Gelesen im März

Das habe ich im März gelesen:

Vintage your life! Besser leben, weniger ausgeben zwischen Küche und Kleiderschrank von India Knight
Der sperrige Titel verspricht nix Gutes, ne? Hauptsache es steht „Vintage“ drauf, dann kaufts schon irgendwer…
Mir flog es in der Bücherei entgegen und war beim Durchflippen ganz angetan. Also ausgeliehen. Worum es geht?
Um Spartricks und ums Selbermachen – hauptsächlich für junge Leute, aber auch für diejenigen, die im Leben bereits angekommen sind und mal was anderes ausprobieren wollen.
Die Tipps sind allesamt irgendwie nicht neu, und gerade bei den DIYs verweist die Autorin sowieso aufs Internet, aber der lockere schnippische Schreibstil hat mir super gut gefallen. Sie lästert auch schön über unseren Konsumwahn ab, z.B. dass die Kindergeburtstagspartys immer idiotischer werden, weil sich die Eltern gegenseitig beeindrucken müssen/wollen.
Fazit: Aus der Kategorie: Kann man lesen, muss man aber nicht, aber sicherlich ein super Geschenk für einen Teenager oder jungen Menschen, der gerade ausgezogen ist!

Das gesunde Bisschen – mit kleinen Schritten zu mehr Wohlbefinden von Petra Apfel
Okay, also erstmal muss ich sagen: Das Cover ist ein Geniestreich. Da ist ne Birne drauf. Das Buch ist von Frau Apfel. Hahaha. Geschnallt? Findest du das auch gut? Ich finds großartig!!! Ich mein, man hätte da auch nen Apfel drauf tun können.
In dem Buch gehts um das, was der Titel verspricht. Jeder erzählt einem doch, dass man „gesünder“ essen soll, also mit „mehr“ Obst und Gemüse, man soll sich „mehr“ bewegen – aber was bringt das, wenn man nicht mal genau weiß, was dieses „mehr“ ist und wie man es umsetzt? Da kommt das „bisschen-prinzip“ gerade recht. Statt seinen kompletten Speiseplan in eine völlig genussfreie Menufolge zu verwandeln, ist man eben nur ein bisschen Obst. Und bewegt sich ein bisschen mehr. Das kann aber auch ein Spaziergang sein. Und ein Stück Apfel pro Tag ;)
Der Rest kommt dann von alleine.
Fazit: ein ziemlich brauchbares Konzept, hat mich an die Philosophie von Leo Babauta erinnert, der ja auch die Schiene „weniger ist besser als gar nichts fährt“. Wer sich gesünder ernähren will oder überhaupt mal etwas Durchblick zum Thema haben möchte, ist mit dem Buch gut beraten.

Das lässt sich ändern von Birgit Vanderbeke
Das Buch habe ich gelesen, weil in einem Artikel auf konsumpf.de darauf hingewiesen wurde. Man findet ja nicht oft Romane zu den Themenkreis „Selbstversorger/ Aussteiger/ einfacher Leben/ etwas anders machen“
Adam Czupek war schon immer „draussen“, er hält Sprache für unwichtig und arbeitet mit den Händen. Obwohl seine Frau „drinnen“ war, entschließt sie sich, bei Adam zu bleiben. Dann kommen die Kinder, dann wird die Wohnung zu klein. Dann finden sie zusammen mit einer Freundin ein Haus auf dem Land und das Abenteuer beginnt.
Fazit: mmh…schwierig. Interessantes Thema, aber die Umsetzung war nicht so toll. Der Erzählstil ist pragmatisch, kühl und ohne Firlefanz und durchzogen mit Zitaten aus Liedtexten, um Adams Außenseitertum zu unterstreichen. Es ist keine Geschichte, sondern eher eine Momentaufnahme einer Aussteiger-Idylle. Auch aus der Abteilung: Kann man lesen, muss man aber nicht.

Wie man die Welt verändert: Kleine Philosophie der Lebenskunst von John-Paul Flinthoff und Alain de Botton (Hrsg.)
Das war im Urlaub ein Spontankauf und ich habe es nicht bereut. Ich hab auf dem Umschlag nur „Alain de Botton“ und „School of Life“ gelesen und ZACK! habe ich auch schon bezahlt.
Was den beiden da in diesem kleinen Büchlein gelingt ist lobenswert: Komplizierte Philosophie wird ganz praktisch beleuchtet und es werden Handlungsempfehlungen ohne moralischen Zeigefinger aufgeschrieben. Bei o.g. Titel sind sie unterteilt in mehrere Kapitel: Einleitung, Wie man anfängt etwas zu verändern, Was man wie verändern muss, Ausblick, Hausaufgaben und als Zuatz 198 Methoden gewaltlosen Vorgehens. Ergänzt wird alles durch ein umfassendes Quellenverzeichnis.
Fazit: Mir hat das Buch richtig gut gefallen, weil es aus einer seeehr menschlichen Perspektive geschrieben ist. Zuerst stellt sich der Autor gemeinsam mit dem Leser die Frage, was wir überhaupt verändern wollen und danach gibt er inspirierende Beweise von Menschen, wie diese Veränderung gelingen kann. Interessant fand ich auch die Meinung, man solle mit seiner Weltrettung mal schön auf dem Teppich bleiben, da das, was wir als Verbesserung sehen, für die nachfolgenden Generationen nicht unbedingt das Gelbe vom Ei ist. Verändern ja, aber sich nicht wie Jesus vorkommen.

Die gesunde und schöne Frau – Heilwissen aus der russischen Volksmedizin von Natalja Aleksandrowna Nowikowa
jaaa, ein Kräuterhexenbuch!! Aber ein wahnsinnig lesenswertes. Die russische Autorin ist Kräuterhexe/Heilerin UND Medizinerin, es hat also alles einen wahnsinnig logischen Hintergrund. (Das ist stellenweise irgendwie auch ein bisschen gruselig…)
Sie teilt die Frauen in Frühling (von 12 bis 25 Jahren), Sommer (von 26 bis 40 Jahren), Herbst (41 bis 60 Jahren) und Winter (ab 61 Jahre) ein und gibt für jede typisch auftretende Beschwerden von Akne bis Zysten ein oder mehrere Kräuterrezepte (als Tee, Aufgüsse, Bäder, Öle usw.).
Zusätzlich werden im zweiten Teil des Buches Tipps zur Pflege im Alltag und bei speziellen Problemen gegeben.
Fazit: Lesenswert, kann man auch selektiv lesen. Schön ist, dass man die meisten Zutaten leicht bekommen kann. Ich würde sagen, das ist die Bibel für die Frau. :D

Was hast du im März gelesen?

2 Gedanken zu “Gelesen im März

  1. Wie man die Welt verändert klingt nicht verkehrt. Interessiert mich, was genau sie sagen, über „du bist nicht Jesus, bleib auf dem Teppich“. Ich frag mal meine Bücherei, ob die das haben :)

    Und Frage zum Kräuterhexenbuch. Ich find´s jetzt schon interessant. Kaufen würde ich es aber erst, wenn du mir bestätigen kannst, dass was für Wechseljahresbeschwerden drin steht. Mama leidet mittlerweile ganz elendiglich und ich würde ihr gern helfen.

    Danke schonmal

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