Gelesen im April

Buchrezensionen - Leseliste des Monats | Frau DingDongs Leben.

Die Leseliste im April ist kurz, weil ich einen Ratgeber mit vielen Aufgaben gelesen habe und einen langen Roman. Dazu ein paar Comics, die ich auch kurz vorstellen möchte. Und auch wenn jetzt schon Mai ist – nachreichen will ich sie trotzdem:

„Wo stehe ich und wo gehts jetzt hin?“ von Susanne Hofmeister
Die Idee der Biografie-Arbeit ist, mit Hilfe seiner Vergangenheit seinen jetztigen Standpunk auszumachen, um herauszufinden, warum man so tickt und wie es weitergeht. Am Anfang wird erklärt, was Biografie-Arbeit ist und wie sie mit Rudolf Steiners Idee der Jahrsiebte zusammenhängt. Die Ideen und Erlärungen zu den jeweiligen Jahrsiebten folgt dann und werden jeweils abgerundet durch einen Fragenkatalog, den man für sich beantworten kann. Zwischendurch gibt es auch „Stärkungsjoker“, damit man sich jetzt aktiv was Gutes tun kann. Am Ende des Buches findet sich noch eine Literaturliste.
Fazit: lesenswert, auch wenn ich nur die ersten 6-7 Kapitel durchmachen konnte. Diese waren aber hilfreich und es ist ein gutes Arbeitsbuch, was man immer wieder zur Hand nehmen kann. Auch bestimmt ein gutes Geschenk für Oma und Opa.

„Alles Licht, das wir nicht sehen“ von Anthony Doerr
Das blinde Mädchen Marie-Laure LeBlanc wohnt mit ihrem Vater in Paris und begleitet ihn täglich mit zur Arbeit ins Naturkundemuseum. Dort erfährt sie auf einer Führung etwas von einem ganz besonderem Edelstein namens „Das Meer in Flammen“. Mit der Lektüre von Jule Verne, den verschiedenen Geschichten und Fantasien und einem kleinen Holzmodell des 5. Arrondissment, das ihr Vater gebaut hat, erklärt sie sich die Welt. Doch dann bricht der Krieg aus und sie fliehen zu ihrem Onkel nach Saint-Marlo in der Bretagne, nichtsahnend, dass ihr Vater einen besonderen Auftrag hat…
Parallel dazu wächst der Waisenjunge Werner Hausner mit seiner kleinen Schwester Jutta auf dem Gelände der Zeche Zollverein auf, lernt französisch und bastelt aus Müll und Fundstücken Radios. Eines Abends empfängt er eine französische Stimme, die in einem wohligen Klang etwas über das Universum erzählt. Dann muss Werner nach Schulpforta und beginnt seine Ausbildung. Im Krieg verschlägt es ihn als Funker von der Ukraine, über Österreich in die Bretagne…
Fazit: schnell gelesen (leider zu schnell…), sehr melancholisch, aber eine ganz besondere Geschichte. Hat mich sehr berührt, daher lesenswert! Ein bisschen vom Feeling her wie die Filme von Jean-Pierre Jeunet, falls das hilft :)

und jetzt zu den Comics:

Wonder Woman Vol 1 „Blood“ und Wonder Woman Vol 2 „Guts“ von Azzarello/Chiang/Akins
Hippolyta, die Königin der Amazonen und Mutter von Diana aka Wonder Woman, hat jahrelang vor ihrer Tochter ein Geheimnis verborgen – und als Wonder Woman endlich erfährt, worum es sich handelt, bricht ihr Leben auseinander. Doch sie wäre nicht Wonder Woman, wenn sie sich da nicht auch durchbeissen würde.
Fazit: Coole Story, allerdings fand ich die Zeichnungen ein bisschen lahm. Trotzdem ein guter Einstieg für Neulinge.

Wicked + Divine Vol 1 „The Faust Act“ und Wicked + Divine Vol 2 „Fandemonium“von Gillen/McKelvie
Alle 90 Jahre manifestieren sich 12 Götter als Menschen auf der Erde. Sie werden geliebt, sie werden gehasst. Und nach zwei Jahren sterben sie.
Fazit: anfangs hatte ich Schwierigkeiten in die Story reinzukommen und mit den Namen aller Götter kam ich auch durcheinander, aber insgesamt eine spannende Story, mit tollen Farben und supercoolen Variants, die das who-is-who der Comiczeichner-Szene versammeln. Die Idee, das Leben-und-Tod Thema mit dem Popstarkult zu vereinen find ich ziemlich genial, also lesen!

Das wars schon. Was hast du gelesen?

3 Gedanken zu “Gelesen im April

  1. Hallo Frau Ding Dong,
    ich finde es so schön, dass du berichtest, was du liest! Das macht mich froh! ;-)
    Das Biographie-Arbeit-Buch klingt sehr spannend, ich beschäftige mich grade ein bißchen mit dem Thema (auch beruflich). Danke für den Hinweis.
    Im April habe ich gelesen:
    Friedrich Ari *Süden (ein Krimi, kurzweilig); Irving D. Yalom *Die Schopenhauerkur (bin immer fasziniert von Yaloms Beschreibungen und Erzählungen seiner Gruppentherapien); Horst Evers *Der König von Berlin (ein weiterer Krimi, kurzweilig, bisschen skurrile Story); Ann Elisabeth Auhagen (Hrsg.) *Positive Psychologie (ein Fachbuch tatsächlich – das ich aber quasi am Stück gelesen habe und aus dem ich viel für Beruf/Privat mitgenommen habe, z.B. Anregungen zu mehr Gelassenheit, und da: „Verstehen und Würdigen der eigenen Person“ – da spielt die Biographie-Arbeit eine wesentliche Rolle, klar.
    Schönes sonniges Wochenende!
    LG, Liz

    1. oh das Buch über Positive Psychologie klingt interessant. Kennst du ein allgemein verständliches Buch darüber, für Laien sozusagen? Ich hab mich noch nie wirklich mit dem Thema beschäftigt, aber es klingt gut.

  2. Hallo, hmm, also dieses Fachbuch zur Positiven Psychologie hat schon eher den Schwerpunkt auf empirischen Untersuchungen und theoretischem Hintergrund, leider nur sehr wenig „praktische Tipps“ – so adhoc fällt mir auch keine Buch ein, wo so was konzentriert drin ist. Ich überlege gerade (aus nicht nur gerade in diesem Augenblick, sondern eigentlich schon, seit ich das Fachbuch gelesen habe), ob ich nicht zu den einzelnen Themen (Gelassenheit, Vertrauen, Geborgenheit, Empathie, Denken…..) ein Konzept verfasse eben mit dem Schwerpunkt praktischer Aspekte, quasi Anregungen für den Alltag… Mal sehen, wie lange ich mit diesem „Projekt“ noch schwanger gehe… ;-)

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