Gelesen: Simplicity von John Maeda

Einfachheit. „Simplicity“. Das sind so schöne Wörter, die wie ein neues, unbeschriebenes Blatt Papier wirken. Für mich bedeutet Einfachheit in erster Linie Reduzieren. Aber John Maeda hat in seinem Buch 10 Gesetze beschrieben, die andere Aspekte der Einfachheit aufzeigen und zwar für alle möglichen Bereiche. Eigentlich sollte das Buch auch nur über Einfachheit und Design informieren, aber da viele daran interessiert sind, ihren Alltag einfacher zu gestalten, umfasst das Buch auch solche Themen wie „Gefühle“ und „Zeit“.
Man merkt seinen akademischen Hintergrund, aber genau das macht es so schön. Endlich mal was anderes zu dem Thema als diese über-engagierten Minimalismus-Freaks, die glauben, dass alles gut wird, wenn man um 4:30 h morgens aufsteht um seinen Kindern Butterbrote zu schmieren. (Dazwischen machen die auch noch Yoga!)
Wie auch immer. Dieses Buch hat mich zum Nachdenken angeregt. Viele Dinge erschienen mir logisch, andere waren für mich eher schwerer nachzuvollziehen. Aber das macht nichts. Dazu kann man sich ja noch Gedanken machen.
Zum Beispiel habe ich dadurch entdeckt, warum so viele Leute in meinem Umfeld keinen E-Book-Reader benutzen wollen. Alle (ausnahmslos alle) reden immer von der Schönheit des Buches und dass sie das Gefühl mögen, wenn sie ein Buch aufschlagen – klar, wer liebt das nicht? ich glaube, da steckt mehr dahinter.
Aber in Wirklichkeit sind die E-Book-Reader – egal wie einfach sie gestaltet sind, immer noch kompliziert. Man muss sich erst Inhalte draufpacken und dafür sorgen, dass immer genügend Akku aufgeladen ist. Wenn man Pech hat, gibts zu viele Knöpfe oder zu wenig, und man weiß nicht wo man drücken soll. Man liest also erstmal die Bedinungsanleitung. Ah, und damit es geschützt bleibt, kauft man sich gleich noch ein Täschen oder Skin dazu, damit nichts zerkratzt und zerbricht. Und dann ist die Einfachheit auch dahin.
Warum tut man das?
Ein Buch hole ich mir ausm Regal, aus der Buchhandlung oder Bücherei. Ich schlage es auf und lese. So einfach ist das.

Fazit: „Simplicity“ ist überaus lesenswert. Wer es noch einfacher und abgespeckter haben will, kann die 10 Gesetze der Einfachheit auch auf dem Blog des Autors nachlesen.

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