Gelesen: Die Kunst des Einfachen von Manfred Koch und Angelika Overath

Bei dem Buch „Die Kunst des Einfachen“ handelt es sich um eine Sammlung von ausgewählten Prosatexten rund um das Thema Einfachheit und Minimalismus. Das Buch erscheint zunächst recht mager und schnell zu lesen, entpuppt sich dann aber doch teilweise als schwere Kost, da einige der Texte in altem Deutsch abgedruckt sind, was das lesen erschwert und meiner Meinung nach nicht unbedingt notwendig gewesen wäre.
Die Kommentare der Herausgeber, die immer mal wieder zwischen den Kapiteln und Texten auftauchen, bilden nicht nur die Grundlage zur Textinterpretation, sondern informieren auch über die historischen und gesellschaftlichen sowie biographischen Entstehungszusammenhänge der Texte.
Beleuchtet wird die Einfachheit bei den alten Griechen, als „christliche Armut“ und „moderne Zivilisationskritik“ und spannt so den Bogen von damals bis heute.
Fazit: lesenswert und inspirierend. Einige Textstellen fand ich schwer zu lesen, und das Thema Einfachheit im Kontext der christlichen Armut fand ich nicht soooo interessant, aber trotzdem war es insgesamt ein sehr unterhaltsamer und lehrreicher Lesestoff.
(Allerdings könnte man sich auch einfach das Inhaltsverzeichnis genau ansehen und mal im Internet stöbern. Die meisten Texte sind sooo alt oder Standardwerke der Philosophie/Theologie, so dass man sie vermutlich problemlos im Internet finden kann. Man muss nur für sich entscheiden, ob man auf die erhellenden Kommentare der Herausgeber verzichten möchte.)

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