Ein neues Lesejournal für 2015

Oft werde ich gefragt, wie ich mir die ganzen gelesenen Buchtitel merken kann – kann ich gar nicht. Wirkt nur so. Aber ich habe auch eine Stütze, die ich seit 2011 nutze. Ich habe mir damals aus Spaß ein Lesejournal angelegt, in welches ich mir Notizen zu meinem Lesestoff eintrage. Was soll ich sagen? Ich liebe Listen, ich liebe Papier, ich liebe Bücher, ich mag mit einem Stift schreiben. Das ist obergeekig, aber mei…:D Ich habe im Laufe der Zeit so dermaßen viele Notizbücher geschenkt bekommen, da wollte ich sie endlich mal verwenden. Und irgendwo musste ich mir ja Notizen machen, schließlich will die Kategorie „gelesen“ hier auch befüllt werden.

2011 befand sich die Liste in einem 2 Euro Buchkalender ganz hinten im Abschnitt „Adressverzeichnis“. Da ich mir aber immer mal wieder ein paar Notizen auf herumfliegenden Schmierzetteln gemacht habe und dem Chaos nicht mehr Herr wurde, habe ich ein Lesejournal angefangen. Damals dachte ich kurz daran, ein fertiges Lesejournal von Moleskine zu kaufen, aber in Anbetracht meines Notizbuchvorrats entschied ich mich für eine DIY-Version. Auch ne Form von Aufbrauchen.

Mein Lesejournal aus den Jahren 2012 bis 2014 war eine einfache A5 Kladde mit linierten Seiten.
Am Anfang des Jahres habe ich immer ein paar Seiten für eine Kurzübersicht frei gelassen, in dem ich nur Titel, Autor und eine Kurzbewertung mit Smileys eingetragen habe.
Lesejournal_2

Dann folgen die richtigen Einträge mit ausführlichem Fazit, Notizen, Zitate usw. Mal reichte der Platz für Notizen kaum, manchmal stand fast nix drin…es schwankte sehr.
Lesejournal_1
Die Seiten habe ich durchnummeriert, damit ich nicht durcheinander komme.

Trotzdem: In den letzten Wochen des Jahres 2014 ist mir der Platz ausgegangen und mir wurde die Schreiberei dann doch zu viel.

Für 2015 und die folgenden Jahre habe ich nun in meinem Fundus ein großes Notizbuch im A4 Format herausgefischt. Die Einträge sind etwas kürzer. Ich wollte eine Mischung aus der Jahresübersicht und den ausführlicheren Einträgen, herausgekommen ist das:
Lesejournal_3
Die rechte Seite ist liniert, da kommen meine Einträge hin. Notizen und Haftnotizen auf die linke blanko Seite.

Die Aufteilung rechts ist immer gleich:
Fortlaufende Nummer, Autor, Titel, Status (geschenkt, geliehen, gekauft), Genre, Datum (Anfang-Ende), Smiley-Wertung und ein kurzes Fazit.

Das sind die für mich wichtigen Infos. Aber letztlich kann man ja loggen, was man mag.

Ich finde meine alten Einträge sehr interessant! Sie spiegeln auch bestimmte Lebensphasen wieder. Ob ich viel oder wenig gelesen habe. Ob ich Bücher zu einem bestimmten Thema gelesen habe und warum mich das damals so interessiert hat. Es ist auch gut als Nachschlagewerk, wenn mir ein Titel „irgendwie bekannt vorkommt“. Ich notiere mir auch manchmal, wie ich auf das gelesene Buch gekommen bin, ob es eine Empfehlung war oder wie ich es entdeckt habe. Durch diese Quellen komme ich an Neuentdeckungen und Geheimtipps ran oder – was noch viel besser ist – man kann mit anderen über das Buch reden!!
Wenn man einen Buchclub oder Literaturkreis besucht, ist das Logbuch bestimmt auch ne gute Grundlage.

Wie ist das bei dir? Führst du ein Lese-Logbuch? Was notierst du dir? Willst du damit anfangen? Bist du in einem Buchclub? nutzt du goodreads oder librarything o.ä. und wie gefällt es dir?

Ich nutze Librarything eigentlich nur für dieses Widget (rechts), aber so wirklich großartig habe ich mich mit dieser Community noch nicht beschäftigt. Hm. Dabei sind das virtuelle Buchclubs oder?

10 Gedanken zu “Ein neues Lesejournal für 2015

  1. Hallo Frau DingDong,

    ich führe auch Leselisten, allerdings nicht so ausführlich wie du und auch nicht auf Papier sondern am PC.

    Ich schreib mir seit 2011 die gelesenen Bücher in einer Tabelle (OpenOffice) auf. Und zwar fortlaufende Nummer, Autor, Titel und Seitenanzahl. Bewerten lass ich sein, ebenso das Lesedatum (wobei ich mir das auch schonmal überlegt habe…).

    Warum am PC? Weil ich als Statistikerin Statistiken liebe und ich somit automatisch und immer tagesaktuell sehen kann, wie viele Seiten ich im Jahr bisher insgesamt gelesen habe, wie viele Seiten es pro Tag im laufenden Jahr sind und wie viele Seiten es pro Tag aufs ganze Jahr sind.

    Pro Jahr habe ich ein Tabellenblatt und im ersten Tabellenblatt ist eine Übersicht über alle Jahre aus der hervorgeht, wie viele Bücher ich im Vergleich zum Vorjahr mehr oder weniger gelesen habe, wie viele Seite ich insgesamt im Jahr mehr oder weniger zum Vorjahr gelesen habe und wie viele Seite ich pro Tag mehr oder weniger zum Vorjahr gelesen habe.

    Da ich die Bücher fortlaufend aufschreibe, weiß ich so ungefähr, ob ich sie im Winter/Frühjahr/Sommer/Herbst gelesen habe und meist erinnere ich mich noch daran, ob ich es super, gut oder schlecht fand. Wobei ich Bücher, wenn sie wirklich supersuperschlecht sind, auch nicht auslese und ich sie somit auch nicht in die Tabelle schreibe.

    Übrigens: Fahrenheit451 fand ich auch super und der Film dazu ist auch sehr empfehlenswert :)

    Viele Grüße in den Norden!

  2. Danke für den Einblick in dein Lesejournal. Habe mir sowas auch schon öfters überlegt, da ich mich an so wenige Buchtitel erinnern kann. Auch wenn es sehr gute Bücher waren. Schande!
    Habe jetzt jedoch angefangen meine Sach- und Fachbücher in eigenen Aufzeichnungen zusammen zu tragen. Oft interessieren mich nur Teile daraus und so kann ich meinen Bestand noch weiter reduzieren und eventuell anderen mit meinen Büchern eine Freunde machen.
    Zudem habe ich dann fachlich alles zusammen. Zum Beispiel sammle ich alles über die analoge Fotografie in meinem „janalog“-Buch :)

    Inzwischen habe ich duch das Studium auch Citavi kennen gelernt, eine Hilfe zum Verfassen von Studienarbeiten. Dort verwalte ich Studiumsrelavante Literatur in jeweiligen Themengebieten.

  3. Ich hab auch ein Lesejournal in Form eines DIN A 4 Notizbuchs. Aber so ausführlich wie deins ist es nicht. Ich schreib nur laufende Nummer im Jahr, Autor,Titel und einen Kurzkommentar wie ichs fand, sowie die Anzahl der Seitren auf.

    Das mit dem aufschreiben wo das buch her ist, finde ich ne super Idee. Dei werd ich klauen, damit auch auch immer shcön im Auge behalte, dass ich ja kein Buch kaufen will dieses Jahr ;-)
    LG von der Chaoskämpferin

  4. Seit ich meinen Filofax nutze, habe ich eine Rubrik ‚Journal‘ und eine Unterrubrik ‚Gelesen im Januar/Februar/…‘: Autor, Titel, Art von Buch, Preis, Stichworte oder ein paar Sätze, worum es ging und wie es mir gefallen hat. Für mich kommen nur noch Ringsysteme in Frage, weil ich dort auch dazuheften kann, wenn ich z.B. eine sehr gute Rezension von jemand anders lese o.ä.
    Eine weitere Unterrubrik ‚Bücher, die ich lesen möchte …
    LG, Ingrid

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