Gelesen: Die Frau des Zeitreisenden von Audrey Niffenegger

Das Buch hab ich mal aus einer „Zu-verschenken“-Kiste gezogen und ich dachte, ich nehms mal mit. Als mir meine Freunde von dem Film erzählt haben (und verwirrt waren) habe ich angefangen, es zu lesen.
Diese „zutiefst romantische Liebesgeschichte“ ist schnell erzählt:
Clare, die Künstlerin, liebt Henry, den Bibliothekar. Henry liebt Clare. Eigentlich super, wenn da nicht die unkontrollierten Zeitreisen von Henry wären, wo er nackt immer in irgendwelchen Zeiten an irgendwelchen Orten auftrifft und sich mit der jungen Clare unterhält oder seinem kleinen fünfjährigen Ich das Klauen beibringt. In der Gegenwart bzw. Zukunft fangen die Probleme aber erst richtig an, vor allem wenn die Hochzeit oder die Geburt des ersten Kindes auf dem Zettel stehen und das Kind dann auch noch Zeitreisen kann…
Fazit: schon eine sehr verwirrende Geschichte. Ich brauchte ein bisschen, bis ich mich auf die Geschichte einlassen konnte und wenn ich ehrlich bin, kam ich da nie an. Ich hab die Lektüre nach knapp 300 Seiten abgebrochen. Interessantes Konzept, aber sooo ultraromantisch wie überall beschrieben fand ich es jetzt nicht. Zwischendurch habe ich mich doch sehr gelangweilt und mir waren die Charaktere auch nicht stark genug gezeichnet. Henry, ein Bibliothekar der Drogen probiert, ein Alkoholproblem hat und dem seine depressive Ex-Freundin total egal ist verliebt sich in eine Künstlerin aus reichem Elternhaus und ist völlig von den Socken, obwohl er sie in der Gegenwart nicht erkennt?! (was ich irgendwie unlogisch finde…) Hm. Wer’s mag. Von mir gibts daher keine Leseempfehlung.

Ich hab mir am Wochenende den Film mit Eric Bana und Rachel McAdams angesehen. Es passiert zwar selten, aber ich finde in diesem Fall den Film besser als das Buch. Alles was im Buch auf den 300 Seiten langatmig erzählt wurde, war im Film nach 20 Minuten vorbei. Das hat der Geschichte insgesamt gut getan.

2 Gedanken zu “Gelesen: Die Frau des Zeitreisenden von Audrey Niffenegger

  1. Also, also ich, also, da fehlen mir die Worte. Na gut, über Geschmack kann man ja nicht streiten. Ich liebte das Buch, mein Mann, bekennender Wenigleser, auch. Weil es so ultratomantisch ist, in unseren Augen. Jaja, jeder Jeck is anders. Alles Liebe, Fruchtschnitte

  2. Muss mich der Meinung von Fruchtschnitte anschließen. Ich fand zwar, dass der Erzählstil ab und an grenzwertig verschwurbelt war, aber mir hat die ganze Stimmung sehr gefallen. Diese Mischung Egon Schiele-Typ und rothaarige Frau, die Papier schöpft…und man musste die ganze Zeit höllisch aufpassen, damit man es kapiert. Und diese ganz subjektive Erzählweise.
    Ich fand es so schön, dass ich den Film gar nicht angeschaut habe, weil ich die Schauspieler viel zu mainstream fand für so eine spezielle Geschichte.
    Macht ja nichts. Türkis find ich zum Beispiel auch toll. Haben wir doch was gemeinsam. Liebe Grüße, Malenkaja.

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