Gelesen im November

ups, ja das war gemein, dass ich einfach so verschwunden bin ohne etwas zu sagen. Aber der Urlaub kam so plötzlich und war soooo toll. Seine Zeit nicht vorm Bildschirm sondern mit netten Leuten und Kleinkindern verbringen zu dürfen ist einfach großartig!
Und natürlich wurde auch viel gelesen:

„Selbst denken“ von Harald Welzer
Wie können wir als Gesellschaft zukunftsfähig werden? Wie kommt es, dass Änderungen so lange dauern? Warum muss ich mich selbst ernst nehmen? Und: tue ich das etwa nicht?! Diese Fragen beantwortet Soziopsychologe Harald Welzer in persönlicher und sehr launiger Manier und zeigt uns, wie wir durch selber denken zukunftsfähig werden.
Fazit:lesenswert. Mir hat das Buch gut gefallen, auch wenn man ab und zu mal den Faden verloren habe (wach muss man für die Lektüre schon sein). Das Buch hat für mich einiges erklärt und mich beruhigt. Für mich füllt es die Lücke zwischen Blinden Pseudonachhaltigkeits-Aktionsismus und politischer Ohnmacht. Wer mehr „Geschichten des Gelingens“ möchte, kann sie auf futurzwei.org nachlesen


„Die Welt, wie wir sie kannten“ von Susan Beth Pfeffer

Die 16-jährige Miranda, die mit ihrer Mutter und ihrem Bruder in einer Kleinstadt lebt, quält sich durch ihre Pubertät. Doch ab dem 18. Mai wird alles anders: Ein Asteroid schlägt auf dem Mond ein und schiebt den Mond näher an die Erde. Keine Zeit mehr für Eiskunstlauf und Abschlussbälle. Es folgen Flutkatastrophen, Wetterumschwünge und Erdbeben. Die Lebensmittel werden knapp, der Strom fällt dauernd aus, Seuchen brechen aus. Plötzlich ist nichts mehr so, wie es war.
Fazit: lesenswerter Jugendroman in Tagebuchform, den nicht nur Jugendliche lesen können. Die Katastophen sind ziemlich real beschrieben, die Charaktere gut gezeichnet. Gutes Thema für weitere Diskussionen: Was würdest du beim Weltuntergang machen?

„Die Verlorenen von New York“ von Susan Beth Pfeffer
Zweiter Teil der Mondkatastrophe. Der 17-jährige Alex wohnt mit seiner Familie in New York. Seine Eltern werden vermisst und er muss sich nun um seine Schwestern kümmern. Auch hier werden die Lebensmittel rationiert und es gibt weder Strom, noch fließend Wasser. Die Leichen stapeln sich in den Straßen, die Ratten ebenso. Alex muss sich schnell etwas anderes einfallen lassen, um sich und seine Schwestern in Sicherheit zu bringen.
Fazit: lesenswert, auch wenn es nicht sooo gut war wie der erste Teil. Die Charaktere und Familiengefüge sind zwar gut gezeichnet, die Geschehnisse auch logisch und real. Was mich ein bisschen genervt hat, war, dass die Familie ziemlich katholisch war und entsprechend oft zu Gott gebetet hat, denn dabei kamen die Umstände der Katastrophe ein bisschen zu kurz und das Ganze war etwas oberflächlicher. Schade.

„Das Leben, das uns bleibt“ von Susan Beth Pfeffer
Teil 3 der Mondkatastrophe. Der Himmel ist aufgrund von Vulkunasche auch nach einem Jahr immer noch grau, die Natur ist tot, die Lebensmittel weiterhin rationiert. Immerhin kommt der Strom für längere Phasen zurück. Während Miranda und ihre Familie versuchen, mit der Situation klar zu kommen und von Schokolade träumen, geschieht eines Tages etwas nahezu Unglaubliches: Ihr Vater samt Freundin und gesundem Baby kehrt zurück. Es gibt also zwei Lebensmitteltüten mehr! Und dann ist da noch dieser Junge und seine Schwester…
Fazit: lesenswert. Dieser Teil hat mir wieder besser gefallen, weil er wieder aus der Sicht von Miranda in Tagebuchform war.

Die Bäckereiüberfälle von Haruki Murakami
Zwei Freunde haben Hunger. Richtigen Hunger. Und kein Geld. Sie beschließen die nächste Bäckerei zu überfallen, was sie auch mit Messern bewaffnet tun. Doch der Bäcker schlägt ihnen ein Tauschgeschäft vor: Wagner hören statt Messer wetzen. Und dazu viel Brot essen.
Fazit: ähm…weiß nicht. Kurz und surreal. Schön bebildert. Sehr seltsam. Murakami eben :D

Haben oder Sein von Erich Fromm
…erst angefangen, damit bin ich aber noch gar nicht fertig!

Was hast du im November gelesen?

4 Gedanken zu “Gelesen im November

  1. @Materialfehler: Du spielst auch gerne Point & Click-Adventure? :-D

    „A new Beginning“ steht noch auf meiner Liste. Wenn Du es nach dem Spielen loswerden möchtest… *räusper* ..würde ich mich gerne als nachhaltigen Abnehmer anbieten.
    Können auch gerne tauschen, habe noch einige hier, die auf ein neues Zuhause warten.

    LG Emi

  2. Absolut! Als Kind hab ich Monkey Island gespielt und freu mich jetzt wie, ja wie ein kleines Kind, dass es Spielemacher wie Daedalic gibt. Ich steh absolut auf schöne Grafik und freu mich auch schon auf Child of Light (traumhafte Grafik, aber kein P+C Adventure)
    Ich spiel leider hauptsächlich über Steam – eben um die riesigen sinnlosen Spieleverpackungen umgehen zu können. Umso mehr, wo jetzt die Linux-Schiene ausgebaut wird (ANB ist aber leider derweil nur für Win und Mac).
    ANB find ich super, weil ich im grauen Großstadtnovember (zumindest in meinem Kopf) immer gern Endzeit-Minimalismus betreibe, hihi
    Wer nicht gerne (selber) zockt kann sich auch auf Youtube anschauen, wie andere das Spiel durchspielen ;)

  3. Ahh! Wie cool :-D

    Hab früher auch als Kind Disketten-DJ bei Monkey Island gespielt – auf nem Amiga 500. Monkey II hatte dann sogar 11 Disketten. Zack MCKracken, Indy 3&4, Day of Dentacle… yes.

    Hilf mir mal bitte mit ANB auf die Sprünge?

    Wir haben extra unseren alten PC für die Spiele behalten. Einige haben wir auch über Stream gezockt, andere kaufen wir gebraucht, wenn wie sie in die Finger bekommen. Ganz fein kommen auch einige Spiele von dtp.
    .. und auf jeden Fall „The whispered World“, „Book of unwritten tales“ und „Vieh Croniken“… und lecker Horror-Adventure a la „Lost Souls“ *schwärm*

    Mein Mann und ich zocken, seit wir uns kennen, auch immer zusammen, damit wird’s zum gemeinsamen virtuellen-drinnen-Abenteuer bei miesem Wetter.

    Planung für gleich:
    Gehe zu Sofa, benutze PC, benutze Maus mit Lost Horizon :-P

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