Gelesen im März

Tja, was soll ich sagen, das Comic-Fieber hat mich gepackt und verschlungen. Ich weiß gar nicht, warum ich das bisher nicht entdeckt habe. Bücher lesen ist ja wie Fernsehen im Kopf. Comics lesen ist wie Lesen und Fernsehen im Kopf -gleichzeitig!. WOOOW! Gut, das kapiert vermutlich keiner…(oder?)
Jedensfalls war der März ein Lesemonat und das war dabei:

„Ist mein Kopf noch im Büro“ von Anna Otto und Carola Kleinschmidt
Egal ob Working-Mom, Hausfrau oder auf der Karriereleiter ganz oben: Stress hat jeder. In „In 10 verblüffend einfachen Schritten zu mehr Gelassenheit, Klarheit und Spaß im Leben“ – so der Nebentitel, zeigen Anna Otto und Carola Kleinschmidt diverse Tipps und Tricks wie man aus dem Stresskarussell aussteigt, Luft holt und Kraft tankt. Mit Übungen, Nachdenkfragen und Fallbeispielen.
Fazit: alltagsnah und praxistauglich, daher lesenswert! Die Tipps sind einfach, übefordern niemanden und können sofort aufs eigene Leben transferiert werden. Hat mir sehr geholfen. Leider eher für Frauen.

„Mein Wohnbuch“ von Claire Nolan
– 1001 Ideen für ein persönliches Zuhause –
Das mit den 1001 Ideen ist nicht übertrieben, das Buch ist so voll von Tipps und Ideen, man hätte auch drei daraus machen können :D
Es werden nicht nur die Basics aus dem Interior-Design erklärt, sondern auch DIY Haushaltstipps geteilt. Von der Wandfarbe bis zum Blumengesteck wird alles abgedeckt.
Fazit: ein schönes Schmöker-Buch mit vielen tollen Ideen und schönen Bildern. Einziges Manko: Schriftgröße winzig! Das Lesen war daher etwas schwierig.

Gregs Tagebuch, Band 8: Echt übel!
Tja, es ist passiert: Gregs bester Freund Rupert hat ne Freundin. Und nun muss Greg alleine zur Schule und er hat niemanden mehr, der auf Hundehaufen achtet. Prompt latscht Greg mit seinem nagelneuen Turnschuhe in den Dreck. Er braucht schnell einen neuen besten Freund. Aber das ist gar nicht so einfach.
Fazit: wie die anderen Teile auch: lesenswert! Ich weiß nicht, ob die Kinder das auch so lustig finden, aber ich hab mich halb totgelacht. Dieser Teil ist einer der Besten.

Star Trek – Countdown von David Messina (Comic)
Die Vorgeschichte zum ersten neuen Star Trek Film von J.J. Abrams.
Nero, Captain des Bergbauschiffes Narada, entdeckt bei Routinearbeiten eine abnorm verlaufende Supernova. Er warnt den romulanischen Senat, doch nur Botschafter Spock glaubt ihm. Beide hecken einen Plan aus: Botschafter Spock soll mit Hilfe eines speziell ausgerüsteten Schiffes mittels roter Materie künstlich ein Schwarzes Loch erzeugen, das den explodierten Stern absorbiert. Klappt leider nicht. Der Planet Romolus wird zerstört. Getrieben von Rache für den Tod seiner Familie und die Vernichtung seines Volkes greift Nero Spock an. Doch das Gravitationsfeld des Schwarzen Lochs ist zu stark und beide werden in die Vergangenheit geworfen.
Fazit: lesenswert, für Trekkies ein Muss!

Einfach ein gutes Leben: Aufbruch in eine neue Gesellschaft von Peter Plöger
Immer mehr Menschen spüren: Es muss mehr im Leben geben als Konsum. Die Menschen, die Peter Plöger in seinem Buch beschreibt, sind anders. Sie nutzen ökonomische Lücken und versuchen sich als Guerilla Gärtner, Mülltaucher, Selbstversorger, machen Eigenarbeit und organisieren sich in Tauschringen. Das Buch ist in mehrere Kapitel unterteilt, es geht um Selbstversorgung, DIY, andere Arten von Arbeit, Commons, Stadtentwicklung und wie man das Ganze für sich selbst umsetzen kann.
Fazit: schöne Lektüre, die perfekt zum Themenbereich „Minimalismus und anders Leben“ passt. Der Stil hat mir manchmal nicht sooo gut gefallen, es wäre ab und an ein bisschen schöner gewesen, wenn es persönlicher gewesen wäre, aber dafür ist er klar und sachlich. Die vorgestellten „Macher“ sind inspirierend und die Lektüre regt zum Nachdenken an.

Der Schimpansen-Komplex von Richard Marazano (Autor) und Jean-Michel Ponzio (Zeichner)
Band 1: Paradoxon.
Das Jahr 2035: Eine Raumkapsel stürzt in den Ozean und wird von der Navy geborgen. Die beiden Männer behaupten, sie seien Buzz Aldrin und Neil Armstong. Natürlich werden sofort inhaftiert. Helen Freeman, Astronautin und alleinerziehende Mutter, wird beauftragt, sie zu befragen: Wer waren denn die Männer, die damals von der Apollo-Mission zurückkehrten?
Band 2: Die Söhne von Ares.
2036: Helen und ihr Team fliegen zum Mond, um dem Rätsel auf den Grund zu gehen. Was sie dort entdecken, wirft jedoch noch mehr Fragen auf: Sie erhalten eine mysteriöse Botschaft vom Mars. Eine Rückkehr zur Erde wird aufgrund des engen Zeitfensters vom Verteidigungsminister verworfen und Helens Tochter Sofia glaubt nicht mehr an eine Rückkehr. Helen muss Sofia auf der Erde zurücklassen. Und doch: Helens Traum wird wahr, sie betritt als erste Frau den Mars. Dort finden sie eine sowjetischen Marskolonie und Helen erkennt als Einzige, was hinter all dem steckt und das es wohl eine Reise ohne Wiederkehr wird.
Band 3: Zivilisation.
Auf der Rückkehr zur Erde triftet das Shuttle ab. Irgendwo im Weltall, nur nicht in der Nähe der Erde. Die Crew zählt 2 Überlebende: Helen und Aleksa. Nach Jahren im Cryoschlaf wachen beide auf und wollen nach Hause. Das funktionsuntüchtige Shuttle ist Weltraummüll, doch beide trauen ihren Augen nicht: Vor ihrem Fenster schwebt ein gigantisch großes Raumschiff. Die beiden machen sich auf den Weg und brechen in das scheinbar verlassene Raumschiff ein. Vielleicht ist das eine Möglichkeit, die Erde zu erreichen…?
Fazit: absolut lesenswert! Der Zeichenstil hat mir ansich gut gefallen, nur manchmal passte Mimik und Gestik nicht soooo gut zusammen. Liegt das an der Übersetzung? Die Story ist allerdings der Hammer. Man denkt auch nach dem Ende über alles noch nach.


Absolute Zero

Band 1: Mission Sibirien
Eine Einheit der Marines wird zwecks einer Routinemission auf den Eisplaneten Siberia geschickt, um die Forschungsbasis zu kontrollieren. Kurz vor der Landung erfährt die Crew, dass es sich bei dieser Mission um einen Code Red handelt: Menschliche Verluste erlaubt, Materialschäden sind verboten. Für den Kontrollgang bleiben ihnen 24 Stunden, aber kaum auf der Basis angekommen, wirds seltsam: Die Beziehungen zwischen den Soldaten sind gespannt, alle werden irgendwie agressiv. Einer der Soldaten wird sogleich von einem halbnackten Unbekannten angegriffen und schwer verletzt. Ist dieser Unbekannte ohne Schutzkleidung der Auslöser für die Agressionen innerhalb der Crew?
Fazit: lesenswert, weil oberspannend! Der erste Teil hat es schon in sich. Bin gespannt wie die anderen Teile sind. Hat mich stellenweise an Alien erinnert. Genial gezeichnet, tolle Story!!


„Sechs Richtige und eine Falsche“ von Birgit Hasselbusch

Schauplatz Hamburg: Jule Claussen, eine schuhverrückte Radio-Journalistin, die notorisch pleite ist, erhält von ihrem Chef den Auftrag einen Bericht über Lottomillionäre in Hamburg zu verfassen. Jule recherchiert und berichtet und seltsamerweise bekommen alle Interviewpartner von einem anonymen Spender ihre Wünsche erfüllt. Allerdings hält Jules Glückssträhne nicht sonderlich lange an: Sie verplappert sich im Radio und alle denken, SIE sei die anonyme Lottomillionärin. Plötzlich steht ein roter Mercedes vor ihrer Tür und der on-off-Volldepp Ulf auch. Während ihre Freundschaften zerbrechen und ihr Chef immer zorniger wird fragt sich Jule nur eines: Wie kommt sie aus diesem Schlamassel wieder raus?
Fazit: ja, ich war überrascht! Normalerweise lese ich solche Frauengeschichten nicht, aber das hier war eine durchaus lesenswerte, charmante, erfrischende Geschichte, die auch noch in Hamburg spielt. Die Hauptcharaktere sind sympathisch, die Geschichte ist witzig und muss daher unbedingt für den Sommerurlaub eingepackt werden :D Glück gehabt!

Neben diesen Büchern und Comics habe ich auch noch zwei Zeitschriften gelesen. Ich dachte nicht, dass ich sowas noch mal erlebe! Zwei Zeitschriften, beide von vorne bis hinten durchgelesen.

Die aktuelle „flow“ ist wieder mal ein Schmuckstück. Das Thema Mut & Verletzlichkeit ist sehr einfühlsam beschrieben, die Geschenke sind top, die Illustrationen machen Spaß, die vorgestellten Produkte sind geschmackvoll ausgesucht und die portraitierten Frauen sind wahnsinnig interessant.

Das andere Heft war ein seltsamer Spontankauf. Vermutlich weil mich das Titelthema ansprach. Es handelt sich um die Zeitschrift „GEEK!“ und Titelthema sind im aktuellen Heft Comicverfilmungen. Dazu einen Haufen Rezensionen zu Comics und Graphic Novels, Kinofilme, Serienhighlights, Games und Setberichte. Echt, ich hätte beinahe geheult, weil das Heft sooo toll ist.

In beiden Fällen gaben sich die Macher wahnsinnig Mühe mich zu unterhalten. Geschafft. Danke dafür.

Und was hast du im März gelesen?

2 Gedanken zu “Gelesen im März

  1. Habe mir mal „Einfach ein gutes Leben: Aufbruch in eine neue Gesellschaft“ notiert. Danke für den Tipp!

    Scha mal auf meinen Blog, wenn Du magst. Habe gerade meine Gelesen-im-März-Kurzreviews veröffentlicht. Mein Buch des Monats könnte etwas für Dich sein.

    Einfach bewusste Grüße

    Christof

  2. Hallo,

    das Büro-Buch hört sich interessant an. Kann niemandem schaden mal zu lesen und ich bin ja ne Frau! Gibt es bei mir auch in der Bibliothek, kommt erstmal auf meine Merkliste.

    Lese gerade deinen ganzen Gelesen_Artikel. Finde es spannend, wie unterschiedlich Geschmäcker so sind. Da sind echt so viele Bücher von denen ich noch nie gehört habe.
    Liebe Grüße
    Nanne

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