Mit einer Masterliste den Alltag erfolgreich organisieren und Klarheit gewinnen

Listen helfen mir, einen klaren Kopf zu bewahren. Sie befreien meinen Geist vom lästigen „Ich muss noch … erledigen“ und „ich hab noch nicht…“, die einem ständig im Kopf herumspuken. Wenn ich nicht schlafen kann, schreib ich ne Liste. Wenn etwas auf Papier gebannt ist, lässt es sich für mich leichter umsetzen. Und ganz ehrlich: Ich bin zu faul für Chaos und Stress. Wenn ich jeden Tag meinen Haustürschlüssel oder meine Brille suchen müsste, würde ich durchdrehen! Ich durchdenke meine Vorhaben immer schriftlich, damit mir nichts ins Chaos abdriftet und habe mit ein bisschen Planung eine Grundlage, die mir hilft, meinen (Arbeits-)Alltag erfolgreich zu organisieren.

Wie ich es schaffe so viel zu lesen, zu bloggen, Filme zu gucken und zu lernen? So.

masterliste

Was ist eine Masterliste?
Eine Masterliste ist nichts weiter als eine Hauptaufgabenliste in einer zunächst unzensierten Version. Sie ist ein „Brain Dump“, auf der alles steht, was erledigt werden soll bzw. könnte, mit dem Ziel, dass der Haushalt mit allem was dazu gehört reibungslos läuft und man im Alltag möglichst viel Zeit für die Sachen hat, die einem Spaß bringen und gut tun. Sie ist eine Mischung aus Zielen und Wünschen und die Quelle für meine Wochenaufgabenlisten und täglichen To-Do-Listen. Masterlisten helfen mir, meinen Kopf zu entrümpeln.

Wie arbeite ich damit?
Am Jahresanfang erstelle ich am PC immer eine Masterliste für alle Aufgaben die in der Wohnung anfallen. Ich schreibe alles untereinander auf, was mir durch den Kopf geht.
Dann suche ich mir Punkte zusammen, die zu einem ähnlichen Projekt oder Raum gehören und kennzeichne sie entsprechend.
Wenn ich eine Liste geschrieben habe, nehme ich mir hinterher noch eine ruhige Minute und prüfe, ob mir das alles tatsächlich so wichtig ist und auch wirklich machen will. Falls nicht, lösche ich es wieder raus. So eine Liste ist bei mir meistens 3 DIN A4 Seiten lang und das macht mir gar nichts. (Geschrieben ist ja leider noch nicht erledigt LOL) Hauptsache, die Sachen sind aus meinem Kopf.

Später übertrage ich das was ich machen will auf meine Wochenaufgabenliste.
Größere Projekte teile ich nochmal in kleinere Schritte, so kann ich häppchenweise die Aufgabe abarbeiten und schließlich ganz erledigen.
Da die meisten Sachen bei mir keine zeitliche Begrenzung haben, mach ich mir auch keinen Druck. Ich will ja auch noch spontan sein im Leben.
Ich überlege auch gleich mit, wo ich welche Besorgungen machen muss und was sich damit verbinden lässt. (Ich hasse es für drei kleine Sachen immer extra losfahren zu müssen!) Dann gucke ich im Kalender und reserviere mir dafür ein bisschen Zeit.

Ich hake die erledigten Aufgaben übrigens nicht ab, sondern male das Kästchen wie beim Bullet Journaling aus. Wenn ich ein Projekt angefangen, aber nicht fertig gemacht habe, ist das Kästchen zwar nur halb angemalt, aber immerhin sehe ich dann, dass ich angefangen habe! Das ist für mich sehr motiverend und hilft mir hinterher auch besser zu überlegen, warum ich eine Aufgabe nicht zu Ende gemacht habe oder gar nicht angefangen habe. In der Entwurfsmasterliste markiere ich die erledigten Sachen mit Textmarker, dann kann ich es besser ausblenden.

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Das Tolle an einer Masterliste ist, dass man sich innerhalb von ein paar Minuten aufschreiben schon total organisiert fühlen kann :D Immer wenn ich das Gefühl habe, von den Aufgaben überrollt zu werden, schreib ich eine Masterliste und puff! Schon hab ich weniger Panik, weil ich alles sehen kann und ich die Kontrolle wieder erlange, wenn ich die Aufgaben auf kleine Schritte herunterbreche.

Also hier nochmal die Kurzfassung:

  1. Hirn ausleeren (schriftlich)
  2. Aufgaben zusammenfassen
  3. Wichtiges von Unwichtigem unterscheiden
  4. In kleine Häppchen schneiden (die Aufgaben, nicht das Hirn!)
  5. Eintragen in Tages-To-Do-Listen oder Wochenaufgabenlisten
  6. Machen

Weitere Ideen für Masterlisten:

  • Raum-für-Raum-Entrümpelungsfahrpläne
  • Aktivitäten im Garten/im Sommer/mit den Kindern/mit dem Partner
  • noch unfertige DIY-Projekte
  • Groß-Putzaktionen
  • Partyorganisation
  • Anrufe und/oder, die gemacht werden müssen
  • Renovierungsprojekte
  • Jobsuche und Bewerbung

Das wars schon. Ich hoffe, der Artikel hat ein bisschen erklärt, wie das funktioniert. So Orga-Kram lässt sich immer schlecht erklären find ich.
Wenn du Fragen oder Anregungen hast, lass mir einfach einen Kommentar da!

Der Klamotten-Kalender

Es ist Ende Juli und du brauchst einen neuen Badeanzug. Du gehst bei 30 Grad Außentemperatur in den Laden deiner Wahl und denkst: „WTF?!“ – in Braun und Grau: Wintermäntel, Tweedhosen, Fleecejacken. Du siehst dich schwitzend um und entdeckst in der hintersten Ecke 3 Langweiler-Badeanzüge. In Geschäft Nr. 2 und Boutique 3 ist es der gleiche Anblick. Nichts gefällt, die Auswahl ist mies, du ziehst frustriert von dannen.
Ging es dir schon mal genauso?

Von Frühling, Sommer, Herbst und Winter haben wir uns in der Mode leider schon längst verabschiedet. „Fast-Fashion“ heißt die Devise. Und dann diese ominöse „Übergangssaison“ mit Kleidungsstücken, die in Wirklichkeit keinen Sinn machen (kurzärmelige Jacken, ungefütterte Jacken, Pullover in Kombi mit Daunenwesten…die Liste ist endlos). Ich sehe überall nur diese roten Schaufensteraufkleber die kurz nach einem Sale sofort den Mid-season-Sale ankündigen.

Ich habs hier ja schon oft genug erwähnt: Ich hasse einkaufen. Das war schon immer so und das wird vermutlich auch für immer so bleiben. Aber noch viel mehr hasse ich es, wenn ich tatsächlich mal was brauche, ich mich also in die Läden bequeme und es dort exakt nichts gibt, das mir gefällt und meinen Ansprüchen genügt.

Das macht mich völlig fertig. Und deshalb bin ich mal in mich gegangen und habe meine Beobachtungen aufgeschrieben, das Ganze mal ein bisschen recherchiert, erfragt und in Kladde gegossen. Ich will hier nicht zum sinnlosen Shoppen aufrufen sondern Frustration vermeiden. Deshalb gibt es nun – trommelwirbel – den Klamotten-Kalender!

klamottenkalender

Januar
Die erste Frühjahrsmode taucht auf, die bisher nicht vekaufte Winterware landet in der Sale-Ecke

Februar/März
Noch mehr Frühjahrsmode, in den von den Designern formulierten Trendfarben des Jahres (Dauertrendfarben sind türkis, hellgrün, koralle und erdbeerrot, seeeehr viel Pastell…) Die Stoffe sind auch für den Übergang abgestimmt (Baumwolle, Seide, Polyester). Wer sich vorgenommen hat, im Sommer eine luftige Leinenbluse zu kaufen, sollte es jetzt tun. (Oder hast du im August schon mal ne Leinenbluse in den Läden gesehen?)

April/Mai
Anfang April herrscht Hochsommerlaune in den Läden. Jetzt gibts alles, was kurzärmelig ist inkl. große Auswahl bei der Bademode. Sommerkleider, leichte Stoffe und ja – schon die ersten Schnäppchen bei der Frühjahrsmode.

Juni/Juli
Die letzte Lieferung von Sommermode kommt rein, bevor alles auf im Sommerschlussverkauf landet (Der SSV wird eigentlich immer in der letzten Juli-Woche angekündigt). Die Geschäfte räumen ihre Lager für die ankommende Herbstmode. Die Stoffe werden schon ein bisschen dicker und die Farben dunkler.

August
Die ersten Sticksachen kommen in die Läden, ebenso wie Kleidung aus robusteren Stoffen (Lederjacken!)

September
Dieser Monat bietet die wohl breiteste Auswahl an Herbstmode. Zumindest kommts mir immer so vor. Verrückterweise gibts ja auch ab September schon Stollen und Schokonikoläuse…

Oktober
Hurra, die Wintermode ist da. Jogginganzüge, dicke Pullover, Skisportklamotten. Bester Zeitpunkt um seine Wintergarderobe aufzustocken. Oh und was auch noch rüberschwappt ist dieses komische Black-Friday-Shopping, also meidet Ende Oktober ganz besonders die EKZ.

November/Dezember
Noch mehr Winterklamotten, diesmal mit einem Hauch Luxus. Klar – Weihnachten steht vor der Tür. Samt, Cashmere und viel Blingbling für Silvester. Nach Weihnachten fallen die Preise.


Es ist nicht ganz einfach, sich das alles zu merken und klar, manchmal funken die Trends auch dazwischen, aber generell kommt das wohl hin. Da ich mir ja sehr gut überlege, was ich als Ergänzung für meine Garderobe brauche, kann ich anhand der Liste gezielter danach gucken und mich für den Rest der Zeit entspannt zurücklehnen.

Was fehlt in der Liste? Was ist dir in den Läden aufgefallen?

Nachlese: Minimalismus-Stammtisch am 23.8.2015

Gestern war der Minimalismus-Stammtisch in Hamburg. Wir haben uns im Cafe Strauss getroffen, was wirklich ganz nett war (und mich sehr beruhigt hat, ich war etwas nervös, da ich die Locations nie mit einer größeren Gruppe besucht habe). Die Bedienung hat uns angemessen in Ruhe gelassen hat und es ging auch von der Atmosphäre so ruhig zu, dass man jeden gut verstanden hat.
Insgesamt waren wir 9 Leute und ein Teilnehmer ist extra aus Berlin gekommen! (Hey G., falls du das liest – ich hoffe du hast dich nicht gelangweilt!?)
Wir haben auch gerätselt ob mittlerweile Frauen bei diesem Thema deutlicher vertreten sind, als Herren…

Übrigens: Wer selbst mitorganisieren will (das muss ja nicht immer an mich gebunden sein, schlag was vor – ich komm gern hin, wenn es sich einrichten lässt) kann das über das angesprochene Minimalisten-Forum tun.
Ihr könnt dort auch selbst einfach Veranstaltungen eingeben und als User kann man anklicken, ob man hingeht oder nicht.

Im Grunde muss man ja nur einen Ort und ein Datum wählen und abwarten was passiert. :D

Es kamen vielfältige Themen zu Sprache und wir saßen von 16 h bis 20:45 und wir würden wahrscheinlich immer noch sitzen und reden ;D – so ist es aber immer und das macht Spaß!
Unter anderem haben wir über das Thema Geschenke gesprochen, übers Shoppen und den Konsumwahn generell, aber auch über Information Overload, minimalistische Ernährung und das Mysterium der plastikfreien Sonnencreme. Weil mich das nicht losgelassen hat, habe ich ein bisschen gegooglet und hab das hier gefunden.

Das ist für mich das Tollste am Minimalismus – jeder bringt einen anderen Aspekt ins Gespräch mit ein, egal ob es das Leben als 9-5 Minimalist oder als leidenschaftlicher Foodsharing-Aktivist ist.
Hat echt Spaß gemacht und wieder mal zum Nachdenken angeregt!

Ich freu mich schon auf das nächste Treffen!!

Einfach organisiert sein ist keine Zaubererei

Jup, ich bin gut organisiert. Manchmal gelingt mir was, manchmal sch*** ich drauf, manchmal schaff ich es nicht. Die Welt geht davon nicht unter. Mir ist nur wichtig, einen Überblick über meine Termine und meine Vorhaben zu haben, damit ich pünktlich bin und meine Zeit sinnvoll für alles einteilen kann, was ich machen will. Das gibt mir Sicherheit und bringt mir Spaß. Außerdem erfahre ich so, wofür ich mir Zeit nehme und wofür nicht.
Und ja, ich bin ein kleiner Büromaterial-Freak, und Listen liebe ich auch.

Anscheinend fällt meine Organisation auf. Denn ich werde hin und wieder gefragt, was ich denn so alles mache, damit mir meine Selbstorganisation gelingt.
Ich wedel typischerweise mit meinem Filofax rum und sage: Das ist mein Außenhirn.
Stimmt zwar, versteht nur niemand. Organisation ist in erster Linie ziemlich abstrakt und lässt sich leider schwer erklären (finde ich), weshalb so viele daran scheitern.
Es ist im Grunde aber ganz einfach und basiert auf der Frage: „Was willst du damit?“

Denn das machen sich die Frager nie wirklich klar.

Wenn du dir deine Termine, Vorhaben und Ideen merken kannst, hurra – Glückwunsch! Dann brauchst du gar nicht weiter lesen. Ich steh nicht drauf, in letzter Sekunde mords den Stress zu haben, weil ich wieder irgendwas verpeilt habe. Ich finds peinlich, Geburtstage zu vergessen oder zu spät zu einer Verabredung zu kommen. Das wollte ich meinen Freunden – und mir – nicht (mehr) antun. Also habe ich damals beschlossen, mich besser zu organisieren.

Ich mache mir aber nie klar, wie schwer es für „nicht-organisierte“ Menschen ist, in dieses Thema reinzukommen. Deshalb habe ich mal darüber nachgedacht. Deshalb dieser Blogpost. (Und weil ich ne nette E-Mail bekommen habe! danke B.)
10 Jahre hat es bei mir gedauert, bis ich endlich ein System erdacht habe das für mich funktioniert. Dabei ist es so leicht (hahaha, wie immer), nur hat mir das damals niemand gesagt. Ich musste mir das alles mühsam selbst beibringen, weil man sowas natürlich nicht in der Schule lernt.

einfachorga

Also schmeiss alle GtD-Zeitmanagemant-Produktivitätssysteme aus deinem Kopf, deinem Rechner, deinem Bücherschrank, falls du dich schon mal damit beschäftigt hast. Fang ganz klein an. Bleib pragmatisch.

1. Such dir einen Kalender aus (oder Programm/ App)
egal ob Werbegeschenk oder Filofax, Ausdruck aus dem Internet, die eingebaute Kalender-App und die Erinnerungsform – die Form ist erstmal egal, nimm irgendwas womit du Termine eintragen kannst und was gerade vorhanden ist.
2. Trag deine Termine ein.
Fang mit Geburtstagen, Hochzeitstagen, Ferienbeginn bzw. -ende usw. an. Alles, was dir persönlich wichtig erscheint. Wenn du einen Kalender in Papierform benutzt: Bleistift!
3. Schau morgens und/oder abends in deinen Kalender.
Je nach Lust und Laune schaust du morgens nach dem Frühstück in deinen Kalender: Was steht heute an?
oder Abends beim Feierabendbierchen: Was steht morgen an?

Nimm das Teil überall hin mit. Schau, wie es sich entwickelt.
Wenn du eine Einladung bekommst oder du auf eine Ausstellungseröffnung aufmerksam wirst, trag den Termin ein. Du siehst Werbung für einen neuen Kinofilm, den du anschauen willst? Trag dir den Kinostart ein. Und so weiter, du verstehst schon. Falls du Platz für Notizen brauchst, klebe erstmal ein paar Post-its hinein und schmeiss sie weg, wenn sie sich erledigt haben.

That’s all. Das ist die einfachste Art sich selbst einen Überblick in seinem Leben zu schaffen.

Nach einem Zeitraum deiner Wahl, guckst du, was es dir gebracht hat. Hat es funktioniert? Super. Weitermachen. Hat es nicht funktioniert? Warum nicht?

Alles andere, z.B. Farbcodierungen und Symbole, Notizorganisation, To Do Listen erstellen und verwalten ist was für Nerds :D …und das kommt mit der Zeit. (Oder auch nicht, wenn du keiner bist hehe)

Mein Filofax-Setup für 2015

Weil per Mail* gefragt wurde, hier mein Filofax Setup 2015. Quick ’n dirty. Alle, die sich nicht für analoge Organisation interessieren, können jetzt woanders hinklicken, die Papernerds können hier bleiben :D

Im letzten Jahr haben sich einige interessante neue und alte Dinge ergeben, die sich nun in meinem Setup widerspiegeln. Ich finde diesen Filofax-Hype bei Instagram super, aber ich bin zu faul zum Dekorieren. Ich stempel mit meinen kleinen Stempelchen manchmal ein paar Symbole und Washi-Tape Reste klebe ich auch manchmal rein, aber da ich die Seiten sowieso wegwerfe, ist mir das Material zu schade. Trotzdem freu ich mich, dass andere daran Spaß haben und die Bilder mit mir teilen :)
Aber: Ein bisschen bunt muss es schon sein. Anstatt die Registerblätter zu beschriften, hab ich einfach wieder Washi-Tape aufgeklebt:

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1) Wisst ihr noch, wie ich über das Bullet Journal gelästert habe? Es war trotzdem wichtig, weil es mich daran erinnert hat, wie ich mich früher (2008) organisiert habe. Ich habe meine Wochen-To-Do-Listen in ein kleines Notizheftchen geschrieben und die Tages-To-Do auf einem Haftnotizzettelchen daneben geklebt. Dazu ein kleiner Kalender für meine Termine. Es hat funktioniert. Irgendwann wurde mir das mitschleppen von so vielen kleinen Dingsis zu doof und ich habe mir einen Filofax zugelegt.
Und irgendwie habe ich mir nach meinem Bullet Journaling Beitrag gedacht: „Die Idee mit den Kästchen ist gar nicht so doof, denn da sieht man, was man zumindest angefangen hat“. Ich habe realisiert, dass ich wenige Termine, aber viele Aufgaben organisieren muss, also bin ich wieder zu meiner alten Methode zurückgekehrt und schreibe nur noch Wochen-To-Do-Listen. Das reicht mir. Ich habe immer zwischen der Wochenansicht ein beidseitig bedrucktes Aufgabenblatt geheftet.

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2) Weil das letzte Jahr nicht so toll gelaufen ist, musste auch da eine Verbesserung her. Also habe ich mir eine kleine Abteilung gebastelt, um meine Ideen und meine Motivation sichtbar zu machen. Da sind Affirmationen, Zitate, kluge Sprüche, Nachdenkfragen und hübsche Bildchen drin.

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3) Damit ich auch ja am Ball bleibe, habe ich wie üblich mein Logfile eingeheftet. Die weißen Klebepunkte sind mein Smiley-System, daneben steht mein Monatsmotto. Am Monatsende mache ich eine kleine Reflektion und male ein Gesicht auf den Klebepunkt. Kleine Spielerei, aber lachende Gesichter in seinem Kalender finden ist super. Ehrlich.

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Meine Sektionen sind: Kalender (Jahresübersicht und Woche auf einer Seite mit Aufgabenblatt dazwischen), Listen (z.B. Masterlisten für Wohnungsprojekte), Notizen (z.B. Filmtipps, Buchempfehlungen, Ideen, die ich nachrecherchieren will), Arbeit (Notizen zu Meetings und Gut- bzw. Minusstundenübersicht), Blog (Ideensammlung), Ausgaben to go (alles, was ich unterwegs ausgegeben habe, ohne Rechnung), Adressen und Geburtstagskalender. Dazu kommt noch eine Klarsichthülle, wo ich Briefmarken drin habe. (Für die Postkarte zwischendurch, ne?)

Durch das neue Kalenderformat und das reduzieren meiner To-Do-Listen ist mein Filofax leichter als vorher und ja, ich glaub ich hab ihn: „Planner Peace“ :D

*Ich liebe Leser-E-Mails und Beitragsanfragen, hört bloß nicht auf damit!!! :D

Ein neues Lesejournal für 2015

Oft werde ich gefragt, wie ich mir die ganzen gelesenen Buchtitel merken kann – kann ich gar nicht. Wirkt nur so. Aber ich habe auch eine Stütze, die ich seit 2011 nutze. Ich habe mir damals aus Spaß ein Lesejournal angelegt, in welches ich mir Notizen zu meinem Lesestoff eintrage. Was soll ich sagen? Ich liebe Listen, ich liebe Papier, ich liebe Bücher, ich mag mit einem Stift schreiben. Das ist obergeekig, aber mei…:D Ich habe im Laufe der Zeit so dermaßen viele Notizbücher geschenkt bekommen, da wollte ich sie endlich mal verwenden. Und irgendwo musste ich mir ja Notizen machen, schließlich will die Kategorie „gelesen“ hier auch befüllt werden.

2011 befand sich die Liste in einem 2 Euro Buchkalender ganz hinten im Abschnitt „Adressverzeichnis“. Da ich mir aber immer mal wieder ein paar Notizen auf herumfliegenden Schmierzetteln gemacht habe und dem Chaos nicht mehr Herr wurde, habe ich ein Lesejournal angefangen. Damals dachte ich kurz daran, ein fertiges Lesejournal von Moleskine zu kaufen, aber in Anbetracht meines Notizbuchvorrats entschied ich mich für eine DIY-Version. Auch ne Form von Aufbrauchen.

Mein Lesejournal aus den Jahren 2012 bis 2014 war eine einfache A5 Kladde mit linierten Seiten.
Am Anfang des Jahres habe ich immer ein paar Seiten für eine Kurzübersicht frei gelassen, in dem ich nur Titel, Autor und eine Kurzbewertung mit Smileys eingetragen habe.
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Dann folgen die richtigen Einträge mit ausführlichem Fazit, Notizen, Zitate usw. Mal reichte der Platz für Notizen kaum, manchmal stand fast nix drin…es schwankte sehr.
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Die Seiten habe ich durchnummeriert, damit ich nicht durcheinander komme.

Trotzdem: In den letzten Wochen des Jahres 2014 ist mir der Platz ausgegangen und mir wurde die Schreiberei dann doch zu viel.

Für 2015 und die folgenden Jahre habe ich nun in meinem Fundus ein großes Notizbuch im A4 Format herausgefischt. Die Einträge sind etwas kürzer. Ich wollte eine Mischung aus der Jahresübersicht und den ausführlicheren Einträgen, herausgekommen ist das:
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Die rechte Seite ist liniert, da kommen meine Einträge hin. Notizen und Haftnotizen auf die linke blanko Seite.

Die Aufteilung rechts ist immer gleich:
Fortlaufende Nummer, Autor, Titel, Status (geschenkt, geliehen, gekauft), Genre, Datum (Anfang-Ende), Smiley-Wertung und ein kurzes Fazit.

Das sind die für mich wichtigen Infos. Aber letztlich kann man ja loggen, was man mag.

Ich finde meine alten Einträge sehr interessant! Sie spiegeln auch bestimmte Lebensphasen wieder. Ob ich viel oder wenig gelesen habe. Ob ich Bücher zu einem bestimmten Thema gelesen habe und warum mich das damals so interessiert hat. Es ist auch gut als Nachschlagewerk, wenn mir ein Titel „irgendwie bekannt vorkommt“. Ich notiere mir auch manchmal, wie ich auf das gelesene Buch gekommen bin, ob es eine Empfehlung war oder wie ich es entdeckt habe. Durch diese Quellen komme ich an Neuentdeckungen und Geheimtipps ran oder – was noch viel besser ist – man kann mit anderen über das Buch reden!!
Wenn man einen Buchclub oder Literaturkreis besucht, ist das Logbuch bestimmt auch ne gute Grundlage.

Wie ist das bei dir? Führst du ein Lese-Logbuch? Was notierst du dir? Willst du damit anfangen? Bist du in einem Buchclub? nutzt du goodreads oder librarything o.ä. und wie gefällt es dir?

Ich nutze Librarything eigentlich nur für dieses Widget (rechts), aber so wirklich großartig habe ich mich mit dieser Community noch nicht beschäftigt. Hm. Dabei sind das virtuelle Buchclubs oder?

Türchen Nr. 11 – persönliche Organisation

Mmadventskal
Der Adventskalender ist eine Einladung an alle, mal kurz zu überlegen: „Wie hat sich Minimalismus auf mein Leben ausgewirkt?“ Schreib gerne in deinem Blog, als Kommentar oder in dein privates, geheimes Tagebuch. Du musst auch nicht jeden Tag mitmachen, eine Wochenzusammenfassung könnte auch gehen.

Heute im Angebot: Persönliche Organisation!
Wie komme ich mit meiner persönlichen Organisation klar? Hat sich dadurch mein Leben generell vereinfacht? Habe ich dadurch mehr Zeit für andere Sachen gewonnen?

Wie ihr bestimmt alle wisst, bin ich großer Fan von persönlicher Organisation. Weil ich ein Faultier bin und ich so alles einfacher regeln kann, wenn ich weiß was ich wann zu tun hab. Und wann ich nix tun muss. Mir hat der Zen to Done Ansatz damals geholfen und obwohl ich dieses Jahr über diese Bullet Journal Methode abgelästert habe, haben sich durch Instagram und Youtube doch einige Ideen in meinen Filofax geschlichen, was mir alles noch mehr erleichtert hat.

Durch dieses Bullet Journaling habe ich mich nämlich daran erinnert, wie ich mich damals während meiner Ausbildung organisiert habe. Da hatte ich einen Kalender und ein Notizbuch extra. In das Notizbuch habe ich eine Wochenaufgabenliste notiert und auf einem Post-it meine Tages-To-Dos.
Da mein Filo alles in einem hat, schreibe ich nun zwischen den Wochenseiten meine Wochenaufgabenliste (habe ein extra Blatt zwischen die Seiten geheftet) und den jeweiligen Tag daneben. Ich male auch wie beim Bullet Journal ein Kästchen, das ich halb ausfülle, wenn ich die Aufgabe angefangen habe. So sehe ich zumindest nicht ein „voll versagt“ sondern nur „cool, geht ja eh was voran“ :D Der Textmarker, mit dem ich vorher die erledigten Sachen markiert habe, bleibt zu Hause.
Und diese Wochen-To-Do-Liste reicht mir völlig. Ich kann also für nächstes Jahr mein Kalenderformat weiter einstampfen (1 Woche auf einer Seite für Termine, 1 To-Do-Seite daneben) und der Filo wird noch mal dünner.

Ich weiß, ich weiß. Jetzt kommen bestimmt diese Kommentare wie „also ICH brauche überhaupt keine To Do Liste und bin völlig frei vom Leistungsdruck!“, die man auf Organisationsblogs lesen kann…
Aber auf meinen Listen stehen 3-4 wichtige Dinge pro Woche drauf, die ich wirklich erledigen muss. Und dann stehen da noch viele Herzensdinge drauf. Z.B. Comics lesen. Ins Kino gehen. Glühwein trinken. Das MUSS ich nicht machen. Das WILL ich machen. Und wenn ich es nicht schaffe, ist es auch nicht schlimm.
Warum ich das dann überhaupt aufschreibe? Damit es sichtbar ist. Damit ich in stressigen oder traurigen Zeiten begreife, dass immer noch genügend Zeit und Raum in meinem Leben für Spaß ist. Meine Listen funktionieren als temporäres Logbuch jenseits der Leistungsgesellschaft. Weil ich nicht hier bin, um etwas zu leisten, sondern um das Leben zu erforschen.

Hier die Beiträge von Daniel und Michael

Wie ist das bei dir? Was steht auf deiner täglichen Spaß-Liste?

wiederkehrende Ereignisse im Filofax

Smartphone sei Dank kann ich mir nun permanent Filofax-Eye-Candy auf Instagram anschauen und da gibts viele Leute, die supergute Ideen für den analogen Kalender haben. Überhaupt ist total der Filofax-Hype ausgebrochen…

(Wer Interesse hat, möge bitte auf instagram nach folgenden Hashtags suchen: #filofax #filofaxlove #filofaxaddict eingeben, du wirst dich wundern!)

Okay, zurück zum Thema. In meinem neu organisierten Filofax möchte ich, dass alles so einfach wie möglich ist. Und um mir viel Schreiberei zu ersparen hatte ich DIE Inspiration!

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Wiederkehrende Ereignisse oder Tätigkeiten habe ich mir auf semi-transparente Haftnotizen-Flags geschrieben (Folienstift oder permanent Marker) und die kleben jetzt im Kalender. Wenn ich sie an dem Tag erledigt habe, klebe ich sie einfach zum nächsten Zeitpunkt ein, so spare ich viel Schreiberei und mir sticht sofort alles ins Auge.

Ich halte damit nur grob eine Art Farbcodierung ein.
Sport ist bei mir grün, die Einnahme von Vitamin D und Eisen ist blau und Haushalts- oder Hobbytätigkeiten sind pink.

Obwohl ich mir gerne auf Instagram und Blogs die bunt dekorierten Filofax-Seiten anschaue, bin ich selbst in dieser Hinsicht ganz langweilig. Mein Anspruch ist Einfachheit. Mein Kalender ist mein Werkzeug. Ich mag den Kontrast von schwarzer Tinte auf weißem Papier und ich habe nicht vor, die Kalenderseiten aufzubewahren.
Mit den Post-it Flags wirds nur für kurze Zeit bunt.

Der gelbe Sack + Aufkleberspaß

Herr DingDong und ich wollten im neuen Jahr etwas Neues ausprobieren. Ausgehend von unserem (fast) plastikfreien Monat haben wir uns entschieden, den gelben Sack für unseren Plastikmüll zu nutzen. Mülltrennung ist in Hamburg nicht gerade üblich und eigentlich ist es hier wie im Mittelalter: Müll auf die Straße stellen und hoffen, dass das jemand abholt.

Nun gut, wir probieren das jetzt erstmalig aus. Ein „Starterset“ mit 10 Beuteln zu je 70 L gibts kostenlos beim Recyclinghof. Dort kann man sich auch schicke Aufkleber für den Kalender holen, damit man die Abfuhrtermine für seinen Stadtteil markieren kann. Das hat mich natürlich ganz besonders gefreut :D

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Ob das wirklich sinnvoll ist, wird sich zeigen. Langfristig keinen Müll zu produzieren wäre natürlich ein Traum, aber das ist doch noch ganz schön schwierig für uns. Aber schon die Trennung von Plastik- und Restmüll ist erkenntnisreich und sagt viel über unsere Gewohnheiten aus. Es sind 6 Wochen vergangen und der 70 L Sack ist immer noch nicht voll.

Tja und dann treibt uns noch die Frage um, ob das wirklich sinnvoll ist. Einige behaupten, der Müll wird sowieso verbrannt und zwar zu 100%. Andere wiederrum meinen, Recycling ist deshalb idiotisch, weil 2/3 davon verbrannt werden und dann noch ÖL(!!) hinzugefügt werden muss, damit es besser brennt. Das Hamburger Abendblatt berichtete neulich davon, wie Mülltrennfaul die Hamburger doch sind.
Ich bin verwirrt. Bisher konnte ich nur herausfinden: Müll verbrennen gehört angeblich auch zum Thema „Recycling“. Dann wird aus dem Plastikmüll eben kein neuer Joghurtbecher oder Parkbank sondern Fernwärme.

Weiß da jemand genaueres?

Wir sind verwirrt und machen erstmal weiter.

Bullet Journaling

Der letzte Productivity-Hype im Netz? Bullet Journaling! Zumindest kommt es mir so vor, weil ich fast jeden Tag darüber stolpere. Gut, vielleicht liegts auch einfach daran, dass ich zu oft bei pinterest abhänge :D

Also falls euch der Begriff überhaupt nix sagt, ich schaffe hiermit Abhilfe!

Ein ziemlich schlauer Mensch namens Ryder Carroll hat sich ein System ausgedacht, wie er seine ganzen Termine und To Dos auf die Reihe kriegt. Und ich als Listen- und Organisationsfreak fand das ganz interessant.

Im Grunde ist es wie immer ganz einfach: Stift und Notizbuch und Gehirnschmalz.
Es werden sämtliche To Dos und Termine in stichwortartig aufgezählt.
Dinge, die erledigt werden müssen, bekommen ein Kästchen, das abgehakt werden kann, wenn die Sache erledigt wurde.
Notizen bekommen ein Pünktchen (Bullet) und
Termine bzw. Ereignisse erhalten einen Kreis

Die nun aufgelisteten Sachen können weiter spezifiziert werden, in dem man sogenannte „signifiers“ einsetzt. Ein „Stern“ für wichtig, ein Auge-Symbol für „Entdecken“, wenn man etwas recherchieren möchte o.äh. und ein Ausrufezeichen für Inspiration

Damit das Ganze auch Sinn macht, müssen die Notizen sortiert werden. Zum einen soll man Seitenzahlen notieren, zum anderen vorne ein Inhaltsverzeichnis erstellen.
Jeden Monat schreibt man sich einen Kalender, in dem man auf der linken Seite des Notizbuches Termine einträgt und auf der rechten Seite die Monats-To-Dos, quasi als Übersichtsseite.
Wenn einige Dinge im Vormonat nicht erledigt wurden, schreibt man sie auf die rechte Seite und ergänzt sie mit einem Pfeil, damit man weiß, dass man sie verschoben hat.
Wenn sich die Pfeile häufen, erkennt man vielleicht, dass eine Sache nicht ganz so wichtig ist ;)

Lange Rede kurzer Sinn, es gibt auch ein Video, dass das alles schneller erklärt:

Und die Website mit mehr Info: http://bulletjournal.com/

Und wie finde ich das? Hm. Weiß nicht so recht. Ansich eine gute Sache, weil es schön übersichtlich ist, allerdings glaube ich, dass das System nur für Leute mit winziger Handschrift funktioniert, die sich unsterblich in Moleskine-Bücher verliebt haben ;D
Mir wäre die Schreiberei zu viel. In meinem Filofax habe ich ja einen Kalender. Zusammen mit meinen Registerunterteilungen erspare ich mir auch die gesamte Inhaltsverzeichnisschreiberei.
Was ich mir davon abschaue bzw. ich so ähnlich bereits praktiziere, ist das mit den „Signifiers“. Wie ich meine Notizen organisiere steht übrigens hier.

Wie findest du das System? Zu kompliziert? Passend? Was kannst du dir davon abschauen?