Es aushalten können

Wer sich mit Minimalismus beschäftigt oder versucht, in dieser komplexen Welt sein Leben einfacher zu gestalten, lernt viel dazu.

Ich überlege mir eine Strategie, wie ich mein Leben einfacher gestalten kann, experimentiere damit und habe Angst.

– freundlich, aber bestimmt „Nein!“ sagen, wenn man keine Lust auf sinnlose Shopping-Touren hat und andere damit enttäuschen.
– Kein Shampoo, kein Duschgel und nur selbstgemachtes Deo benutzen und Angst haben, dass man nicht mehr „sozialkompatibel“ ist
– sich unangenehmen Fragen stellen, wenn man sich öffnet und von seinen Erlebnissen berichtet
– Zweifel haben und sich durch zuviele Infos, Meinungen und besserwisserischer Kritik verwirren lassen
– …

Die Angst spüren und tief durchatmen.

Denn Minimalismus ist auch: diese Ängste und die Phasen des Experimentierens aushalten können.
Aus Überlegungen und dem Begreifen der Welt wird Mut, innere Stärke und Weisheit.

5 Gedanken zu “Es aushalten können

  1. Das hast Du schön beschrieben.
    Gerade denke ich viel über die Angst nach, die mich zum Festhalten und Horten bringen will…
    Vielen Dank.
    Und eine gute Woche Dir!

  2. Muss noch drüber nachdenken, ob Minimalismus „Aushalten“ ist, oder ob „Aushalten“ aus Minimalismus entsteht, aber du hast auf jeden Fall recht, dass es zusammen gehört.

    Von wegen „sozialkompatibel“: find’s interessant, wie seltsam ich den Gedanken finde, dass manche anderen meinen Lebensstil als „radikal“ ansehen. Für mich ist keinen Fernseher haben, weniger Dinge besitzen, vegan ernähren/kaufen, plastikloses Seifenshampoo benutzen, etc. schon so normal. Ob das Fundamentalisten auch so geht ;-) ?

    1. Von den genannten Punkten macht mir mittlerweile eigentlich nix mehr Angst. Wenn dann eher dieses „sozialkompatibel“ sein. Denn dieses „Ohne Shampoo, ohne Duschgel“-Ding ist seeehr schwer in andere Köpfe zu bekommen.

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