Gelesen: Ihre Nacht von Banana Yoshimoto

Huch, bei der Durchsicht meiner im Jahr 2011 gelesenen Bücher habe ich festgestellt, dass ich noch nie ein Buch von Banana Yoshimoto vorgestellt habe. Komisch. Nun gut, dann ändere ich das mal.
In „Ihre Nacht“ wird eine Familiengeschichte aufgelöst, in deren Zentrum ein dunkles Geheimnis steht. Der junge Shoichi ist bodenständig und behütet in einem schönen Zuhause aufgewachsen, während seine Cousine Yumiko sich als Großstadtsingle so durchschlagen musste. Ihr Leben ist von Panikattacken und Einsamkeit geprägt, weil sie glaubt, einen Fluch mit sich herumzuschleppen. Sie kann sich nicht erinnern, was damals mit ihr geschah und was zum Bruch zwischen ihren Müttern und zwischen ihrer Entfremdung führte.
Eines Tages taucht Shoichi bei Yumiko auf und motiviert sie, sich der Vergangenheit zu stellen. Beide erforschen das Leben ihrer verstorbenen Mütter an den Stätten ihrer Kindheit. Und dann erfährt auch Yumiko, was damals geschehen ist…
Fazit: Ein netter Roman für Zwischendurch mit einer tollen Wendung. Fans von surrealer japanischer Literatur haben daran bestimmt ihre Freude. Yoshimotos Romane lesen sich manchmal etwas holprig, aber sie strahlen eine seltsame Magie aus. Mein erster Eindruck ist immer, dass sie nie irgendwas Besonderes sind. Aber ich kann nicht aufhören, ihre Sachen zu lesen, weil ich diese interessante Stimmung und dem Hang zum geisterhaft-mysteriösen so toll finde. Schwer zu sagen, wird bestimmt nicht jeder mögen.

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