Gelesen 2015

Auch wenn ich die letzten Wochen etwas beim Lesen geschwächelt habe, war das doch ein gutes Lesejahr. Das Sci-Fi Leseprojekt hat mich wirklich weitergebracht und wie in diesem Beitrag erwähnt, hat es sehr viel Spaß gemacht, ein Genre genauer zu erforschen.

Hier kommt also die Jahresübersicht für 2015!
Insgesamt habe ich 54 Bücher gelesen, davon natürlich auch wieder einiges an Comics und meine heißgeliebten Superhelden-Geschichten. Also wieder ne bunte Mischung. Richtig intellektuell ist es aber auch geworden, denn mein bester Freund und ich haben jetzt einen Lesezirkel. Gemeinsam ein Buch zu lesen ist wirklich eine ziemlich coole Sache.
Mein Lieblingsroman war wohl tatsächlich „Das Licht der letzten Tage“, allerdings hat mir „Metro 2033“ auch erstaunlich gut gefallen. Hm. Das war jetzt blöd. Denn ich habe in diesem Jahr sauviele gute Romane gelesen, die mich ordentlich durchgeschüttelt haben. Z.B. darf hier „Der ewige Krieg“ nicht unerwähnt bleiben. Oder „Der Report der Magd“ und natürlich „Schöne neue Welt“ von Huxley. Oder „Der Marsianer“! Und Clockwerk Orange! Gut, da könnte ich noch endlos drüber reden…

Der beste Comic? Den Preis hat eindeutig „Nowhere Men“ gewonnen. In der Kategorie Sachbuch nenne ich als Highlight des Jahres 2015: Color your style von David Zyla, weil der Typ ne einfache Methode hat, seine Farben zu finden und mir dadurch mein Einkaufen sowas von erleichtert hat. Das ist #Minimalismus. Aber auch „Was wäre wenn? Die Welt ohne Fische“ hat mir sehr gut gefallen.

So, genug. Hier die Übersichtsliste. Mit Klick auf den Monat kommst du zu den Besprechungen und Kommentaren.

Gelesen im Januar
„Was wäre wenn? Die Welt ohne Fische“ von Mark Kurlansky und Frank Stockton
„Fahrenheit 451“ von Ray Bradbury
„Saga“, Band 3 von Brian K. Vaughn und Fiona Staples (Comic)
„Clockwork Orange“ von Anthony Burgess

Gelesen im Februar
„Der Marsianer“ von Andy Weir
„Zwei Bärinnen“ von Meir Shalev
„Schöne neue Welt“ von Aldous Huxley

Gelesen im März
„V wie Vendetta“ von Alan Moore
Elfen, Bd. 5 – Die Dynastie der Schwarzelfen
Elfen, Bd. 6 – Der Auftrag der Blauelfen
Elfen, Bd. 7 – Der Kristall der Waldelfen
„Kaktus“ – Katz und Goldt
„Professor Astrokatz“ von Dominic Walliman
„Bedenke Phlebas“ von Ian Banks

Gelesen im April
„Newromancer“ von William Gibson
„Der ewige Krieg“ von Joe Haldemann
„The Truth about Style“ von Stacy London (auf Englisch)

Gelesen im Mai
„Der Tag, an dem meine Frau einen Mann“ fand von Sibylle Berg
„Color your style“ by David Zyla
„Color me beautiful – reinvent yourself“ by Joanne Richmond
„Großstadtschamanismus: Wie wir zu uns finden, wenn die Welt sich immer schneller dreht“ von Vera Griebert-Schröder und Franziska Muri
„Die unheimliche Bibliothek“ von Haruki Murakami

Gelesen im Juni
„Das Tagebuch der Jessie Lamb“ von Jane Rogers
„Der Report der Magd“ von Margaret Atwood
„Die Entbehrlichen“ von Ninni Holmquist
„Momo“ von Michael Ende
„Elfen, Band 8: Der letzte Schatten“ (Peru – Bileau; Comic)
„Elfen, Band 9: Die Belagerung von Cadlania“ (Comic)

Gelesen im Juli
„Foundation“ von Isaac Asimov
„Der Pfad des friedvollen Kriegers“ von Dan Millman

Gelesen im August
„Goethe – Kunstwerk des Lebens“ von Rüdiger Safranski
„Streifzüge durch unser Gehirn: 34 Alltagssituationen und ihre neurobiologischen Grundlagen“ von Holger Schulze
„Hilda und der Troll“ von Luke Pearson (Comic)
„Nowhere Men, Band 1: Schlimmer als der Tod“ von Eric Stephenson, Nate Bellegarde und Jodie Bellare (Comic)

Gelesen im September
„Unterwerfung als Freiheit: Leben im Neoliberalismus“ von Patrick Schreiner
„Was ist Trendforschung?“ von Matthias Horx
„30 Minuten für Generation Y“ von Martina Mangelsdorf
„Wenn der Wind singt/Pinball 1973“ von Haruki Murakami
„Metro 2033“ von Dmitrj Glukhovsky

Gelesen im Oktober
„Was sie begehren“ von Kenneth „Seaforth“ MacKennzie
„Die linke Hand der Dunkelheit“ von Ursula K. Le Guin
„Alles, was wir geben mussten“ von Kazuo Ishiguro
„Der Baum ist köstlich, Graf Zeppelin!“ von Katz & Goldt
„Saga“, Band 4 von Brian K. Vaughn und Fiona Staples
„Ornithologie für Einsteiger“ von Michael Wink

Gelesen im November
„Das Ende der Sterne wie Big Hig sie kannte“ von Peter Heller
„Fräulein Julie“ von August Strindberg

Gelesen im Dezember

„Der erste fiese Typ“ von Miranda July
„Das Licht der letzten Tage“ von Emily St. John Mandel
„Im Land der leeren Häuser“ von P.D.James
„Filmanalyse – Themenheft“ von Martin Ganguly
„Gregs Tagebuch 10 – So ein Mist!“ von Jeff Kinney

Was sagt deine Lesestatistik? Was war dein Lieblingsroman? Welches Buch fandest du ganz furchtbar und warum?

Tschüss, 2015! Ein Jahresrückblick.

Der letzte Eintrag in diesem Jahr – waaah!!
2015 war für mich ein sehr interesssantes Jahr, obwohl ich manchmal auch ziemlich kraftlos war. Ich musste dieses Jahr hart daran arbeiten, mir meine Laune aufgrund einer dummen beruflichen Situation nicht verderben zu lassen. Aber ich glaube, das habe ich mit meinem Jahresmotto ganz gut geschafft.
Mein diesjähriges Motto war „Wachstum & Veränderung“ (auf englisch growing & glowing, das find ich griffiger:D) und bot mir genügend Freiräume, mich in diversen Bereichen auszubreiten, abzulenken und einzutauchen. Weil 2014 nicht so gut gelaufen ist, wollte ich mehr Struktur reinbringen und habe jedem Monat auch ein Motto verpasst. Das hat Spaß gemacht, aber es gab auch Monate, wo es nicht geklappt hat. Für 2016 werde ich die monatlichen Absichten wieder bleiben lassen, da ich mir ein anderes Projekt für mehr Struktur ausgedacht habe und mich manchmal die Monatsmottos unter Druck gesetzt haben.

jahresrückblick2015

2015 habe ich quartalsweise unterteilt in Körper, Geist, Soziales und Kreatives.
Der Jahresanfang war gelungen: 8 Stunden Schlaf für mehr Energie war der Plan und obwohl das mit dem ausreichenden Schlaf nicht so wirklich funktioniert hat, habe ich mehr Energie aufgeladen. Erst nach dem Monat kam es, dass ich ausreichend geschlafen habe und es immer noch tue. Seltsam! Mit meinem 3 Min. Sport Dings wars mal so mal so. Das erste Quartal eignet sich meiner Meinung einfach nicht für körperliche Vorsätze. Immer wenn ich den Dreh raus hatte, wurde ich krank und musste von vorne anfangen. Und dann gab es wieder so viel anderes zu tun, dass ich schlicht und einfach vergessen habe, 3 Minuten herumzuhopsen. Das Problem mit der Bewegung habe ich aber im Laufe des Jahres auch noch anders gelöst. Thema gesunde Ernährung ist top! Ich esse kaum noch Fastfood, weil Herr DingDong und ich dank Chris‘ Kochtüten einträchtig nebeneinander in der Küche stehen und uns mit frischen Zutaten etwas Leckeres zu essen zaubern. Wir verursachen dadurch keine Reste, kaum Müll, müssen nicht extra einkaufen und ich gehöre nun zu den Menu-Planern, die einen wöchentlichen Speiseplan vorbereiten! Außerdem habe ich im Urlaub gelernt, dass zwei mal am Tag essen DAS Ding für mich ist und das auch wunderbar im Alltag klappt. Ich habe eine 3. Mahlzeit wegminimalisiert und esse nur noch um 10:30 und abends (gegen 20 Uhr)
Dann durfte ich dieses Jahr viel über Mode und Stil lernen. Danke an dieser Stelle an Materialfehler, für die tatkräftige Unterstützung! Ich habe einen VHS Kurs zur Stilberatung mitgemacht und das waren gut investierte 60 Euro. Das Wissen über Farben, die mir stehen, und einem Stilmotto hat mir so viel Erleichterung beim Shoppen verschafft! Ich kann das gar nicht glauben, wie einfach das geworden ist. Losgehen, wann es Zeit und sich ausschließlich schöne Dinge kaufen, die man wirklich braucht ist mir dieses Jahr gut gelungen. Ich hab jetzt schön langsam sogar den Bogen raus mit SecondHand Shopping und das finde ich klasse!

Im Bereich Kreatives und Soziales haben meine Challenges auch mal mehr, mal weniger gut funktioniert. Ich habe zwar mehr Bilder gestaltet und mein Scrapbook-Postkartenalbum hat mich das ganze Jahr kreativ begleitet, aber solche Sachen wie Streetart oder jeden Tag seine Morgenseiten schreiben, ist etwas, was ich mir vornehmen muss, damit es auch passiert. Diese kleinen Challenges taten gut, weil sie mir aus meiner Komfortzone geholfen haben.

Der Bereich „Soziales“ ist immer noch total schwach. Wird es wohl immer bleiben. Ich brauche einfach genügend Zeit zum Alleinsein, damit meine Batterien wieder aufgeladen werden. Ich muss gut auf mich aufpasssen und das habe ich 2015 gelernt und endlich auch akzeptiert. Der Trick ist – auch was Neues für mich – seine Bedürfnisse den anderen mitzuteilen. Dann ist das überhaupt kein Problem. Mit der Social Media Challenge und der #Konsumauszeit habe ich aber die soziale Komponente im Internet wiederentdeckt und wie viel Spaß das macht, wenn man es denn so nutzt. Denn da steckt die wahre Power drin!
Abgesehen davon war ich auch zu diversen Minimalismus-Stammtischen. Das große Minimalismus-Treffen in Frankfurt war ein grandioser Abschluss meines Urlaubs. Aber auch so ein Konzert, das ich allein besucht habe, hat mich in sozialer Hinsicht weitergebracht.

In meinem Scrapbook-Album hab ich ne Liste mit allem, was ich dieses Jahr zum ersten Mal gemacht habe. Zum Beispiel afrikanisch und koreanisch gegessen. Leeeeecker!!! Ich war zum ersten Mal im Grenzschichtwindkanallabor und im Tropengewächshaus, ich habe einen MOOC mitgemacht und ein Kleid gefunden, ich habe zum ersten Mal Facetime ausprobiert und amerikanischen Käsekuchen gebacken. Und nun bin ich auch noch unter die Ornithologen gegangen! Naja, Vogelbeobachtung bringt schon Spaß, aber wenn Hörnchen zu Besuch kommen zerfließt man vor Niedlichkeit :D #truestory

ferdi

Und wenn ich dann die Liste oben anschau, muss ich immer lachen. Weil das eigentlich ne Wunschliste war, die ich so hingeschrieben habe und dann trotzdem so viel davon passiert ist. Ohne großartige Anstrengung! Laut lache ich beim Punkt „viele Museen (4)“ – ich habe dieses Jahr definitiv mehr als 4 Museen besucht, es waren: 15!

Hahaha, mal sehen was das neue Jahr für mich bereithält! 2015 war jedenfalls toll.

Ich wünsche dir einen guten Rutsch! Hab Spaß, zünd ne Kerze an, gestalte dir dein eigenen Neujahrsritual, mach im Tagebuch einen Rückblick und schreib dir selbst ne Wunschliste für 2016.
Was steht drauf?

Fazit Social-Media-Challenge

Für dieses Quartal habe ich ja Beziehungen/Soziales als Motto. Und im August habe ich damit angefangen, das Wort „Social“ wieder in „Social Media“ hineinzutun. Denn eigentlich ist es schon so, dass ich zwar einerseits Artikel produziere, Tweets raushaue oder Bilder pinne, aber dennoch habe ich das Gefühl, dass ich doch eher Social-Media-Konsument bin. Das konsumieren von Inhalten ist eben auch leichter – oder?
Naja jedenfalls wollte ich ordentlich kommentieren und mitmischen in diesem Zirkus was ich für meine Verhältnisse auch getan habe.

Hier eine kleine (total unwissenschaftliche) Vorher-Nachher-Liste:
smc

Das habe ich gelernt:

  • Kommentieren und „mitmachen“ kann man wie einen Muskel trainieren. Man muss nur anfangen. Und dann wirds eigentlich auch schnell ein Automatismus
  • Ja, manchmal ist es anstrengend. Wenn man nicht mehr richtig gucken kann, weil man zu müde ist und dann durch diese Challenge den Zwang hat, etwas kommentieren zu müssen. Da hat es nur für ein paar Emojis gereicht. Aber ich habe gezeigt: Ich bin da.
  • Ich glaube, das ist schon eine Form von Dankbarkeit, die man auch im digitalen Raum weitergeben kann. Viele Instagrammer haben sich bei mir bedankt, als ich ihnen einen Kommentar auf dem Posting hinterlassen habe. Das hat mich auch gefreut.
  • Man wird sichtbar im digitalen Raum.
  • In diesem Zusammenhang auch interessant: Diese ganzen Guides „How to be a pro-blogger“, „ultimate guide to gain more followers“ – sind wirklich nur blabla. Wenn die Leute merken, dass du da bist und teilnimmst und es ernst nimmst, bemerken sie dich auch. In Zeiten von käuflichen Followern und Bots ist Authentizität die neue Währung. Das ist alles.
  • Deshalb auch: Social Media ist ein Fulltime-Job, wenn man es auf dieser Ebene machen will.
  • Mein eingerostetes Schrift-Englisch hat mich ein bisschen daran gehindert, längere Kommentare zu verfassen. Vor der Challenge wusste ich gar nicht, dass es so eingerostet ist. Zeit für ein bisschen Nachhilfe.
  • Bei Pinterest kommentieren ist irgendwie total unspassig und sinnlos, außer man hat mit Leuten die man kennt ein gemeinsames Board.
  • Am einfachsten geht Kommentieren über Twitter und Instagram, dann bei Blogs. Wobei ich anfangs totale Schwierigkeiten bei .blogspot Blogs hatte – ich musste meinem Browser erstmal sagen, dass er Cookies zu lassen soll, dann gings. Interessanterweise habe ich bemerkt, dass ich gar nicht mehr sooo viele Blogs lese wie früher und ich deshalb so wenig auf Blogs kommentiert habe.
  • ein bisschen FOMO hat sich entwickelt, wenn ich wieder mal festgestellt habe, dass alles mögliche über Facebook läuft. Das nervt mich total. Ich will mich da nicht mal unter einem Fake-Namen anmelden, ich will mir nicht schon was Neues anbinden, aber gerade für kuratierte Gruppen ist das schon irgendwie cool. Grr…Ich lass es trotzdem. Mein Stolz lässt es einfach nicht zu.

Weil der Muskel schon ein bisschen trainiert ist, werde ich das Kommentieren für die nächsten zwei Monate beibehalten.

Abgesehen davon würde mich mal dein Kommentier-Verhalten interessieren. Gehörst du auch zur Lurker-Gruppe? Oder kommentierst du fleißig? Bei bestimmten Plattformen/Blogs häufiger?
Ach übrigens, hier auf diesem Blog funktioniert die Kommentarfunktion wieder ganz gut. Du kannst es gerne mal testen ;D

Kleiderschrank ausgemistet, mal wieder.

Und diesmal mit komischem Gefühl!

Also ich weiß nicht, wie es euch beim Entrümpeln des Kleiderschrankes geht, aber mir geht es damit immer ganz ganz furchtbar. Mir gehts so schlimm, dass ich am liebsten alle 20 Minuten eine Kaffee+Kuchen+Buch lesen-Pause einlegen möchte.
Ausräumen. Auswischen. Sortieren. Anprobieren. Sich hässlich finden. In zu eng gewordenen Klamotten feststecken. Fix und fertig sein. Kurz vorm Heulen. Zwei Teile später absolut hinreissend aussehen und sich freuen wie schön man eigentlich sein. Repeat.
Ehrlich, diese Achterbahn-Fahrt ist nix für mich. Aber da das letzte große Entrümpeln schon wieder 2 Jahre her ist und ich mir ja extra ein Motto verpasst habe, musste das mal sein.

Im Jahr 2012 habe ich zum ersten Mal richtig groß und systematisch mit anschließender Inventur entrümpelt. Dabei war das Zählen der Klamotten und Accessoires – und zwar ALLES – für mich enorm wichtig und erhellend. Denn so konnte ich erkennen, was ich brauche bzw. wovon ich definitiv genug habe. Da konnte ich mich dann bei einigen Dingen schön zurücklehnen.
2013 waren es insgesamt 207 Teile (Hosen und Oberteile inkl. Unterwäsche, Socken, Schlafklamotten, Sportklamotten und Badezeug, Schuhe, Taschen und Rucksäcke, Mützen, Schals, Handschuhe usw.)

Nach der diesjährigen Ausmistaktion habe ich nur noch 165 Teile insgesamt. Davon 4 Hosen, 8 Langarm-Shirts, 10 Kurzarm-Shirts, 10 Pullover und 13 Strickjacken, 1 Bluse, 1 Blazer, und 3 Fleece-Jacken.
Bei den Hosen, Pullovern und Shirts geht nix mehr, da ist das absolute für mich nötige Minimum erreicht. Aber in naher Zukunft werde ich mich wohl auch von ein paar Strick- und Fleecejacken trennen. Trotzdem, mit 50 Sachen als Alltags-Garderobe komme ich gut hin. Von der Menge her bin ich zufrieden.

Soweit so gut. Trotzdem fühlte es sich merkwürdig an. Es war diesmal nix Befreiendes, kein Aha-Erlebnis. Weil ich beim Minimum angekommen bin? Es könnte noch minimalistischer gehen, aber Abwechslung mag ich auch. Oder ist das nur eine Wahnvorstellung? Vielleicht zieh ich ja doch nur immer wieder dasselbe an, auch vom Wenigen? Wie ist das bei dir?
Viel habe ich nicht rausgeworfen, viel habe ich aber auch nicht behalten. Es ist ausbalanciert und eigentlich könnte ich zufrieden sein.
Ich habe erstmal die Kleiderbügel-Haken umgedreht und habe mir vorgenommen, mehr Abwechslung in den Alltag zu bringen. Dank meinem komischen Gejammer über Twitter bekam ich unerwartet hilfe von materialfehler, die mir gerade per E-Mail beibringt, worauf man achten muss. Das ist furchtbar inspirierend und interessant und ich hoffe, sie schreibt mal einen ausführlichene Blogbeitrag über diese Archetypen-Geschichte, damit ihr auch von ihrem Fachwissen profitieren könnt. (So, hier steht es jetzt. Erwartungshaltung ist aufgebaut ;D)

Kleiderberge und Stilfrage hin oder her – ich frage mich, ob man immer mit so nem seltsamen Gefühl dasteht, wennm man etwas „fertig“ entrümpelt hat?
Als ich mein Badezimmer heruntergefahren habe, war das aber nicht so…

Ist Kleidung emotionaler aufgeladen, weil wir damit unsere Identität basteln?

Gelesen 2014

So, um das Lesejahr 2014 abzuschließen, gibts wie immer eine große Übersicht! Insgesamt habe ich 71 Bücher gelesen, wobei die Statistik diesmal ein bisschen gemogelt ist. Davon waren nämlich 43 „Graphic Novels“ (Comics) und über 50 Comichefte (diese Flatterheftchen, die ich gottseidank nicht alle besitze :D An dieser Stelle einen herzlichen Dank an dich M., falls du das hier liest.).

2014 war ein echt cooles Lesejahr, auch wenn ich nicht allzu viel gelesen habe. Aber who cares? eben. Ich habe mich an Comics herangewagt und so eine völlig neue Welt erschlossen, bilde mir dadurch ein Filme anders und evtl. besser beurteilen zu können und ich habe sogar ein paar Schundromane gelesen, was äußerst amüsant war. Nicht nur beim Lesen, sondern auch beim mit anderen drüber reden.

Der beste Comic, den ich gelesen habe? Hm…Ich weiß nicht so Recht. Ich schwanke zwischen „Der Geschmack von Chlor“ und den „Hilda“-Comics. Oder doch „Einmal durch den Louvre“?
Das beste Sachbuch? „Befreiung vom Überfluss“ von Niko Paech.
Der beste Roman? „Zungenküsse mit Hyänen“ von Else Buscheuer

Okay, wenn du mich morgen noch mal fragen würdest, könnte ich eine völlig andere Antwort geben ;D
Blabla, hier die Liste:

Gelesen im Januar:

  • “Raus aus dem Schneckenhaus” von Hans Morschitzky und Thomas Hartl
  • “Zungenküsse mit Hyänen” von Else Buscheuer
  • “Tatjana” von Curt Goetz
  • “Befreiung vom Überfluss” von Niko Paech

Gelesen im Februar:

  • „Die Pilgerreise des farblosen Herrn Tazaki“ von Haruki Murakami
  • „Die Analphabetin, die rechnen konnte“ von Jonas Jonasson
  • „So etwas wie ein Leben“ von Amelie Nothomb
  • „Zehn Milliarden“ von Stephen Emmott
  • „Was mir gut tut, wenns mir schlecht geht“ von Wanda Damann
  • „Einmal durch den Louvre“ von David Prudhomme

Gelesen im März:

  • “Ist mein Kopf noch im Büro” von Anna Otto und Carola Kleinschmidt
  • “Mein Wohnbuch” von Claire Nolan
  • „Gregs Tagebuch, Band 8: Echt übel!“ von Jeff Kinney
  • „Star Trek – Countdown“ von David Messina
  • „Einfach ein gutes Leben: Aufbruch in eine neue Gesellschaft“ von Peter Plöger
  • „Der Schimpansen-Komplex“ von Richard Marazano (Autor) und Jean-Michel Ponzio (Zeichner)
  • Absolute Zero, Band 1 von Christophe Bec et. al.
  • “Sechs Richtige und eine Falsche” von Birgit Hasselbusch

Gelesen im April:

  • „Schneekreuzer“ von Jaques Lob, Benjamin Legrand und Jean-Marc Rochette
  • „Die Liebesblödigkeit“ von Wilhelm Genazino
  • „Wieviel ist genug?“ von Robert und Edward Skidelsky
  • „Der Geschmack von Chlor“ von Bastien Vivès
  • „Fünftausend Kilometer in der Sekunde“ von Manuele Fior

Gelesen im Mai:

  • „Mein verführerischer Highlander“ von Monica McCarthy
  • „Das Geheimnis unserer Herzen“ von Robyn De Hart
  • „Der Tag der roten Nase“ von Mikko Rimminen
  • „Polina“ von Bastien Vives
  • „Die große Odaliske“ von Vives, Ruppert und Mulot
  • „Universal war two, Band 1: Die Zeit der Wüste“ von Denis Bajram

Gelesen im Juni:

  • „Die Geschichte von Zeb“ von Margaret Atwood
  • „Blaubart“ von Amélie Nothomb
  • „Der See“ von Banana Yoshimoto

Gelesen im Juli:

  • „Das Gehirn – eine Einführung“ von Michael O’Shea
  • „Absolute Zero“, Band 2 und Band 3

Gelesen im August:

  • “Aufgeräumt leben” von C. Köpp
  • “Watchmen” von Alan Moore und Dave Gibbons
  • “Die Krähen – ein Portrait von Cord Riechelmann”
  • “Der Comic: Geschichte, Stile, Künstler” von Klaus Schikowski

Gelesen im September:

  • „Anleitung zur Schwerelosigkeit“ von Chris Hadfield
  • „SAGA“, Band 1 und 2 von Brian K. Vaughan und Fiona Staples
  • „Gröcha“ von Peggy Adam
  • „Adios Muchachos“ von Paolo Bacilieri, Matz und Daniel Chavarria
  • „Candid“ von Voltaire
  • „Infinity Gauntlet“ von Jim Starlin, George Perez und Ron Lim

Gelesen im Oktober:

  • “Der Fremde” – Graphic Novel nach Albert Camus gleichnamigen Roman von Jacques Ferrandez
  • „Hilda und der Mitternachtsriese“ von Luke Pearson
  • „50 Klassiker Comics“ von Andreas C. Knigge
  • „Der Metronom“ Band 1-3 von Eric Corbeyran und Grun
  • „Madie und die Liebe“ von Damien Raymond, Mathias Mercier, Paul Filippi
  • „Elfen“, mehrbändige Saga von Istin und Jarry (Splitter-Verlag)
  • „Global Frequency – Planet in Flammen“ von Warren Ellis
  • „Ocean“ von Warren Ellis

Gelesen im November:

  • „Von Männern, die keine Frauen haben“ von Haruki Murakami
  • „Entdecke die Kraft der Superhelden in dir“ von Deepak Chopra
  • „Die Flutwelle“ von Mikael Niemi
  • „Die Liebe“ von Bastien Vivès

Gelesen im Dezember:

  • “Stadt, Land, Überfluss – Warum wir weniger brauchen als wir haben” von Jörg Schindler
  • “Vom Glück, in der Natur zu sein” von Henry David Thoreau
  • “Hilda und die Vogelparade” von Luke Pearson
  • Das Designbuch für Nicht-Designer von Claudia Korthaus

Und, was ist dein Lieblingsbuch des Jahres 2014?

Türchen Nr. 1 – Sport und Bewegung

Mmadventskal
Herzlich willkommen zum ersten Türchen. Der Adventskalender ist eine Einladung an alle, mal kurz zu überlegen: „Wie hat sich Minimalismus auf mein Leben ausgewirkt?“ Schreib gerne in deinem Blog, als Kommentar oder in dein privates, geheimes Tagebuch. Du musst auch nicht jeden Tag mitmachen, eine Wochenzusammenfassung könnte auch gehen.

Ich fange mal mit einem einfachen Thema für das 1. Adventskalendertürchen an, weil das ja immer und wohl auch für die meisten aktuell ist.

Sport / Bewegung: Weniger Rumsitzen, mehr Bewegung! Habe ich mich in diesem Jahr mehr bewegt oder weniger? In welcher Hinsicht habe ich meine Bequemlichkeit reduziert?

Tja, also Bewegung habe ich dieses Jahr seeehr minimalisiert. Haha. Naja, das ist eigentlich nicht zum Lachen. Ich war zu oft krank oder es war immer irgendwas und dann bin ich auch zweimal so übel gestürzt, dass ich mein linkes Knie für einige Zeit nicht mehr richtig bewegen konnte.
Ich habe ja auch versucht eine sportliche Routine aufzubauen, aber bei meinen häufigen Dienstplanwechseln war dieses Vorhaben zum scheitern verurteilt. Daran hat sich bis jetzt nichts geändert.
Ich gestehe: Dieses Jahr hab ich an nur 19 Tagen Sport gemacht (Schwimmen, Laufen, Fitnesskurse), ist das nicht traurig?! IST DAS NICHT TRAURIG?! (darauf will ich keine Antwort ;D)
Manchmal verfluche ich mich selbst, dass ich mir ständig Notizen mache… :(

Die Alltagsbewegung und das ziellose Umherstreifen zählt nicht als Sport, aber als Bewegung. Und die war vorhanden, aber moderat. Reicht mir nicht. Da ist eindeutig Besserungsbedarf für 2015. Vielleicht habe ich mir auch einfach zu viel vorgenommen. Für nächstes Jahr muss ich mir eine bessere Lösung einfallen lassen. Meine Bequemlichkeit habe ich also nicht wirklich reduziert.

Wie ist das bei dir?

edit: Der Beiträge von Michael und Daniel

Gelesen 2013

So, nun kommen wir zur Jahresliste der gelesenen Bücher 2013.
Laut meinem Lesenotizbuch habe ich 48 Bücher gelesen. Das ist im Vergleich zu den Vorjahren für meine Verhältnisse ziemlich wenig. Ich habe noch nicht genau herausgefunden, warum das so ist, aber Lesen soll ja Spaß bringen und keine Arbeit sein. Anscheinend habe ich dieses Jahr lieber Filme und Serien geguckt.

Da ich im März meinen Blogrhythmus verändert habe, sieht auch die Auflistung wegen der Verlinkung ein bisschen anders aus:

Gelesen im Januar und Februar:
„Welcome to your Brain“ von S. Aamodt & Sam Wang
„Gregs Tagebuch 7: Dumm gelaufen“ von Jeff Kinney
„Mumins wundersame Inselabenteuer“ von Tove Jansson
„Wenn Eulen schrein“ von Janet Frame
„Vielen Dank für das Leben“ von Sybille Berg
„Er ist wieder da“ von Timur Vermes

Gelesen im März:

  • „Vintage your life! Besser leben, weniger ausgeben zwischen Küche und Kleiderschrank“ von India Knight
  • „Das gesunde Bisschen – mit kleinen Schritten zu mehr Wohlbefinden“ von Petra Apfel
  • „Das lässt sich ändern“ von Birgit Vanderbeke
  • „Wie man die Welt verändert: Kleine Philosophie der Lebenskunst“ von John-Paul Flinthoff und Alain de Botton (Hrsg.)
  • Die gesunde und schöne Frau – Heilwissen aus der russischen Volksmedizin von Natalja Aleksandrowna Nowikowa

Gelesen im April:

  • „Doktor Proktors Pupspulver“ von Jo Nesbø
  • „Erbarmen“ von Jussi Adler-Olsen

Gelesen im Mai:

  • “Neues aus der Umkleidekabine” von Brenda Kinsel
  • “Die Elfen” von Bernhard Hennen
  • “Weniger Abfall, mehr Wert – Müllvermeidung, Recycling, Second Hand und Co.” ein DIN-Ratgeber von Konrad Soyez und Dieter Baier
  • “8 Minuten” von Peter Farkas

Gelesen im Juni:

  • „Cupido“ von Jilliane Hoffman
  • „1913 – Der Sommer des Jahrhunderts“ von Florian Illies

Gelesen im Juli:

  • “Tiere essen” von Jonathan Safran Foer
  • “Morgen darf ich essen, was ich will – Diät” von Bernhard Ludwig
  • „Ende der Märchenstunde: Wie die Industrie die Lohas und Lifestyle-Ökos vereinnahmt“ von Kathrin Hartmann
  • „Stolpersteine in der Mitarbeiterführung“ von Hans-Jürgen Kratz
  • „Eine Handvoll Leben“ von Marlen Haushofer

Gelesen im August:

  • „Am Tag und in der Nacht“ von Camilla Macpherson
  • „Die Evolution“ von Walter Kleesattel
  • „Gebrauchsanweisung für Paris“ von Stephen Clarke

Gelesen im September:

  • „Die Strippenzieher: Manager, Minister, Medien – wie Deutschland regiert wird“ von Cerstin Gammelin und Götz Hamann
  • „Meinungsmache: Wie Wirtschaft, Politik und Medien uns das Denken abgewöhnen wollen“ von Albrecht Müller
  • „Graffiti Moon“ von Cath Crowley
  • „Zeit für mich und Zeit für dich“ von Fabio Volo
  • „Die große Volksverarsche: Wie Industrie und Medien uns zum Narren halten. Ein Konsumenten-Navi“ von Hannes Jänicke

Gelesen im Oktober:

  • “Wie viel weniger ist mehr? Lebenslust auf den Punkt gebracht” von Ute Lauterbach
  • “Tiefsee: Von schwarzen Rauchern und blinkenden Fischen” von Dagmar Röhrlich
  • “Paris in Style: Der persönliche Fashionguide” von Isabelle Thomas und Frédéricque Veysset
  • „iPhoneography – Fotografieren mit dem Iphone“ von Stephanie Roberts
  • „Auf den Spuren der Ameisen: Die Entdeckung einer faszinierenden Welt“ von Bert Hölldobler und Edward O. Wilson

Gelesen im November:

  • “Selbst denken” von Harald Welzer
  • “Die Welt, wie wir sie kannten” von Susan Beth Pfeffer
  • “Die Verlorenen von New York” von Susan Beth Pfeffer
  • “Das Leben, das uns bleibt” von Susan Beth Pfeffer
  • Die Bäckereiüberfälle von Haruki Murakami

Gelesen im Dezember:

  • “Holly Beckers wunderbare Wohnideen: 8 Schritte zu einem kreativen Zuhause” von Holly Becker
  • “Haben und Sein” von Erich Fromm
  • “Der Hobbit” von J. R. R. Tolkien
  • “Der Schaum der Tage” von Boris Vian

Lass uns über Bücher sprechen!! Was hast du auf deiner Leseliste für 2014? Willst du mehr lesen? oder weniger?
Was war dein Lese-Highlight 2013?

no new plastic challenge im April – das Fazit

Nun ja, wie du sicherlich aus den vorherigen Beiträgen ersehen konntest, stand ich der ganzen Aktion mit eher gemischten Gefühlen gegenüber.
Es war gut, es war schlecht. Es fühlte sich gut an, weil teilweise machbar und es fühlte sich schlecht an, weil man gegen Windmühlen kämpft.
Mein Gesamteindruck ist, dass man es unter großer Anstrengung oder mit dem richtigen Umfeld sicherlich hinbekommen könnte.

endstationmeer

So viel Anstrengung möchte ich aber nicht mehr aufbringen, denn das Thema meines Blogs ist ja auch „Einfachheit“ und die hat mir bei dem Thema leider noch viel zu oft ziemlich gefehlt.

Es war trotzdem sehr erkenntnisreich. Zum Beispiel ist uns aufgefallen, dass die meisten Menschen, die im Biosupermarkt einkaufen, sich überhaupt nicht um die Verpackungen, Papiertüten und Plastikbeutelchen kümmern, wohl aber freuen sich die Kassierinnen in großen Warenhäusern, wenn wir Verpackungen und Tüten ablehnen. Die eine Karstadtkassierin hat mich sogar ein bisschen überrascht, als sie erwähnte, wie fürchterlich sie die Bilder von verschmutzten Meeren findet und dass es doch überhaupt kein Problem sei, wenn man auch die bisher kostenlosen Tüten mit 20 Cent besteuern würde. Recht hat sie! Und die war definitiv kein Ökofritz :D
Tja, und auch wenn man aktiv Plastik vermeidet, heißt das ja noch lange nicht, dass man kein Plastik produziert – zum Beispiel beim Arzt (Spritzen, Medikamente etc.)

Unsere Plastikmüllanalyse ergab folgendes:

Insgesamt: 287 g
Davon Take-Away-Müll: 110 g (!!!)
Rest: 177 g (ohne Kabel, weil das ja kein Müll ist)

In diesem Haufen haben wir 9 verschiedene Kunststoffe entdeckt:

aprilmuell

Davon richtig übel:
PVC – Polyvinylchlorid (z.B.Kabel)
PS – Polystyrol (z.B. Take Away Behälter)
PU – Polyurethan (z.B. Geschirrreiniger, die nicht mal was taugen *grr*)

Der Rest ist im Rahmen des Kreislaufs zwar noch irgendwie okay, aber das heißt ja auch nix, wenn es nicht richtig entsorgt wird.
PP – Polypropylen (z.B. Obstschalen, Einwegspritzen)
PE-HD – Polyethylen high density (z.B. Füllmaterial Versand)
PE-LD – Polyethylen low density (z.B. Taschentücherumverpackung und wahrscheinlich auch die Toilettenpapierverpackung)
PE-LLD – Polyethylen linear low density (z.B. Plastiktüten)
CPP – Cast Polypropylen (z.B.Laminierfolie)
+ undefinierbar (z.B.Mülltüten)

Seltsamerweise steht auf den „Blaue Engel“ Produkten keine Angabe des Polymers drauf, weshalb wir beim Recyclinghof erfragen werden, was „aus recyclten Kunststoffen“ genau bedeutet und wie sich das dann als Müll verhält.

Ich freu mich sehr, dass wir kein Polycarbonat-Kunststoff gefunden haben – das bedeutet: kein BPA!!!


Wie sieht nun mein After-Challenge Schlachtplan aus?

1) weiterhin so plastikfrei bzw. müllfrei wie möglich einkaufen und wenn es nicht klappt, weil es irgendwas NUR in Plastik verpackt gibt sich nicht ärgern und es trotzdem kaufen
Nach so einer Challenge gibt es keinen Weg mehr zurück. (Oder?) Jeder kleine Schritt ist ein Schritt in eine (hoffentlich) richtige Richtung. Und: Kleinvieh macht auch Mist. Das haben wir ganz deutlich erfahren, als wir zweieinhalb Wochen gebraucht haben um einen 60 L Müllsack zu füllen. Normalerweise kriegen wir so ein Ding in einer Woche voll! Wir haben in dieser Zeit viele kleine Läden entdeckt, die müllfreies Einkaufen ohne große Umstände einfach so möglich machten. Es war wunderbar einfach. Dose auf die Theke gestellt, Verkäuferin hat den Käse/Salat/Aufstrich/wasauchimmer reingetan. Deckel zu, bezahlt, fertig, glücklich. Das war so einfach, dass wir uns immer gewundert haben :D
Die Analyse unseres Müllhaufens hat gezeigt, dass wir zu oft aus Gründen der Faulheit in die Take-Away-Falle tappen. Wenn es nicht die Faulheit ist, dann ist es dieses „Ich hätte mal wieder Lust auf…“-Getue in Kombination mit „nicht nachdenken“ und sich alles doppelt und dreifach einpacken lassen. (Was wir dann immer erst zu Hause gemerkt haben!!! Ey wir sind solche Roboter…schlimm…) Zukünftig möchte ich da ein bisschen besser darauf achten.

2) mehr über Kunststoffe lernen
Wenn schon Plastik, dann das geringste Übel wählen. Dazu muss man genau Bescheid wissen. Die Müllanalyse hat Herr DingDong durchgeführt und ich habe meistens nur Bahnhof verstanden. Mit Hilfe von Wiki und den Handouts der Endstation Meer – Ausstellung, die wir im März besucht haben, wird mir das gelingen.

3) meine bisherigen plastikfreien Gewohnheiten beibehalten
Das ist für mich selbstverständlich und betrifft z.B. solche Sachen wie Leitungswasser trinken, Stoffbeutel dabeihaben und ohne Shampoo und Zahnpasta leben. Mehr Inspiration gibt es hier.

4) weiterhin Firmen anschreiben und sie auf Verpackungsverbesserungen hinweisen
Ich liebe es anderen Verbesserungsvorschläge zu unterbreiten, warum nicht also die Firmen direkt anschreiben? Das ist nur eine kurze E-Mail – die vielleicht alles ändern könnte!

5) so viel Müll wie möglich im Laden lassen
Wenn die Läden vor Ort merken, dass sie selbst so viel Müll verursachen, denken sie vielleicht um. Das bedeutet, ich packe so gut es geht die Sachen aus oder um und nutze die Recycling-Station vor Ort, weil wir hier im Haus nicht recyclen können. Der nächste Recyclinghof ist weit weg und ich habe auch keine Lust mit meinem Müll per U-Bahn durch die halbe Stadt zu kurven, deshalb versuche ich es mal so.

6) Müll sammeln
Ich werde das ändern, was mich am Traurigsten macht: Ich werde Müll aufsammeln. Ich kann den Anblick nicht mehr ertragen. Die Büsche an meiner Laufstrecke sind voll Bonbonpapierchen, McDoof-Tütchen und Starbucksbechern. Man sieht überall übervolle Mülleimer, Reste von spontanen Grillparties im Park und Mini-Müllhalden an vielbefahrenen Straßen. Anstatt rumzuheulen und die „Macht des Verbrauchers“ zu nutzen, möchte ich mindestens einmal pro Monat Müll aufsammeln gehen. Das erscheint mir bis jetzt am Sinnvollsten und am Wirkungsvollsten gegen dieses Ohnmachtsgefühl zu sein.

fup

Falls du auch ein Plastik-Vermeidungs-Experiment hinter dir hast, was hast du daraus gelernt? Wie ist es jetzt? Hast du noch weitere Tipps? Versuchst du überhaupt drauf zu achten oder kommt dir das alles unsinnig vor?

Gelesen 2012

Das Jahr 2012 ist vorbei – willkommen im Lesejahr 2013!
2012 habe ich angefangen, mir in einem Notizbuch meine gelesenen Bücher zu notieren, das macht Spaß und ist geordneter als meine bekritzelten Notizzettel.

Ich habe im Jahr 2012 71 Bücher gelesen, viele davon hier besprochen (Siehe Link). Bei einigen Büchern habe ich bewusst auf eine Besprechung verzichtet, bei einigen hatte ich schlichtweg keine Zeit. Wenn du irgendwas zu den nicht besprochenen Büchern wissen willst, hinterlasse einfach einen Kommentar. Zum Schluss hin wurde ich ziemlich faul, einiges davon wird evtl. nachgereicht!

Die Titel, die mit einem Sternchen * versehen sind, haben mir besonders gut gefallen.
Die Titel, die mit einer # versehen sind, sind Kinderbücher
Die Titel, die mit — gekennzeichnet sind, fand ich ziemlich schlecht.

1) Weniger kann mehr! von Ulfilas Meyer
2) #Gregs Tagebuch 1: Von Idioten umzingelt!
3) #Gregs Tagebuch 2: Gibt’s Probleme?
4) #Gregs Tagebuch 3: Jetzt reicht’s!
5) #Gregs Tagebuch 4: Ich war’s nicht!
6) #Gregs Tagebuch 5: Geht’s noch?
7) #Gregs Tagebuch 6: Keine Panik!
8) *Gegen die Welt von Jan Brandt
9) Geheimnisse des Buddhismus von Tom Lowenstein
10) Zeitmanagement für Faule von Shirley Seul
11) Interviews mit Sterbenden von E. Kübler-Ross
12) *IQ84 Buch 3 von Haruki Murakami
13) Besser durchhalten von Patric Heizmann
14) Lust auf Wohnen von Holly Becker
15) —Die Frau des Zeitreisenden von Audrey Niffenegger
16) Loslassen und leben von Ajoscha Schwarz
17) Die Essensfälscher von Thilo Bode
18) *Sanfte Selbstbehauptung von Barbara Berkhan
19) Die Nebenbei-Diät – Stiftung Warentest
20) Das Haushaltsbuch von Klara Hohmeyer
21) *Das Leben kleben von Marina Lewickya
22) *Ein Regenschirm für diesen Tag von W. Genazino
23) *Was Hochsensible glücklich macht von Renate Göckel
24) *Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand von Jonas Jonasson
25) Lassen Sie mich durch, ich bin Mutter von Anja Maier
26) *Je schneller ich gehe, desto kleiner bin ich von Kjersti A. Skomsvold
27) #Deutsche Geschichte: von den Anfängen bis zur Gegenwart von Christian Deick
28) —Ausgeliehen von Rebecca Makkai
29) *Das letzte Kind im Wald von Robert Louv
30) Achtsamkeit für Dummies
31) *Benjamin Franklin Autobiographie
32) Ich coach dich schlank von Silke Kayadelen
33) BodyCoach von Wolfgang Feil
34) *Es findet dich von Miranda July
35) Worum es geht von Jutta Dittfurth
36) *Beruhigt euch von Silke Burmester
37) —Von Hundert auf glücklich von Christine Gräfin von Brühl
38) *Verrückt bleiben! von Else Buschheuer
39) *Die Herrlichkeit des Lebens von Michael Kumpfmüller
40) Den Vater töten von Amelie Nothomb
41) *Noch ein Tag und eine Nacht von Fabio Volo
42) Harold und Maude von Colin Higgins
43) Die neuen Abenteuer des Sherlock Holmes von A. Conan Doyle
44) —Voll auf Zucker! von Martina Fontana
45) *Der illustrierte Mann von Ray Bradbury
46) Zen – Das Glück im Jetzt von Dokuho J. Meindel
47) Die Nebenbei-Diät für Berufstätige – Stiftung Warentest
48) Loslassen – die Kunst, die vieles leichter macht von Irmtraud Tarr
49) *Die Minus-1-Diät von Ronald P. Schweppe
50) Northanger Abbey von Jane Austen
51) Weniger ist mehr! von Catherine Aanderud
52) —7 Glücksregeln für die Wunschfigur von P. Frankh
53) Ihre Nacht von Banana Yoshimoto
54) *Protest! von Kirsten Brodde
55) Worldchanging (div. Autoren)
56) Leichtigkeit des Zen von A. Meutes-Wilsing und J. Bossert
57) *Die Bibel in 100 Minuten von M. Hinton
58) *Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry von Rachel Joyce
59) #*Entdecke deine Stadt von Lisa Rienermann und Anke M. Leitzgen
60) —Nachricht von dir von Guillaume Musso
61) *iBuddhismus von Joachim Wetzky
62) Radikal mutig von Hanna Poddig
63) Das große Buch der Lebenskunst von Anselm Grün
64) *Lied ohne Worte von Sofja Tolstoija
65) Die Hütte von K. Groß-Stiffler
66) *Die große Liebe von Hanns Josef Ortheil
67) *Günther, der innere Schweinehund, wird Chef von S. Frädrich
68) #*Mumins lange Reise von Tove Jansson
69) #*Geschichten aus dem Mumintal von Tove Jansson
70) *Schlank durch Achtsamkeit von R. P. Schweppe
71) *Sachen machen von Isabel Bogdan

Auch dieses Jahr habe ich den großen Teil der Bücher aus der Bibliothek. Meine Ausleihstatistik sagt, ich habe mir im Jahr 2012 184 Medien ausgeliehen. Da waren natürlich auch viele E-Books, DVDs und CDs dabei. (Vergleich 2011)

Und, was war dein Literaturhighlight 2012? Der beste Film? Ich bin für Empfehlungen offen! :D

Gelesen 2011

Wie aufregend – die letzte Woche des Jahres! Hast du auch schon so ein Kribbeln im Bauch mit Vorfreude auf das neue Jahr?
Die letzten Tage waren erholsam und ich habe mir viele Gedanken über 2011 gemacht.
Dabei ist mir wieder eingefallen, dass ich es mir dieses Jahr angewöhnt habe, eine Liste mit den Buchtiteln zu führen, damit ich endlich mal eine Statistik darüber habe, wie viel ich eigentlich so lese.

Ich habe im Jahr 2011 78 Bücher gelesen, viele davon hier besprochen (Siehe Link).
Ist das viel? Oder wenig? Ich habe keine Ahnung, aber es hat viel Spaß gemacht :D
Hier jedenfalls die komplette Liste. Die Titel, die mit einem Sternchen * versehen sind, haben mir besonders gut gefallen.

1)* Zen to Done – Leo Babauta
2) *Das Happiness-Projekt – Gretchen Rubin
3) Die erstaunlichen Talente der Audrey Flowers – Jessica Grant
4)* Genug – John Naish
5)* Focus – Leo Babauta
6) Hard-boiled. Hardluck – Banana Yoshimoto
7)* Federkleid – Banana Yoshimoto
8) Weg damit! – Rita Pohle
9) Ein geschenkter Tag – Anna Gavalda
10) 77 Wege zum Glück – Wolf Horbach
11) Was ich wirklich brauche – Hildegard Ressel
12) Die Kunst des Einfachen – Manfred Koch und Angelika Overrath (Hg.)
13) Das Twitterbuch
14) 1984 – George Orwell
15)* Wovon ich rede, wenn ich vom laufen rede – Haruki Murakami
16)* Die Wand – Marlen Haushofer
17) Wuwei: die Kunst des Loslassens – Theo Fischer
18) Meditieren in Laufschuhen – Warren A. Kay
19) Besser einfach einfach besser – Bianka Bleier & Birgit Schilling
21) Simplify your life: Haushalt, Keller, Küche – Marion Küstenmacher & Werner Tiki Küstenmacher
22) Alles öko oder was? – Dominic Muren
23)* Barfuß in Manhattan – Colin Beavan
24) Zen Running – Günter Heidinger
25) Piercing – Ryu Murakami
26)* Siddharta – Hermann Hesse
27)* Die Glasglocke – Silvia Plath
28)* Gefährliche Geliebte – Haruki Murakami
29) Payback – Frank Schirrmacher
30)* Kulturschock USA – Ingrid Henke
31)* Zen rund um die Uhr – Philip Toshio Sudo
32) Zen für jeden Tag – Diane Enshin Rizzetto
33)* Ich lerne fotografieren (Kinderbuch)
34) Zum Wohl aller Wesen
35) Kurzgeschichten schreiben
36) Ich bin dann mal schlank – Patric Heizmann
37) Frei sein, wo immer du bist – Thich Nhat Hanh
38) Die perfekte Ordnung der Dinge – David Gilmour
39) Fight Club – Chuck Palahniuk
40) Eidechse – Banana Yoshimoto
41)* Die Kunst, sich zu verlieren – Rebecca Solnit
42) Mit Buddha unterm Sonnenschirm – Brigitte Hellmann (Hg.)
43) Lessness – Michael Simperl
44) Sly – Banana Yoshimoto
45)* Tsugumi – Banana Yoshimoto
46)* Viel Genuss für wenig Geld – Martin Amanshauser
47) Hector und die Geheimnisse der Liebe – Francois Lelord
48) Lebe einfacher! – Janet Luhrs
49) Die Kunst des stilvollen Verarmens – Alexander von Schönhausen
50) Information Overload – Alexander Greisle
51) Lass los, was deine Seele belastet – Rita Pohle
52)* Der Spatz meiner Herrin ist tot – Jeffrey Eugenides (Hg.)
53)* Winterreise – Amelie Nothomb
54)* Wie ich mich einmal in alles verliebte – Stephan Merill Block
55)* Meine russische Großmutter und ihr amerikanischer Staubsauger – Meir Shalev
56)* Populärmusik aus Vittula – Mikael Niemi
57)* Schluss mit der Anstrengung! – Barbara Berkhan
58) Finde deinen Style!
59) Lass los, was deinem Glück im Weg steht – Sigrid Engelbrecht
60)* Das Kult-Buch – Robert Musik
61)* Das Gehirn: Wissen was stimmt
62) Relax at work – Chris Grijns
63)* Immer Lust auf immer mehr – Renate Göckel
64)* Das war’s dann wohl – Sybille Berg
65)* Erschieß die Apfelsine – Mikael Niemi
66) Am Meer ist es wärmer – Hiromi Kawakami
67)* Classy – Dereck Blasberg
68) Unterwegs – Jack Kerouac
69) Allgemeinbildung für Dummies (naja, bin nicht fertig geworden…)
70) Klarheit, Ordnung, Stille – Anselm Grün und Petra Altmann
71)* Wer nichts hat, kann alles geben – Karl Rabeder
72) Nähen lernen im Handumdrehen
73) Eine Reise von 1000 Meilen beginnt mit dem ersten Schritt – Luise Reddemann
74) Easy Style
75) Das Geheimnis des Loslassens – Master Han Shan (abgebrochen)
76)* Ein gewisses Lächeln – Francoise Sagan
77) 1Q84 – Haruki Murakami
78) Jane Eyre – Charlotte Bronte

Uff, das war viel Arbeit! Und dabei ist mir jetzt erst aufgefallen, dass ich mehr besprechen wollte – und ich habs verbummelt. Sorry, ist mir durchgerutscht! Falls du Fragen zu einem der nicht verlinkten Bücher hast, beantworte ich sie dir gerne!

Übrigens habe ich den großen Teil der Bücher aus der Bibliothek. Meine Lieblingstatistik sagt, ich habe mir im Jahr 2011 169 Medien ausgeliehen. Da waren natürlich auch viele E-Books, DVDs und CDs dabei. (Vergleich 2010)

Das Erforschen der Nahrungsmittelmengen habe ich aufgegeben. Da ich die letzten 3 Monate keinen Kaffee mehr getrunken habe, auf Chips und Limonaden verzichte, hat sich die Menge sowieso verringert. Die Zählerei hat zwar Spaß gemacht, aber jetzt brauch ich das nicht mehr.

*LOL* Klingt das eigentlich sehr nach Zwangsneurose?! :D

Wieviele Bücher hast du gelesen? Könntest du deine Top 5 aufzählen? Hast du vor, im nächsten Jahr mal was komplett anderes zu lesen? Was soll ich 2012 lesen? (Ich würde gerne mal etwas aus dem Bereich Horror oder Science Fiction lesen, aber ich traue mich nicht…)