Einfach organisiert sein ist keine Zaubererei

Jup, ich bin gut organisiert. Manchmal gelingt mir was, manchmal sch*** ich drauf, manchmal schaff ich es nicht. Die Welt geht davon nicht unter. Mir ist nur wichtig, einen Überblick über meine Termine und meine Vorhaben zu haben, damit ich pünktlich bin und meine Zeit sinnvoll für alles einteilen kann, was ich machen will. Das gibt mir Sicherheit und bringt mir Spaß. Außerdem erfahre ich so, wofür ich mir Zeit nehme und wofür nicht.
Und ja, ich bin ein kleiner Büromaterial-Freak, und Listen liebe ich auch.

Anscheinend fällt meine Organisation auf. Denn ich werde hin und wieder gefragt, was ich denn so alles mache, damit mir meine Selbstorganisation gelingt.
Ich wedel typischerweise mit meinem Filofax rum und sage: Das ist mein Außenhirn.
Stimmt zwar, versteht nur niemand. Organisation ist in erster Linie ziemlich abstrakt und lässt sich leider schwer erklären (finde ich), weshalb so viele daran scheitern.
Es ist im Grunde aber ganz einfach und basiert auf der Frage: „Was willst du damit?“

Denn das machen sich die Frager nie wirklich klar.

Wenn du dir deine Termine, Vorhaben und Ideen merken kannst, hurra – Glückwunsch! Dann brauchst du gar nicht weiter lesen. Ich steh nicht drauf, in letzter Sekunde mords den Stress zu haben, weil ich wieder irgendwas verpeilt habe. Ich finds peinlich, Geburtstage zu vergessen oder zu spät zu einer Verabredung zu kommen. Das wollte ich meinen Freunden – und mir – nicht (mehr) antun. Also habe ich damals beschlossen, mich besser zu organisieren.

Ich mache mir aber nie klar, wie schwer es für „nicht-organisierte“ Menschen ist, in dieses Thema reinzukommen. Deshalb habe ich mal darüber nachgedacht. Deshalb dieser Blogpost. (Und weil ich ne nette E-Mail bekommen habe! danke B.)
10 Jahre hat es bei mir gedauert, bis ich endlich ein System erdacht habe das für mich funktioniert. Dabei ist es so leicht (hahaha, wie immer), nur hat mir das damals niemand gesagt. Ich musste mir das alles mühsam selbst beibringen, weil man sowas natürlich nicht in der Schule lernt.

einfachorga

Also schmeiss alle GtD-Zeitmanagemant-Produktivitätssysteme aus deinem Kopf, deinem Rechner, deinem Bücherschrank, falls du dich schon mal damit beschäftigt hast. Fang ganz klein an. Bleib pragmatisch.

1. Such dir einen Kalender aus (oder Programm/ App)
egal ob Werbegeschenk oder Filofax, Ausdruck aus dem Internet, die eingebaute Kalender-App und die Erinnerungsform – die Form ist erstmal egal, nimm irgendwas womit du Termine eintragen kannst und was gerade vorhanden ist.
2. Trag deine Termine ein.
Fang mit Geburtstagen, Hochzeitstagen, Ferienbeginn bzw. -ende usw. an. Alles, was dir persönlich wichtig erscheint. Wenn du einen Kalender in Papierform benutzt: Bleistift!
3. Schau morgens und/oder abends in deinen Kalender.
Je nach Lust und Laune schaust du morgens nach dem Frühstück in deinen Kalender: Was steht heute an?
oder Abends beim Feierabendbierchen: Was steht morgen an?

Nimm das Teil überall hin mit. Schau, wie es sich entwickelt.
Wenn du eine Einladung bekommst oder du auf eine Ausstellungseröffnung aufmerksam wirst, trag den Termin ein. Du siehst Werbung für einen neuen Kinofilm, den du anschauen willst? Trag dir den Kinostart ein. Und so weiter, du verstehst schon. Falls du Platz für Notizen brauchst, klebe erstmal ein paar Post-its hinein und schmeiss sie weg, wenn sie sich erledigt haben.

That’s all. Das ist die einfachste Art sich selbst einen Überblick in seinem Leben zu schaffen.

Nach einem Zeitraum deiner Wahl, guckst du, was es dir gebracht hat. Hat es funktioniert? Super. Weitermachen. Hat es nicht funktioniert? Warum nicht?

Alles andere, z.B. Farbcodierungen und Symbole, Notizorganisation, To Do Listen erstellen und verwalten ist was für Nerds :D …und das kommt mit der Zeit. (Oder auch nicht, wenn du keiner bist hehe)

3 Gedanken zu “Einfach organisiert sein ist keine Zaubererei

  1. Hallo Cloudy,

    ja, es braucht wirklich vor allem Konsequenz. Ich hatte zunächst viel ausprobiert, bevor ich bei meinem System gelandet bin. Doch wenn es einmal läuft, läuft es. :) Darüber wollte ich eh mal schreiben… Hm…

    Lieber Gruß,
    Philipp

  2. Ich mach es genau so, wie du beschreibst. Habe spät damit angefangen, kann aber tatsächlich sagen, dass es sich seitdem plötzlich so anfühlt, als hätte ich mein Leben im Griff. Ein unbezahlbares Gefühl. :)

    Tatsächlich habe ich auch den Eindruck, dass ausgeklügelte (am besten noch patentierte) Systeme viele eher abschrecken, die sich besser organisieren wollen.

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