Gelesen im Juni

Die Geschichte von Zeb von Margaret Atwood
Eine Pandemie (die „namenlose Flut“) hat die meisten Menschen hinweggerafft. Es existieren nur noch genmanipulierte Schweine, ziemlich viel Unkraut und ein paar Überbleibel der Zivilisation, der Rest geplündert. Eine kleine Schar Menschen haust in einer Lehmhütte im Park, darunter Toby, ehemalige Gottesgärtnerin, die beharrlich an Zebs Rückkehr glaubt. Als sie sich wieder begegnen, wird ihr Zusammensein auf eine Probe gestellt.
Fazit: eine Abenteuergeschichte, ein Liebesroman, dabei spannend wie ein Krimi – toller Erzählstil und daher lesenswert. Dieses fantastische Endzeitszenario hat mich wirklich nachdenklich gemacht. Die anderen Teile muss man nicht gelesen haben, um dieses Buch zu verstehen.

Blaubart von Amélie Nothomb
Das Märchen „Blaubart“ wurde ganz frech von Nothomb ins heutige moderne Paris versetzt.
Eine junge Frau namens Saturnine hat es satt, auf dem Bettsofa der Freundin zu pennen und bezieht ein Zimmer im Pariser Stadtpalais des Adeligen Don Elemirio zur Untermiete. Ein luxuriöses Zimmer, Champagner in rauen Mengen – nur irgendwas ist da faul! Das Zimmer ist spottbillig und wo sind eigentlich die Vormieterinnen abgeblieben? Wieso darf sie sich überall frei bewegen, aber nicht in diese Kammer gehen? Kann sie ihre Neugier zügeln? Wird Saturnine dem Charme des Don Elemirio erliegen?
Fazit: spritzige Dialoge, klare Szenerie – leider ein sehr kurzer Lesespaß!

Der See von Banana Yoshimoto
Chihiro, Kunstmalerin von großen Wandgemälden, freundet sich mit ihrem geheimnisvollen Nachbarn Nakajima an. Während sie mit dem Körper denkt und malt und eine glückliche Kindheit hatte, spürt sie umso deutlicher, dass Nakajima mit seinem Körper nicht zurechtkommt. Was hat er für ein Geheimnis? Er muss etwas Schlimmes erlebt haben. Eines Tages bittet er sie, ihn zu begleiten. Er möchte zu zwei Freunden, die in einer Hütte an einem einsamen See leben. Doch das bereitet ihm Probleme…
Fazit: Yoshimoto ist eine erfahrene Reiseleiterin durch die Seelenlandschaft, ist schon sehr speziell, muss man mögen.

Die trölfzilliarden Comics die ich diesen Monat gelesen habe, erwähne ich hier nicht ;D

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2 Gedanken zu “Gelesen im Juni

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