Gelesen im Juni

Da der Juni ja sehr filmlastig war, wirkte sich das auch auf das Lesen aus: Ich habe nur zwei Bücher gelesen. Zwar ein drittes angefangen, aber so lesefaul war ich schon lange nicht mehr :D
Ich mag es zurzeit einfach lieber aus dem Fenster zu gucken und meinen Tagträumen nachzuhängen, da lenkt Lesen doch zu sehr ab.

Cupido von Jilliane Hoffman
1988: Die junge Chloe steht kurz vor dem Juraexamen, hat eine Stelle in einer Kanzlei in Aussicht und einen Mann an ihrer Seite, der hoffentlich endlich den Mut aufbringt, ihr einen Antrag zu machen. Doch eines Abends geschieht das Unfassbare: Sie wird in ihrem Appartment von einem Typen mit einer Clownmaske brutal vergewaltigt und verstümmelt. Ihr Leben wird niemals mehr das sein, was es war. Der Täter entkommt und wird nie gefasst.
Das Jahr 2000 – Chloe alias C.J. Townsend ist nun Staatsanwältin in Florida und steht vor dem größten Fall in ihrer Karriere: Die Polizei hat bei einer Verkehrskontrolle einen Mann festgenommen, der im Verdacht steht, mehrere junge schöne Frauen ermordet, gequält und verstümmelt zu haben. Als sie den Mann im Gericht sieht und seine Stimme hört, wird ihr klar,dass dies der Mann ist, der ihr Leben vor 12 Jahren zerstört hat.
Fazit: Aarrrghs – ein Psychothriller! Ein Überbleibsel aus meinem Anders-April! Ich habe mich zuerst nicht rangetraut und erst jetzt geschafft. Und dabei wars dann so spannend, dass ich einmal beinahe vergessen hätte an der richtigen Bushaltestelle auszusteigen. Also doch, lohnt sich. Ist aber ganz schön grausig.


1913 – Der Sommer des Jahrhunderts von Florian Illies

Worum es geht? Um das Jahr 1913. Ein Unglücksjahr? Vielleicht. Ein Glücksjahr? Kann sein.
In kurzweilig und wortgewandt erzählten biografischen Schnipseln dreht sich alles um Moderne und Tradtion, Schnupfen und Geschwisterliebe, Meisterwerke und Künstlerblockaden. Kafka schreibt peinliche Briefe, Rilke hat Schnupfen, die Mona Lisa ist verschwunden, Kokoschka wird wahnsinnig vor Liebe, Picasso weint um seinen Hund, Joyce hat endlich Erfolg und an Else Lasker-Schüler klimpern die Armreifen.
Fazit:absolut lesenswert und inspirierend. Tragisch menschlich, warmherzig witzig und der Anfang vom Ende. Oder das Ende vom Anfang? Bestens für die Bahn geeignet. Schöne Sommerlektüre.

Und was hast du im Juni gelesen?

3 Gedanken zu “Gelesen im Juni

  1. Ich habe „Ein ungezähmtes Leben“ von Jeanette Walls gelesen und fand es toll. Außerdem „Warte auf mich“ von Philip Andersen. Das fand ich zwischendurch sehr rührend aber im Großen und Ganzen eher mittelmäßig. Und jetzt merke ich gerade, dass ich viel zu wenig gelesen habe ;-)

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