Gelesen: „Erschieß die Apfelsine“ von Mikael Niemi

Das Buch war eine Empfehlung von einer Freundin. (Das sind sowieso die besten Empfehlungen!!)

In dieser Pubertätsgeschichte geht es um einen 16-jährigen Jungen, der sich Stück für Stück aus seiner „Normalo-Schale“ schält um sich selbst auf die Spur zu kommen. Dabei unternimmt er ganz eigenwillige, philosophische Experimente: Nach einem Liebesgeständnis mit einer Handvoll Rosen für das schönste Mädchen der Schule, bekommt er vor versammelter Mannschaft (bestehend aus Arschgeigen und Idioten) einen Korb. Dieses beschämende Ereignis ändert alles. Er beschließt alles dafür zu tun, niemals so zu werden wie seine Mitschüler. Am nächsten Tag kommt er wütend in dem gräßlichsten Putzkittel der Welt in die Schule, ein anderes Mal klebt er sich riesigen Rotz an die Wange und lässt ihn dort den ganzen Tag kleben. Es gibt Schusswunden, blaue Flecken, feuchte Träume, einen Bunker im Wald, Gedichte und jede Menge Prügel.
Aber dann taucht neben der Wut im Bauch, zwischen dem Haufen „Arschgeigen“ und „Idioten“, ein Mädchen mit dunklen Haaren und grünen Augen auf, das irgendwie anders ist…
Fazit: Ich fand das Buch wahnsinnig gut, der Ich-Erzähler mit seiner kraftvoller Fäkalsprache zieht einen sofort in das Geschehen hinein. Unbedingt lesen!!! Ich habs in 3 Tagen ausgelesen und ernenne Niemi nun zum Spezialisten für pubertären Gefühlswahn. Für alle, die von „Populärmusik aus Vittula“ begeistert waren und für die, die in der Pubertät sehr gelitten haben.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*