Computer, minimalistisch.

Als ich neulich meinen Schreibtisch aufgeräumt habe, kam dann gleich noch mein Computer dran. Allerdings eher die Quick ’n Dirty – Variante.
Um ein Minimalismus-Klischee wieder aufzurollen – ja, ich habe auch einen Mac :D Ein Freund hat ihn mir verkauft und weil ich einen neuen brauchte, dachte ich – nimm ich halt den. Egal. Es geht ja nur darum, dass sich auf dem Computer auch Gerümpel ansammeln kann, wenn auch nur in digitaler Form. Macht vielleicht nicht so viel aus wie „analoges“ Gerümpel, aber wenn man seine Dateien nicht mehr richtig findet, ist es doch auch blöd.

Zuerst habe ich angefangen, mein Desktop aufzuräumen. Ich benutze ein Icon, weil ich’s lustig finde. Kann man aber auch sein lassen.
Wenn der Desktop leer ist und frei von Ablenkungen wirkt zumindest alles schon sehr viel klarer. Geht bei Windows ja genauso.

Dann habe ich mein Dashboard ausgeräumt. Bei Windows wäre dass dann das „Startmenu“. Ich habe nur die Sachen drin gelassen, die ich wirklich täglich benutze.

Und nun gehts ans Eingemachte, die Dateien. Dadurch, dass die „Suche“ (spotlight) total toll ist, muss man die Dateien nicht ständig in verschachtelten Ordnerstrukturen ablegen. Ich bemühe mich nur, die Sachen anständig zu benennen, damit ich weiß, wie ich sie wieder finden kann. Ganz tolle Tipps hierzu gibt es auch von Peter Hinzmann.
Den Ordner, wo die downloads ankommen, leere ich täglich.
Gescannte Bilddateien kommen in den Ordner Bilder, alle persönlichen Dokumente kommen in den Ordner „Haushaltsplaner“, was quasi das virtuelle Pendant zu meinem Ordner ist. Natürlich hab ich die Sachen nicht doppelt da drin, weil ich mich jedes mal vorher frage, ob es nötig ist, etwas auszudrucken oder nicht. Meistens ist es unnötig, deshalb lasse ich die Sachen da.
Ganz wichtig: Lege niiiiiiiiiiiiiiemals – weder digital noch „in echt“ einen Ordner an, der „vermischtes“ oder „sonstiges“ heißt. Da sammelt sich nur Schlonz drin. Solche Ordner sind nichts weiter als ausgeschobene Entscheidungen. Entscheide dich also JETZT, was mit dem Dokument passieren soll.
Und: Löschen, löschen, löschen.
Früher ist die Festplatte fast jährlich gecrasht (so kam es mir zumindest vor) und mir war im ersten Moment zum Heulen zumute, bis ich jedoch feststellte, dass ich mich gar nicht so wirklich dran erinnern kann, was ich alles abgespeichert hatte….

Noch ein Wörtchen zu dem total hippen „cloud-computing“: Nichts für mich. 1. habe ich nicht so viele Dateien, die ich ständig irgendwo brauche 2. gibt es USB-Sticks, die sonst ja nur wieder rumliegen würden 3. bin ich zu faul dafür, mich mit diesen Programmen zu beschäftigen.

Wie räumst du deinen Computer auf? Datenwüste oder vollgemüllte Festplatte?

Achso, das hübsche Hintergrundbild habe ich von simpledesktops.com
Bei Minimalwall findest auch wunderschöne Desktophintergründe

6 Gedanken zu “Computer, minimalistisch.

  1. *hust* mein Desktop hat soviele Icons das ich schon eine Erweiterung brauche um sie zu organisieren. ;)

    Die Erweiterung die ich nutze ist Stardocks Fences. Damit kann man Icons Gruppieren und wenn nicht alle Icons im Sichtbaren Bereich sind kann man den Bereich scrollen.

    Ich habe 5 solche Bereiche:
    1. Programme (9) die ich nahezu täglich brauche (kein Scrollen)
    2. Ordern-Verknüpfungen zu langfristigen Projekten (kein Scrollen)
    3. Ordner-Verknüpfungen zu häufig benutzen Ordnern (Video, Bilder, Musik, Downloads)
    4. „temporäre“ Dateien: Dateien mit denen ich aktuell arbeitet die ich aber nicht dauerhaft aufheben muss.. in dem Ordner werden regelmäßig Dateien die älter als 3 Monate sind gelöscht. (mit Scrollen)
    5. Programme die ich gelegentlich nutze (mit Scrollen) – finde ich so schneller als im Startmenü

    Der Rest vom Bildschirm ist für Dateien mit denen ich heute arbeite.. der Bereich wird täglich gelöscht .. Dinge dich ich mehrere Tage brauche kommen in den Bereich „temporäre Dateien“.

    Alles was in tieferen Ordnerstrukturen landet ist für die längerfristige Aufbewahrung bestimmt, d.h. nicht das das nicht nochmal geändert wird. Bilder zum Beispiel sortiere ich immer wieder auch beim späteren Anschauen aus, mit ein paar Monaten bzw. Jahren Abstand schmeißt man dann doch großzügiger weg.

    Das Startmenü nutze ich quasi gar nicht mehr.

  2. Das nenne ich mal ein leeres Dock :o Davon könnte ich mich eigentlich auch mal inspirieren lassen. Zumal mit dem neuen OSX-Lion die Zugriffsfunktion auf Programme so schön einfach geworden ist.

    Interessanterweise bin ich mit dem Wechsel von Windows zu OSX vom Datenmessie zum Minimalisten geworden.
    Das Erscheinungsbild von Windows, die Ordnerstruktur, einfach alles regt mich dazu an, alles vollzumüllen, ständig „Neuer Ordner 0 – 9999“ anzulegen usw.
    Unter OSX ist mein Schreibtisch schon blitzeblank (bis auf die externen Datenträger). Die vorgegebene Struktur wird sinnvoll bedient. Und das genialste überhaupt sind für mich alle Programme, die mit Bibliotheken arbeiten. Ob iTunes, Yep, Aperture usw. Es gibt nur noch einen Ordner, da kommt alles rein und Sortieren übernimmt das Programm. Toll :-)

    Allerdings ist die Cloud für mich inzwischen zumindest in Form von Dropbox unerlässlich geworden. Zuhause arbeite ich nur am iMac, unterwegs nur mit dem Macbook und im Büro mit einem MacMini. Das wäre das absolute USB-Stick-Chaos und es ist einfach ärgerlich, wenn ich an einem der drei „Orte“ was fürs Studium tuen möchte, aber meine Aufzeichnungen nicht dabei habe.

    Eigentlich trage ich mich schon seit einer Weile mit dem Gedanken, mal was über unverzichtbare arbeitserleichternde OSX-Programme zu schreiben… aber irgendwie war noch nie der richtige Zeitpunkt dafür da…

    1. wenn ich so viele Dateien an verschiedenen Orte benützen würde, würde ich vermutlich auch dropbox oder so was benutzen. Aber da ich vielleicht ein- oder zweimal was im Monat auf der Arbeit brauch, was ich sonst daheim hab…da mach ich das lieber mit USB. Aber wenn du das raus hast mit dem hin- und her synchronisieren, dann ist das doch gut. Ich würde da vollkommen durcheinander kommen :D

      Und: Schreib was über arbeitserleichternde Programme!!!

  3. Apropos Festplattenverlust:
    Gestern meinte mein PC im Büro, dass er es äußerst überdrüssig sei, mit mir zusammenzuarbeiten. Daher entschied er sich dazu, einfach endlos zu booten und gar nicht mehr die Maske freizugeben, in der man sich einloggen kann.
    El Cheffe entschied, meinen PC kurzerhand neu zu installieren, was zur Folge hatte, dass das Laufwerk C, also die Festplatte, gelöscht wurde. Hui!
    Un´ nu´ is´ alles wech!

    Aber abgesehen von den für den Beruf wichtigen Daten, die auch noch im Netzwerk gespeichert und daher noch abrufbar sind, wurde ich kurzerhand von ganz viel Ballast befreit. Um einiges tut es mir leid, aber wie Frollein Dingdong schon sagte: An das meiste kann ich mich gar nicht erinnern – daher fehlt es eben auch nicht.
    Weniger ist mehr! Diese Frau Dingdong hat mich wieder einmal mehr mit ihrer „Quatsch“-Idee angesteckt. ;-)

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