Gelesen: Das Happiness-Projekt von Gretchen Rubin

Jetzt kommt endlich die lange vor mir hergeschobene Rezension von „Das Happiness-Projekt“ von Gretchen Rubin.
Gretchen Rubin (geiler Name, oder? :D) kam mir vor ein paar Jahren schon mal im Internet unter, allerdings habe ich ihre  Seite nicht weiter beachtet. Als ich letztes Jahr im Oktober eine Reise in die Heimat antrat und mich das Lernen im Zug doch etwas ankotzte, kaufte ich kurzentschlossen in einer Bahnhofsbuchhandlung das Buch. Ich hab nur den Titel gesehen und das Bild der Autorin. Das ist seeeehr ungewöhnlich für mich gewesen, denn
1. habe ich mir eigentlich vorgenommen nichts zu lesen, sondern nur zu lernen und habe deshalb extra keine Bücher mitgenommen
2. kaufe ich sehr selten Bücher sondern leihe sie aus
3. kaufe ich eigentlich nur Taschenbücher, gebundene Bücher sind mir meist zu teuer und
4. kaufe ich schon gar nicht impulsiv.
Irgendwie glich das ganze Verhalten eher einem Junkie der auf der Suche nach Stoff ist…

Das Interessante an dem Buch ist, dass es sich um keinen gewöhnlichen Lebensratgeber handelt, sondern eher um ein Experiment und den dazugehörigen Erlebnisbericht. Gretchen Rubin, Juristin, Autorin, Mutter und Ehefrau, versucht, das Glück im Alltag zu entdecken und kombiniert ihre recherchierten Erkenntnisse der Glücksforschung mit eigenen Ideen. Ihr Ziel ist es, glücklicher zu werden. Auf die Frage ihrer Mitmenschen, ob sie denn nicht schon glücklich sei, antwortet sie: „Ich bin glücklich – aber ich bin nicht so glücklich, wie ich es sein sollte. Ich habe ein so gutes Leben; ich möchte es mehr schätzen – und ihm gerechter werden.“ Es geht hier also nicht nur um den schwammigen Begriff „glücklich sein“ sondern auch um Achtsamkeit, Aufmerksamkeit, Höflichkeit, Gelassenheit und Dankbarkeit – die letztlich auch Glück ausmachen.
Wie sie das durchzieht? Jeder Monat steht unter einem bestimmten Motto, das sie mit sinnvollen Tätigkeiten und Handlungen anfüllt, z.b. nicht mehr so oft die Kinder anschreien und sich weniger ärgern oder mehr Sport machen. Sie prüft ständig, ob sie ihre Vorsätze eingehalten hat und übernimmt die Handlungsweisen dann mit rüber in den nächsten Monat. Das was geholfen hat, macht sie weiter, das was sinnlos war, vergisst sie wieder. Die Suche nach dem Glück ist natürlich auch immer eine Suche nach sich selbst.
Sehr spannend!

Fazit: lesenswert. Hier erfährt man nicht nur jede Menge Details zum Thema Glücksforschung, sondern bekommt so viel Inspiration hinein gepustet, dass man immer mal wieder inne halten muss, weil die Ideen nur so übersprudeln. Man lernt, dadurch, das Glück hausgemacht ist. Die vielen Zitate von anderen Autoren und Philosophen sowie die Literaturliste im Anhang machen Lust auf mehr und für alle Hobbywissenschaftler ist das Buch ein Muss, was Planung, Ausführung und Dokumentation angeht! Für einige mag das alles ziemlich angestrengt wirken, wenn sie in einem Monat beschließt, 3 neue Freunde finden zu wollen, aber darüber kann man hinwegsehen. Es kommt halt immer drauf an, was man von so einem Buch erwartet.
Wer noch ein anderes gutes Buch über Glück lesen möchte, sollte sich mal das hier anschauen.

Wer noch eine andere Rezension lesen will und wissen möchte, wie so ein Happiness-Projekt konkret aussehen kann, sollte mal auf lifeisbunt.com vorbei schauen.

Der Blog zum Buch: the-happiness-project

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8 Gedanken zu “Gelesen: Das Happiness-Projekt von Gretchen Rubin

  1. Bitte–warum ist „Gretchen Rubin“ eine geiler Name?

    Ich bin eine amerikanische Frau, die Ihren Blog liest ihr Deutsch zu verbessern.

    1. danke für ihren Kommentar!
      Ich finde der Name „Gretchen Rubin“ klingt wunderschön! Es erinnert mich immer an eine Märchenprinzessin :)
      „geil“ hat hierbei als Wortbedeutung nichts Sexuelles ansich, sondern ist in der deutschen Jugendsprache ein anderes Wort für „very cool“ :)
      thanks for reading my blog!! :)

  2. Danke sehr!

    Ich habe eine neues Wort gelernt– Google ist mein Freund und hat mir mit „geil“ gehelfen.

    Gretchen tatsächlich sieht auch wie eine Prinzessin aus!

  3. Hallo DD :)

    ich bin gerade beim Lesen dieses Buches.
    Ich finde es nicht nur interessant und lesenswert, aber auch lustig an vielen Stellen. Das Buch ist „leicht“ geschrieben, so liest sich auch die Lektüre.
    Ich lese jeden Tag 1-2 Kapitel (aus Zeitmangel) aber die wunderschöne Ausgabe liegt immer griffbereit (mal in der Küche am Fenster, mal im WZ).

    Grüße aus Neustadt/Wein.

    Christina

  4. Ich lese das Happiness Projekt gerade und kann dir nur zustimmen! All die Fakten über das Thema Glück sind so interessant und Gretchen Rubins Erfahrungen so inspirierend, dass man gleich selbst Lust bekommt, ein Happiness Projekt in Angriff zu nehmen!

    Ganz liebe Grüße
    Alina
    http://www.xxiv-diaries.de

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