Gelesen: Unterwegs von Jack Kerouac

Ich dachte, ein bisschen „Beat-Literatur“ fehlt mir noch, also hab ich nach ein bisschen Recherche zu Kerouacs autobiografisch gefärbten Roman „Unterwegs“ gegriffen.
Der Titel ist auch Inhalt des Romans. Sal Paradise, ein junger Schriftsteller, ist in mehreren Jahren immer mal wieder unterwegs von New York nach San Francisco und zurück. Meistens ist er unterwegs mit seinem Kumpel Dean Moriarty – mit Zwischenstop in Denver, New Orleans, Los Angeles, wo sie weitere Freunde treffen. Kurz zusammengefasst: Es geht um Sex, Drugs und Be-bop.
Fazit: Wer auf Geschichten im Roadmovie-Style steht oder gerne reist, sollte das Buch lesen. Aber ganz ehrlich: Mir hat es überhaupt nicht gefallen. Ich finde weder den Charakter des Sal Paradise noch den exzentisch-manischen Dean Moriarty interessant. Ich fand sie ziemlich flach. Selbst die weiblichen Charaktere waren entweder „Huren“ oder gutgläubige Dinger, die sich immer mit diesen drogensüchtigen Spinnern eingelassen haben und danach ewig schwanger herumgeflennt haben. Es war wirklich anstrengend und öde, habe aber trotzdem weiter gelesen, weil ich dachte, dass da noch mehr passiert. Irgendeine Entwicklung. Außerdem glaube ich auch, dass man als Europäer dieses uramerikanische Herumreisen und „unterwegs sein“ sowieso nicht so richtig nachvollziehen kann. Wartet also auf den Film. (Sorry, Jack.)

2 Gedanken zu “Gelesen: Unterwegs von Jack Kerouac

  1. Kann ich total nachempfinden. Mir wurde das Buch auch total ans Herz gelegt. Allerdings hab ich nur 3/4 davon ausgehalten. Dann wurde es mir zu langweilig. Ich werde mich jetzt wohl mal eher an Murakamis 1Q84 machen :-)

    Sven

  2. Ehrlich gesagt kann ich auch in keinster Weise nachempfinden, wieso viele meiner Bekannten so von dem Buch schwärmen. Für mich war es eindeutig vergeudete Zeit (und das sage ich nicht oft von einem Buch…)
    Wenigstens finde ich hier mal ein paar Gleichgesinnte die in diesem Zusammenhang genauso denken wie ich

    LG
    Jan

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