Gelesen: Noch ein Tag und eine Nacht von Fabio Volo

Normalerweise lese ich aus dem Kreis „Frauen, Liebe, Familie“ eher die Familiengeschichten und weniger Liebesromane, aber bei diesem Cover und dem Klappentext wurde ich dann doch neugierig.
Giacomo fährt jeden Tag mit der Straßenbahn zur Arbeit. Denn dort trifft er sich täglich auf ein Rendevous mit Michela, der schönen Unbekannten. Die Frau seiner Träume. Beide sehen sich jeden Tag, wechseln aber kein Wort miteinander, weil sie sich gar nicht kennen. Eines Tages – ganz plötzlich – spricht sie ihn an, lädt ihn zu einem Kaffee ein und eröffnet ihm, dass sie aus Italien wegzieht, um nach New York zu gehen. Und zwar morgen. Giacomo schreibt heimlich die Adresse ihrer Arbeitsstätte in New York ab und reist ihr nach langem Zaudern nach. Und ja, es wäre keine Liebesgeschichte, wenn er sie nicht finden würde.
Es bleiben 9 Tage New York und beide verleben Tage voller Glück. Diese Zeit ist für Giacomo und Michela eine Zeit der Verwandlung. Er, der Romantiker mit Bindungsangst und sie, die rationale Langzeit-Beziehungsgeschädigte lernen, sich fallen zu lassen und das es auch anders geht, obwohl beide davon überzeugt sind, dass sich das Verliebtsein mit der Zeit abnutzt. Sie gehen eine Verlobung auf Zeit ein, um alles tun und lassen zu können was sie sich wünschen und wollen.
Doch leider muss Giacomo einen Tag früher als geplant nach Italien zurückfliegen, weil seine Großmutter im Sterben liegt. Diesen fehlenden Tag will er aber nachholen, damit er es richtig abschließen kann. Also sehen sich die beiden noch einmal einen Tag und eine Nacht wieder…
Fazit: Eine gelungene, kreative und moderne Liebesgeschichte, daher sehr lesenswert. Definitiv für Fans von „Before Sunrise“ und für alle, die eine schöne Sommerlektüre suchen.

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