Geldbeutel, minimalistisch

Ich weiß – ich weiß, das klingt nach einem saudämlichen Post, aber es ist mir ein Bedürfnis. Warum? Weil tagtäglich Leute vor mir stehen und in Geldbeuteln wühlen, die so groß sind wie Handtaschen. Weil sie darin herumwühlen und nicht das finden was sie brauchen. Weil alles voller Kundenkarten, Wertmarken, Stempelkarten, Quittungen usw. vollgemüllt ist. Und weil sich in genau diesem Augenblick alle über dieses Zeug beschweren, was sie permanent mit sich herumschleppen.
Ja, vielleicht ist das ein Beitrag für Leute, die sich dauernd darüber ärgern, ohne sich dessen bewusst zu sein.

Ein Geldbeutel ist ein sehr nützliches Objekt. Es bewahrt Tauschmittel und Dokumente in kleiner, kompakter Form auf, auf die wir täglich zugreifen müssen. Es klimpert nichts in Hosentaschen, die Scheine knittern nicht und man verliert nichts, wenn man ein Taschentuch aus der Hosentasche zieht.

Nützlich, ja. Aber muss ein Geldbeutel, den wir so oft nutzen, eine wandelnde Müll- und Gerümpelhalde sein? Müssen wir durch die Rabattkarten und Treuepunkte mit den Unternehmen verbunden sein?
Wenn man ausmistet, denkt man zuerst an den Dachboden oder den Keller, aber man kann auch klein anfangen – jetzt anfangen – und seinen Geldbeutel entrümpeln.
Wie oft nimmt man seinen Geldbeutel pro Tag zur Hand? Wie oft ärgert man sich an der Kasse, weil man nichts findet? Wie oft ärgern sich die Leute hinter einem an der Schlange, weil man zu lange braucht, Kundenkarte xy rauszufischen?

Der Ärger lässt sich leicht beseitigen, in dem man nur das mitnimmt, was man braucht. Und das ist nicht viel.
Geldbeutel ausmisten kann man überall: An der Bushaltestelle, im Wartezimmer, in der Mittagspause, nach Feierabend.

Und dann wird alles wunderbar leicht, weil man Ballast abgeworfen hat. Auch wenn es nur ein kleiner Anfang ist.

Willst du mitmachen? Wie sieht deine Geldbörse aus? Hast du überhaupt eine? :D
Dann lade ein Bild von deinem minimalistischen Geldbeutel auf deinen Blog oder auf twitpic/flickr/wasauchimmer und hinterlasse den Link als Kommentar zu diesem Beitrag.

Achso, wenn du schon dabei bist und vielleicht interesse hast: auf everyday minimalist gibts jeden Dienstag die „minimalist wallet series“ mit sehr viel Inspiration

8 Gedanken zu “Geldbeutel, minimalistisch

  1. In meinem Portemonnaie befinden sich:

    – geringe Bargeldbestände (Kleinstgeld wird regelmäßig aussortiert)
    – mein Studentenausweis (gleichzeitig Ticket im ÖPNV, Kopierkarte etc.)
    – NRW-Ticket (für die Fahrt zur Familie)
    – EC-Karte
    – Büchereiausweis
    – Personalausweis (noch der alte sperrige)
    – Versichertenkarte
    – Führerschein (eigentlich sinnlos…ich fahre nie)

    In einem Fach für seltenere Fälle befinden sich noch mein Blutspenderpass und mein Organspendeausweis (als Erinnerung, regelmäßig Blut – wenn schon nicht Organe – zu spenden).

  2. Schönes Thema, mit dem ich mich die letzten Wochen auch schon beschäftigt habe, in dem ich gute Anleitungen für ein simples Portemonnaie gesucht habe. Die „minimalist wallet series“ kenne ich auch, und eben beim Durchschauen habe ich eine gute Inspiration bekommen. Werde jetzt die nächsten Tage mal probieren, wie es sich macht, die nötigen Dinge per Papierklammer zusammen zu halten. Das wären übrigens:

    * 2 EC – Karten (ich mache gerade einen Bankwechsel)
    * Büchereikarte
    * Führerschein
    * Bahncard für SH
    * Versichertenkarte
    * Personalausweis
    * Organspendeausweis
    * Pfandbon
    * Kleingeld

    Ich war auch schon immer ein Fan vom Portemonnaie Aussortieren, so dass sich dort gar nicht viel ansammelt.
    Hier ein Foto vom aktuellen Portemonnaie, das jetzt von der Klammer abgelöst wird. Das Kleingeld werde ich erst mal in einer Minibörse herum tragen.

    http://www.flickr.com/photos/paperboatcaptain/6309442701/in/photostream

  3. Ein Portemonnaie brauche ich schon – allein wegen der ganzen Kärtchen, die heutzutage immer mit wollen. Früher(TM) war das schon einfacher, ein paar Münzen und Scheine in der Hosentasche, gut war. Geht nun leider nicht mehr so einfach.
    Ich halte ich mein Portemonnaie recht aufgeräumt – als „Sammelbehälter“ habe ich ja schließlich mein Notizbuch, das ich regelmäßig durchgehe und sichte. Da geht dann auch nix verloren.
    Bild gibt es hier: http://www.finnsland.net/blog/2011/11/ins-portemonnaie-gekuckt/

  4. Mein Portmonnaie ist groß und rosa damit ich es schnell finde…Als ich mich heute in der Schlange vor der Wurst- und Käsetheke gelangweilt habe, habe ich es also gründlich untersucht und so einige überflüssige Visitenkarten, Bahnfahrkarten etc. rausgefischt. Hat sich auf jeden Fall gelohnt!

  5. In meinem Geldbeutel,den ich mir vor 30 jahren gekauft habe,sind Geldscheine,eine Kreditkarte,Identitaetskarte und die Versicherungskarten fuer den Arztbesuch(meiner 4 Kinder und meine;man muss die in Israel immer dabei haben) und ein wenig Kleingeld,worin sich auch ein Chip fuer den Einkaufswagen befindet.Es ist einfach in the Manteltasche zu stecken.
    Danke fuer den Blog,bin auf dem Weg zum minimalist und lese alles was sich so findet und hat mich gefreut auch was in deutscher Sprache zu finden da ich in der BRD gross geworden bin.Mach weiter so!
    :-)

  6. Ich habe mir einen Geldbeutel aus Holz gekauft..sehr minimalistisch und es passen auch nur 5 Karten hinein (Was mir vollkommen reicht). Trage immer meine Kreditkarte, Führerschein, Studentenausweiß, Krankenkassenkarte und Bankkarte mit mir rum.

    Es ist schon ein schönes befreiendes Gefühl nicht mit so einem dicken Portemonnaie rumzulaufen.

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