Gelesen im Juni

Keine Ahnung wie das kam, aber da bummelte ich einmal durch eine andere Büchereifiliale und schwupps, hatte ich meinen Rucksack so voll mit Büchern, dass er kaum mehr zu ging. Dementsprechend hab ich auch gelesen.

„Verletzlichkeit macht stark“ von Brené Brown
Die Schamforscherin Brené Brown, die man vermutlich von ihrem TED Talk bzw. ihrer Netflixshow kennt, erzählt in diesem Buch wie uns Verletzlichkeit stark macht und was das für uns bedeuten kann.
Fazit: Wenn man „Die Gaben der Unvollkommenheit“ von ihr gelesen hat, bringt einem dieses Buch nix Neues. Es war aber trotzdem gut geschrieben und leicht zu lesen.

„Der kleine Alltagsmagier“ von Claudia Duwe
Mr. Everyday, der Alltag, ist voller Magie – weil er ein Zauberer ist. Er nennt sich daher in dem Buch Mr. ED und zeigt dir alles aus seinem Zauberkoffer, was du für eine magische Alltagsgestaltung brauchst.
Fazit: Selbstcoaching mit einer netten Idee gemixt? Bin dabei. Das Buch war schön in der Hand zu halten und einige der vorgestellten Tools waren für mich brauchbar. Ich mochte es gern.

„Wo steckst du, Bernadette?“ von Maria Semple
Bernadette Fox, Gewinnerin eines Architekten-Genie-Preises lebt frustriert mit Mann und Tochter in Seattle. Sie hasst die Schnepfen nebenan, die Leute, das Wetter. Sie liebt: Mann und Tochter und ökologisches Bauen. Allerdings macht sie keine Häuser mehr, sondern ärgert sich über Penner, Punks und blöde Nachbarinnen. Dann passiert was: Sie verschwindet. Und keiner weiß, wo sie ist. Mann und Tochter Bee machen sich auf die Suche um die halbe Welt.
Fazit: herzenswarm und lesenswert! Ich mochte die Erzählweise aufgrund von Schriftstücken verschiedener Charaktere. Das Ende war für meinen Geschmack etwas flach und kalt. Trotzdem denke ich noch gerne an die Geschichte zurück. Und wer nich lesen mag – Ende des Jahres kommt der Film raus!

„Die Fettlöserin“ von Nicole Jäger
Nicole Jäger, mittlerweile Comedian, vorher (oder immer noch ab und zu das konnte ich nich rausfinden) Ernährungscoach, wog über 300 kg und hat sich gegen eine Magenband OP entschieden und ist um abzunehmen in ihren persönlichen Hades hinabgestiegen. Von Freud und vor allem Leid berichtet sie in diesem autobiografischen Ratgeber.
Fazit: schnell und lustig zu lesen. Ich mochte die Mischung aus Schimpfwörtern, Hamburger Schnack und frecher Motivation. Es war zwar nicht genau das, was ich gesucht hab, aber es ist ein wichtiges Buch zum Thema Bodyshaming/Fatshaming, weil es die Sicht von fetten Menschen -glaub ich- ganz gut auf den Punkt kriegt. Von den Anfeindungen, die Frau Jäger im Internet ausgesetzt ist bzw. die ganze Diskussion drum herum, dass sie ja „gelogen“ habe usw. halte ich nichts. Das zeigt mir nur, dass diese Leute das Buch nicht oder nicht bis zum Ende gelesen haben und sich anscheinend persönlich beleidigt fühlen, dass Frau Jäger nicht so schnell abnimmt wie sie das wollen. (Ich habe bei der Diskussion die ganze Zeit nur WTF gedacht). Lustigerweise beschreibt sie dieses Hating im Buch. Als ob sie es geahnt hätte.

„Von kommenden Tagen“ von H.G. Wells
Mwres ist in Panik! Seine Tochter Elizabeth will ihren Denton heiraten. Beide teilen die Sehnsucht nach einer alten Zeit, schreiben sich Gedichte und leben in ihrer rosa Wolke. Mwres schaltet einen Hypnotiseur ein, um seine Tochter von der Heirat abzubringen, damit sie eine bereits versprochene Eheschliessung mit Bindon, einem Mann aus der Oberschicht, eingehen kann. Denton kommt dahinter, die Hypnose wird zurückgenommen und beide fliehen aufs Land, um ein einfaches Leben zu führen. Enttäuscht kehren sie aber recht eilig wieder in die Megastadt London zurück. Weil Elizabeths Ersparnisse fast aufgebraucht sind, wird ihre Liebe auf eine harte Probe gestellt. Sie müssen in die Unterschicht und arbeiten, damit sie leben können.
Fazit: ziemlich öde. Eine langweilige Liebesgeschichte, eingebettet in langweilige Gesellschaftskritik. Kann man lesen, muss man aber nicht.

Das wars schon. Was hast du gelesen?

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