasse Shopping als Freizeitbeschäftigung. Den Sinn davon habe ich noch nie verstanden.
Die Beichte: Shoppen in Secondhandläden macht mir dagegen richtig viel Spaß. Das war nicht immer so. Und genau deshalb möchte ich davon berichten.

Lange Zeit habe ich überlegt, wie Secondhand Shopping als Minimalst vereinbar ist. Man kann nämlich beim Secondhand Shopping nich losgehen und genau das Teil finden, was man benötigt, sondern muss sich immer überraschen lassen. Dafür braucht man Geduld und Nervenstärke. Doch die Idee, möglichst nachhaltig und günstig seinen Kleiderschrank zu „füllen“ ohne Fairtrade Mode kaufen zu müssen, fand ich ziemlich gut. Also habe mich darauf eingelassen und werde seit dem ich es geschnallt habe regelmäßig belohnt.

Vielleicht findest du es eklig gebrauchte Kleidung zu kaufen. Falls das der Fall sein sollte, überleg mal, was das geringste Übel für dich ist: Vielleicht fängst du erstmal mit Accessoires an, wie Gürtel oder Taschen. Guck dich einfach mal um, was der Secondhandladen in deiner Nähe anbietet.
Unterwäsche, Socken, Bademode und Nachtwäsche kaufe ich auch nur neu und das finde ich völlig in Ordnung. Hosen auch, aber das lag bisher daran, dass ich noch keine im Secondhandladen gefunden habe.
Oder veranstalte mal mit deinen Freundinnen und Freunden eine Kleidertauschparty. Von einer Freundin würdest du doch einen Pullover anziehen, oder? Warum nicht auch von einem Unbekannten, aus dem Secondhandladen?

Hier nun das Destillat aus meiner bisherigen Secondhand-Shopping-Erfahrung:

1. Wissen, was einem steht und wie man sich kleiden will
Seit ich mein Stilmotto (Galaxy Warrior) gefunden habe und durch die Typberatung weiß, welche Farben mir stehen, gucke ich ganz anders in den Läden. Das gilt natürlich auch für Secondhand. Dort ist es sogar noch besser, weil die Kleidung meistens nach Kategorie und innerhalb der Kategorie nach Farben sortiert ist. Ich kann also wunderbar alles, was mir nicht steht ausblenden. Wer keine Ahnung von seinem Stilmotto hat, guckt mal bei into-mind.com oder theorganizedcardigan rein. Das Prinzip zur Stilfindung lässt sich übrigens auch als Mann anwenden.

2. Qualität erkennen (lernen)
Gute Qualität erkennen lernt man am Besten, wenn die Klamotten schon ein paar Mal getragen und gewaschen wurden und immer noch gut aussehen. Sind Fusseln zu sehen („Pilling“)? Zieht das Teil Fäden? Wie sehen die Säume aus? Gibt es Löcher oder Verfärbungen? (z.B. Deoränder) Kratzt der Stoff/das Material?. Ist das Teil noch in Form oder hat es sich schon verzogen? Welche Marken sind langlebig, welche nicht? Was steht auf der Waschanleitung? Bedruckte Kleidungsstücke oder besondere Stoffe bedürfen eventuell der Handwäsche. Bist du bereit, das Teil so zu pflegen? wenn nicht, lass es liegen.
Ich notiere mir auch ein paar Markennamen, wenn mir das Teil nicht gepasst hat, aber die Qualität top war. Man weiß ja nie.

3. Stöbern macht Spaß
Wenn ein Laden auf deiner Strecke liegt, guck regelmäßig rein. Secondhand Shopping funktioniert nicht auf Knopfdruck. Das braucht Zeit, es ist #slow – man braucht auch Geduld um tolle Sachen zu finden.
Ich mache jährlich eine Inventur von all meinen Klamotten und weiß daher, dass ich mal ein paar Shirts brauche. Manchmal sind es Hosen, ein anderes Mal wäre eine neue Bluse oder ein dicker Pullover nicht verkehrt, je nachdem, was ich aussortiert habe und glaube zu brauchen. Mit diesem groben Ziel geh ich los und klapper regelmäßig meine Lieblingsshops ab. Im Laden vor Ort steuer ich den Kleiderständer mit den Blusen an und sehe mir jedes Teil der gewählten Farbe an. Zwischen den Bügeln verbergen sich Schätze.

4. Sprich mit den Verkäufern
Die Verkäufer in den Läden kennen sich gut aus. Frag nach, wann und wie oft sie beliefert werden und plane deine Shopping-Ausflüge entsprechend. Gerade wenn du was Spezielles suchst, können dir die Verkäufer weiterhelfen.

5. Zieh dich bequem und funktional an
Wenn du tatsächlich einen Secondhand-Shopping-Samstag planst, denk an funktionale und bequeme Kleidung, da du vermutlich viel anprobieren wirst. Wenn du Schuhe hast und noch ein Kleid für einen besonderen Anlass brauchst, zieh die Schuhe an oder nimm sie mit. Wenn du weißt, dass der Secondhandladen eher ne dürftige Umkleidekabine hat, zieh ne Leggins und ein Tanktop drunter. Anprobieren vor Ort ist wichtig, weil man 1. die gebraucht erstandenen Sachen meistens nicht mehr umtauschen kann und 2. sich alle paar Jahre mal die Kleidergrößen ändern und bei Vintagemode komplett anders sind.

6. Spickzettel basteln
Gut, das ist ein Tipp, der für normales Shopping auch gilt. In meinem Filofax habe ich eine extra Kategorie für Stil und Klamotten, denn gute Vorbereitung erspart mir Stress und Zeit. Da drin befindet sich nicht nur meine Farbpalette, sondern auch diverse Maße, z.B. Handschuhgröße, perfekte Kleider- bzw. Rocklänge, Stylingideen, Kleider- und Schuhgrößen USA, Europa und GB. Den Rest habe ich als geheimes Pinboard in der Pinterest-App immer im Smartphone dabei.

In Hamburg gehe ich übrigens gerne in diese Läden:

  • Oxfam Shops (kleine Auswahl, dafür sehr günstig)
  • Stilbruch (neben Gebrauchtmöbeln gibts in der Ruhrstraße auch Klamotten)
  • Vintage & Rags (ausgefallene Vintage-Mode und Accessoires. Wer Vintage Sportswear oder Amerikanische Shirts sucht, wird hier fündig)
  • Humana Second Hand in Harburg (große Auswahl, teilweise qualitativ
  • Second Live in Harburg, ein paar Häuser nach dem Humana Secondhand Landen (große Auswahl, auch für Männer. Toll für dicke Jacken und Mäntel sowie große Größen)
  • Pick ’n Weight am Pferdemarkt (vintage, leider ziemlich kleiner Laden, aber wer Geduld hat findet Schätze)

weitere Läden in Hamburg findet man in dieser Broschüre von Greenpeace Hamburg.

Kaufst du deine Kleidung Secondhand? Was hast du gelernt? Welche Tipps und Tricks magst du teilen?

(M)ein grüner Mantel

Der Tag ist gekommen. Der grüne Mantel kommt nun in den Altkleidersack.

Als ich damals Liebesbriefe und Andenken von Ex-Freunden in den Müll warf, war das einen halben Tag lang ziemlich heftig, dann hat es mich aber nicht mehr interessiert.
Aber das mit dem Mantel ist ne Nummer größer. Der grüne Lodenmantel hat mich mehr als 15 Jahre lang durch die kalte Jahreszeit begleitet. Er war ein Geschenk meiner Oma, die ihn mir nach meinem Gejammer ob der Kälte mit den Worten „Der ist noch Pfennig-Gut“ überreichte. Ich trug ihn jeden Winter und war damit für einige ein lustiger Anblick, weil ich aussah wie ein Waldwichtel.
Sowas ist mir ja egal, er war warm und als sich das Innenfutter zersetzte, habe ich ihm ein neues machen lassen.

Warum also aufgeben? Der Loden ist an einigen Stellen ziemlich abgewetzt und das gute Teil hat auch schon das eine oder andere Mottenloch. Und ehrlich gesagt habe ich mich auch an der Farbe satt gesehen. Ich habe mich verändert und das Grün passt da nicht mehr dazu. Außerdem ist der Mantel aus den 50ern und darf nun endlich in Rente gehen.
Ja, ich hätte ihn upcyclen können. Aber die Verbindung dazu ist mir abhanden gekommen. Der Mantel hat sich vom Herzensstück in ein „Ding“ verwandelt und es ist Zeit sich zu lösen.
Und weil es doch nicht so leicht ist, wie das mit den Liebesbriefen (was ich wirklich sehr seltsam finde), setze ich dem Mantel hiermit zumindest ein virtuelles Denkmal.

Was ist dir beim Entrümpeln bisher am Schwersten gefallen? Welchen verlorenen oder weggebenen Dingen würdest du gerne ein virtuelles Denkmal setzen? Vermisst du es?

Wenn du deinen Körper liebst, wird dein Leben leichter

Okay, ich glaube wir machen uns nicht genügend Gedanken darum, wer oder was unser Körperbild formt – kann das sein?
Wir werden überall mit einem bestimmten Körperbild überfallen. Es gibt den behaarten Norm-Hipster mit Undercut und Vollbart, es gibt die muskulöse Sportskanone, das braungebrannte Bikinibabe mit Silikonbrüsten oder das gepiercte, buntgefärbte Post-Punk-Pixie-Dreamgirl. Dazwischen gibts nichts mehr. Und das ist nur Pinterest und Instagram. In den Zeitschriften sieht es – je nach Zielgruppe – ähnlich aus.

Aber was machen diese Bilder mit uns?

Klar, sie können motivieren, fitter und gesünder zu leben. Aber kommt davor nicht eine permanent stattfindende Verunsicherung?
Und führt diese Verunsicherung wieder zum Konsum? Eine Migliedschaft im Gym, spezielle Diätpulverchen oder Superfood, neue Klamotten, Make-up – es wird alles gekauft, was die Verunsicherung vertreibt.

Aber keine Panik, auch da haben die Medien vorgesorgt. Im Jahreskreislauf der Printausgaben gehts im Herbst los mit der Gemütlichkeit, da darf man das neue Plätzchenrezept probieren und sich einen Pullover in Übergröße stricken, um dann im Frühjahr wieder mit der neuesten Diät und einem wissenschaftlich ausgeklügelten Fitnessplan zur genormten Körperelite gehören zu können. Dazwischen, im Sommerloch, wenn eh alles faul herumliegt und in der Sonne schmilzt wird verkündet: Liebe deinen Körper, wir sind gut so wie wir sind. Das ist zwar schön, gut und richtig, hilft aber nicht. Nicht, in solchen Magazinen. Das ist einfach nur unglaubwürdig. (Falls hier Redakteure mitlesen: Lasst das Thema mal, okay? Es langweilt. Durchbrecht mal euer Muster)

Und seinen Körper wirklich zu lieben ist gar nicht so einfach. Ich finde, es ist sogar üble Schwerstarbeit bei all den Gebrechen und Vergleichen! Aber tun wir für einen Augenblick so, als würden wir unseren Körper lieben. Wir haben ja nur einen, also wäre es doch zeit damit anzufangen, non?

koerperliebe und konsumbefreiung

Wenn du deinen Körper liebst, machst du dir keine Gedanken mehr darum, was andere denken könnten. Du wirst dankbar. Du hast diesen einen Körper und er funktioniert.
Du bist nicht zu fett oder zu dünn, du bist genau richtig.
Dein Körper ist ein Wunder.
Dein Herz schlägt, du kannst atmen, weinen, lachen, bluten und kacken. Ein super Kreislauf!
Du kannst dir heftig weh tun und gute Sachen essen, die dich wirklich nähren.
Du hast Körpergefühl und willst dich bewegen. Du willst dich ausruhen. Wenn dein Körper krank wird, sagt er dir, was er braucht.
Du lebst.

Du magst dich und hörst auf, Magazine zu kaufen, die dir dauernd sagen, dass du einen Beachbody oder eine Bikinifigur brauchst.
Wenn du deinen Körper liebst, wird dein Leben leichter.

Meine 3 Tricks für einen vereinfachten Alltag

Auf Pinterest stolpert ja manchmal über diese ganzen „Life-Hacks“ von Leuten, die so dermaßen clever sind, dass man sich fragt, warum man da nicht selbst drauf gekommen ist! Vielleicht gehts nur mir so, aber ich finde einige dieser Lifehacks so nützlich, dass sich mein Leben vereinfach und dadurch verbessert hat.
Daraufhin habe ich überlegt, ob ich nicht auch solche Tricks auf Lager habe und nach einer Woche nachdenken (ja echt!), habe ich doch 3 Sachen gefunden, die ich mache, um mir selbst das Leben zu vereinfachen:

1. Nur schwarze Socken anziehen.
Da gibts beim Kaufen nix zu überlegen (ich find bunte Socken immer ein bisschen stillos, kindisch und zu klein) und die Socken passen immer zusammen. Und ja, ich zieh auch verschiedenartige Socken an, wenn ich sie mal falsch zusammengefügt habe. Is mir egal. Ist ein wirksamer Schutz gegen Pixie-Schabernack und beim nächsten Waschen hab ich ja wieder die Chance es richtig zu machen :D
3 tricks für einen einfachen Alltag | Welche Tricks hast du? - Frau DingDongs Leben.

2. Ein Glöckchen am Schlüsselbund tragen.
Seit Jahren ein ständiger Begleiter. So kann ich hören, ob ich den Schlüssel in der Tasche habe, in dem ich einfach nur Rucksack oder Tasche schüttle. Kein nerviges Herumkramen mehr.
3 tricks für einen einfachen Alltag | Welche Tricks hast du? - Frau DingDongs Leben.

3. Statt Strumpfhosen – (Kokos-)öl oder Fettcreme verwenden.
Ich trage eigentlich nur Hosen. Und alle Hosenträger wissen: Lange Unterhosen oder Strumpfhosen sind unter Hosen nervig. Entweder man muss sich im Büro wieder ausziehen oder man friert unterwegs. Ich schmiere mir seit Jahren Fett auf die Unterschenkel. So wird meine Haut nicht nur gepflegt, nein, die Fettschicht lässt die Kälte nicht so schnell durch! Es erstaunt mich immer wieder, wie gut das hilft.
3 Tricks für einen einfachen Alltag | Welche Tricks hast du? - Frau DingDongs Leben.

Vielleicht hab ich in Wirklichkeit noch Tricks auf Lager, die ich in den Pool werfen könnte, aber mir fällt gerade nix mehr ein. :D
Welche Tricks hast du auf Lager? Was kann ich mir von dir abschauen?

Tschüss, 2015! Ein Jahresrückblick.

Der letzte Eintrag in diesem Jahr – waaah!!
2015 war für mich ein sehr interesssantes Jahr, obwohl ich manchmal auch ziemlich kraftlos war. Ich musste dieses Jahr hart daran arbeiten, mir meine Laune aufgrund einer dummen beruflichen Situation nicht verderben zu lassen. Aber ich glaube, das habe ich mit meinem Jahresmotto ganz gut geschafft.
Mein diesjähriges Motto war „Wachstum & Veränderung“ (auf englisch growing & glowing, das find ich griffiger:D) und bot mir genügend Freiräume, mich in diversen Bereichen auszubreiten, abzulenken und einzutauchen. Weil 2014 nicht so gut gelaufen ist, wollte ich mehr Struktur reinbringen und habe jedem Monat auch ein Motto verpasst. Das hat Spaß gemacht, aber es gab auch Monate, wo es nicht geklappt hat. Für 2016 werde ich die monatlichen Absichten wieder bleiben lassen, da ich mir ein anderes Projekt für mehr Struktur ausgedacht habe und mich manchmal die Monatsmottos unter Druck gesetzt haben.

jahresrückblick2015

2015 habe ich quartalsweise unterteilt in Körper, Geist, Soziales und Kreatives.
Der Jahresanfang war gelungen: 8 Stunden Schlaf für mehr Energie war der Plan und obwohl das mit dem ausreichenden Schlaf nicht so wirklich funktioniert hat, habe ich mehr Energie aufgeladen. Erst nach dem Monat kam es, dass ich ausreichend geschlafen habe und es immer noch tue. Seltsam! Mit meinem 3 Min. Sport Dings wars mal so mal so. Das erste Quartal eignet sich meiner Meinung einfach nicht für körperliche Vorsätze. Immer wenn ich den Dreh raus hatte, wurde ich krank und musste von vorne anfangen. Und dann gab es wieder so viel anderes zu tun, dass ich schlicht und einfach vergessen habe, 3 Minuten herumzuhopsen. Das Problem mit der Bewegung habe ich aber im Laufe des Jahres auch noch anders gelöst. Thema gesunde Ernährung ist top! Ich esse kaum noch Fastfood, weil Herr DingDong und ich dank Chris‘ Kochtüten einträchtig nebeneinander in der Küche stehen und uns mit frischen Zutaten etwas Leckeres zu essen zaubern. Wir verursachen dadurch keine Reste, kaum Müll, müssen nicht extra einkaufen und ich gehöre nun zu den Menu-Planern, die einen wöchentlichen Speiseplan vorbereiten! Außerdem habe ich im Urlaub gelernt, dass zwei mal am Tag essen DAS Ding für mich ist und das auch wunderbar im Alltag klappt. Ich habe eine 3. Mahlzeit wegminimalisiert und esse nur noch um 10:30 und abends (gegen 20 Uhr)
Dann durfte ich dieses Jahr viel über Mode und Stil lernen. Danke an dieser Stelle an Materialfehler, für die tatkräftige Unterstützung! Ich habe einen VHS Kurs zur Stilberatung mitgemacht und das waren gut investierte 60 Euro. Das Wissen über Farben, die mir stehen, und einem Stilmotto hat mir so viel Erleichterung beim Shoppen verschafft! Ich kann das gar nicht glauben, wie einfach das geworden ist. Losgehen, wann es Zeit und sich ausschließlich schöne Dinge kaufen, die man wirklich braucht ist mir dieses Jahr gut gelungen. Ich hab jetzt schön langsam sogar den Bogen raus mit SecondHand Shopping und das finde ich klasse!

Im Bereich Kreatives und Soziales haben meine Challenges auch mal mehr, mal weniger gut funktioniert. Ich habe zwar mehr Bilder gestaltet und mein Scrapbook-Postkartenalbum hat mich das ganze Jahr kreativ begleitet, aber solche Sachen wie Streetart oder jeden Tag seine Morgenseiten schreiben, ist etwas, was ich mir vornehmen muss, damit es auch passiert. Diese kleinen Challenges taten gut, weil sie mir aus meiner Komfortzone geholfen haben.

Der Bereich „Soziales“ ist immer noch total schwach. Wird es wohl immer bleiben. Ich brauche einfach genügend Zeit zum Alleinsein, damit meine Batterien wieder aufgeladen werden. Ich muss gut auf mich aufpasssen und das habe ich 2015 gelernt und endlich auch akzeptiert. Der Trick ist – auch was Neues für mich – seine Bedürfnisse den anderen mitzuteilen. Dann ist das überhaupt kein Problem. Mit der Social Media Challenge und der #Konsumauszeit habe ich aber die soziale Komponente im Internet wiederentdeckt und wie viel Spaß das macht, wenn man es denn so nutzt. Denn da steckt die wahre Power drin!
Abgesehen davon war ich auch zu diversen Minimalismus-Stammtischen. Das große Minimalismus-Treffen in Frankfurt war ein grandioser Abschluss meines Urlaubs. Aber auch so ein Konzert, das ich allein besucht habe, hat mich in sozialer Hinsicht weitergebracht.

In meinem Scrapbook-Album hab ich ne Liste mit allem, was ich dieses Jahr zum ersten Mal gemacht habe. Zum Beispiel afrikanisch und koreanisch gegessen. Leeeeecker!!! Ich war zum ersten Mal im Grenzschichtwindkanallabor und im Tropengewächshaus, ich habe einen MOOC mitgemacht und ein Kleid gefunden, ich habe zum ersten Mal Facetime ausprobiert und amerikanischen Käsekuchen gebacken. Und nun bin ich auch noch unter die Ornithologen gegangen! Naja, Vogelbeobachtung bringt schon Spaß, aber wenn Hörnchen zu Besuch kommen zerfließt man vor Niedlichkeit :D #truestory

ferdi

Und wenn ich dann die Liste oben anschau, muss ich immer lachen. Weil das eigentlich ne Wunschliste war, die ich so hingeschrieben habe und dann trotzdem so viel davon passiert ist. Ohne großartige Anstrengung! Laut lache ich beim Punkt „viele Museen (4)“ – ich habe dieses Jahr definitiv mehr als 4 Museen besucht, es waren: 15!

Hahaha, mal sehen was das neue Jahr für mich bereithält! 2015 war jedenfalls toll.

Ich wünsche dir einen guten Rutsch! Hab Spaß, zünd ne Kerze an, gestalte dir dein eigenen Neujahrsritual, mach im Tagebuch einen Rückblick und schreib dir selbst ne Wunschliste für 2016.
Was steht drauf?

Der Klamotten-Kalender

Es ist Ende Juli und du brauchst einen neuen Badeanzug. Du gehst bei 30 Grad Außentemperatur in den Laden deiner Wahl und denkst: „WTF?!“ – in Braun und Grau: Wintermäntel, Tweedhosen, Fleecejacken. Du siehst dich schwitzend um und entdeckst in der hintersten Ecke 3 Langweiler-Badeanzüge. In Geschäft Nr. 2 und Boutique 3 ist es der gleiche Anblick. Nichts gefällt, die Auswahl ist mies, du ziehst frustriert von dannen.
Ging es dir schon mal genauso?

Von Frühling, Sommer, Herbst und Winter haben wir uns in der Mode leider schon längst verabschiedet. „Fast-Fashion“ heißt die Devise. Und dann diese ominöse „Übergangssaison“ mit Kleidungsstücken, die in Wirklichkeit keinen Sinn machen (kurzärmelige Jacken, ungefütterte Jacken, Pullover in Kombi mit Daunenwesten…die Liste ist endlos). Ich sehe überall nur diese roten Schaufensteraufkleber die kurz nach einem Sale sofort den Mid-season-Sale ankündigen.

Ich habs hier ja schon oft genug erwähnt: Ich hasse einkaufen. Das war schon immer so und das wird vermutlich auch für immer so bleiben. Aber noch viel mehr hasse ich es, wenn ich tatsächlich mal was brauche, ich mich also in die Läden bequeme und es dort exakt nichts gibt, das mir gefällt und meinen Ansprüchen genügt.

Das macht mich völlig fertig. Und deshalb bin ich mal in mich gegangen und habe meine Beobachtungen aufgeschrieben, das Ganze mal ein bisschen recherchiert, erfragt und in Kladde gegossen. Ich will hier nicht zum sinnlosen Shoppen aufrufen sondern Frustration vermeiden. Deshalb gibt es nun – trommelwirbel – den Klamotten-Kalender!

klamottenkalender

Januar
Die erste Frühjahrsmode taucht auf, die bisher nicht vekaufte Winterware landet in der Sale-Ecke

Februar/März
Noch mehr Frühjahrsmode, in den von den Designern formulierten Trendfarben des Jahres (Dauertrendfarben sind türkis, hellgrün, koralle und erdbeerrot, seeeehr viel Pastell…) Die Stoffe sind auch für den Übergang abgestimmt (Baumwolle, Seide, Polyester). Wer sich vorgenommen hat, im Sommer eine luftige Leinenbluse zu kaufen, sollte es jetzt tun. (Oder hast du im August schon mal ne Leinenbluse in den Läden gesehen?)

April/Mai
Anfang April herrscht Hochsommerlaune in den Läden. Jetzt gibts alles, was kurzärmelig ist inkl. große Auswahl bei der Bademode. Sommerkleider, leichte Stoffe und ja – schon die ersten Schnäppchen bei der Frühjahrsmode.

Juni/Juli
Die letzte Lieferung von Sommermode kommt rein, bevor alles auf im Sommerschlussverkauf landet (Der SSV wird eigentlich immer in der letzten Juli-Woche angekündigt). Die Geschäfte räumen ihre Lager für die ankommende Herbstmode. Die Stoffe werden schon ein bisschen dicker und die Farben dunkler.

August
Die ersten Sticksachen kommen in die Läden, ebenso wie Kleidung aus robusteren Stoffen (Lederjacken!)

September
Dieser Monat bietet die wohl breiteste Auswahl an Herbstmode. Zumindest kommts mir immer so vor. Verrückterweise gibts ja auch ab September schon Stollen und Schokonikoläuse…

Oktober
Hurra, die Wintermode ist da. Jogginganzüge, dicke Pullover, Skisportklamotten. Bester Zeitpunkt um seine Wintergarderobe aufzustocken. Oh und was auch noch rüberschwappt ist dieses komische Black-Friday-Shopping, also meidet Ende Oktober ganz besonders die EKZ.

November/Dezember
Noch mehr Winterklamotten, diesmal mit einem Hauch Luxus. Klar – Weihnachten steht vor der Tür. Samt, Cashmere und viel Blingbling für Silvester. Nach Weihnachten fallen die Preise.


Es ist nicht ganz einfach, sich das alles zu merken und klar, manchmal funken die Trends auch dazwischen, aber generell kommt das wohl hin. Da ich mir ja sehr gut überlege, was ich als Ergänzung für meine Garderobe brauche, kann ich anhand der Liste gezielter danach gucken und mich für den Rest der Zeit entspannt zurücklehnen.

Was fehlt in der Liste? Was ist dir in den Läden aufgefallen?

Wochenrückblick KW37/2015

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Ich glaube, ich brauche wirklich mal eine Nachrichtendiät, das war diese Woche schon fast wieder zu viel des Guten Schlechten. Lieber selbst Nachrichten und Infos auswählen:

Zum Beispiel diese: es wurde in einer afrikanischen Höhle eine „neue“ Menschenart entdeckt und die erste 3D gedruckte Titan-Brustkorbprothese wurde einem 54 Jahre alten Spanier eingebaut. Schon wieder ein Cyborg.

Warum Kleidung für Frauen schneller auseinanderfällt. Interessanter Artikel. Ich teile den Eindruck, dass Klamotten aus der Damenabteilung sofort in seine Bestandteile zerfällt, wenn man sie ein paar Mal gewaschen hat. Das weiß ich aber nur, weil ich manchmal einfache T-Shirts oder Schuhe in der Männerabteilung kaufe. Die Nähte halten länger, die Sohlen sind besser verklebt, die Farben verblassen nicht so schnell. Echt ätzend.
Frau Vinken hat diesbezüglich auch interessante Ansichten zum Thema Mode als gesellschaftlicher Seismograph und passend dazu ein Interview einer Vollzeitbloggerin über ökokorrekte Mode und die Tatsache, dass auf Instagram kein bewusster Konsum zu sehen ist.

14 Komplimente, die jeder mal hören sollte.

80er Filme als Hörbücherwie geil ist das denn?!

Sterne fressen

Das Buch klingt interessant, kommt mal auf meine Leseliste.

Diese Woche ist ein neuer Teaser für die kommende Marvel-Serie „Jessica Jones“ rausgekommen. Wunderschön.

Als Berufsanfänger hat man es in einer neoliberalen Gesellschaft heute echt nicht mehr leicht. Über Berufsanfang und Zukunftsangst.

Das wars schon. Ich räum jetzt mal mein Zimmer auf.

DIY Loopschal

Um meine persönliche Stil-Idee voranzutreiben, habe ich mich für ein einfaches Projekt entschieden. Ich habe Blut und Wasser geschwitzt, weil ich im Umgang mit der Nähmaschine überhaupt nicht geübt bin, aber es ist aus einem Stück Stoff ein tragbares Accessoire im Metallic-Look entstanden, deshalb bin ich total stolz und kann es eigentlich noch gar nicht glauben. Herr DingDong war dabei die treibende Kraft. Ich habe mich fleißig davor gedrückt und als ich ihm das sagte, ist er aufgesprungen und hat die Maschine aufgestellt. Es gab also kein Entkommen!

Dabei ist es so einfach und gelingt mit einem Stoffrest. *andiestirnklatsch*
Ich habe mir silber-grau schimmernden Polyester-Stoff ausgesucht und bei der Auswahl des Stoffes darauf geachtet, das er nicht kratzt. Mein Stoffrest hatte die Maße 40 x 140 cm. Er sollte ausreichend lang sein, damit man ihn um den Hals schlingen kann.

LoopschalDIY

  1. Den Stoff ausbreiten und rechts auf rechts zur Mitte falten.
  2. Die Längskanten mit einer gleichmäßigen Nahtzugabe zusammennähen.
  3. Den Schal wenden. Die Nahtzugaben liegen nun innen.
  4. An einer Öffnung die Kanten gleichmäßig nach innen falten und kurz drüber bügeln.
  5. Die Kanten der ungebügelten Seite in die Öffnung mit den gebügelten Kanten stecken und mit Stecknadeln fixieren. Das war ein bisschen nervig, weil mein Stoff so rutschig war. Aber wir haben es geschafft. So entsteht jedenfalls der Loop.
  6. Die Öffnung vernähen, in dem man über alle Stofflagen näht.

FERTIG!

schal1

Zuerst wollte ich eine riesige bebilderte Anleitung machen, aber wenn du ein Stück Papier nimmst und dir die Schritte mal damit durchfaltest, wirst du sofort merken, was du zu tun hast. Viel Erfolg!

Produktfrei leben – Update 2015

Kinder, wie die Zeit vergeht. Es ist unglaublich. Und es ist Unglaubliches passiert. Danke für eure immer mal wieder auftauchenden Mailanfragen – hier nun das traditionelle Update zu meiner (fast äh nicht mehr?) produktfreien Routine.
Falls du nicht weißt, worum es geht: Im Mai 2011 habe ich einen Monat lang auf sämtliche Körperpflegeprodukte verzichtet.
Zwischendurch haben sich ein paar Kleinigkeiten eingeschlichen und wieder rausgeschlichen. Nur jetzt…mmh…irgendwas ist anders. Es ist fast so als hätte ich vergessen wie toll das alles war…?! Lest selbst:

Duschen/Haare waschen:
Von der Haarwäsche mit Natron bin ich ganz weggekommen. Nicht weil ich nicht mehr davon begeistert bin, sondern einfach weil ich es nicht mehr brauche. Als meine Haare „umgestellt“ waren, hat alle paar Tage eine Essigspülung gereicht. Und dann hat sich immer mehr die Sache mit der Haarseife eingeschlichen. Zuerst nur testweise, dann kam der Wellnesscharakter und plötzlich habe ich mir im letzten Urlaub ein Stück Haarseife gekauft, die ich auch regelmäßig nutze. Alle drei Wochen. Sonst trocknen meine Haare so dermaßen aus, dass ich Stroh aufm Kopf habe.
Warum ich das gemacht habe? Keine Ahnung! Vermutlich hatte ich wieder mal einen Bad-Hair-Day der von schlechter Ernährung oder Krankheit rührt. Ich habe übrigens immer noch nicht herausgefunden, was genau meine Haare bzw. meine Kopfhaut zum Durchdrehen bringt.
Für die Dusche nehme ich Seife. Ich hab letztes Jahr zum Geburtstag so dermaßen viel Seife geschenkt bekommen, das reicht für die Zombieapokalypse. Brauch ich zwar auch nicht, aber es ist das einzig gute Mittel um Sonnencreme oder fiesen Dreck wegzubekommen. Der Duft ist auch angenehm. Wenn es morgens aber richtig schnell gehen muss, dann verzichte ich aber aufs Einseifen.

Zahnpasta und Zahnpflege:
Hier gibts nichts Neues. Ich wechsel zwischen meinem selbstgemachten Zahnputzpulver und Bürste pur. Auf Reisen nehme ich manchmal auch Salz oder eben auch gar nichts. Die Zahnpflege dauert mit Bürste pur zwar länger, aber dafür putze ich auch gründlcher. Mein Zahnarzt ist zufrieden, Probleme habe ich keine. Oh und ich schwöre auch auf meinen Zungenschaber.

Deo:
Das selbstgemachte Natron-Sprühdeo ist und bleibt der Hammer. Herr DingDong und ich haben mit ätherischem Öl experimentiert und haben supereffektives, gut duftendes Deo gezaubert. Ich habe wirklich nichts besseres gefunden und ich weiß das, weil ich – aus Faulheit/Angst/geringes Selbstwertgefühl/wasauchimmer Deos gekauft habe. Meistens zwischendurch, in meiner Mittagspause. Bei einem normalen Sprühdeo ist der Sprühkopf kaputt gegangen, weshalb nur noch Spritzer rauskommen, bei einem handelsüblichen Deospray habe ich hinterher Asthmaanfälle, weil ich so eingenebelt bin. Ganz ganz furchtbar!

Körperpflege:
Da hat sich nix geändert. Ich benutze Sonnencreme und Öl. Und das auch nur selten.

Make-up:
Interessanterweise sind da auch wieder 1-2 Stücke dazu gekommen und ich hab richtig Lust mir einen bunten Lidstrich zu ziehen. Ich glaube, das kommt daher, dass meine Kleidung im Laufe der Zeit so langweilig geworden ist (wenn ich was gekauft habe, war es schwarz. Laaaaangweilig) und ich das Bedürfnis nach einer Art Verkleidung/Uniform habe.

Der Kauf von so unnützen Produkten wie Deosprays oder Haarseife war glaube ich eine Mischung aus Faulheit und Verwöhnprogramm. Dabei hat es mir eigentlich nur Nachteile beschert. Ich werde das jetzt aufbrauchen bzw. entsorgen und nichts mehr nachkaufen und weiter erforschen woher das genau kam. Es scheint ja fast so, als hätte ich eine Art Minimalismus-Alzheimer?! Sehr seltsam.

Nachlese:
Produktfrei Leben – Update 2014, Update 2013, 2012 und die Nachwirkungen 2011

Kleine Erinnerung – aus alt mach neu

Das schreib ich in erster Linie für mich auf. Als Erinnerung dafür, dass ich alten Sachen ein neues Leben einhauchen kann.
(Und wenn es dich auch inspiriert, juhu!!)
Als ich neulich meinen Kleiderschrank radikaler als sonst entrümpelt habe, hat sich das irgendwie merkwürdig angefühlt. Die Sachen, die übrig sind, tragen sich gemütlich, aber öfter als sonst hab ich sie auch nicht angezogen. (Das merke ich übrigens so.)
Ich habe mich gefragt, warum das so ist. Ich glaube, es liegt daran, dass mir die Sachen so langweilig geworden sind.

Beim Entrümpeln der Taschen und Rucksäcke wollte ich meinen Bundeswehrrucksack schon weggeben. Ganz Teenager-like war er vollgeschmiert mit total tiefen Gedankengängen und obwohl er praktisch war, fühlte ich mich zu erwachsen dafür. Also was tun? Glitzer drauf schmieren und aufs Erwachsen sein pfeifen. (Was soll das überhaupt sein, Erwachsen sein?! hat mir bisher auch niemand erklären können…)

Ta – Da! Er sieht BAM! aus, oder??? Kleines Highlight ist der Han Solo Textilsticker den ich im Phaeno-Museumsshop gekauft habe. Also wenn ihr mich daran erkennt, sagt mal „Hallo“ okay?

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Das Glitzer heißt offiziell „Hologramm“ und schimmert blau, grün und durchsichtig. Manchmal auch lila.

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Ich werde also jetzt meine „langweiligen“ Klamotten ein Update verpassen. Knöpfe ändern. Stickereien. Buttons anbringen.

Wer für den Anfang ein paar Ideen braucht, kann mal in meinem DIY Pinboard gucken.
Meine Highlights:
Hausschuhe aus Filzresten
Comic-Schuhe, oh ja!!
Seidentücher werden zu nem schicken Sommertop
Aus Socken Handschuhe machen!

Verlink mir doch mal ein paar coole DIYs für die Garderobe! Welchem Kleidungsstück hast du zuletzt ein Update verpasst?