Gelesen im Juli und im August

Buchrezensionen - Leseliste des Monats | Frau DingDongs Leben.


Comics – in Kürze:

Mrs Deadpool (nett, aber muss man nicht gelesen haben)
Deadpool Killer-Kollektion Nr. 7 (mag ich sehr gern)
Flash – Rebirth (nicht kapiert, aber tolle Zeichnungen)

Und der ganze Rest:

„An optimists tour of the future“ von Mark Stevenson

Mark Stevenson besucht Wissenschaftler und Vorreiter, die mit neuen Technologien arbeiten und fragt, ob die Zukunft besser oder schlechter wird. Es gibt Möglichkeiten, sie besser zu machen!
Fazit: ein Sachbuch auf englisch über neue Technologien war für mich zwar ein bisschen schwer, aber der fröhliche Ton und die lockere Schreibart, haben sehr zum Verständnis beigetragen. Ich fands sehr lesenswert und ja, ich blicke dadurch sehr optimistisch in die Zukunft!

„Love letters to the dead“ von Ava Dellaira
Die 15-jährige Laurel soll für eine Englischhausaufgabe einen Brief an eine berühmte Person schreiben. Sie gibt die Hausaufgabe zwar nicht ab, schreibt aber ihre Erfahrungen und Erlebnisse weiter an verschiedene Prominente.
Fazit: nette Idee, das Briefeschreiben zur Reflektion zu nutzen. Typische Coming-of-Age-YA Novel. Kann man gut weglesen.

„Wir haben wieder aufgebaut – Frauen der Stunde Null erzählen“ von Antonia Meiners
Zeitzeugenbericht von Trümmerfrauen. Die Frauen erzählen von großen Mühen und Entbehrung, erinnern sich aber auch an den Zusammenhalt und wie sie die Besatzungszeit empfunden haben.
Fazit: ein tolles Buch! sehr persönliche Einsichten, Briefe, Tagebuchgekritzel, toll aufbereitet mit faszinierenden Bildern. Fand ich sehr bereichernd.

„Wandel durch Einsicht“ von Jiddu Krishnamurti
ein philosophisches Gespräch zwischen Krishnamurti und seinen Zuhörern. Vom SUB.
Fazit:ziemlich schwer zu lesen, zumindest morgens um 7:30. lag wohl an der holprigen Übersetzung. Aber interessante Art philosophisch-spirtuelle Gedankengänge zu verschriftlichen. War zumindest bisher die interessanteste Aufbereitung in meinem Biografie-Projekt.

„Reisende auf einem Bein“ von Herta Müller
Irene beantragt die Ausreise und landet in West-Berlin. Nur schwer gewöhnt sie sich an das neue Umfeld.
Fazit:tolles Thema, die sprachliche Umsetzung fand ich wunderbar. Werde wohl noch ein Besuch von Herta Müller lesen. Wobei ich durch das gesehene Theaterstück hier in Hamburg auch eindeutige Bilder im Kopf hatte, vielleicht ist es schwieriger zu lesen, wenn man keine Bilder hat. Die Sätze sind kurz und sie spart an Satzzeichen.

„Transformationsdesign – Wege in eine zukunftsfähige Moderne“ von Harald Welzer und Bernd Sommer
In dem Buch wird erklärt, was Transformationsdesign ist und sein könnte. In den Kapitel 1-5 wird erklärt, warum es überhaupt nötig ist, über ein Transformationsdesign nachzudenken und ab Kapitel 6 kommen Akteure zu Wort, die das Feld schon anhand konkreter Beispiele aus Architektur, Design und Kunst erforschen.
Fazit: kann man lesen, muss man aber nicht. Wenn man Vorbildung hat. Das Buch richtet sich von der Schreibe her auch eher an Akademiker. Wer was über Suffizienz und Postwachstum lesen will, guckt sich die Bücher von Niko Paech an.

„Hannah Arendt oder Die Liebe zur Welt“ von Alois Prinz
Eine Biografie über die Philosophin Hannah Arendt in verschiedenen Abschnitten mit Bildern, Zeittafeln und Quellensammlung.
Fazit: tolle, lesenswerte Biografie über eine faszinierende Person. Ich mochte, wie der Autor die biografischen Fakten ganz konkret zeitgeschichtlichen Ereignissen zugeordnet hat, denn so konnte man gut den Denkprozess von Hannah Arendt nachvollziehen. Wirkt sehr modern und gefällt sicherlich auch jüngeren Lesern. Gelungen!

Puh, endlich fertig! Wie sah deine Sommerlektüre aus? Und was nimmst du dir im Herbst vor?

Ein Gedanke zu “Gelesen im Juli und im August

  1. Hallo nach HH,

    mir sind in meiner Urlaubsauszeit jede Menge interessanter Bücher „quasi über den Weg gelaufen“ (Lesecafé am Urlaubsort und Bücherregal in der JH) …

    Eins von Krishnamurti (Die Zukunft ist jetzt – letzte Gespräche) war auch dabei, ich kann Dir nur zustimmen – nicht so einfach zu lesen.

    Empfehlen möchte ich gern:

    Die Ländersammlerin von Nina Sedano – hier geht`s um Reisen
    Eine unbeugsame Frau von Margarete Mitscherlich (u.a.) – Thema Biographie
    Neukölln ist überall von Heinz Buschkowsky – ein Ein/Rück/Ausblick in die Integrationsthematik.

    Den Herbst lasse ich auf mich zukommen und gucke, was die örtlichen Bibliotheken so im Angebot haben.

    Viele Grüße aus Berlin,
    Anja

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