Gelesen im September

Der September neigt sich dem Ende zu und da ich eh nicht mehr dazu komme, etwas Neues anzufangen, kann ich ja schon mal diese Kategorie füllen:

Anleitung zur Schwerelosigkeit von Chris Hadfield
In dieser Autobiografie mit Ratgebercharakter gehts um die Frage, was wir im All für den All-Tag auf der Erde lernen können. Chris Hadfield, kanadischer Astronaut und berühmt durch sein Musikvideo erzählt vom Leben im All, von den Vorbereitungen auf der Erde.
Fazit:oberspannend und lesenswert, teilweise sehr lustig. Ich habe Chris Hadfield im Planetarium getroffen und er ist wirklich sehr sympathisch, das kommt auch im Buch rüber. Seine Erfahrungen und Eindrücke lassen sich gut auf den Alltag übertragen. Mir hats gut gefallen und sehr inspiriert.

SAGA, Band 1 und 2 von Brian K. Vaughan und Fiona Staples
Romeo und Julia meets Star Wars: Alana, Soldatin vom Planet Landfall verliebt sich in den Kriegsgefangenen Marko vom Mond Ranke. Natürlich ist das vielen ein Dorn im Auge, deshalb hauen sie ab. Schlimmer noch: Sie erwarten ein Kind das prompt auf der ersten Seite auf die Welt kommt und der Erzähler dieser „Saga“ ist.
Mehr will ich eigentlich gar nicht darüber erzählen.
Fazit: lesenswert, allerdings würde ich es nicht im ÖPNV lesen, da die Zeichnungen nicht unbedingt jugendfrei sind. Überhaupt – die Zeichnungen sind wirklich toll! Sie sind ganz auf die Szenerie konzentriert und insgesamt auch reduziert, dabei trotzdem noch bunt und treiben die Geschichte gut voran. Die Dialoge bieten derbe Sprüche und machen die Protagonisten sympathisch. Wer Sci-Fi und Fantasy mag, auf derbe Sprüche und coole Typen steht ist hiermit bestens bedient. Ich bin gespannt auf Teil 3

Gröcha von Peggy Adam
Durch eine Pandemie in Europa, die die Menschheit immer weiter dezimiert, werden Städte strengstens kontrolliert. Es gibt Eingangskontrollen und man darf die Stadt nur mit Gesundheitszeugnis verlassen. Marc fällt die Decke auf den Kopf und er will diesem erdrückenden Alltag entfliehen. Er hofft durch eine Auszeit in einer Berghütte etwas Ruhe zu finden. Dort muss er jedoch erkennen, dass man nicht vor sich selbst davonlaufen kann…
Fazit:hm. Starke Zeichnungen, interessantes Thema. Aber irgendwie hat mir da was gefehlt, ich weiß auch nicht. Es ist nicht schlecht, aber es hat wohl nicht zu meiner Stimmung gepasst.

Adios Muchachos von Paolo Bacilieri, Matz und Daniel Chavarria
Die hübsche Alicia verursacht absichtlich auf den Straßen Kubas Fahrradunfälle, um sich von den reichen Typen – mit denen sie dann ins Bett geht – aushalten zu lassen. Eines Tages trifft sie auf diese Art den gutaussehenden Manager Juanito. Auch er ist ehrgeizig, hat aber einen anderen Plan. Die beiden arrangieren sich und alles läuft gut. Bis plötzlich ne Leiche auftaucht, die beseitigt werden muss.
Basierend auf dem Roman „Die Radfahrerin“ von Daniel Chavarria.
Fazit: absolut lesenswert! Anfangs fand ich es so naja, aber die Story hat ein paar wunderbare Wendungen, die einen staunen lassen. Mir hat auch gefallen, dass die Anordnung der Sprechblasen über die Panelgrenzen hinaus die Twists der Story unterstützen.

Candid von Voltaire
Endlich mal wieder ein Buchgeschenk von meinem SUBKlassiker!
Fazit: wie eigentlich alle Klassiker lesenswert. Ich mochte die Abwechslung zwischen den hoffnungslos naiven, optimistischen Candid (der manchmal damit auch nervig wurde) und den dazu kontrastierenden Pessimismus der anderen Charaktere. Achja, die blutrünstigen Darstellungen waren auch recht nett.

Infinity Gauntlet von Jim Starlin, George Perez und Ron Lim (Neudruck)
Der verrückte Titan Thanos will seine Angebetete Tod beeindrucken und macht mit Hilfe der Seelensteine das halbe Universum platt. Klar, dass sich eine Truppe Superhelden – angeführt von Adam Warlock – schnell rüstet, um diesen Wahnsinn zu beenden.
Fazit: spaßiger Superhelden-Lesegenuss mit ganz tollen Bildern. Wer einen Hintergrund zum MCU haben möchte, ist damit bestens ausgestattet.

Was hast du im September gelesen?

3 Gedanken zu “Gelesen im September

  1. Ich habe einen Bücheranteil meiner Kindheit aufgeholt und mich an die „Neues vom Süderhof“-Lesereihe herangewagt. Ein Buch davon ist an einem Tag bei mir erledigt und es sind doch ganz nette Geschichten dabei. Besonders gefällt mir diese fast ausnahmslos positive Grundstimmung der Geschichten, die mir in „Erwachsenenliteratur“ manchmal doch fehlt. Denn manchmal brauche ich doch Geschichten, die mich nicht immer über irgendetwas gesellschaftskritisches oder politisches nachdenken lassen wollen, manchmal möchte ich mich einfach nur von einer Geschichte berieseln lassen. :)

  2. Les gerade „vom einfachen Leben“ von Herrad Schenk.
    Tolle Zusammmenfassung der berühmten *einfach Leber* und geht der Frage nach WARUM wir derzeit so eine Sehnsucht nach dem einfachen Leben haben, welchem vermeintlichen Glücksversprechen wir nachjagen.
    Lesenswert!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*