Gelesen: Lass los, was deinem Glück im Weg steht von Sigrid Engelbrecht

Nachdem ich von „Lass los, was deine Seele belastet“ so enttäuscht wurde, beschloss ich, noch ein anderes Buch zum selben Thema zu lesen. Im Literaturverzeichnis fand ich obigen Titel und ich dachte mir, ich versuche es noch einmal.

„Der kleine Coach“ (so das Label auf dem Buch) ist unterteilt in 4 Kapitel. Zunächst „erkennt man sich selbst“ mithilfe eines Aussagen-Tests und einem Persönlichkeitsprofil, dann wird erläutert, warum wir eigentlich an Gedanken und Gewohnheiten hängen (Sicherheitsgefühl, ideales und tatsächliches Selbstbild, Definition von „loslassen“ als Teil des Lebensprinzips), in Kapitel 3 wird anhand von vielen Übungen und einem selbstangelegten Projektbuch versucht, das loszulassen was nicht glücklich macht und im letzten Kapitel gibt es noch allgemeine Strategien, was man tun kann, wenn wiedermal der Schweinehund siegt und man Rückfälle in alte Muster erleidet. Das Buch kommt in gewohnter GU-Optik mit Spiralbindung daher, hat also schon auch den Charakter eines „Arbeitsbuches“. Die Kapiteleinteilung ist gut strukturiert und sinnvoll. Frau Engelbrecht erklärt alles genau und – ja wirklich – in einem „Coaching“-Ton. Es gibt Checklisten, einfache Körper- und Visualisierungsübungen und viele Denkfragen, die man in seinem Projektbuch beantworten kann.
Fazit: lesenswert, nur leider reicht das nicht. :D Das ist ein richtiges Arbeitsbuch und ich denke, wenn man wirklich damit arbeitet, dann hilft einem das schon. Ich habe es nur durchgelesen, um einen Eindruck davon zu bekommen, was man sich praktisch unter „loslassen“ vorzustellen hat und das ist gelungen. Leider habe ich auch Negatives anzubringen: Es richtet sich wieder mal ausnahmslos an Frauen und schön langsam finde ich das extrem nervig und irgendwie..naja..fast schon diskriminierend. (Als ob nur Frauen Wünsche nach Veränderung haben…pfff) Ohje, könnt ihr das nachvollziehen?
Nun ja, und das andere was mir ein bisschen gefehlt hat, waren Beispiele von „Coaching-Teilnehmern“ die da ein bisschen erzählen WAS sie WIE verändert haben. Das hätte der Sache noch ein bisschen mehr Pfiff gegeben. Mit dem Buch und den Übungen fühlte ich mich ja doch irgendwann in so einer abstrakt-isolierten Wolke eingebettet, wo ich zwischendurch auch immer mal wieder den Faden verlor…
Aber wie gesagt, das Buch ist insgesamt gut! Von Frau Engelbrecht sind übrigens noch andere Titel erschienen.

2 Gedanken zu “Gelesen: Lass los, was deinem Glück im Weg steht von Sigrid Engelbrecht

  1. Danke für die Buchvorstellung! Ich glaube, ich gucke mal nach dem Buch. Ich finde es gut, wenn man mit so Ratgebern arbeiten soll.
    Wie erging es Dir denn eine Woche ohne Blog?
    Gruß Biene

    1. Ja, guck dir das Buch ruhig mal an, wenn dich sowas interessiert. Ich habs mir ja nur aus der Bücherei geholt, da tut’s nicht weh, wenn es schlecht ist ;D
      Ach ja, das Bloggen hat mir zwar gefehlt, aber es tut auch gut, unter der Woche mal nicht auf die To-Do Liste schauen zu müssen. Meine To-Do-Liste ist durch „Zen to Done“ sowieso schon ziemlich klein geworden, aber sie ab und an ganz weg zu lassen ist sehr befreiend.

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