Gelesen: Kulturschock USA von Ingrid Henke

Als ich zum gefühlten 10.000 Mal auf amerikanischen (Minimalismus-)Blogs etwas über „debt free“ und „personal freedom“ gelesen habe, wusste ich, dass ich da was dagegen tun muss. Mittlerweile bin ich es etwas müde geworden, diese mutierten Pseudo-Selbsthilfe-Blogs zu lesen, weil es doch immer um die gleichen Themen geht und ich das Gefühl hatte, dass das nicht auf mich und auch nicht auf die allgemeine (europäische) Bevölkerung passt. Infos mussten her!
„Andere Länder – Andere Sitten“ werden in „Kulturschock USA“ von Ingrid Henke umfassend vorgestellt.
Obwohl das Buch ziemlich handlich daherkommt ist es vollgestopft mit interessanten Infos, über die man nur staunen kann. Geht los mit der Geschichte und Entwicklung des jungen Amerika (spannender ist als jeder Unterricht!) bis hin zum Aufbau der Gesellschaft und zum Alltagsverhalten der Amerikaner. Verhaltensregeln, Traditionen, das Selbstbild der Nation, der Amerikanische Traum – es ist alles drin. Mit Bildern und kritischen Exkursen quer durch alle Kapitel.
Fazit: Absolut lesenswert! Selten so eine Fülle von brauchbarer, gut aufbereiteter Information erlebt. Mir wurde dadurch so vieles klar! Am meisten hat mich dann aber doch das Kapitel über den Amerikanischen Alltag interessiert. „Shop till you drop“ heißt es da und berichtet vom Einkaufsverhalten der Amerikaner. Kannst du dir vorstellen, dass amerikanische Jugendliche jährlich etwa 150 Millarden Dollar ausgeben?? Heftig, oder? Und dann ist da natürlich auch die Rede von „keeping up with the jones“ – also bessere, schönere, größere Sachen als der Nachbar zu haben. Shoppen bis zum Umfallen und Statussymbole sind natürlich dann auch die Gründe, warum die meisten Schulden machen und diese dann versuchen mit mehreren Kreditkarten abzubezahlen.
Ich verstehe jetzt nicht nur die Blogs besser, sondern auch das politische Verhalten, Hollywoodfilme, Serien und auch Bücher wie z.B. „Barfuß in Manhattan“.

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