Dankbarkeitstagebuch

Letztes Jahr bekam ich viele tolle Geschenke von meiner Lieblingsfreundin zum Geburtstag, unter anderem einen türkisfarbenen Kalender von der Marke Leuchtturm. Auf der einen Seite ist eine ganze Woche, auf der anderen Seite genügend Platz für Notizen. Und dann auch noch türkis! Er wäre perfekt für mich gewesen, hätte ich nicht schon einen anderen Kalender angefangen. Außerdem kam er mir so edel vor, so dass ich ihn nicht mit meinen Gekritzel besudeln wollte. Er sollte etwas Besonderes sein.
Und dann hatte ich die Idee!

Ich habe ihn kurzerhand zu einem Dankbarkeits- bzw. Ein-Satz-Tagebuch umfunktioniert! Ich notiere darin jeden Abend Dinge,
– wofür ich dankbar bin
– die ich zum allerersten Mal in meinem Leben gemacht habe
– die ich im Laufe des Tages gelernt habe

So ein Kalender ist bestimmt auch gut für Leute, die sich mittels Tagebuch reflektieren wollen, aber denen immer wieder der Geist ausgegangen ist (hier möge man sich einen wie ein Gehirn geformten Luftballon vorstellen, den man mit einer Nadel zum Zerplatzen bringt).
Es ist schön, darin herum zu blättern und eigentlich auch ganz schön erstaunlich, was man alles in einem Jahr lernt oder zum 1. Mal in seinem Leben macht.

Letztlich eignet sich ja jedes Notizbuch, nimm das was du gerade hast. Datum drüber, schreiben. Sich nach 365 Tagen freuen. Man könnte ja auch jeden Tag notieren was einem ganz besonders gut gefallen hat oder worüber man sich gefreut hat…

Oder doch lieber elektronisch?
Dann guck doch mal hier: http://happyrambles.com/
Momento-App http://www.momentoapp.com/
Tagebuch schreiben per E-mail: http://ohlife.com/

…noch was zum Lesen: Vom Glück, dankbar zu sein.

Führst du denn Tagebuch? Wäre das eine Tradtion die du im neuen Jahr beginnen würdest?

6 Gedanken zu “Dankbarkeitstagebuch

  1. ich bin mal so frei:

    ich nehme mir mehrmals jährlich vor „JETZT ENDLICH“ tagebuch zu führen.
    das funktioniert dann aber meist nicht länger als 5 tage.
    da ich haufenweise funkelnagelneuer a5 notizbücher zuhause liegen habe, aber mich nie traue etwas reinzuschreiben, würde es an schreibmaterial nicht hapern.

    auch diese idee á la bridget jones finde ich toll: das tagebuch eben zuerst mit ganz bestimmten fragen füllen, die dann einfach täglich ausgefüllt werden.
    aber irgendwie klappt es einfach nicht… keine ahnung woran es scheitert

    1. Da hilft es wahrscheinlich nur, eine Gewohnheit zu etablieren. Wenn du es 4 Wochen durchgezogen hast, klappt das meistens mit dem verinnerlichen. Es gibt da z.b. ein gutes Buch, mit dem man das – anhand von Übungen – angewöhnen kann. http://www.amazon.de/Schreiben-von-Tag-kreativen-Begleiter/dp/3491401380

      aber wenn du es bis jetzt nicht vor gehabt hast -vielleicht ist Schreiben einfach nicht das geeignet Ausdrucksmittel für dich? Vielleicht solltest du es dann mal mit Art Journaling probieren? Das würde mir auch gut gefallen, nur habe ich keine Ahnung wie das genau geht…?! :D

  2. Irgendwie hab ich es nie geschafft ein Tagebuch zu führen. Ich hatte immer Angst, es könnte jemand anders lesen und zu viel über mich wissen :D
    Also hab ich nie eins geschrieben.
    Aber die Idee, einfach reinzuschreiben, wofür man dankbar ist, was man gerade gelernt hat oder welche Dinge man zum Allerersten Mal macht…. Die Idee ist einfach super.
    Vor kurzem habe ich von meinem Freund ein schönes Notizbuch geschenkt bekommen und ich wusste nicht was ich reinschreiben sollte. (obwohl ich ein Notizbuchfan bin)
    Das einzige was ich auf S. 1 geschrieben habe, war:
    „Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt“ (Gandhi)
    mehr viel mir nicht ein.
    Und ich freu mich nun richtig darauf, dieses Büchlein nun mit positiven Gedanken zu füllen ;)

    Daumen hoch für deine Idee!!!

  3. deinen buchtipp finde ich toll! den werde ich mir nächste woche gleich mal zu gemüte führen.

    ich schreibe täglich was passiert ist in meinen filofax. den großteil kann man anhand von termineinträgen ohnehin rekonstruieren. aber was gefühle oder besondere momente angeht, dafür notiere ich immer noch kleinere stichpunkte oder sätze.
    aber ich hätte eben gerne ein büchlein das nur als tagebuch fungiert.
    vielleicht funktioniert das ja mit dem neuen buch dann ^^

  4. Hallo Frau Dingdong,

    stimmt! Mit einem Dankbarkeitstagebuch reflektiert man – auch zum ersten Mal – sein Leben. Obwohl man das mit jeder Form eines Tagebuches macht. Nur bei einem Dankbarkeitstagebuch legt man den Fokus auf die Dinge, die einen bereichert haben.

    Tatsächlich ist es so, dass wir uns kaum noch daran erinnern können, was wir vor einer Woche zum Frühstück gegessen haben. Da sollen wir uns daran erinnern, was uns im letzten Jahr alles Positives widerfahren ist? Kaum zu schaffen! ;)

    Wie ich in meinem Artikel über den Nutzen eines Dankbarkeitstagebuches geschrieben habe: http://www.huffingtonpost.de/christian-walter/tagebuch-schreiben-tipps_b_15319858.html

    So verhilft einem das Aufschreiben positiver und hilfreicher Dinge als auch Erlebnisse, Zeuge seines eigenen Lebens zu sein; Zu wissen, was passiert und es behalten zu können.

    Alles Liebe
    Christian

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