Gelesen im Juni

gelesen

Obwohl ich ja in Blogpause war/bin, hier noch der Vollständigkeit halber mein Lesefutter aus dem Juni. Lieber spät als nie!
Kurioserweise habe ich im Mai nix von meiner Sci-Fi/Dystopia Leseliste gelesen aber dann im Juni gleich 3 Romane mit einem Thema: Die Frau als Gebärmaschine.

Das Tagebuch der Jessie Lamb von Jane Rogers
England, nahe Zukunft: Ein Virus hat die Menschen infiziert und Frauen, die nach dem 16. Lebensjahr schwanger werden, sterben am Muttertod-Syndrom. Selten überleben auch die Kinder. Die Gesellschaft spielt verrückt, die Wissenschaftler sind ratlos. Einziger Ausweg scheint das umstrittene Projekt der „Schlafenden Schönen“ zu sein, bei dem Frauen ihre Körper der Wissenschaft zur Verfügung stellen, damit Embryonen aus der Vor-Virus-Zeit eine Chance haben, zu reifen. Die Teenagerin Jessie möchte der Welt etwas Gutes hinterlassen – nur ist das der richtige Weg?
Fazit: hmmm….ich fands ansich lesenswert, das Szenario hat mir gut gefallen, aber mir blieb die Protagonistin ein bisschen zu blass, da sie hauptsächlich durch ihr Umfeld charakterisiert wird.


Der Report der Magd von Margaret Atwood

Im totalitären Staat Gilead, der in Nordamerika angesiedelt ist, werden fruchtbare Frauen bestimmten Führungskräften zugewiesen, deren Ehefrauen keine Kinder mehr bekommen können. Die Magd Desfred (Des-Fred, Fred gehörend) muss in einer wöchentlichen Zeremonie unter Aufsicht der Ehefrau den Geschlechtsakt über sich ergehen lassen und darf das Haus nur zu Hinrichtungen und Einkäufen verlassen. In dem Bericht schildert sie den Alltag im Regime, vermischt mit Erinnerungen an Mann und Kind, die spurlos verschwunden sind und kämpft mit Depressionen und Versuchungen. Das Leben als Magd ist gefährlich, vor allem als sich Kommandandt Fred heimlich mit ihr treffen will…
Fazit: stark, eindringlich, heftig, gruselig, aktuell – lesenswert!!


Die Entbehrlichen von Ninni Holmquist

Alle Menschen über 50, die kinderlos/kinderfrei sind und nichts Wertvolles für die Gesellschaft geleistet haben, werden in einer Einrichtung verwahrt und als Ersatzteillager benutzt. Sie spenden Hornhaut, Nieren und müssen an medizinischen Studien teilnehmen. Sie sind „Entbehrliche“ und geben Organe für die „Benötigten“. Auch die alleinlebende Dorrit wird an ihrem 50. Geburtstag abgeholt. Da es in der Einrichtung an Komfort nicht mangelt, findet Dorrit schnell Freunde. Darunter ist auch Johannes, mit dem sie eine Liebesbeziehung beginnt. Und eines Tages gibts die Überraschung: Dorrit ist schwanger. Sie wird von einer Entbehrlichen zur Benötigten. Oder?
Fazit: Interessante Ausgangsfrage und sehr lesenswert. Tolle Beschreibungen, angenehm zu lesen und sehr zum Nachdenken anregend.

Momo von Michael Ende
Die kleine Waise Momo wird von den herzensguten Stadtbewohnern in der alten Ruine toleriert. Denn Momo ist ein ganz besonderes Kind – sie kann supergut zuhören und hat viele gute Freunde. Doch etwas wird anders: Graue Herren von der Zeitsparkasse machen die Stadt unsicher und plötzlich bekommt sie keinen Besuch mehr von ihren Freunden, weil alle sagen sie hätten keine Zeit mehr. Momo geht der Sache auf den Grund.
Fazit: Der Kinderbuchklassiker ist nach wie vor aktuell, schön erzählt und eine nette Minimalismus-Lektüre für Zwischendurch. Pflichtlektüre (vor allem für Kinder ab 10 Jahren)


Elfen, Band 8: Der letzte Schatten
(Peru – Bileau; Comic)
(Zweiter Zyklus der Elfenwelt.) Der Weisself reitet auf seinem gezähmten Drachen und tötet im Zorn alle Menschen, die Unschuldige abschlachten. Doch das lässt sich nicht jeder gefallen und schon bald macht sich eine Gruppe Söldner auf die Socken um den abtrünnigen Weisself zu finden und zu töten…
Fazit: der zweite Zyklus ist ja ein bisschen blutrünstiger als der erste Zyklus, aber das fand ich völlig ok. Mir gefielen die Zeichnungen und der sehr durchdachte, dynamische Bildaufbau sehr!

Elfen, Band 9: Die Belagerung von Cadlania
Die Stadt Cadlania wird von einem Virus heimgesucht, der die Tiere anfällt. Abdecker Fah-Laen soll sich um das Problem kümmern. Doch es steckt etwas anderes dahiner.
Fazit: Wer’s blutig mag, wird diesen Band seeeehr gerne haben. Interessantes Ende. Ich bin gespannt, wie es in den anderen Bänden weitergeht.

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