Gelesen: Voll auf Zucker! Wie Sie die Sucht nach Süßem überwinden von Martina Fontana

Schon lange will ich mir meine „Zuckersucht“ abgewöhnen, deshalb kam mir dieses Buch aus der Bibliothek gerade Recht.
In den Kapiteln 1 bis 3 finden sich allgemeine Infos zum Thema Zucker, wie er im Gehirn wirkt, wie er unsere Gesundheit beeinflusst und wie geschickt es die Industrie anstellt, Zucker in allen möglichen Lebensmitteln zu verstecken. Erst in Kapitel 4 geht es los dem eigentlichen Ausstieg aus der Zuckerfalle. Dabei wird nicht von Diätregeln geredet sondern von Gewohnheitsänderungen in kleinen Schritten. Und da muss man wirklich arbeiten mit Stift und Papier. Es gibt viele Denkfragen, um sich selbst umprogrammieren zu können, Ekelübungen und Atemtechniken. Natürlich geht es dabei auch um Entspannung, Bewegung und Motivation.
Fazit: hmmm..schwierig einzuschätzen. Der Schreibstil in den ersten drei Kapiteln ist arg gewöhnungsbedürftig. Ich kam damit nicht so gut klar und wollte das Buch wieder weglegen. Ich habe nix dagegen, wenn man mal etwas in Klammern setzt, aber diese Klammer-Sätze wurden so dermaßen oft eingesetzt, dass es meinen Lesefluss ziemlich störte. Der Test „Bin ich ein Zuckerjunkie?“ ist meiner Meinung nach völlig überflüssig. Vor allem kommt er erst im 3. Kapitel vor?!
Wer sich mit den Tricks der Lebensmittelindustrie auskennt, kann sich gleich die ersten beiden Kapitel sparen und sofort loslegen. Die Tipps und Arbeitstechniken in Kapitel 4 sind allesamt brauchbar, auch wenn ich es besser gefunden hätte, wenn es eher ein Erfahrungsbericht geworden wäre, als eine bloße Aufzählung von Tipps. Die Zwischenberichte von „Betroffenen“ fand ich nicht besonders interessant. Insgesamt wirkt das Buch wie eine schnell zusammengebastelte Frauenzeitschrift in Buchform, was ziemlich schade ist, weil a) das Thema stark im Kommen ist und b) die darin vorgestellten Techniken super sind aber dadurch völlig untergehen…

Wer einen Erfahrungsbericht aus erster Hand lesen will, sollte mal bei querfeldrein nachschauen.

Ein Gedanke zu “Gelesen: Voll auf Zucker! Wie Sie die Sucht nach Süßem überwinden von Martina Fontana

  1. Ja, das mit dem Zucker sollte ich auch mal in Angriff nehmen. Danke für die Buchbewertung, dann besorg ich mir dieses Buch schon mal nicht :D

    Anfang diesen Sommers hab ich mich übrigens mit dem Thema Milch beschäftigt. Das ist ja auch so eine Sache: So gesund wie alle tun, ist die nämlich nicht – und sie ist auch ÜBERALL drinnen, man glaubt gar nicht wo überall…
    Vielleicht interessiert dich das ja auch?

    Ich finde ja das Buch „Milch besser nicht“ von Maria Rollinger sehr gut, falls du das wo ausleihen kannst. Da gehts um die Kulturgeschichte der Milch, Produktion, Gesundheit. Ein bisschen was dazu steht auch in der China Study drin, die ja aber auch ein bisschen umstritten ist. Es gibt auch einen guten Artikel in „der Zeit“ (glaube ich!), den man eigentlich gleich mal beim googlen findet.

    Ist natürlich jedem seine Sache, ob er auf Milch verzichten will. Ich habs jedenfalls geschafft, den Konsum sehr stark einzuschränken (bis auf die gelegentliche Pizza beim Italiener und wenn ich mal wo eingeladen bin). Besonders hats mir die Mandelmilch angetan, die man nur mit Pürierstab super selber machen kann, weil die gekaufte leider schweineteuer ist.
    Rezepte dazu findet man zuhauf im Netz – das ist oft allerdings eine rohe Mandelmilch, wenn man die dann noch 2 min abkocht, schmeckt sie wie die gekaufte.
    Auch Sojamilch kann man super selber machen, aber Getreidemilch ist mir noch nicht gelungen, wurde alles schleimig :(

    Oh und das wollte ich noch sagen: Ich find deinen Blog so super, den les ich von allen Minimalismusblogs am Liebsten. Weil er am Boden bleibt und nicht so abgehoben ist wie so manche, weil es auch um andere Dinge geht, weil die „Minimalismusszene“ halt schon sehr männlich und englisch dominiert ist und sowieso weil du eine sehr sympatische Person bist (auch wenn ich dich natürlich nicht persönlich kenne ;) )
    Eigentlich les ich sowieso nur mehr deinen Blog und den von Frau Liebe (die aber grade in Babypause ist).

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