Gelesen: Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry

Von oben genannten Titel fiel mir vor einigen Monaten eine Leseprobe mit 30 Seiten in die Hände, die ich mal eben so durchlas, weil es nix anderes hatte. Es wurde ja auch ordentlich Werbung dafür gemacht…Und letztes Wochenende habe ich es mir spontan ausgeliehen.
Harold Fry, seit 6 Monaten pensioniert, erhält einen Brief von seiner ehemaligen Arbeitskollegin Queenie Hennessy, die im 1000 km entfernten Berwick upon Tweed in einem Hospiz im Sterben liegt. Er schreibt ihr eine Antwort und will sie zum Briefkasten bringen. Doch er wirft den Brief nicht ein, er bringt ihn auch nicht zum Postamt. Er geht aus der Stadt hinaus und immer weiter. Er ruft im Hospiz an und erklärt, dass Queenie auf ihn warten soll, er komme zu Fuß. Er will den Weg laufen, damit sie leben kann. Dabei lässt er nicht nur seinen Alltag hinter sich, sondern auch seine Frau Maureen, die die Welt nicht mehr versteht. Harold marschiert los, ohne Gepäck und in Hemd und Segelschuhen, angewiesen auf die Güte der anderen Menschen, die ihm begegnen. Vor ihm liegt eine endlose Strecke und er begreift, dass er diese Reise nicht nur für Queenie macht, sondern für alles, was in seinem Leben schief lief.
Fazit: eine unterhaltsame, kurzweilige und berührende Geschichte. (ja, heulen musste ich auch wieder…) Klar, es ist kein Tolstoi, aber wenn man einen netten Roman „fürs Hirn und Herz auslüften“ braucht, ist man damit gut beraten. Ich habe mich gut in die Charaktere einfühlen können und mir war die Handlungen schlüssig, aber ich habe auch nicht allzuviel hinterfragt. Die Geschichte liest sich gut und flüssig weg, deshalb hatte ich sie nach 2 Tagen durch.

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