Eine perfekte Woche

Seit 4 Wochen übe ich eine neue Ernährung (die Diät heißt: weniger & besser) und es klappt eigentlich ganz gut. Jetzt hab ich meinen ersten Durchhänger, weil es so ein seltsamer Zustand zwischen Routine und Überforderung ist und ich gerade ein bisschen Motivation brauche. Und weil ich in solchen Zeiten immer gerne aufschreibe, habe ich Bilanz gezogen und mich gefragt, warum das bisher so gut lief und es das früher nie tat – und genau das will ich mit dir teilen, weil ich glaube, dass das für jeden nützlich ist und ich es bisher nirgendwo in meiner Blogblase gelesen habe.

Ich halte nichts von Perfektionismus. Es merkt ja eh keiner, ob man sich jetzt zu 150 % oder zu 60 % anstrengt, man wird immer – je nach Fähigkeit und Qualifikation – über- oder unterboten. Nur bei neuen Gewohnheiten und Vorhaben mache ich aktuell eine Ausnahme. Ich habe gemerkt, dass ich mich nämlich prima austricksen kann und das geht so:

1. Sich ein Ziel setzen
2. Überlegen, wie man da hin kommt
3. Es für eine einzige Woche ausprobieren
4. In dieser Woche das Bestmögliche geben und es so perfekt wie möglich machen.

In meinem Fall ist das: 1. Abnehmen, 2. weniger und gesünder essen, viel trinken und Hilfsmittel nutzen (App zum Kalorienzählen, Menüplan, Vorratsschrank sichten und ausmisten), 3.+ 4. ausprobieren und genau prüfen, obs geklappt hat

Es ist nämlich so, dass ich mich immer gerne in Plänen und Ideen verheddere und dann nicht ins Tun komme. Und wenn die Pläne, Ideen und Hilfsmittel gut waren, klappte es nicht, weil ich den Zeitraum von einem Monat zu überwältigend fand. Mir sind auch Deadlines irgendwie zu abstrakt?! (keine Ahnung ob du verstehst was ich meine, aber diese SMART Zielsetzung geht mir irgendwie auf den Keks)
Mit dem Fokus auf eine perfekte Woche gehts.

Die erste Woche war perfekt, die zweite auch, obwohl da schon wieder zu viel Alltag war, die 3. und 4. Woche litt schon wieder sehr unter Konzentrationsverlust – aber das ist auch nicht mehr so schlimm, denn die Gewohnheiten sind ja trotzdem schon da und jetzt kann ich einfach wieder auf den Resetknopf drücken und mich wieder auf eine perfekte Woche konzentrieren. Und dann gehts immer so weiter und so fort und das meinen die Changecoachgurus aus diesem Internet wenn sie sagen: Kleine Schritte führen zum Ziel.

Geschnallt habe ich das erst während des Fastens. In der Fastenzeit habe ich nämlich genau das getan: Mich auf eine perfekte Woche ohne Fehler konzentriert. Ich musste aufpassen genügend zu trinken, mich zu entspannen, auf meinen Körper zu hören, ihn an die frische Luft bewegen und dann langsam wieder Schritt für Schritt kauen und essen lernen. Eine Woche lang. Und 4 Wochen später habe ich immer noch nicht zugenommen, habe meinen Zuckerkonsum reduziert, nasche keine verpackten Süßigkeiten mehr und esse mit Spaß und Genuß seltsame Dinge aus dem Bioladen. (Hefeflocken sind Zauberflocken, btw)

Wichtig ist dabei die wöchentliche Rückschau:

  • Wie ist es diese Woche insgesamt gelaufen?
  • Was hat gut funktioniert?
  • Was hat nicht funktioniert?
  • Was kann ich in der nächsten Woche verändern?
  • Welche Herausforderungen tauchten auf und welchen Plan B gibt es dazu?

Also erzähl mal: Was motiviert dich, um bei deinen Vorhaben dran zu bleiben? Klappt das bei dir mit diesen SMART Goals? Wenn ja, wie? :D Wie gehst du Veränderungen an?

Reden wir über Weihnachten

Ja ja, ich weiß schon! Du denkst: „Was will die denn jetzt schon mit Weihnachten?! Das is ja noch ein bisschen hin!“ – stimmt. Aber nachdem der Supermarkt schon seit Ende August alles mit Lebkuchen ausstaffiert hat, dachte ich, dass das gar nicht mal so dumm ist, sich jetzt schon über Weihnachten aufzuregen Gedanken zu machen.
Denn jetzt kann man sich schön viel und in Ruhe überlegen, um dann eben NICHT in diesen (Vor-) weihnachtlichen Stress zu geraten.
Ein bisschen Vorbereitung und man hat einen entspannten Advent. Das klingt doch traumhaft, oder?

Also – was kann man jetzt erledigen, damit man einen stressfreien Dezember hat?
Hier ein paar Ideen:

1. Überlege dir, ob und wie du beschenkt werden willst und fang an, mit allen darüber zu reden.
Mittlerweile krieg ich nur noch brauchbare Geschenke in Form von: „gar nichts“, Nahrungsmittel oder Sachen, die sich selbst verbrauchen. Erlebnisse sind auch toll, aber Gutscheine haben sich immer noch nicht durchgesetzt :D
Worauf ich hinaus will: Menschen lieben es Geschenke zu machen, aber wenn du Angst davor hast, wieder mit sinnlosen Plunder vollgemüllt zu werden, solltest du rechtzeitig mit allen potentiellen Schenkern darüber sprechen, dass du nichts bzw. anders handhaben willst. Schenkt euch gegenseitig ein Loslassen, ein Nichts-schenken-müssen.

2. „Was wünscht du dir?“ – „nichts“.
Der Klassiker: Eigentlich hatte man vereinbart, sich nichts zu schenken, aber dann kam der andere plötzlich an etwas vorbei, das er einfach kaufen und dir schenken MUSSTE.
Um das zu vermeiden gibt es nur zwei Auswege: Konsequent nichts verschenken und an Heiligabend den Zustand aushalten. (Schwierigkeitsstufe: hoch, für sensible Personen: seeeehr hoch)
Und: Für sich definieren, was dem „nichts“ nahe kommt und trotzdem funktioniert. Also sag etwas Spezifisches, wie z.B. 1 Flasche Craft Beer der Marke xy oder 1 Glas deiner selbstgemachten Himbeermarmelade oder: einen Gutschein im Wert von 10 Euro, damit ich mir Musik runterladen kann oder „ich wünsche mir, dass du am (Datum xyz) um (Uhrzeit xyz) zu mir kommst und wir bei Kaffee und Kuchen uns einen schönen Nachmittag machen“ oder sowas. Bedenke bei deinem Wunsch das finanzielle und zeitliche Budget des Schenkers.
Wichtig ist, deutlich zu machen, dass es völlig okay ist, so kleine Geschenke zu machen und man damit völlig zufrieden ist. Aufmerksamkeit ist in unserer heutigen Zeit auch ein Geschenk.

3. Eine Geschenkeliste anlegen: Wer wird mit was beschenkt?
Idealerweise führt man diese Liste das ganze Jahr. Ich notier mir immer schnell, wenn eine Freundin oder ein Freund mal im Nebensatz erwähnt, was er gut findet. Ich versuche dabei, den materiellen Wunsch in ein Erlebnis zu verwandeln.
Wer sparen muss, legt eine Budgetgrenze fest; Wer basteln will, sollte sich auch schon mal eine Zeitplanung überlegen und sich ein freies Zeitfenster im Terminplaner auspicken.

4. Geschenke einkaufen oder basteln
Mit der Liste in der Hand kann man in der Mittagspause oder nach Feierabend bequem schon ein paar Dinge (also Geschenke oder Bastelmaterial) einkaufen. Eine Freundin von mir hat im Flur einen Schrank und darin ist ein Fach nur für Geschenke reserviert. Also immer wenn sie wo ist und sie etwas sieht, was Person xy gefallen könnte, kauft sie es und packt es in dieses Fach und hat das ganze Jahr über Geschenke parat. Darin sind auch Kleinigkeiten, wie eine Packung Buntstifte, ein lustig bedrucktes Paar Socken, eine gute Flasche Wein. Sachen, die auch als Gastgeschenke oder Mitbringsel funktionieren.

5. Feiertagsplanung
Wer kommt zu wem und wann? Wie soll Heiligabend aussehen? Wie die Feiertage? Sind die Tickets für die Reise gebucht? Evtl. Hotelzimmer?
Und: Plan etwas mit ein, was gegen das Durchdrehen hilft. Das ganze gemeinsame Rumsitzen und reden wird schnell zu viel, bei schlechtem Wetter sinkt die Laune, die Kinder werden unruhig und Opa fängt an darüber zu diskutieren, dass früher alles besser war. Also check rechtzeitig die Möglichkeiten. Gibt es ein Museum, das geöffnet hat? Ein Kino? kann man in der Umgebung einen langen Spaziergang machen?

6. Essen! Einkaufen!
Eigentlich Wahnsinn, dass da jedes Jahr immer so ein Aufwand getrieben wird und hinterher jammern alle wieder, dass sie zugenommen haben…und dann diese Einkaufsorgien, als ob die Zombieapokalypse ausbricht. Man versteht es nicht.
Daher: Stöber dich rechtzeitig durch die Rezepte, schreib schon mal eine Einkaufsliste oder halte dich an das traditionelle Weihnachtsgericht deiner Familie. Wenn du keines hast, erfinde eines. Das entstresst, ebenso wie Vorkochen oder Tiefkühlware. Und denk mal über Aufgabenverteilung nach. Es muss ja nich immer einer alles machen. Was das Plätzchen backen angeht – auch das kann man rechtzeitig planen. Und mit einer Teigsorte kann man viele verschiedene Plätzchen backen.
Und lagerfähige Dinge wie Toilettenpapier, Seife oder Waschmittel muss man auch nicht am 24.12. kaufen.

7. Adventskalender basteln
Wer keinen Gekauften mag und selber befüllen will, sollte sich daher auch schon rechtzeitig Gedanken um die Adventskalenderfüllung machen. Ideen en masse gibts auf Pinterest

8. Dekoration
Ich bin ja überhaupt keine Dekofee, aber ein bisschen gemütlich darfs schon sein. Minimaler Aufwand, maximale Wirkung. Und mein Augenmerk liegt auf Deko, die die ganze Wintersaison über sinnvoll ist. Lichterketten, Schneeflocken aus Papier oder mit Fenstermarker – zack hat man Deko von November bis Februar und kann sich genügend Zeit fürs Abbauen lassen.

9. Weihnachtspost verschicken
Ich verschicke so gerne Post! Allerdings definiere ich vorher, wem ich was schreibe und ob es ein Brief oder eine Karte wird. Das klappt mal gut, mal weniger gut, aber wenn man sich rechtzeitig ausdenkt, wer und in welcher Weise Post bekommen soll, gehts eigentlich. In Amerika ist das ja eher so ein Jahresabschlussbrief, wo immer ausführlich die Erfolge der Kinder beschrieben werden, aber warum auch nicht? Is doch nett, wenn man sich wenigstens einmal im Jahr per Brief ein Update gibt.

10. entstresste Terminplanung + Selfcare
Dezember is Zeit für Weihnachtsfeiern, Nikolaus, Gottesdienste usw. Aber es ist auch schön leer: Im Kino, im Museum, in der Bibliothek….herrlich! Meinen 30. Geburtstag damals habe ich gefeiert, in dem ich mir einen Ausflug nach Kiel gewünscht habe und wir waren die einzigen im Naturkundeuseum. Danach gabs Torte. Das war supergut. Weihnachten soll ja besinnlich sein, das vergisst man in dieser Konsumhektik nur leider immer. Dabei ist Dezember als Jahresabschluss-Monat doch total magisch! Also könnte man sich doch auch jetzt schon mal hinsetzen und sich ein paar Dates mit sich selbst ausmachen, damit aus dem hektischen Dezember ein langsamer Monat der Introspektion und Seeligkeit wird. Nachdenken über das vergangene Jahr, sich vorbereiten auf das Nächste…einfach einen Gang runterschalten und sich erlauben, bei der Hektik da nich mitzumachen.


Was sind deine Tipps für eine beSINNliche Adventszeit? Wie und wann bereitest du dich auf Weihnachten vor? Hast du den ultimativen Tipp, der vor Weihnachtsstress bewahrt?

1 Jahr Habit Tracker und was es mir gebracht hat

Letztes Jahr habe ich das ganze Jahr über einen Habit Tracker benutzt. Über die Konsequenz bin ich selbst erstaunt :D Und ja, auch das habe ich mir von den ganzen Bullet Journal Begeisterten abgeguckt. Genutzt habe ich eine Vorlage, die ich auf pinterest gefunden habe. Sie ist von clementine creative, aber man kann sich ja auch selbst einen gestalten oder einfach einen Kalenderausdruck machen, wenn es nur um eine Gewohnheit geht. Ich habe das ja schon mal so ähnlich gemacht, nur dann eben nicht so konsequent.

Aber halt – was ist Habit Tracking und was soll das? Wenn du nicht wie ich den halben Tag auf pinterest herumgurkst, weißt du das wahrscheinlich gar nicht. Ich habe leider keine Ahnung, wer auf diese gute Idee gekommen ist, aber es ist sehr einfach: Man setzt sich Ziele, verwandelt diese in möglichst kleine, machbare Schritte und versucht, diese Schritte sichtbar zu machen, um den anstehenden Erfolg feiern zu können. Oder anders: Kleine Verhaltensänderungen führen irgendwann zum Ziel. Und wenn das nicht klappt, kann man anhand des Trackings nachvollziehen, warum das nicht geklappt hat.

Die Vorlage war einfach und schnell gedruckt, also gings sofort los. Mein persönliches Motto „Fortschritt statt Perfektion“ stand dabei über allem. Abends vorm Schlafengehen habe ich Bilanz gezogen und meine Kästchen ausgemalt.

Was ich gut finde:

  • grafisch, daher auf einem Blick erkennbar wie es läuft
  • Kästchen ausmalen macht mir Spaß
  • man kann kurzfristiger nachsteuern in dem man sofort bzw. am nächsten Tag was ändert, weil man sein Scheitern schwarz auf weiß hat

Achtung: Stolpersteine:

  • Gewohnheiten, die keinen Rahmen haben, werden nicht abgebildet. Ein Vorsatz „3 x am Tag Obst zu essen“ lässt sich nicht so gut abbilden wie ein „Obst essen“. Das muss man bedenken, sonst kann man nie ein Kästchen markieren und das frustriert. Wenn ich aber 3 x am Tag Obst esse und dies tracken will, muss ich es auch dreimal hinschreiben, und dann wirds wieder kompliziert.
  • ohne ordentliche Reflektion am Monatsende bringt es nicht viel. Der Trick beim Habittracking ist ja, herauszufinden, was man so tut bzw. nicht tut und vor allem wann man es tut, damit man seine Ziele erreichen kann. Also setz dich am Monatsende oder am Anfang oder auch in der Mitte mal eine halbe Stunde hin und überlege, was nicht so ganz rund läuft.
  • wenn das Papier nicht gut sichtbar auf meinem Schreibtisch ist, vergesse ich, meine erledigten Punkte zu markieren

Fragen zum Monatsende:

  • Wie ist es insgesamt gelaufen? Was habe ich über mich gelernt?
  • Was kann ich im nächsten Monat besser machen?
  • Was hat super geklappt? Will ich das im nächsten Monat auch noch tracken?
  • Welche Gewohnheit, die ich ändern wollte, hat überhaupt nicht geklappt? Woran lag das?
  • Was könnte mir konkret dabei helfen, diese Gewohnheit zu ändern? Kann ich es realistisch ausprobieren?
  • Wie gehe ich mit Hindernissen & Rückschlägen um?
  • An welchen Tagen gelingt es mir leichter, etwas umzusetzen? An welchen Tagen gar nicht? Woran liegt das genau?
  • Was motiviert mich? Gibt es jemanden, der mich bei der Umsetzung unterstützen kann? Wie?

Natürlich muss man nicht alle Fragen beantworten, aber sie sollten dir eine Idee geben, wie man mit diesem wunderbaren Werkzeug umgeht.

Dann kommt die Kür – und da bin ich selbst noch nicht so weit – diese ganzen Antworten auch einbauen und weitermachen. Wenn ich mir das letzte Jahr so anschaue, kann ich hervorragend Muster entdecken. Z.B. dass ich im ersten Quartal echt super dabei war. Es war diese Neujahrsmotivation, die mich getragen hat. Ich habe mich gesund ernährt, viel Sport gemacht usw. Dann brach es ein, weil die erste Erkältung kam. Dann gabs Stress auf der Arbeit, dann war Urlaub, dann wieder krank. (ja, 2017 war nicht mein bestes Jahr :D) Ich habe es nicht geschafft, mich da wieder rauszuwühlen, weil mir dazu die Energie fehlte, aber den Habit Tracker habe ich trotzdem genutzt. Jetzt kann ich mir anschauen, was gut funktioniert hat und einen neuen Versuch starten.

Gewohnheiten, die sich 3-4 Monate etabliert haben, muss man nicht mehr weiter tracken.
Wenn du etwas tracken willst, aber dich eh nicht dran hältst, kannst du es auch bleiben lassen und vielleicht einfach deinen Frieden damit machen, dass es so ist? (Zum Beispiel habe ich versucht jeden Abend rechtzeitig ins Bett zu gehen, damit ich ausgeschlafen bin. Das war echt frustierend, weil ich es einfach nie hinbekommen habe. Jetzt lass es einfach und finds ok. Den fehlenden Schlaf hol ich mir über Nickerchen und am Wochenende – ich kann jeden Monat einen neuen Versuch starten!)

Wie gehst du deine Gewohnheitsänderungen an? Nutzt du einen Habit Tracker? Wie läuft es? Hast du Tipps für mich?

Getestet: 3 Monate Bullet Journal

Okay, also ich habs 3 Monate lang versucht mit dem Bullet Journal.
Die ganzen hübschen Bilder auf Instagram sind wirklich schön, wobei ich lieber bei der minimalen Variante ohne Schnörkel, Tape und Kalligrafie blieb.

Aber ganz ehrlich: Mir gefällts tatsächlich nicht so gut, wie ich als Organisations- und Schreibfreak erwartet habe. Ich merk auch nicht, dass ich „ultimativ produktiv“ geworden bin, aber das liegt daran, dass ich das auch nicht sein muss. Ich arbeite Vollzeit und hab dann irgendwann Feierabend, den ich mir beliebig gestalten kann und meistens fülle ich die Zeit vor dem Schlafen gehen mit Spaß aus, anstatt irgendwas „Produktives“ zu machen. Wobei die Wand anzustarren für mich schon sehr produktiv ist, weil es mich erholt, aber das muss ich mir nicht notieren.

Was ich am Bullet Journal schlecht finde:

  • es ist wirklich elendig viel Schreiberei

Eigentlich macht mir schreiben wirklich Spaß und ich bin auch ein Mensch, der schriftlich nachdenken MUSS, aber irgendwie war es mir dann komischerweise doch zu viel. Vor allem dann, wenn das Heft voll ist und man seine gesammelten Erkenntnisse irgendwie behalten will, aber die To-Do Listen eben nicht. Das führt mich gleich zum 2. Punkt.

  • Man schleppt immer alles mit sich herum

Ich habe mir neben einer Monatsübersicht nur meine Tages To-Dos notiert, dazu am Ende des Monats eine Monatsreview. Der Rest waren die sog. „Collections“, also Sammlungen von Gedankengrütze in beliebiger Form. Ich hatte Geschenkelisten, Film- und Musiktipps, Notizen zu Büchern, die ich gelesen habe, Zitate, meine Werte, Ideen zur Selbstfürsorge usw.
Mich stört es wirklich total, dass ich alten Ballast nicht zwischendurch abwerfen kann. Ich will das Bullet Journal auch nicht behalten, es soll mir ja nur ein Werkzeug sein. Aber wenn ich die Seiten aus den Collection-Bereich behalten will, muss ich alles wieder irgendwo hin übertragen, siehe Punkt 1.
Die Mischung aus Alltags-To-Do und einem Destillat von Gedanken passt für mich nicht so gut zusammen.

Ich hatte auch überlegt, ob es an dem Heft lag. Denn ein solches Problem hätte ich z.B. nicht, wenn ich ein Buch mit Spiralbindung nehmen würde und alles rausreisse, was ich nicht brauche. Aber da ich Spiralbindung nich so gern mag, kommt das wohl eher nicht in Frage für mich.


Was ich am Bullet Journal aber gut finde:

  • Man sieht in der Monatsübersicht sofort genau, was man alles gemacht hat

…und man erkennt auch sofort, obs zu viel war. Das hat mir sehr genützt, weil ich so meinen Energiehaushalt besser in Balance halten konnte.

  • die sogenannten Signifiers sind brauchbar und sehr nützlich

wobei ich die Signifier sehr beschränkt habe und ich eh schon seit längerem Symbole benutze, um meine Notizen zu organisieren.



So und wie gehts weiter?

Also ich verteufle natürlich niemanden, der es nutzt, denn es ist ein sehr mächtiges Werkzeug. Aber ich muss mich selbst gar nicht so sehr strukturieren. Ich arbeite Vollzeit, habe am Wochenende frei und kann nach der Arbeit machen was ich will. Mir reicht mein (Filofax-)Kalender für meine Termine und kurzen Ideen. Sonstiges Gedankengeschwurbel notiere ich mir dann in ein schönes Notizbuch und behalte die dann auch. Das angefangene Bullet Journal Heft werde ich vollkritzen und dann wegwerfen.

Ich kann mir aber sehr gut vorstellen, dass Menschen, die selbstständig arbeiten (Hausfrauen und Hausmänner, Studenten, Freiberufler etc.) und ein hohes Maß an Organisation brauchen, gut damit fahren, wenn sie Stift und Papier mögen.

Nutzt du das Bullet Journal? In welcher Weise ist es dir nützlich? Hast du es ausprobiert und für nicht so geeignet befunden?

Zurück auf Start – eine Erinnerung

Anstatt viel zu schreiben, hab ich einfach mal eine Notiz abfotografiert:
Zeit, etwas zu ändern

Weil ich mich in diesem Monat mehr mit dem Themen Ordnung, Klarheit und Struktur auseinandersetze, beschäftigt mich wieder wieder mal das Thema „Dinge auf die Reihe kriegen“. Mich nerven diese Produktivitätstipps von Selbstständigen, die als Punkt 3 immer „Fokussier dich und lass mal Facebook, Twitter und Co. weg“ in ihren Blogs anbieten und dann doch morgens um 11 Uhr mit ihrem Smartphone vor den Coffeeshopsläden abhängen.
Okay, das war gemein. Genießt euren Kaffee. Tschuldigung. Aber hilfreich ist es für mich trotzdem nicht.

Warum? Ich arbeite Vollzeit. Und ich will auch mal was erreichen. Ich will keine clean-eating-yogini-instagram-Schnecke werden, ich will mich nur nich mehr so chaotisch und schlampig fühlen. :D

Aber wann soll ich meine Projekte und Vorhaben verwirklichen, wenn mir nach Feierabend 5-6 Stunden für Sozialleben, Partnerschaft, Haushalt und Ausruhen bleiben? Und dann sollen am Wochenende auch noch Großprojekte realisiert werden.
Tipps dafür hab ich noch nirgends im Netz entdecken können.
Die Idee mit den Prioritäten ist gut und richtig, aber irgendwie is halt alles ein bisschen wichtig und ich muss auch auf mich aufpassen, damit ich mich nicht überfordere.

Momentan lass ich den Haushalt ziemlich schleifen (Priorität: wie immer gaaaaaaanz unten auf der To-Do Liste), aber das macht mich auch nicht froh.

Vielleicht muss man Ziele realistischer sehen und sich einfach mehr auf kleine Schritte konzentrieren und das dann aber bitte auch nicht schlimm finden.
Statt beispielsweise „Bis zum 31.12. wiege ich xx“ sollte es eher „ich esse einfach ein bisschen mehr Obst statt ungesunden Süßkram“ heißen. Und sich dann über den Fortschritt freuen.

Perfektionismus loslassen. Einen Gang runterschalten.
Denn: Weniger erreichen ist immer noch besser als gar nichts zu erreichen.
Leben.

Wie bekommst du da die Balance hin? Ich bin da für Tipps total dankbar!

Was passiert mit deinem Zeug, wenn du stirbst?

Das ist eine beschissene Frage. Für alle.
Wenn du jung bist, interessiert dich die Frage nicht, weil der Tod noch weit weg ist.
Wenn du alt bist, hast du Angst vor der Frage, weil sich der Tod langsam heranschleicht.
Und trotzdem ist die Frage wichtig. In Wirklichkeit weiß das auch jeder.

Vorsorge furr NichtMinimalisten

Also: Was passiert mit deinen Sachen, deinen Aufgaben, all deinem Zeug, wenn du stirbst? Was hinterlässt du den Menschen, die dich lieben und sich kümmern (müssen)?

Wissen deine Kollegen, woran du eigentlich genau arbeitest? Würde die Arbeit weiterlaufen, wenn du morgen vom Bus überrollt wirst? Was werden deine Kinder in deinen geheimen Schatzkisten finden?

Wer sein Jetzt organisiert, macht die Zukunft für alle anderen leichter.

Der Tod ist für alle anderen da draussen ein Verwaltungsakt. Für die Betroffenen nie. Heulen will man, sich verkriechen, durchdrehen, wütend sein. Und trotzdem muss man sich um all die vollen Keller und Dachböden und Schränke kümmern. Akten ordnen, schreddern, Sperrmüll wegbringen, Formulare ausfüllen und Verträge kündigen. Das ist scheisse.

Je minimalistischer man sein JETZT gestaltet, desto mehr Raum bleibt später für die Trauer. Und das ist ein Geschenk für die Hinterbliebenen.

Vorsorgeplanung für Minimalisten

Wo fange ich beim Thema Vorsorgeplanung überhaupt an?

1) Aktuelle Lebenslage einschätzen.
Wo stehe ich? Was tue ich den ganzen Tag? Wer ist wichtig? Was ist mir wichtig? Welchen Leuten in meinem Umfeld vertraue ich?

2) Fragen klären
Wer soll im Notfall sofort benachrichtigt werden, wenn mir etwas passiert? Wie kann ich das organisieren?
Wer entscheidet im Notfall über ärztliche Behandlungen und wer setzt das gegenüber Ärzten durch?
Wer kümmert sich um meine Bankgeschäfte? Wer verwaltet mein Vermögen?
Wo will ich wohnen, wenn ich mich nicht mehr gut bewegen kann oder sogar ein Pflegefall bin?
Will ich meine Organe spenden? Teile davon? Gar nichts?
Wie will ich eigentlich beerdigt werden?
Was soll mit meinem Nachlass passieren? Gibts überhaupt was zu vererben? An wen?

3) Informationen sammeln und organisieren
Nimm dir Zeit zum Überlegen, hole Infos ein. Wie sieht eine Vollmacht genau aus? Welchen Regeln müssen dabei beachtet werden?
Gibt es vielleicht schon eine Patientenverfügung? Hast du bereits einen Organspendeausweis? Sind die Dokumente noch aktuell? Sind sie leicht für andere zu finden? Wo und wie hast du sie aufbewahrt?
Hast du mit jemanden schon mal über das Thema gesprochen?
Falls du im Job eine spezielle Aufgabe hast, ist es vielleicht sinnvoll sie kurz zu skizzieren und ein „in case of death“ File auf dem Computer oder sogar in der Personalabteilung zu hinterlassen. Selbstständige sollten sich auf jeden Fall mal mit einem Anwalt hinsetzen.

4) Mit den Bevollmächtigten sprechen
Wichtig: Will der/die Auserkorene das überhaupt? Traut sich das dein bester Freund, dein Ehemann, werauchimmer überhaupt zu an deiner Stelle zu handeln? Falls ja, sprich mit ihm/ihr darüber. Der Bevollmächtigte sollte auf jeden Fall gut über den Inhalt der Vollmacht Bescheid wissen, dass er so gut wie möglich in deinem Sinne handeln kann.

Schon alleine diese Auflistung macht mich müde. Es ist sehr viel Arbeit, sich mit seiner Sterblichkeit auseinanderzusetzen und spätestens dann wird das Thema „Minimalismus“ noch um einiges attraktiver. Wenn ich nichts habe, muss ich auch nicht daran denken. Wenn ich mich durch das ganze Entrümpeln besser kennengelernt habe, weiß ich was ich will und wem ich vertrauen kann.
Und natürlich gehts auch nicht nur um die eigene Sterblichkeit, sondern auch die von deinen Eltern oder Geschwistern…

Es ist ein saublödes Thema, ich weiß.
Trotzdem hoffe ich, dass dieser Beitrag irgendwie hilfreich ist.

Wie du nie wieder das Klopapier vergisst – ein Einkaufslisten-Hack für Faule

Es ist Samstagabend. Du sitzt aufm Klo und verbrauchst Toilettenpapier. Die Rolle hat gerade noch so gereicht. Die Rolle ist leer, du spülst und gehst ins Bett.
Dann ist Sonntag.
Es ist Sonntag und du stellst fest, dass du kein Klopapier mehr hast. Mit deinen bisherigen Erfahrungspunkten wählst du wahlweise eine Packung Taschentücher oder du zerschneidest eine Küchenrolle, um sie aufzuhängen. Du bist gestresst weil gleich Besuch kommt…

Hand hoch, wer sowas schon mal erlebt hat!?

Okay, ich sehe hier zwar keine Hände, aber ich glaube, sowas hat jeder schon mal erlebt und du willst es nur nicht zugeben :D
Weil man es verpeilt. Und man ja einkaufen war, nur hat man das Klopapier vergessen. Oder die Milch. Arrghh!

Die Lösung?
Eine Einkaufsliste!

Ich weiß, das ist jetzt nicht soooo die Neuigkeit, aber hier kommt der eigentliche Trick:

Eine Einkaufsliste ist ein mächtiges Werkzeug

Anstatt jede Woche einen Einkaufszettel zu schreiben (wo man dann doch wieder die Hälfte vergisst), macht man sich einmal einen Vordruck und hängt ihn gut sichtbar an die Pinnwand oder an den Kühlschrank.

Mit einem Textmarker werden dann die Dinge sofort markiert – und zwar von allen Familienmitgliedern – die nachgekauft werden müssen.

Die Milchpackung ist nur noch halb voll? Markieren!
Es hängt eine Klopapierrolle und es ist nur noch eine auf Vorrat? Markieren!
Du hast bald keine Seife mehr? genau: Markieren!

Mit einer vorgefertigten Einkaufsliste muss man nicht mehr rumsitzen und überlegen, was eigentlich fehlt. Kein nerviges Herumfragen mehr, ob wer noch was bestimmtes braucht oder haben will.


Einfach anfangen:

Schreib alle Artikel auf, die du (und dein Partner, deine Familie) regelmäßig verbrauchst.
Wenn du keine Idee hast, was das sein soll, inspiziere deinen Vorratsschrank, check deine Kassenbons, überlege, was du in den letzten Wochen gekocht hast. Schreib das auf, was du immer brauchst, aber auch das, was seltener gebraucht wird und lass auch ein paar Zeilen frei für Sonderwünsche und Spezifikationen.
Wenn du schon dabei ist, kannst du auch mal überlegen, wo da bei dir der Unterschied zwischen brauchen und wollen liegt. #minimalismus

Schreib alle Artikel in der Reihenfolge auf, in der du sie im Supermarkt oder auf deiner Einkaufsroute findest.
Die meisten Supermärkte sind gleich aufgebaut, es gibt bestimmte Zonen für bestimmte Waren.
Wenn du auf dem Markt einkaufst, sortierst du die Artikel nach Route, denn meistens stehen die Händler auch immer an denselben Stellen.

Erzähl allen Familienmitgliedern davon, wie das Prinzip funktioniert.
Das, was nicht angekreuzt wird, wird nicht gekauft. Das lernen auch Kinder schnell :D
Und vielleicht fehlt ja noch was auf der Liste, das du nachtragen musst?!

Drucke oder kopiere dir die Einkaufsliste auf Schmierpapier.
Wenn du sie gleich 52 Mal machst, hast du einen lückenlosen Einkaufszettel für alle Wocheneinkäufe.
Ich drucke mir immer erstmal ca. 10 auf Vorrat, weil sich einige Vorlieben verändern oder ich merke, dass ich ein paar Produkte nicht mehr brauche. Das ist noch ein konstanter Prozess.

Hänge die Einkaufslisten gut sichtbar auf und befestige gleich einen Stift daneben.
Meine Listen hängen mit einem Magnetclip am Kühlschrank. Den Textmarker habe ich mit Magnetfolie beklebt, damit er auch am Kühlschrank haftet.

Am Einkaufstag nehm ich einfach die Liste vom Kühlschrank, schnapp mir meine Taschen und Behältnisse und kann losgehen. Ich mach nur einmal die Woche einen Großeinkauf, daher ist das auch keine Papierverschwendung sondern eher ein aktives Verbrauchen von Fehldrucken, das wir im Kopierer lagern.

Viel Spaß beim Erstellen deiner Liste und ein schnelles, einfaches, stressfreies Einkaufen!

Die Weg-damit-Kiste im Ausmist-Alltag

All die Jahre, all das Ausmisten – aber das hat sich nicht geändert:
Die „Weggeben“-Kiste bzw. Station, wo ausgemistete Dinge landen, die ich verschenken oder spenden will.
(Das Zeug, dass ich reparieren will, landet auf dem Sofa oder auf dem Küchentisch, damit es mir ein schlechtes Gewissen macht und ich mich schnellstmöglich darum kümmere. Das ist zwar jetzt nicht die Martha Stewart Methode, aber sie funktioniert für mich. Ich glaube in diesem Fall nicht daran, dass eine „zu reparieren“ Kiste was bringt, obwohl es in den gängigen Ratgebern immer empfohlen wird. Denn da verschwindet das zu reparierende Teil ja doch wieder und die Kiste staubt zu. *hüstel* Ich spreche aus Erfahrung)

mit einer wegdamit-kiste mehr Ordnung im Ausmistalltag.

Da das Ausmisten bei mir immer noch stattfindet (ich habe mehr als 100 Dinge und ich bin langsam, weil mein Leben viel zu aufregend ist ich faul bin), ist diese Kiste als Sammelort für mich extrem wichtig.
Als 9-5 Angestellte habe ich nicht jeden Tag Zeit, um Sachen sofort wegzubringen, da die Recyclinghöfe oder Sozialkaufhäuser dann schon geschlossen haben. Ich muss das also aufs Wochenende verlegen.

Der Sinn dieser Kiste (oder Tasche, Schachtel, Tonne, was auch immer) ist der, dass man eine permanente Station im Haus hat, in der ausgemistete Dinge ihren Platz finden, bis man sie endlich weggeben kann. Die Kiste soll all den Kleinkram beherbergen, der sonst wieder in der Wohnung rumfliegt. Bücher, Modeschmuck, Hausrat, Accessoires usw.
Ich hab dann auch gleich eine Liste im Kopf zu haben, wo ich das Zeug dann hinbringen will. Ich spende Besteck, Tassen und andern Schnickschnack an Oxfam, die Bücher packe ich in den Bücherschrank in meiner Nachbarschaft oder schenke ich der Bücherei. Aussortierter Bastelkram sammelt sich in der Kiste, bis zur Weitergabe an Grundschule oder Kita (hier im Haus wohnen keine Kinder). Auch Kram, den ich verschenken will, lagert dort, bis ich bei Freund xy angefragt habe, ob er das Ding auch haben will. Der Fall ist aber selten.

Ich lege Wert darauf, dass die Sammelstation nach Ausmistaktionen auch wieder verschwindet. Ich nehme also nur Boxen, Wäschekörbe oder Kartons, die sich hinterher anderweitig benutzen lassen.
Wenn die Box für mehrere Familienmitglieder als Zwischenheim für aussortierte Dinge dienen soll, ist das natürlich was anderes. Achte auf eine entsprechende, gut leserliche Beschriftung und einen Ort, der für jeden leicht zugänglich ist.

Wichtig: regelmäßig leeren und das Zeug endlich loswerden! :) Ich plane immer einen großen Spaziergang zum Bücherschrank und nehme auch gleich Altpapier und Altglas mit und/oder erledige auf dem Weg auch noch ein paar Einkäufe. Und auf dem Rückweg gibts ein Stück Torte, damit es sich auch wirklich lohnt, das Haus zu verlassen! :D #kuchenbattle! Aber meistens ist es mir schon Motivation genug, wenn ich wieder etwas losgeworden bin.

Achso, und weil das auch hin und wieder gefragt wird: Ich habe keine Box für „Zu verkaufen“-Dinge. Ich möchte das unverkaufte Zeug nicht endlos in der Wohnung lagern müssen, mein Fokus liegt auf „schnell loswerden“ und ich glaube auch kaum, dass sich für den Kleinkram der Arbeitsaufwand lohnen würde. Etwas, das so viel Wert ist, dass es sich noch lohnt zu verkaufen, habe ich nicht oder ist in Benutzung. Aber das ist natürlich für jeden anders.

Wie ist das bei dir? Bist du mit dem Ausmisten fertig und hast trotzdem so ne Kiste für den Fall der Fälle? Bist du komplett ohne ausgekommen? Wie?
Falls du (noch) keine hast – Wie klappt das Ausmisten mit Partner/in und Kindern?

Geschenk-Idee: Ein DIY Buchabo für alle, die gern lesen!

Ich lese gerne. Ich rede und schreibe gerne über Bücher. Ich bastel gerne und Post mag ich auch. Und zu Weihnachten wollte ich dann doch noch was verschenken. An jemanden, der genauso gerne liest wie ich.
Keine Ahnung wie ich darauf gekommen bin, aber ich finde die Idee genial! :D

Warum? Weil ich glaube, dass ich durch die Geschenke-Verlängerung jede Menge Spaß und Lust auf das Hobby Lesen verbreiten kann :)

diy buchabo verschenken

Du brauchst:

  1. 12 Blanko Postkarten bzw. dünnen, weißen Karton im Format A6
  2. 12 Briefmarken für die Postkarten
  3. Zeit, mindestens 1 Stunde
  4. 1 Umschlag
  5. Textverarbeitungsprogramm und Drucker

Optional:
Sticker, Washi-Tape, Adressstempel, Stifte

Die Idee:
Der/Die Beschenkte kann sich jeden Monat ein Buch wünschen. Entweder einen konkreten Titel, ein Buch zu einem Sachthema oder einen Roman aus einem ausgewählten Genre.
Dadurch, dass die Adresse aufgedruckt ist und die Briefmarke bereits klebt, ist die Hürde für den Beschenkten niedrigschwellig. Der Beschenkte muss also nur nachdenken, etwas ankreuzen und zum nächsten Briefkasten.
Auf der Rückseite ist genügend Platz um zu notieren, wie das letzte Buch gefallen hat. Da man im Kontakt steht, kann man bestimmt über das Buch sprechen und so auch für sich selbst evtl. neue Titel und Genres entdecken.
Beraten lasse ich mich von Freunden, Bibliothekaren, im Internet und bei meinem Buchhändler. Ich habe die Genre bewusst nicht allzu sehr eingeschränkt, damit ich auch möglichst viel Auswahl habe.

Das Kleingedruckte
Ich habe auch eine persönliche Anleitung dazu geschrieben, in der erklärt wird, wie es funktioniert und ich habe die Genre genauer erläutert, damit der/die Beschenkte eine Idee bekommt, wie er die Genre einschränken kann. „Spannung“ kann ja Krimi, Thriller, Spionagegeschichte oder nichts von alldem sein. Natürlich kann man auch zwei Kategorien ankreuzen, z.B. Liebe und Historisches, wird halt ein historischer Liebesroman :D
Ich habe auch noch notiert, dass die Bücher nicht unbedingt neu sind, sondern auch antiquarisch vom Flohmarkt oder aus Buchtauschschränken oder aus meinem Bücherregal sein können. Ich richte mich da nach Verfügbarkeit, bin aber durchaus bereit, Geld auszugeben :) (z.B. habe ich überhaupt keine Historischen Romane. Das wird auch für mich spannend)

Den Überblick behalten
Falls der Beschenkte das Buch bereits kennt, kann er es mir zurückschicken oder einfach selbst weiterverschenken. Die Dinge sollen im Fluss sein. Die Karten sind zwar nummeriert, aber mir ist es egal, in welcher Reihenfolge die Karten ankommen. Für mich ist das nur wichtig, weil ich im Filofax eine nummierte Liste habe, wo ich mir die Titel notieren kann, damit ich nix doppelt versende. Außerdem ist es mir auch egal, ob pro Monat 2 Karten kommen oder die Wunschkarten seltener kommen. Je nachdem verkürzt oder verlängert sich dann halt die Abo-Laufzeit.

Da die erste Karte schon angekommen ist, werte ich das mal als Erfolg! :)

Viel Spaß beim Gestalten und Verschenken!

Hast du schon mal ein DIY-Abo verschenkt? Für was? Für wen? Wie kam es an? Welche Abo-Ideen könnten sonst noch funktionieren? Ich habe neulich ziemlich viele coole bunte Socken gesehen, ich kann mir also auch ein Socken-Abo vorstellen :D

Mit einer Masterliste den Alltag erfolgreich organisieren und Klarheit gewinnen

Listen helfen mir, einen klaren Kopf zu bewahren. Sie befreien meinen Geist vom lästigen „Ich muss noch … erledigen“ und „ich hab noch nicht…“, die einem ständig im Kopf herumspuken. Wenn ich nicht schlafen kann, schreib ich ne Liste. Wenn etwas auf Papier gebannt ist, lässt es sich für mich leichter umsetzen. Und ganz ehrlich: Ich bin zu faul für Chaos und Stress. Wenn ich jeden Tag meinen Haustürschlüssel oder meine Brille suchen müsste, würde ich durchdrehen! Ich durchdenke meine Vorhaben immer schriftlich, damit mir nichts ins Chaos abdriftet und habe mit ein bisschen Planung eine Grundlage, die mir hilft, meinen (Arbeits-)Alltag erfolgreich zu organisieren.

Wie ich es schaffe so viel zu lesen, zu bloggen, Filme zu gucken und zu lernen? So.

masterliste

Was ist eine Masterliste?
Eine Masterliste ist nichts weiter als eine Hauptaufgabenliste in einer zunächst unzensierten Version. Sie ist ein „Brain Dump“, auf der alles steht, was erledigt werden soll bzw. könnte, mit dem Ziel, dass der Haushalt mit allem was dazu gehört reibungslos läuft und man im Alltag möglichst viel Zeit für die Sachen hat, die einem Spaß bringen und gut tun. Sie ist eine Mischung aus Zielen und Wünschen und die Quelle für meine Wochenaufgabenlisten und täglichen To-Do-Listen. Masterlisten helfen mir, meinen Kopf zu entrümpeln.

Wie arbeite ich damit?
Am Jahresanfang erstelle ich am PC immer eine Masterliste für alle Aufgaben die in der Wohnung anfallen. Ich schreibe alles untereinander auf, was mir durch den Kopf geht.
Dann suche ich mir Punkte zusammen, die zu einem ähnlichen Projekt oder Raum gehören und kennzeichne sie entsprechend.
Wenn ich eine Liste geschrieben habe, nehme ich mir hinterher noch eine ruhige Minute und prüfe, ob mir das alles tatsächlich so wichtig ist und auch wirklich machen will. Falls nicht, lösche ich es wieder raus. So eine Liste ist bei mir meistens 3 DIN A4 Seiten lang und das macht mir gar nichts. (Geschrieben ist ja leider noch nicht erledigt LOL) Hauptsache, die Sachen sind aus meinem Kopf.

Später übertrage ich das was ich machen will auf meine Wochenaufgabenliste.
Größere Projekte teile ich nochmal in kleinere Schritte, so kann ich häppchenweise die Aufgabe abarbeiten und schließlich ganz erledigen.
Da die meisten Sachen bei mir keine zeitliche Begrenzung haben, mach ich mir auch keinen Druck. Ich will ja auch noch spontan sein im Leben.
Ich überlege auch gleich mit, wo ich welche Besorgungen machen muss und was sich damit verbinden lässt. (Ich hasse es für drei kleine Sachen immer extra losfahren zu müssen!) Dann gucke ich im Kalender und reserviere mir dafür ein bisschen Zeit.

Ich hake die erledigten Aufgaben übrigens nicht ab, sondern male das Kästchen wie beim Bullet Journaling aus. Wenn ich ein Projekt angefangen, aber nicht fertig gemacht habe, ist das Kästchen zwar nur halb angemalt, aber immerhin sehe ich dann, dass ich angefangen habe! Das ist für mich sehr motiverend und hilft mir hinterher auch besser zu überlegen, warum ich eine Aufgabe nicht zu Ende gemacht habe oder gar nicht angefangen habe. In der Entwurfsmasterliste markiere ich die erledigten Sachen mit Textmarker, dann kann ich es besser ausblenden.

masterlistewohnung

Das Tolle an einer Masterliste ist, dass man sich innerhalb von ein paar Minuten aufschreiben schon total organisiert fühlen kann :D Immer wenn ich das Gefühl habe, von den Aufgaben überrollt zu werden, schreib ich eine Masterliste und puff! Schon hab ich weniger Panik, weil ich alles sehen kann und ich die Kontrolle wieder erlange, wenn ich die Aufgaben auf kleine Schritte herunterbreche.

Also hier nochmal die Kurzfassung:

  1. Hirn ausleeren (schriftlich)
  2. Aufgaben zusammenfassen
  3. Wichtiges von Unwichtigem unterscheiden
  4. In kleine Häppchen schneiden (die Aufgaben, nicht das Hirn!)
  5. Eintragen in Tages-To-Do-Listen oder Wochenaufgabenlisten
  6. Machen

Weitere Ideen für Masterlisten:

  • Raum-für-Raum-Entrümpelungsfahrpläne
  • Aktivitäten im Garten/im Sommer/mit den Kindern/mit dem Partner
  • noch unfertige DIY-Projekte
  • Groß-Putzaktionen
  • Partyorganisation
  • Anrufe und/oder, die gemacht werden müssen
  • Renovierungsprojekte
  • Jobsuche und Bewerbung

Das wars schon. Ich hoffe, der Artikel hat ein bisschen erklärt, wie das funktioniert. So Orga-Kram lässt sich immer schlecht erklären find ich.
Wenn du Fragen oder Anregungen hast, lass mir einfach einen Kommentar da!