Das Montagspostkartenprojekt oder: auf die eigenen Bedürfnisse hören

Wie oft vergisst man im Alltag, sich um sich selbst zu kümmern? Ich bin Führungskraft und habe einen Partner, bin Schwester und Freundin, Ratgeber und Zuhörerin. Wenn man nicht lernt, sich rechtzeitig abzugrenzen, um sich um sich selbst zu kümmern, hat man früher oder später ein Problem.
Wenn man sich mit Minimalismus beschäftigt, muss man sich mit der Frage auseinandersetzen „Was will ich eigentlich?“ – nur geht das viel zu leicht wieder im Alltag unter!
Es muss heißen: „Was will ICH eigentlich?!“ und: „Wie setze ich das um?“
Ich definiere meine Prioritäten, schaue, was mir persönlich am Wichtigsten ist und sehe zu, dass ich das auch hinbekomme. Wo gibt es ein passendes Zeitfenster? Kann/will ich meine Fortschritte messen?

Ich kenne meine Prioritäten, an passenden Zeitfenstern mangelt es mir eigentlich auch nicht, aber wenn der Schweinehund mit dem hirnlosen Alltag wieder kommt, stellt man sich und seine Bedürfnisse dann doch wieder hinten an. Und ärgert sich.

Ich will den Ärger loslassen und vorankommen.

montagspostkartenprojekt

Deshalb habe ich mir mit meiner Freundin Jenny ein Projekt ausgedacht, das mich jede Woche wieder freut! Ich nenne es das „Montagspostkartenprojekt“ weil ich montags immer Zeit habe, mich um meine Belange zu kümmern. Damit ich das nicht vergesse, schreibe ich ihr Abends eine Postkarte mit ein paar Sätzen oder Stichwörtern. Ich zähle auf was ich für MICH gemacht habe. Und ja, das Postkarten schreiben gehört da auch dazu :) (am Besten mit einer Tasse Tee, dem Lieblingsstift und Musik)
Ich bekomme von ihr gegen Ende der Woche eine Postkarte, weil ihr Lieblingstag der Donnerstag ist. So halten wir uns mit Neugigkeiten bei der Stange und vergessen nicht, dass wir uns um uns selbst kümmern müssen.

Kümmerst du dich ausreichend um deine Bedürfnisse?

6 Gedanken zu “Das Montagspostkartenprojekt oder: auf die eigenen Bedürfnisse hören

  1. Hallo Frau DingDong,

    super Idee! Ich hatte zu dem Thema auch gerade heute Morgen ein Gespräch und hab gemerkt, dass ich auch mehr für mich bzw. einfach mal gar nichts machen sollte..

    Danke für die Postkarten-Anregung, vielleicht versuche ich das auch mal (oder alternativ einfach _für mich_ in meinem Notizbuch :) )

    Liebe Grüße
    whitespace

    P.S.: wenn man das Captcha falsch eingibt, hat mein keine Möglichkeit, zurück zur Eingabe zu kommen, außer über den Zurück-Button. Soll das so?

  2. Oh das finde ich gut. Gerade eben noch drüber nachgedacht: Mach ich jetzt Sport? Oder kümmer ich mich erst noch ums das Paket und den Termin bei der Bank? Waschmaschine und Staubsaugen oder doch erstmal ne Runde in meinem Buch lesen? Meine Schwester anrufen? Oder mich in die Küche stürzen? Im INternet hängen bleiben? Oder bewusst gestalten und entscheiden, was ich mache!

    Danke. Schweindehund ade. … Los geht’s!

  3. Eine feste Vereinbarung mit jemand anderem oder Termine mit mir selbst sind auch bei mir die beste Weise, Dinge zu machen, die mir guttun bzw. Alltagspflichten zu erledigen, die halt einfach anfallen, ob man das gutfindet oder nicht.

    Viele Grüße,
    Anja

  4. Schade, dass man so oft vergisst, etwas für sich selbst zu tun. Ja, dass man sich sogar Termine mit sich selbst machen muss.
    Vor allem Kreativität sprudelt manchmal einfach aus Dir raus…
    Dann keine Zeit zu zulassen oder zu haben, lässt die Seele ersticken.

    Man sollte viel öfter achtsam in sich hinein lauschen und der inneren Stimme folgen.

    Es hat lange gedauert, bis ich mir überhaupt erlaubt habe, auf mich zu achten und die Interessen anderer auch mal hinten anzustellen.

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