Gelesen im Dezember

Der Vollständigkeit halber unbedingt noch meine Gelesen-Liste für den Dezember. Allzu viel war es nicht, weil ich meistens doch lieber aus dem Fenster geguckt habe:

„Stadt, Land, Überfluss – Warum wir weniger brauchen als wir haben“ von Jörg Schindler
Der Konsum- und Wachstumswahn, dargestellt in 10 Kapiteln. Schindler behandelt die Themen Essen, Körperkult, Medizin, Arbeit, Reisen, Fußball, Autos, Shopping, Kommunikation und Alltag in Hinblick auf das „Immer Mehr“, „immer schneller“ und „immer billiger“. Er schreibt scharfzüngig über alles was schief läuft und erzählt von Menschen, die es anders machen. Da ist die Designerin, die Gemüse rettet, der Banker, der nun Kranke betreut. Oder der Arzt, der schon viele eifnach nur dadurch heilt, weil er den Patienten zuhört.
Mit vielen Quellenangaben und Literaturhinweisen.
Fazit: wer einen Überblick über den gesamten gesellschaftspolitischen Wahnsinn der westlichen Welt braucht, kann mit diesem Buch anfangen. Es ist sehr aktuell (Stand Frühjahr 2014) und ein bisschen so wie „Genug“ von John Naish. Ganz besonders interessant fand ich die Abschnitte zum Thema Fußball, Autos und Reisen. Da gabs ein paar Infos, die mich dann doch ziemlich geschockt haben. Auch wenn das Buch für den gut informierten und konsumkritischen Bürger nicht allzu viel Neues bereit hält, ist es doch lesenswert. Schöne Grundlage für Diskussionen. :D Mich hat es jedenfalls sehr inspiriert und einige der zitierten Bücher sind direkt auf meine Leseliste gewandert.

„Vom Glück, in der Natur zu sein“ von Henry David Thoreau
diverse Essays aus „Walden“.
Fazit: schöne Ausgabe, gut zum Verschenken. Allerdings ein bisschen überflüssig, weil die Texte allesamt aus dem Werk „Walden“ stammen. Was ich erst beim Lesen gemerkt habe. Öhm. Trotzdem natürlich lesenswert.

„Hilda und die Vogelparade“ von Luke Pearson
Hilda ist mittlerweile in die große Stadt Trollberg gezogen und ist frustriert. Ihre Mutter ist besorgt, deshalb darf Hilda nicht alleine umherstreifen, so, wie sie das sonst immer gemacht hat. Hilda ist ein Schlüsselkind geworden und muss allein zu recht kommen. Doch als sie eines Tages mit ihren Klassenkameraden abhängt, trifft sie auf einen sprechenden Raben, der ganz dringend zur jährlich stattfindenden Vogelparade muss. Nur dumm, dass er nicht mehr fliegen kann.
Fazit: falls ihr es noch nicht getan habt, lesen. Und zwar sofort! Hilda ist auch in diesem zweiten Band kein bisschen langweilig, die Zeichnungen haben unendlich viel Charme und die Geschichte ist wirklich großartig.

Das Designbuch für Nicht-Designer von Claudia Korthaus
Anhand von vielen Beispielen wird ganz nebenbei in 4 Kapiteln ein bisschen Theorie erklärt. Egal ob Klappkarten, Flyer, Plakate, Broschüren im ZickZackfalz, Briefpapier-Design oder Visitenkarten: Für jedes Projekt gibt es Hilfestellungen und Ideen. Ein Kapitel über Fachkunde hilft, einzelne Begriffe zu verstehen.
Fazit: Für Einsteiger empfehlenswert. Einsteiger sind Menschen, die ein bisschen ihr Auge trainieren möchten und evtl. Einladungen, Aushänge, Beiträge oder Grafiken selbst zusammenbasteln und aufwerten möchten. Das Buch ist klar strukturiert, die Textblöcke sind leicht zu erfassen, man kommt schnell voran und nimmt ordentlich Infos auf. Allerdings nix für Leute, die sich genauer mit Schriftarten und Typen und gestalterischen Grundlagen beschäftigen möchten. Wer besser mit Druckereien oder PR-Büros kommunizieren möchte, gewinnt mit Kapitel 4, in dem Fachbegriffe erklärt werden.

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