Gelesen: „1Q84 (Buch 1 und 2)“ von Haruki Murakami

Oh endlich gelesen! Das Buch hatte ich fast ein ganzes Jahr ungelesen daheim im Regal stehen, obwohl ich es kaum erwarten konnte, es zu lesen. Irgendwie ist das bei Murakami seltsam, ich hab immer das Gefühl in einer bestimmten „Phase“ oder „Stimmung“ sein zu müssen, damit ich es richtig genießen kann. Aber vielleicht kommt diese Stimmung ja erst durch das Lesen? Ich weiß auch nicht. Jedenfalls war der Zeitpunkt perfekt und ich konnte mich auf das 1000 seitige Werk einlassen.

Diese Geschichte ist in zwei Handlungsstränge aufgeteilt, die immer mehr ineinander verwoben werden.
Aomame, fast 30 Jahre alt, sitzt in einem Taxi und erkennt auf Anhieb eine Sinfonie eines tschechischen Komponisten. Sie kann sich nicht erklären, warum sie diese Sinfonie kennt und bekommt plötzlich das Gefühl, wie ein Schwamm „ausgewrungen“ zu werden. Aufgrund eines Staus rät ihr der Taxifahrer, sie solle über eine Treppe die höher gelegene Stadtautobahn verlassen und die nächste U-Bahn nehmen, um ihren Termin nicht zu verpassen. Aomame steigt aus und befindet sich nach dem Abstieg in einer Parallelwelt wieder, die sie zur besseren Unterscheidung vom echten Jahr 1984 nun „1Q84“ (Q= Questionmark, Fragezeichen) nennt.
Der zweite Handlungsstrang befasst sich mit Tengo, 30 Jahre alt, Mathematiklehrer und erfolgloser Schriftsteller. Sein ruhiges, gleichförmiges Leben des Jahres 1984 ändert sich schlagartig, als er mit der Überarbeitung eines Romanes der 17-jährigen Fukaeri betraut wird. In der Geschichte spinnen mysteriöse „Little People“ eine Puppe aus Luft. Der Roman bekommt den Debütpreis und wird ein Bestseller, doch dann verschwindet Fukaeri plötzlich und Tengos Leben ist nicht mehr das, was es mal war. Haben die „Little People“ etwas damit zu tun?

Fazit: Ich habe erwartet, dass mir der neue Murakami gefällt und ich wurde nicht enttäuscht. Die Geschichte ist einfach der Hammer. Die zwei Handlungsstränge werden auf mehreren Ebenen und äußerst elegant miteinander verbunden. Es ist alles da: Liebe, Hass, Größenwahn, Sex, Trostlosigkeit, Gewalt und jede Menge surreale Elemente – ein echter Murakami eben. Zwischendurch gab es zwar ab und an ein paar Wiederholungen, die mich anfangs ein bisschen störten, aber später sehr hilfreich waren, weil die Geschichte doch recht komplex ist. Ich freu mich schon auf Buch 3. Oh, und falls du dir unsicher bist, lass dich nicht von meiner inhaltlichen Beschreibung abschrecken, es passiert so viel und ich wollte nicht zu viel verraten, deshalb ist das eher..naja..langweilig ausgefallen :D

3 Gedanken zu “Gelesen: „1Q84 (Buch 1 und 2)“ von Haruki Murakami

  1. Ich habe auch verschiedene Phasen, in denen ich bestimmte Bücher gut oder weniger gut lesen kann. Zur Zeit geht es mir mit einem eigentlich spannenden Krimi so, irgendwie ist im Moment nicht die Zeit dafür. Dein vorgestelltes Buch hört sich nicht langweilig sondern für mich eher kompliziert an.

    1. ja, es ist in der Tat sehr komplex, aber deshalb auch sehr spannend. Man kann der Geschichte, finde ich, ziemlich gut folgen. Ich habe das Buch immer mal wieder zwischendurch unterbrochen für 1-2 Tage und war dann aber wieder sofort „drin“ in der Geschichte.

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