Gelesen im September

gelesen

Der Herbst kriecht heran und es ist Lesezeit!! Neben einer ordentlichen Portion Comics habe ich auch das hier gelesen:

Unterwerfung als Freiheit: Leben im Neoliberalismus von Patrick Schreiner
Neben einer kurzen Erklärung was Neoliberalismus überhaupt ist und wie er entstand, klopft der Autor verschiedene Themenbereiche wie Sport, Schule, Esoterik, Konsum, Castingshows, Reality-TV und Internet auf neoliberalistische Tendenzen ab. Ergänzt wird die kurze Lektüre durch jede Menge Quellenverweise.
Fazit: kurze, aber kritische Einführungslektüre zum Thema Gesellschaft im Neoliberalismus. Ich habe es in erster Linie gelesen, weil ich damit den Freiheitsbegriff im „Minimalismus“ ausloten will. Genug Gedankenfutter hab ich jetzt.


Was ist Trendforschung? von Matthias Horx

Was sind Trends? Wie entstehen sie? und wie kann man damit arbeiten und sie vorhersagen? Mit diesen Fragen beschäftigt sich dieses Buch. Dabei gewähren auch die Autoren Einblicke in ihre Arbeit bei Trendbüro.
Fazit: das Layout des Buches hat mich manchmal ein bisschen gestört, weil es zwar megafancy aussieht, aber den Lesefluss ein bisschen gestört hat. Trotzdem interessante Lektüre und ein hervorragender Einstieg zum Thema Trendforschung. Interessant fand ich auch, dass das Buch so alt ist (Erschienen Mitte der 90er) und die jetzigen Gesellschaftstrends wie Minimalismus, Vegan, Zurück zur Natur usw. (im Buch als Trend „Basic“ betitelt) bereits skizziert hat.


30 Minuten für Generation Y von Martina Mangelsdorf

Fazit: kurz und knackig, kann man auch als eBook lesen (was ich getan habe). Nach der Trendlektüre wollte ich ein bisschen mehr über Generationen und deren Unterschiede wissen und das ist mit dem Buch abgedeckt, wobei der Schwerpunkt auf die Arbeitswelt ausgelegt ist. Wie sind Ypsiloner als Chef? Wie kann man miteinander ein Team bilden? usw. Daher lesenswert.

Wenn der Wind singt/Pinball 1973 von Haruki Murakami
Über zwei junge biertrinkende Männer, eine Bar, Zwillinge und einen merkwürdiger Flipperautomat.
Fazit: zwei Kurzromane aus Murakamis Anfangszeit, deshalb sind sie besonders lesenswert. Die Geschichten gehen nahtlos ineinander über. Perfekt für einen gemütlichen Lese-Abgammel-Sonntag und auch für Murakami-Neulinge (falls es sowas überhaupt noch gibt) :D

Metro 2033 von Dmitrj Glukhovsky
Da die oberirdische Welt von einem Atomkrieg zerstört wurde, hausen die Moskauer Bewohner unterirdisch in der alten Metro. In der Station WDNCh lebt der 20-jährige Artjom, der eines Tages Besuch von einem mysteriösen Wanderer namens „Hunter“ bekommt und einen Auftrag erhält. Wenn Hunter in 5 Tagen nicht zurück ist, soll Artjom eine Botschaft an einen Bewohner der Polis übergeben. Hunter kommt nicht zurück, Artjom muss sich auf die gefährliche Reise durch das Moskauer U-Bahn Netz begeben. Allein. In dunklen Tunneln, wo regelmäßig Leute verschwinden oder durchdrehen…warum das so ist, weiß keiner. Aber Artjom kommt der Sache auf die Spur.
Fazit: flüssig zu lesender Sci-Fi Roman, der garantiert nicht langweilig wird und das U-Bahnfahren für mich verändert hat. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, stellenweise aber ziemlich gruselig. Aber ne 1-A-Dystopie und für mich kein Wunder, dass es ein Bestseller war. Klar, kein Shakespeare, aber wer mal was anderes für den Leseherbst will oder gerne Egoshooter spielt, sollte sich das Buch mal genauer anschauen.

Was hast du im September gelesen? Was steht auf deiner Leseliste für den Herbst?

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