Durchhalten

Als ich neulich noch mal Auszüge aus „Walden“ gelesen habe, ist mir dieses Zitat ins Auge gefallen:

Thoreau

Es hat mir gefallen, weil ich sofort gedacht: „Wie wahr!“
Wir fühlen uns mies, weil wir (wieder mal) versagt haben, aber wenn man dieses „Versagen“ genauer untersucht stellt man fest: Wen kümmerts, wenn persönliche Vorhaben, Neujahrsvorsätze und Projekte nicht ganz rund laufen oder gar scheitern? Ich meine: Was passiert da genau? Bekomme ich Ärger, wenn ich zu einem bestimmten Stichtag nicht bikinifit geworden bin? Ist irgendjemand sauer, weil ich immer noch nicht mit dem Rauchen aufgehört habe?
Klar, es ist eine Ent-täuschung. Aber wir operieren nicht am offenen Herzen und wir können nicht verklagt werden, wenn wir unser Lauftraining aussetzen.

Ach Thoreau! Dieser Spruch tröstet mich ein bisschen. Danke.

Also: Tief durchatmen und weitermachen.

4 Gedanken zu “Durchhalten

  1. Man ist sich selbst doch immer der größte Kritiker. So geht es mir zumindest.
    Wobei man schon in einen Rechtfertigungszwang kommt, wenn man Projekte groß an die Glocke gehängt hat :D

  2. Eine sehr zweischeidige Sache…

    Klar, Du hast recht, außer Dir selbst bist du niemandem Rechenschaft schuldig.

    Aber: Wenn das Ziel für dich persönlich sehr wichtig war und du es nicht erreicht hast lohnt sich auf jeden Fall eine Analyse: Was ist genau schief gegangen und warum? Lag es an der Motivation? Lag es an äußeren Einflüssen? Vielleicht ist das was Du erreichen wolltest letztendlich doch keine Priorität in Deinem Leben? Vielleicht sind andere Dinge wichtiger?
    Sollte es doch eine Priorität sein, dann aufstehen, Krönchen zurechtrücken und weitermachen!

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