Gelesen im November

gelesen

Diesen Monat war ich ganz schön lesefaul! Das liegt daran, dass ich lieber aus dem Fenster geguckt und Eichhörnchen angelockt habe. Dieses „sinnlose“ am Fenster sitzen, mit Tee und Keksen, ist total gut. Ein klitzeklein bisschen was steht aber trotzdem auf der Liste.
Apropos Literatur – ich war bei der Miranda July Lesung und das war toll, obwohl eigentlich gar nicht so viel vorgelesen wurde. Es wurde mehr über ihre Arbeit und über das Buch geredet, aber man bekam einen guten Eindruck von ihr als Person. Ich mag sie :D „Der erste fiese Typ“ ist in meinem „Lesezirkel“ das Buch für Dezember.

Das Ende der Sterne wie Big Hig sie kannte von Peter Heller
Eine Pandemie bricht aus, die Welt stürzt ins Chaos. 7 Jahre später: „Big Hig“ und sein schießwütiger und grummeliger Nachbar „Bangley“ bewohnen einen Flugzeughangar und schlagen sich so durch. Hig und sein Hund Jasper fliegen mit ner alten Cessna Kundschafterflüge und empfangen eines Tages einen Funkspruch und Hig macht sich auf die Reise…
Fazit:lesenswert. Ich fand die experimentell eingesetzte Interpunktion ziemlich gelungen, es lässt alles sehr lebendig werden. Wie immer bei diesem Genre gehts ja um die Menschlichkeit bzw. was davon nach solchen Katastrophen davon übrig bleibt und das ist gut und warmherzig portraitiert.

Fräulein Julie von August Strindberg
Mittsommernacht. Der Graf ist nicht zuhausse und seine Tochter, Fräulein Julie tanzt mit dem Gesinde und feiert. Sie kommt in die Küche und befiehlt dem Diener Jean mit ihr zu tanzen und flirtet offensiv mit ihm und provoziert. Jean, der mit der Köchin verlobt ist, weist sie ab, lässt sich aber im Laufe der Zeit doch mit ihr ein. Die Machtverhältnisse drehen sich und als der neue Tag anbricht, hat sich alles geändert…
Fazit: wow, es hat mich wirklich beeindruckt! Daher empfehle ich es weiter. Denn obwohl es sich um ein „naturalistisches Trauerspiel“ handelt, sollte man es gelesen haben, denn ich finds erstaunlich auf wie wenigen Seiten sich diese dramatische Dreiecksgeschichte entfaltet.

Das wars schon an Lesestoff. Mit einem Buch bin ich noch nicht fertig, das werde ich erst nächsten Monat vorstellen. Und ansonsten habe ich noch Comics, ein Vogelbuch und etwas über Filmanalyse gelesen.
Eine besondere Erwähnung findet hier übrigens das Transform Magazin. Ich habe es von vorne bis hinten durchgelesen, das Format ist klasse, es ist keine Werbung drin und zum Thema „Arbeit“ gabs viel Inspiration, die mich zum Nachdenken brachten.
Wer im Comicladen steht und nicht weiß was er nehmen soll, sucht sich bitte „Bitch Planet“ aus. Toll gezeichnet, sehr dynamisch erzählt mit ner interessanten Story, coole Aufmachung.

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3 Gedanken zu “Gelesen im November

      1. Es befindet sich in einem Schuber mit Siegel, das man aufbrechen muss. Das Buch selbst ist im Stil eines 1949 erschienenen Leihbuches aus einer Bibliothek (sogar mit Ausleih-Datumsstempeln). Neben dem über 500Seiten-Werk (siehe Amazon-Beschreibung) mit seinen Fußnoten der übersetzenden Person dreht sich das Ganze auch noch um 2 Personen, die darin zeitversetzt allerlei Randnotizen zum Werk und Autor machen, deren Identität sie herausfinden wollen. Zudem sind 23 herausnehmbare Einleger als Beigabe zwischen die Seiten gelegt, wie Postkarten, Kopien z.B. von einem Telegramm oder einer Zeitung, ein altes Photo, eine bemalte Serviette etc. Auch wenn es mit dem Lesevergnügen bergab gehen sollte – was ich nicht hoffe – ist es gestalterisch wirklich toll und die 45 Euro wert! J.J. Abrams hat es 2013 mitkonzipiert kurz bevor er für den aktuellen Star Wars-Teil verpflichtet wurde. Es ist letzten Monat auf Deutsch erschienen.

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