Fazit Social-Media-Challenge

Für dieses Quartal habe ich ja Beziehungen/Soziales als Motto. Und im August habe ich damit angefangen, das Wort „Social“ wieder in „Social Media“ hineinzutun. Denn eigentlich ist es schon so, dass ich zwar einerseits Artikel produziere, Tweets raushaue oder Bilder pinne, aber dennoch habe ich das Gefühl, dass ich doch eher Social-Media-Konsument bin. Das konsumieren von Inhalten ist eben auch leichter – oder?
Naja jedenfalls wollte ich ordentlich kommentieren und mitmischen in diesem Zirkus was ich für meine Verhältnisse auch getan habe.

Hier eine kleine (total unwissenschaftliche) Vorher-Nachher-Liste:
smc

Das habe ich gelernt:

  • Kommentieren und „mitmachen“ kann man wie einen Muskel trainieren. Man muss nur anfangen. Und dann wirds eigentlich auch schnell ein Automatismus
  • Ja, manchmal ist es anstrengend. Wenn man nicht mehr richtig gucken kann, weil man zu müde ist und dann durch diese Challenge den Zwang hat, etwas kommentieren zu müssen. Da hat es nur für ein paar Emojis gereicht. Aber ich habe gezeigt: Ich bin da.
  • Ich glaube, das ist schon eine Form von Dankbarkeit, die man auch im digitalen Raum weitergeben kann. Viele Instagrammer haben sich bei mir bedankt, als ich ihnen einen Kommentar auf dem Posting hinterlassen habe. Das hat mich auch gefreut.
  • Man wird sichtbar im digitalen Raum.
  • In diesem Zusammenhang auch interessant: Diese ganzen Guides „How to be a pro-blogger“, „ultimate guide to gain more followers“ – sind wirklich nur blabla. Wenn die Leute merken, dass du da bist und teilnimmst und es ernst nimmst, bemerken sie dich auch. In Zeiten von käuflichen Followern und Bots ist Authentizität die neue Währung. Das ist alles.
  • Deshalb auch: Social Media ist ein Fulltime-Job, wenn man es auf dieser Ebene machen will.
  • Mein eingerostetes Schrift-Englisch hat mich ein bisschen daran gehindert, längere Kommentare zu verfassen. Vor der Challenge wusste ich gar nicht, dass es so eingerostet ist. Zeit für ein bisschen Nachhilfe.
  • Bei Pinterest kommentieren ist irgendwie total unspassig und sinnlos, außer man hat mit Leuten die man kennt ein gemeinsames Board.
  • Am einfachsten geht Kommentieren über Twitter und Instagram, dann bei Blogs. Wobei ich anfangs totale Schwierigkeiten bei .blogspot Blogs hatte – ich musste meinem Browser erstmal sagen, dass er Cookies zu lassen soll, dann gings. Interessanterweise habe ich bemerkt, dass ich gar nicht mehr sooo viele Blogs lese wie früher und ich deshalb so wenig auf Blogs kommentiert habe.
  • ein bisschen FOMO hat sich entwickelt, wenn ich wieder mal festgestellt habe, dass alles mögliche über Facebook läuft. Das nervt mich total. Ich will mich da nicht mal unter einem Fake-Namen anmelden, ich will mir nicht schon was Neues anbinden, aber gerade für kuratierte Gruppen ist das schon irgendwie cool. Grr…Ich lass es trotzdem. Mein Stolz lässt es einfach nicht zu.

Weil der Muskel schon ein bisschen trainiert ist, werde ich das Kommentieren für die nächsten zwei Monate beibehalten.

Abgesehen davon würde mich mal dein Kommentier-Verhalten interessieren. Gehörst du auch zur Lurker-Gruppe? Oder kommentierst du fleißig? Bei bestimmten Plattformen/Blogs häufiger?
Ach übrigens, hier auf diesem Blog funktioniert die Kommentarfunktion wieder ganz gut. Du kannst es gerne mal testen ;D

15 Gedanken zu “Fazit Social-Media-Challenge

  1. Hallo Frau Ding Dong :),

    ich habe gerade was gelernt: Was FOMO ist.

    Ansonsten kommentiere ich ganz gerne Blogs, wenn ich was zu sagen habe. Mit Twitter verbindet mich so eine Art Hassliebe. Instagram nervt mich inzwischen – zu viele gestellte Fotos, und irgendwie alle gleich. Mit Google+ wurde ich nie wirklich warm. Das war bei mir immer das Neue, in das ich mich dann doch nie richtig eingearbeitet habe. Denn ich hab schon lange FB und nutze dort ausgiebig die Fan-Seiten.

    Dein Blog lese ich schon seit Ewigkeiten. Danke schön dafür :)

  2. Hallöchen,

    die Anzahl meiner abonnierten Blogs im Verhältnis zum Kommentar-Schreiben ist bei mir ehrlich nicht besonders ausgewogen.

    Da ich mich aber auch über jedes Mini-Kommentar auf meinem Blog freue (und ja, ich habe Deinen gesehen und gejubelt), haue ich seit einiger Zeit öfter mal in die Tasten. Und dann gebe ich mir auch viel Mühe! Es sind meist Beiträge, die ich wirklich gelungen finde oder auf die ich antworten möchte. So wie jetzt.

    Wenn ich die Blogbeiträge auf dem Smartphone lese, antworte ich eher selten. Das liegt allerdings nur am Endgerät. Während ich diese Zeilen per Tastatur in Sekunden herunterhämmere, muss ich beim Smartphone elend lang tippseln, wenn die dicken Finger mal wieder 5 Buchstaben treffen.

    Facebook nutze ich nur zum „Gefällt mir“-Klicken, Instagram zum Herzchen verteilen und Twitter hat Spinnweben. Aber sind wir ehrlich: Treten wir in die Social Media Pedale, kommt viel Feedback zurück. Und wer möchte das nicht?

    Es ist schön, wenn der Mann sagt: Oh, dein neuer Blogbeitrag gefällt mir gut! Aber wenn ein „Wildfremder“ seinen Senf dazu gibt, ist das eine enorme Egosteigerung. (Obwohl ich immer sage: Klickzahlen sind mir egal, ich schreibe den Blog NUR für mich #truestory).

    Daher: Mehr Kommentare für alle!

    Lieben Gruß
    Steffi

  3. Ich kommentiere gern auf blogger und ich bin auch auf facebook gern unterwegs, twitter und insta ist nicht so wirklich meines, da geht es mir oft zu schnell.

    LG Uta

  4. Ich bin ein ausgesprochener Lurker und da muss schon irgendwas im Artikel sein, dass ich kommentieren will. In diesem Fall deine geilen Notizzettel: Die sind toll. Ich brauche sie nicht, aber sie haben einen Haben-Wollen-Reflex ausgelöst.

    Ansonsten möchte ich dir nur sagen: Deine social challenge hat mich etwas angesteckt und ich probiere das selbst im Moment ein wenig aus – mehr kommentieren und sichtbarer werden.

    An Twitter und Instagram komme ich dennoch nicht ran. Das lenkt mich dann zu sehr von meinen eigentlichen Aufgaben hier ab.

      1. Ich merke es an den E-Mails, die ich seit Neuestem vermehrt bekomme, in denen Leute mich tatsächlich nach Dingen fragen, die ich nur ganz kurz in meiner „Über mich“-Seite angerissen habe. Und das tut gut, mehr noch als Kommentare unter eigenen Beiträgen oder Gefällt mir-Klicks.

  5. Hahaha! Da fühle ich mich doch gleich auch angesprochen. :D
    Mir geht’s auch so, dass es nicht so wahnsinnig viele Blogs gibt, auf denen ich wirklich regelmäßig mitlese. Die kann man an einer Hand abzählen. Dafür bin ich bei vielen immer mal so kurz unterwegs. RT oder fav. Facebook, na ja, privat schon irgendwie. Mit Fanseite und so schon lange nicht mehr.
    Ich mag darin nicht untergehen. In diesem ganzen SocialMediaGetue. Die Tendenz habe ich. Deswegen halte ich es eher andersrum und halte mich manchmal ein wenig zurück. Für die eigene Bloggerei, wenn ich denn berühmt werden wollte, nicht so förderlich. Aber aktuell bin ich froh, wenn in meinem RealLife das Social stimmt.

  6. Hallo Claudi,

    ich wäge häufig ab, ob ich der Meinung bin, dass mein Kommentar Freude oder einen anderen Mehrwert in das Leben anderer bringt. Danach entscheide ich dann. :) Und ich schaue, ob ich wirklich noch die Energie dafür habe.

    O, und ich hatte einst festgestellt, dass die ganze Welt im Grunde nicht anderes als ein soziales Netzwerk ist. Entsprechend halte ich mich persönlich auch lieber in den analogen auf.

    Lieber Gruß,
    Philipp

  7. Hallo Frau DingDong,
    ich kommentiere nicht sehr oft, aber ich tue es schon hin und wieder. Meistens geschieht dies in Wellen – eine Weile regelmäßig und dann schläft es wieder ein. Deine Challenge hat mich dazu angestoßen, hier wieder aktiver zu sein und nicht bloß zu lesen/konsumieren. Außerdem habe ich bemerkt, dass ich mich genauer mit den (Blog-)Inhalten auseinandersetze, wenn ich kommentiere. Und das gefällt mir!

    Ich auch immer noch den „Ach du meine Güte! Jemand aus dem Internet hat mir gerade geantwortet bzw. etwas kommentiert. So toll!“-Gefühlstaumel.

    Viele Grüße
    Annika

  8. Irgendwie kommt mir das alles bekannt vor. Das ganze Thema geht auch immer wieder an mir vorbei.

    Bei mir ist es aber eher technisch bedingt. Zumindest was das Kommentieren von Blogs angeht.
    Ich lese Blogs über ein Tablet. Meist auf der Couch. So auch jetzt. Und wie ich grade feststelle: Einen Text liegend auf dem Tablet zu schreiben macht gar keinen Spaß. Ich müsste also nach jedem Artikel aufstehen und mich an den Rechner setzen. Das gefällt aber meiner Katze und mir gar nicht…

    Mich würde mal interessieren, wie viel Zeit du täglich in dieses Experiment gesteckt hast?

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