Gelesen im August

gelesen

Eigentlich wollte ich wieder sooo richtig viel lesen, aber dazu kam es nicht, weil sich Goethe dazwischen gedrängt hat.
Verzaubert durch meinen Urlaub wollte ich unbedingt noch mehr über ihn wissen, also habe ich mir den riesigen Klopper von Rüdiger Safranski vorgenommen.
Und da das Buch schwer zu schleppen ist, habe ich zwischendurch auch ein paar dünnere Bücher gefressen. Trotzdem, ein bisschen habe ich die Science-Fiction schon vermisst…

Goethe – Kunstwerk des Lebens von Rüdiger Safranski
Ausführliche Biografie über Goethe, aus Primärquellen zusammengestellt.
Fazit: manchmal ein bisschen spröde, aber gut und daher lesenswert. Vor allem gegen Ende hin fand ich es schwieriger, denn die Erläuterungen zu Goethes Werken wurden immer ausführlicher und ich verlor den Faden. Ein bisschen schade fand ich es auch, dass die eigenen Familienverhältnisse mit dem angespannten Vater-Sohn-Verhältnis zu kurz kam. Trotzdem: Ausführlich ist die Biografie und die Person Goethe erscheint klar und gegenwärtig, als hätte man ihn selbst gekannt. Das war schon klasse, aber auch viel Arbeit sich da durchzukämpfen. Die einführenden Textschnipsel am Anfang der Kapitel deuten zwar an, dass man jedes Kapitel unabhängig voneinander lesen kann, aber das trifft leider nicht zu. Diese Textschnipsel haben mich auch im Lesefluss irritiert weshalb ich sie dann einfach nicht mehr gelesen habe.

Streifzüge durch unser Gehirn: 34 Alltagssituationen und ihre neurobiologischen Grundlagen von Holger Schulze
Unter dem Motto: „Kennen Sie das auch…?“ erklärt der Autor ganz gewöhnliche Alltagsphänomene und deren neurobiologischen Vorgänge im Gehirn.
Fazit: nette, leicht zu lesende Lektüre für Zwischendurch, aber nichts Neues für mich. Der Aufbau des Buches war zwar logisch, aber ein bisschen hat mich dieses „so kenne sie das sicherlich auch“ am Ende eines jeden Textes genervt. Aber vermutlich ist es einfach nicht dazu gedacht, es in einem Rutsch durchzulesen. Es sind eher so Feierabend-Häppchen, damit man am nächsten Tag was zum Weitererzählen hat. Dafür ist es super geeignet. Gut zum Verschenken.

Hilda und der Troll von Luke Pearson (Comic)
Hilda will draussen übernachten und entdeckt einen versteinerten Troll. Damit ja nix passiert, bindet sie ihm eine Glocke um die Nase…
Fazit: das Erstlingswerk von Pearson ist genauso charmant wie alle anderen. Lesen. Sofort! Für Fans der Mumins.

Nowhere Men, Band 1: Schlimmer als der Tod von Eric Stephenson, Nate Bellegarde und Jodie Bellare (Comic)
„Wissenschaft ist der neue Rock ’n Roll!“ lautet das Motto von 4 jungen Wissenschaftlern, die mit ihrem visionären Genie gefeiert werden wie Rockstars. Gemeinsam gründen sie eine Firma und versuchen mit ihren Forschungsergebnissen, die Welt zu verändern. Das sich dabei auch Spannungen in der Gruppe aufbauen, weil jeder eine unterschiedliche Vision entwickelt, ist klar…und das gibt Probleme…
Fazit: Okay, mehr verrate ich nicht. Ich fands ziemlich gut und kann den 2. Band kaum erwarten. Die Story ist gut verschachtelt und bleibt dadurch spannend bis zum Schluss. Eine gelungene Mischung aus Horror und Sci-Fi. Die Zeichnungen fand ich jetzt nicht sooooo gut gelungen, aber die Panels waren detailliert genug, dass man auch darüber hinwegsehen kann. Außerdem ist die Geschichte auch mit Zeitungsberichten, Flyern und Plakaten unterbrochen, was ganz gut hilft um die Spannung zu halten und die Geschichte voranzutreiben. Für Fans von Alan Moore.

Das wars von mir. Was hast du im August gelesen?

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