Entrümpelt – und nu?

Ausmisten ist eine feine Sache, aber wenn man nicht weiß, wo hin mit den aussortierten Sachen, dann fängt man gar nicht erst an. Deshalb gibt es zum endgültigen Weggeben nun folgende Möglichkeiten:

Verkaufen: Für gut erhaltene Stücke lässt sich fast immer ein Liebhaber finden. Flohmärkte, Second-Hand-Läden oder Aushänge in Kaufhäusern und Supermärkten bieten sich hierfür an. In Online-Kleinanzeigenmärkten lässt sich auch einiges zu Geld machen.

Spenden: Kleiderkammern, Sozialkaufhäuser, Frauenhäuser, Kirchengemeinden und wohltätige Organisationen freuen sich über Kleidung, Spielzeug und Hausrat aller Art. Gerade bei Kleidung sollte aber darauf geachtet werden, dass es sich dabei um Klamotten der jeweiligen Jahreszeit handelt, da bei vielen Organisationen Platzmangel herrscht und sie nichts zwischenlagern können. Das müsstest du dann erstmal übernehmen. Also gut belüftet bei dir zwischenlagern und Termin in den Kalender schreiben, wann man die Sachen abgeben will/kann.

Tauschen/Verschenken: Wer würde sich über die ausrangierte Bluse freuen? Wer könnte Oma’s alte Lampe gebrauchen? Meistens finden sich im Freundes- und Bekanntenkreis Leute, die gerade etwas brauchen und dann hat man schon ein neues Heim für seine alten Dinge gefunden. Oder man verschenkt ein bisschen „regionaler“ mit freecycle.org. Dort kann man Dinge auf die Liste setzen, die man loswerden will. Wenn sich jemand meldet, kann das Ding abgeholt werden. (oder eintauschen! im Verschenkmarkt der Stadtreinigung Hamburg tauschen die Leute fröhlich alte Regalbretter gegen Waschpulver, Kaffee oder Katzenfutter. Toll, oder? Man hat etwas dafür bekommen und es verbraucht sich selbst = kein unnötiges Zeug!) Eine tolle Möglichkeit kostenlos an Hausrat und Möbel zu kommen. Gerade für den kleinen Geldbeutel ist das eine schöne Idee.

Entsorgen: Dinge, die entsorgt werden sollten, können entweder gegen Gebühr von der Stadtreinigung abgeholt werden oder man fährt sie selbst zum Wertstoffhof.
Wer es radikaler braucht, kann sich ja gleich gegen Gebühr eine Komplettentrümpelung gönnen.

Für alle Vorschläge gilt: Sich vorher unbedingt schlau machen!
Am besten rufst/mailst du mal alle Organisationen an, die dir in deinem Umkreis so einfallen, und fragst direkt nach, was die alles gebrauchen könnten. Genauso könntest du mal 20 Minuten dafür verwenden, bei Ebay Angebote und Preise checken, um mal zu sehen, wieviel dein Zeug noch wert ist oder such doch mal nach Tauschbörsen, wenn du zwar was loswerden willst, aber dir die Möglichkeit offen lassen willst, dass jederzeit wieder etwas hinzukommt (wobei diese Idee mit Vorsicht zu genießen ist!!! :D)

Und dann musst du noch mal in dir forschen:
Wieviel Zeit willst du für das „loswerden“ aufbringen? Wenn du wenig Zeit investieren willst, ist die Flohmarkt-Variante dann wohl nichts für dich. Willst du ein bisschen Geld verdienen oder soll es einfach nur schnell weg sein?
Bist du bereit, notfalls noch ein bisschen auf deinen Sachen sitzen zu bleiben (Zwischenlagern bis es verkauft/abgeholt werden kann)?

Ich persönliche gebe die meisten meiner ausrangierten Sachen an Oxfam. Den Rest teile ich auf zwischen Recyclinghof und Altkleidersammlung. Bei mir muss es eben schnell gehen ;)

Nützliche Adressen:
Kleiderkreisel: Klamotten tauschen, verschenken & verkaufen
Booklooker: Nicht nur Bücher, sondern auch Filme, Hörbücher, Musik und Spiele
Tauschticket: wo man (gegen eine kleine Gebühr) alles mögliche tauschen kann
und natürlich ebay, dazu gibt es von Leo Babauta noch hilfreiche Tipps für einen erfolgreichen Ebay Verkauf

Hast du noch irgendwelche Geheimtipps? Ich liiiiiebe Geheimnisse, also verrats mir! biiiitttteeee!!!! :D

5 Gedanken zu “Entrümpelt – und nu?

  1. Wenn du´s lieber schnell loswerden als Geld dafür willst und ein paar Menschen einen kleinen Glücksmoment bescheren magst: Einfach an einem schönwettrigen Tag eine am besten nett angemalte / angeschenkpapierte Kiste (damit´s nicht nach Sperrmüll aussieht) mit den Sachen hinstellen, wo viele Menschen vorbeikommen (vor die Haustür, neben Papier-/Flaschencontainer etc.), nettes Schild dran (damit´s nicht nach Umzug aussieht), schon ein paar mehr Lächeln auf Gesichter gezaubert an dem Tag :) Macht Spaß, wenn man abends guckt und die Kiste leer oder auch ganz weg ist, und wer weiß, welch netter Mensch grad mit deinem Pratchett und einer Tasse Tee auf dem Sofa lümmelt.

  2. Wir haben bei uns im Hausflur an einer Wand ein kleines barockes Telefonsofatischchen und dort kann jeder für ein paar Tage seine noch guten, aber nicht mehr benötigten Dinge ablegen.

    Meistens geht auf diesem Wege doch einiges weg und manchmal findet man selbst etwas schönes.

    Interessant ist es auch deshalb weil ich immer gerne rätsele zu welchem Nachbarn das wohl passen würde ;-).

    Die Dinge die nach ein paar Tagen noch nicht weg sind werden ebenso für einen/zwei Tage in einem Karton auf die Straße gestellt und was dann immer noch nicht weg ist das ist wohl einfach Müll und wird dann wirklich entsorgt.

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