Gelesen im März

3 Wochen erkältet sein bedeutet auch: viele Bücher. Ich war zwar eine ziemliche Matschbirne, aber dank Onleihe und kurzen Erzählungen kam der Lesegenuß nicht zu kurz!
Mein kleines Highlight war „Ich, Eleonor Oliphant“. Das Buch habe ich in Erwartung eines seichten Frauenromans geliehen, aber ich war überrascht was das für eine Perle war!

„Ich, Eleanor Oliphant“ von Gail Honeymann

Eleonor, eine junge unscheinbare Frau, gerade 30 geworden lebt so dahin. Sie löst Kreuzworträtsel, telefoniert jeden Mittwoch mit ihrer Mutter und arbeitet ansonsten in der Buchhaltung einer Werbeagentur. Ihr Leben verläuft eintönig und sie ist meistens allein. An einem Abend besucht sie gezwungenermaßen mit ihren Kollegen ein Konzert verknallt sich sofort in den Sänger der Band. Ab sofort ändert sich alles für Eleonor – sie hat ein Projekt: Den Mann ihrer Träume ansprechen und ihre Einsamkeit abschütteln.
Fazit: die Geschichte hat unerwarteten Tiefgang und die Charaktere sind allesamt sehr feinfühlig gezeichnet und trotz ihres Schmerzes sehr sympathisch. Ich fand es sehr lesenswert, daher eine Empfehlung.

„Serverland“ von Josefine Rieks
Reiner sammelt Notebooks und alte Computerspiele – echte Raritäten seitdem das Internet abgestellt wurde. Wie das damals wohl war? Als Reiner mit seinem alten Schulfreund Meyer eine alte Serverfarm entdeckt, beginnt Reiner neugierig zu werden. Er schreibt ein Programm um auf die alten Server zugreifen zu können. Meyer hat zwar keine Ahnung von Technik, aber er hat Kontakte, deshalb packt er Reiner in sein Auto, sie fahren nach Holland und Reiner flippt ein bisschen aus als er sieht, wo sie gelandet sind: Eine Lagerhalle voller alter Google Server…
Fazit: gute Idee, leicht zu lesen, allerdings hab ich ein bisschen Tiefgang des Protagonisten vermisst. Vielleicht war das auch gar nich so gedacht. Hm.

„Das kann doch weg!“ von Fukimo Sasaki
Der japanische Blogger und Lektor Fukimo Sasaki gibt in seinem Buch 55 Tipps für ein besseres Leben rund um eine neue minimalistische Lebensweise.
Fazit: lesenswerter Einblick in den japanischen Minimalismus. Da hätte ich mir gerne noch mehr Bilder gewünscht, hätte man auch als schönes dickes Mini-Coffee-Table Book aufziehen können, aber gut. Die Tipps sind allesamt brauchbar und schnell durchzulesen. Klar, für mich als „alten Hasen“ in dem Themenbereich nix Neues, aber die Perspektive hat gut getan.

„Der Schrecken der Finsternis“ von H.P. Lovecraft
Der junge Mann sitzt am Schreibtisch, starrt aus dem Fenster und merkt: Der dunkle Kirchturm im italienischen Viertel der Stadt wirkt sehr düster und irgendwie verwunschen. Er wird immer neugierigr und beschließt eines Tages die verlassene Kirche zu erkunden. Was er entdeckt, ist grauenvoller als er gedacht hat…
Fazit: super Geschichte, schnell zu lesen – Empfehlung!

„Die Farbe aus dem All“ von H.P. Lovecraft
Der Meteorit, der in das kleine Städtchen Arkham auf einer Farm einschlug, ist ein merkwürdiges Gebilde: Er trägt schillernde Blasen in sich. Als sich der Meteorit auflöst und die Farbe in den Boden sickert, beginnt Flora und Fauna auf schreckliche Weise zu mutieren und das hat auch Auswirkungen auf die Bewohner.
Fazit: spannend und gruselig erzählt, sehr lesenswert!

„Grundfragen der Maschinenethik“ von Catrin Misselhorn
Ethische Probleme beginnen schon bei der Fragestellung, ob der Staubsaugerroboter oder Rasenmäherbot kleine Tierchen einsaugen soll oder nicht. Wer entscheidet sowas? Wer programmiert sowas? Wo macht man sinnvolle Ausnahmen? Und was ist erst mit Pflegerobotern oder KIs? Maschinen werden immer smarter und selbstständiger und bereitet einiges Kopfzerbrechen – Fragen über Fragen, deshalb ist es dringend notwendig, sich mal über die Maschinenethik zu unterhalten. Dieses Buch bietet in 3 Kapiteln eine Diskussionsgrundlage für jedermann.
Fazit: zugegeben, nich gerade die Kost für das morgendliche Bus- und Bahnfahren, aber sehr lesenwert, da es Einsteigern und Menschen mit vorhandenen Fachwissen in gut gegliederten Kapiteln viele Informationen zur Thematik bietet.

Comics:

Captain Marvel 1-12 von Kelly SueDeConnick

Join Captain Marvel as she attempts to return an alien girl to her home world, and defend the rights of aliens revolting against the Galactic Alliance. Guest-starring Guardians of the Galaxy!
Fazit:

Das wars schon. Was hast du im März gelesen?

3 Gedanken zu “Gelesen im März

  1. Ahoi-Hoi!
    „Das kann doch weg“ hab ich direkt mal auf meine zu-lesen-Liste gepackt. Ohne das Buch bisher gelesen zu haben, stimme ich dir zu; Bücher in japanischen Kontexten können nie genug Bilder haben *g*
    „Grundfragen der Maschinenethik“ klingt auch super interessant.
    Vor allem in einer Zeit, wo selbstfahrende Autos, Robotik und KIs immer präsenter werden.
    Und was Lovecraft betrifft, hast du den grade erst entdeckt?
    Wenn ja, kann ich dir einfach mal alles zur Lektüre empfehlen, was er geschrieben hat. Daneben sind auch Geschichten von Robert E. Howard, August Derleth und Clark Ashton Smith interessant; alles Zeitgenossen von H.P. Lovecraft.
    In diesem Sinne wünsche ich dir einen tollen Rest-März!

    Beste Grüße
    Florian

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