Gelesen: Es findet dich von Miranda July

Den treuen Lesern und guten Freunden ist bestimmt nicht entgangen, dass ich großer Fan von Miranda July bin. Sie schreibt tolle Geschichten, macht noch tollere Filme und ihr damaliges Kunstprojekt war auch richtig genial.
In ihrem aktuellen Buch „Es findet dich“ geht es sehr persönlich zu und ist im Regal unter „Biografisches“ abzustellen. Während der Drehbucharbeiten zu „The Future“ fällt Miranda in ein Loch – sie steckt fest und kann nicht weiterschreiben. Um sich abzulenken, blättert sie in einem Kleinanzeigenheftchen, dem PennySaver, das wöchentlich in L.A. erscheint. Sie fragt sich, aus welchen Gründen diese Leute ihre Sachen in dieser altmodischen Art und Weise verkaufen. Wer sind diese Menschen? Also ruft sie zehn zufällig auserwählte Inserenten an und bittet sie um Interviews. Begleitet von ihrem Assistenten und einer Fotografin entstehen interessante, skurile Begegnungen mit Menschen, die man sonst nicht treffen würde. Und durch diese Interviews nimmt auch die Arbeit am Drehbuch einen anderen Verlauf…
Fazit: wieder gelingt es Miranda July das poetisch-seltsame unter der Schicht des Alltags perfekt einzufangen. Die Leute, die sie interviewt sind alle ein bisschen schräg (im Sinne von exzentrisch bis irgendwie psycho..). Die Fotos von Brigitte Sire unterstützten die Geschichten auf einfühlsame und eindringliche Weise. Wer also schräge Vögel mag sollte dieses Buch lesen!

2 Gedanken zu “Gelesen: Es findet dich von Miranda July

  1. Mensch wie fies. Wieder ein Buch, dass du vorstellst und nicht in meiner Bücherei zu finden ist…. Schade. Wenigstens gibts den Film „The Future“ bald dort :-)

    Danke für den Buchtipp!

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