Gelesen im Oktober

Interessanterweise ist mir der Oktober diesmal länger vorgekommen, als alle bisherigen Monate bisher. War das bei dir auch so? Ich muss unbedingt mehr über Zeitwahrnehmung und Flow lesen…

Egal! Gefühlt mehr Zeit = mehr Zeit zu lesen!

Das war im Oktober dran:

„Wie viel weniger ist mehr? Lebenslust auf den Punkt gebracht“ von Ute Lauterbach
(Als E-Book auf dem iphone gelesen) Dieses 160 Seiten Büchlein habe ich aus 2 Gründen runtergeladen. 1. Stand es schon länger auf meiner Leseliste und 2. wollte ich mal die Onleihe-App und das Bücher lesen auf dem iphone testen.
Hab das Büchlein innerhalb 1 Stunde durchgelesen. Wobei…den ersten Teil habe ich gelesen, den zweiten Teil dann nicht mehr. Es geht nur um die Frage: „wie viel weniger ist mehr?“. Es geht weder ums Ausmisten noch um sonstige konkrete Tipps, es wird vielmehr versucht, den Denkprozess um diese Frage in die Gänge zu bringen.
Fazit: kann man lesen, muss man aber nicht. Ein paar wichtige Sätze waren dabei. Der erste Teil war klar und deutlich, der zweite Teil soll wohl eher die rechte Gehirnhälfte ansprechen und handelte um Fett. Ja genau. Die Kommunikationspsychologen, die sich immer bemühen, Bilder im Gehirn anderer Leute entstehen zu lassen…für mich überflüssig.

„Tiefsee: Von schwarzen Rauchern und blinkenden Fischen“ von Dagmar Röhrlich
Vergesst den Mars, die Aliens leben unter uns! Genauer gesagt in der Tiefsee. Dort blinken Anglerfische ihre Beute an und Bakterienkolonien siedeln an heißen Quellen an unmöglichen Orten. Von Kraken und Röhrenwürmern, Seegurken und Seelilien, wunderschön illustriert, faszinierend wie ein Lehrbuch und spannend wie ein Krimi. Eingerahmt werden diese Beschreibungen von der nicht minder faszinierenden Challenger-Expedition.
Fazit: absolut lesenswert, aber auch ziemlich traurig. In jedem Kapitel kommt irgendwann der Satz vor: „wegen dem von Menschen gemachten Klimawandel ist diese Art bald ausgerottet“ oder „wenn wir so weitermachen, stirbt das Ökosystem“. Das kommt nicht zeigefingermäßig daher, aber ist natürlich trotzdem bitter.

„Paris in Style: Der persönliche Fashionguide“ von Isabelle Thomas und Frédéricque Veysset
Paris Fashion Week – gefühlt ist die ja immer. Und gefühlt stellt sich jedes Mal jeder Reporter (und alle anderen) die Frage: Wie machen das die französischen Frauen, dass die immer so gut und schick und elegant aussehen.
Diese Frage soll in diesem Buch beantwortet werden. Es gibt Bilder, Interviews und allerlei Ratschläge zum Thema Garderobe aufhübschen mit DIY und wie man seinen eigenen Stil findet.
Fazit:…ähm….ja. Keine Ahnung mehr warum ich mir dieses Ding überhaupt ausgeliehen habe. In diesen Bücher steht immer dasselbe nach einem bestimmten Schema: 1. In der Mode gibts keine Regeln, alles ist erlaubt. 2. Finde deinen eigenen Stil, das geht, wenn man weiß, was man mag. 3. Obwohl es keine Regeln gibt, unbedingt Kleidungsstück xy vermeiden, das geht ja gar nicht!! 4. Schon aber bitte darauf achten, wo deine Problemzonen sind, dann wird alles gut.
Gähn. Langweilig. Für den Müll. Aber ich bin ja nicht so, ich antworte jetzt hier auf die Frage, was an den Französinnen so toll ist: Sie sind hübsch und schlank und machen was mit Mode oder Journalismus oder beides. Zumindest diese Frauen in dem Buch.

iPhoneography – Fotografieren mit dem Iphone von Stephanie Roberts
Kreativ fotografieren mit dem iPhone: knipsen, bearbeiten, hochladen und mit der Welt teilen. Wie man mit Foto-Apps arbeitet und das Beste aus den Bildern herausholt ist kurz und knackig erklärt, dazu gibt es Interviews von Leuten, die sich mit der Iphoneography schon einen Namen gemacht haben. Hauptbestandteil ist jedoch die Kreativarbeit. Es gibt – ähnlich wie die im Internet kursierenden – Photo-a-day-Challenges zahlreiche Vorschläge, die es dann fotografisch umzusetzen gilt. Keine graue Theorie – Der Spaß steht im Vordergrund!
Fazit: ein inspirierendes Buch mit vielen Ideen für Fotografie- bzw. Iphoneanfänger, damit der kreative Funke gezündet wird


Auf den Spuren der Ameisen: Die Entdeckung einer faszinierenden Welt von Bert Hölldobler und Edward O. Wilson

Alles drin, was man über Ameisen wissen will: Herkunft und Fortpflanzung, Koloniebildung, Kommunikation, Altruismus und Eusozialität, Aggression und Verteidigung. Es werden sämtliche Arten vorgestellt und es gibt viele Grafiken und Fotos in einer sehr guten Qualität. Im Anhang gibt es auch eine Anleitung wie man sich selbst eine Kolonie anlegen kann.
Fazit: Mit dem Buch bin ich in Wirklichkeit noch gar nicht fertig, aber es ist definitiv lesenswert für alle, die sich für Ameisen interessieren. Der Informationsgehalt ist sehr hoch, es gibt tolle Bilder, die genau erläutert werden und es ist für Laien, die ein bisschen Grundbildung im Fach Biologie haben, komplett verständlich. Man merkt an jeder Stelle, dass sich die Autoren Mühe geben, trotz der vielen Details alles so verständlich und übersichtlich wie möglich zu erklären. Das gelingt! Das Ganze wird aufgelockert durch sehr persönliche Anekdoten der beiden Autoren. Herrlich! So sollen Bücher sein! Leider konnte ich Herrn DingDong noch nicht davon überzeugen, dass Ameisen doch auch tolle Haustiere wären…

So und du? Was hast du im Oktober glesen?

Ein Gedanke zu “Gelesen im Oktober

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