Gelesen im Mai

Nachdem ich vorgestern in einem Wahn in einer anderen Büchereizweigstelle ausgeliehen habe fiel mir ein, dass ja noch die Leseliste aussteht! Mein Leseverhalten war aufgrund der Quest ein bisschen anders: Ich hab mir nämlich Romane nur aufgrund des Covers ausgeliehen und das war eine richtig tolle Idee! :D

„Die Bullet Journal Methode“ von Ryder Carroll
Ryder Carroll, der Erfinder des Bullet Journals hat nun endlich das Geheimnis gelüftet, erklärt in seinem Buch die Bujo Methode und verrät auch den einen oder anderne Trick dazu.
Fazit: einige Dinge hab ich tatsächlich besser verstanden, abe das half auch nix. Ich kapier nicht, wie das System für mich funktionieren könnte, da ich es an einigen Stellen wahnsinnig kompliziert finde. Vermutlich hab ich doch nur irgendwas nich richtig gerallt, aber es ist mir auch egal. Das Buch selber ist eine Mischung aus Erklärung (alles, was auch in seinem 3 Minuten Video vorkommt) und Selbsthilfegeschichten. Geld ausgeben würd ich dafür nicht, das Buch selbst ist qualitativ eher mau und wenn man es gelesen hat, is man jetzt nich unbedingt schlauer.

„How to be a girl“ von Julia Korbik
Wie schwierig ist es heutzutage ein Mädchen bzw eine Frau zu sein? Muss das so sein? Warum ist das überhaupt so? In diesem Buch werden neben gängigen Begriffen wie Gender oder Fatshaming auch die Geschichte des Feminismus abgehandelt und interessante Mädchen und Frauen vorgestellt.
Fazit: leicht zu lesende Einsteigerlektüre zum Thema Feminismus, die sich auch sehr gut als Geschenk für Mädchen ab 12 Jahren und junge Frauen eignet.

Galaxy 11 – Sci-Fi Kurzgeschichtensammlung, u.a. mit Bradbury und Dick
Fazit: Hab ich in einer zu verschenken Kiste gefunden und was soll ich sagen? Ein Volltreffer! Ich wurde bestens unterhalten


„Selbstmitgefühl“ von Kristin Neff

Psychologin Neff erläutert die buddhistische Praxis des Selbstmitgefühls und warum das für uns eine ausgezeichnete Psychohygiene ist.
Fazit: absolut lesenswert. Es ist nicht esoterisch-kitschig geschrieben, sondern sachlich nüchtern mit ein paar Anekdoten der Autorin. Die Übungen darin sind einfach, sofort machbar und sehr hilfreich.

„Kognitive Verhaltenstherapie für Dummies“
Jepp, genau das: Es wird die Kognitive Verhaltenstherapie babyleicht erklärt
Fazit: wer sich über diese Therapieform informieren möchte, macht mit diesem Buch nichts falsch. Ich habe es allerdings aus einem anderen Grund gelesen und wurde ebenfalls nicht enttäuscht. Ich wollte Tricks finden, wie man sein Verhalten besser ändern kann und yeah – in dem Buch sind jede Menge Tricks! Also wer etwas braucht aus der Abteilung: „Warum ist das immer so und wie kapiere ich endlich, dass ich anders reagieren muss verdammt!?“ und dazu noch ein paar Formulare braucht, liegt damit goldrichtig.

„Das Kind in dir muss Heimat finden“ von Stefanie Stahl
Fazit: Das Buch ist ein Rundumschlag. Hinterher weiß man glaub ich alles, was man über Menschen wissen muss?! Es ist erstaunlich viel Informationsgehalt in diesem schmalen Büchlein und zurecht ein Bestseller. Die Übungen sind leicht zu verstehen (nicht unbedingt einfach zu ertragen, aber okay) und das Buch ansich ist leicht zu lesen. Wer sich für die Transaktionsanaylse interessiert und wissen will, warum sich immer wieder dieselben Muster abspielen (bei sich und anderen), sollte mal einen Blick in dieses Buch werfen.


„Die Ladenhüterin“ von Sayaka Murata

Keiko Furukura eckte mit ihrem Verhalten schon immer an. Also beschloss sie eines Tages, sich nur noch richtig zu verhalten, damit ihre Familie keinen Kummer mehr haben muss. Sie bleibt für sich und jobbt mit 36 immer noch als Ladenaushilfe in einem kleinen Supermarkt. Die Regeln des Supermarkts verwachsen mit ihr, sie atmet den Konbini, ist ist der Konbini. Diese kleine Lebenswelt mit ihren eigenen Regeln ist genau richtig für sie. Doch dann fängt eines Tages der etwas abgehalftere Shiraha dort an, der nicht viel mit Regeln anfangen kann und alles durcheinander bringt.
Fazit: kurz, klug und wahnsinnig witzig. Gleichzeitig ein interessanter Einblick in die japanische Gesellschaft, in der Status und Beziehungen so extrem wichtig sind. Lesenswert!


„Die wundersame Reise eines verlorenen Gegenstandes“ von Salvatore Basile

Der dreißigjährige Michele lebt von der Außenwelt abgeschottet im Bahnhofshäuschen eines verschlafenen, idyllischen Dorfs in Italien. Er hat sich abgekapselt, seit ihn seine Mutter als Kind verlassen hat. Den Job samt Wohnung im Bahnhof hat er von seinem Vater geerbt und seit 10 Jahren kontrolliert er abends den Pendlerzug und räumt ihn auf. Seine einzige Gesellschaft sind die liegengebliebenen Gegenstände, die er im täglich ein- und ausfahrenden Zug einsammelt und in seinem Zuhause um sich schart. Eines Tages wirbelt Elena durch sein Leben, auf der Suche nach einer kleinen Puppe, die sie im Zug vergessen hat. Plötzlich bricht seine Hülle und er bekommt die ultimative Verwirrung als Geschenk. Die wird sogar noch größer, als er sein altes Tagebuch im Zug findet. Da hat Elena eine Idee: Er solle sich doch mit dem Zug auf die Reise machen und herausfinden, wo seine Mutter ist…
Fazit: nettes, und ja, auch ein bisschen seichtes, italienisches Kopfkino voller Gefühl und kleiner Wunder. Man merkt, dass der Autor sonst Drehbücher schreibt, aber meine Güte…ich wollte ja nur den Geschmack von Espresso auf der Zunge und den bekam ich. Für Fans von „Die fabelhafte Welt der Amelie“.

„Die Strichmännchen-Technik“ von Lucie Bernier und Robert Lenghan
Die Methode ist ganz babyleicht: Man zeichnet sich, man zeichnet die andere Person, man macht um sich, um die andere Person und um beide zusammen jeweils einen „lichtkreis“, wünscht allen das Beste. Dann zieht man Linien von den jeweiligen Chakren zu den Chakren des anderen und zerschneidet diese Linien dann und sagt: Danke, es ist erledigt.
Fazit: ähm ja. Also ich hab das spontan aus der Bücherei mitgenommen, weil ich dachte, ich kritzel ein bisschen was aufs Papier und hab dann die Megaerkenntnis, aber irgendwie is das Buch voll mit esoterischen „Wahrheiten“ und Chakren und dann soll man das Papier durchschneiden und dann läuft alles. HÄÄÄÄ? Vielleicht ist das was für Leute, die auf pinterest auch immer dieses MoneyManifesting machen, aber ich hab jetzt nicht kapiert, wie die Technik helfen soll. Angeblich wirken die Zeichnungen ja unterbewusst und man erkennt das schon. An den Zeichen, die auftauchen, weil das Universum das alles schon lenken wird….puh.

Comics:
Die Androiden Comics sind insgesamt alle eingebunden in ein Konzept: 1 Thema, 3 unterschiedliche Writer/Artists Teams, die sich auf verschiedene Arten an das Thema künstliche Menschen und Roboter annähern.
Mal sind sie Bedrohung, mal Retter der Menschheit, manchmal einfach nur Roboter

„Androiden, Band 1 – Wiederauferstehung“ von Jean-Luc Istin und Jesús Hervás Millán
Eine Geschichte um Polizistin Liz, die als einfacher Kriminalfall beginnt und in der Aufdeckung einer grossen Verschwörung endet.
Fazit: tolles Setting, schöner, spannender Aufbau – hat mir gut gefallen, daher lesenwert, auch wenn die Textblasen ziemlich anstrengend waren zu lesen.

„Androiden, Band 2 – Glücklich wie Odysseus“ von Olivier Peru und GeyseR
Als das Raumschiff ISS Oxygen in einen Meteoritenschwarm gerät und schwer beschädigt wird, überleben einzig der 10-jährige Odysseus und sein Babysitter-Android AC7+ die Katastrophe. Damit Odysseus die lange Rückreise zur Erde überlebt, versetzt AC7+ ihn in einen Kälteschlaf. Aber als sie die Erde schließlich erreichen, muss der Android feststellen, dass sich dort einiges geändert hat…
Fazit: coole Idee, die Umsetzung ist auch gelungen, auch wenn mir die Zeichnungen nich sooo zugesagt haben. Der Konflikt zwischen Odysseus und AC7+ hätte noch mehr in die Tiefe gehen können.

„Androiden, Band 3 – Invasion“ von Sylvain Cordurié und Emmanuel Nhieu
Jerrod wird von einem kleinen Team von Spezialisten mit Mutantenfähigkeiten aufgeweckt und kapiert erstmal gar nix: Die Erde ist ein Trümmerfeld und die Mutanten müssen mit ihren Fähigkeiten fremde Fieslinge in Schach halten.
Fazit: den Zeichenstil mochte ich absolut gar nix, der hatte was von diesen 90er Jahren pseudo-Mangafiguren…naja..die Story ist ein bisschen verwirrend, aber ansich war ich durch die Spannung gut unterhalten. Man hätte allerdings auch mehr aus der Story und den Figuren machen können.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*