Gelesen im November

Neben einem Haufen Comics (Deadpool, Thunderbolts, Punisher, Avengers und Spawn falls das jemanden interessiert) habe ich auch mal wieder echte Bücher gelesen. So ohne ganz ohne Bilder. :D

Vorab:

Die Liebe von Bastien Vivès
hehe, Vivès hat das Büchlein allen Frauen gewidmet, deren „armseeliges Leben“ – nach dem sie ihn verlassen haben – „auf Facebook ansehen kann“. Tolle Widmung. Der Rest ist auch hart. Wer ein zuckersüßes und romantisches Comic erwartet, liegt total daneben. Love is a Battlefield und genau das hat er gezeichnet.
Fazit: aufmerksame Leser wissen, dass ich ein Fan von Bastien Vivès bin. Das ändert sich auch jetzt nicht. Auch wenn sich einige Zeichnungen wiederholen, die Szenerie wird durch die witzigen, tragischen und verrückten Dialoge erfolgreich ausgeglichen. Guckt es euch an, es wird euch bestimmt ein Schmunzeln entlocken.

Und dann noch:

Die Flutwelle von Mikael Niemi
Im Norden Schwedens regnet es schon den ganzen Herbst. Es hört gar nicht mehr auf! Doch dann zeigen sich am obersten Staudamm des Lule älv die ersten Risse und die Katastrophe nimmt ihren Lauf.
Die Ereignisse um die Flutwelle werden dabei von mehreren Personen erzählt. Da ist der lebensmüde Hubschrauberpilot, die Künstlerin, die mit ihrer Malgruppe im Wald rumläuft. Eine Verkäuferin, die ihre depressive Tochter finden will, eine schwangere Frau, die auf einem Hausdacht durch die Flut reitet.
Fazit: lesenswert, ein echter Pageturner! Dabei aber nix für schwache Nerven. Es ist alles so real und vor allem auch brutal, da kann einem schon übel werden…

Entdecke die Kraft der Superhelden in dir von Deepak Chopra
Klingt voll schnulzig, is aber eigentlich ganz einfach: Sohn Gotham(!) mag Comics, Vater Deepak lehrt spirituelle Geschichten. Superhelden basieren auf Legenden der Mythologie. Nur halt moderner. Und ZACKBOOMBANG! Vater und Sohn unterhalten sich und heraus kommt dieses Buch.
Deepak Chopra stellt anhand von modernen Superhelden (Batman, X-men, Captain Marvel etc.) 7 sprituelle Gesetze vor, die unsere persönliche Evolution und die der Welt voranbringen. Zu jedem Gesetz gibt es praktische und einfache Übungen.
Fazit: lesenswert! Ja, nicht auslachen. Das hab ich schon hinter mir. Vielleicht wunderst du dich über diese esoterische Literaturauswahl. Ich lese gerne Superheldengeschichten und wollte ein bisschen mehr über das Thema „Held“ erfahren. Das ist durch das Buch gelungen. Es liest sich leicht, die Prinzipien kann man verstehen und im Anhang befindet sich eine schöne Liste mit Comictiteln, die man als Ergänzung oder als Einstieger lesen kann. Abgesehen davon hat mir das Buch auch gefallen, weil es mich irgendwie beruhigt hat. Manchmal tut es schon gut, sowas zu lesen.

Von Männern, die keine Frauen haben von Haruki Murakami
7 neue Erzählungen von Haruki Murakami über einsame, verlassene oder ledige Männer. Klingt langweilig, ist es aber ganz und gar nicht. Die Geschichten bitte auch schön brav in der Reihenfolge lesen, damit es wirkt.
Fazit: Lesenswert. Hilft, bis zum nächsten großen Roman Zeit zu überbrücken.

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3 Gedanken zu “Gelesen im November

  1. Ui, vielleicht ist Doppler von Erlend Loe was für dich? Ich habs enorm lustig gefunden, hoffentlich büßt die deutsche Übersetzung keine der Wortwitze ein.
    (Kann gut sein, dass ichs dir schon mal empfohlen hab. Aber nachdem ich schon so viele Buchperlen durch dich entdeckt hab, wollte ich dir jetzt auch mal was empfehlen.)

  2. Uiiiii und ich seh grad, stille dager i mixing part (Schöne Grüße aus Mixing part Churches) ist auch schon übersetzt worden! Ei wie fein, das ist auch super, ich hab mich teilweise fast angepisst vor Lachen. Generell steh ich ja nicht so auf skandinavische Filme und Bücher, weil die mir zu schwermütig und/oder brutal sind (wahrscheinlich Blasphemie für eine Skandinavistin), aber Erlend Loe ist echt lustig.
    Bin gespannt, wie du ihn findest.

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